• 3SAT

    • 3SAT od do

      • Das Geheimnis der Meister: Maria Sibylla Merian

        Spielfilm. Maria Sibylla Merians "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist das Werk einer Pionierin, die Kunst und Naturforschung früh miteinander verknüpfte. Das "Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Maria Sibylla Merian war eine Ausnahmekünstlerin: Als Malerin, Entomologin und Naturforscherin verknüpfte sie Kunst mit Wissenschaft, zu einer Zeit, in der Frauen in diesen Bereichen weitgehend ausgeschlossen waren. Ihr "Blumenstillleben in einer chinesischen Vase" ist mehr als ein dekoratives Arrangement - es erzählt vom internationalen Austausch, botanischem Interesse und einem tiefen Blick in die Natur. Merians Werke sind geprägt von ihrer Unabhängigkeit als alleinerziehende Mutter, ihren Reisen nach Surinam und ihrer Arbeit im Dienste der Wissenschaft und erzählen die Geschichte einer Frau, die sich gegen jede Konvention auflehnte. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Meisterwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

      • Tagesschau

        ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

      • Frontmen - Die größten Rockstars aller Zeiten: Bruce Dickinson – Iron Maiden

        Spielfilm. Pilot, Historiker, Fechter, Autor: Bruce Dickinson, der vielseitige Frontmann von Iron Maiden, ist eine Heavy-Metal-Ikone. Seine markante, hohe Stimme, "Die Luftschutzsirene", ist legendär.

      • Meister der Apokalypse - Roland Emmerich

        Spielfilm. Von Stuttgart nach Los Angeles: Roland Emmerich gilt als der erfolgreichste deutsche Hollywood-Regisseur - dabei hatte er keinen leichten Start. Für seine ersten Science-Fiction-Werke erntete er von deutschen Kritikern Hohn und Spott. Er verließ seine Heimat und ging nach L. A. Seine Homosexualität verbarg er, um nicht als Regisseur für schwules Kino abgetan zu werden, denn er wollte Actionfilme drehen. Sein erstes großes Projekt sollte ein Film mit Superstar Sylvester Stallone werden, doch das kam nie zustande, weil sich Emmerich mit dem damaligen Erfolgsproduzenten Joel Silver ("Stirb Langsam") zerstritt. Silver drohte ihm, dass er in Hollywood niemals wieder Arbeit finden würde. Doch der gebürtige Stuttgarter ließ sich nicht beirren. Mit "Independence Day" inszenierte er die Invasion außerirdischer Monster mit Charme, Witz und atemberaubenden Trickeffekten. Für die Effekte arbeitete Emmerich mit Talenten der Filmakademie Baden-Württemberg zusammen.

      • Kaminer Inside: Filmstadt Babelsberg

        Spielfilm. Wladimir Kaminer geht auf Erkundungstour in den Filmstudios Babelsberg, wo seit 1912 Filmgeschichte geschrieben wird. Ob in der Außenkulisse, im Requisitenfundus oder im volumetrischen Studio - er stößt auf eine Schatzkammer des großen Kinos. Das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt steht nicht in Hollywood, sondern in Potsdam Babelsberg. Es ist bis heute das größte Filmstudio Europas. Seit 1912 wurden dort mehr als 4000 Filme produziert. Namhafte Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler haben dort gewirkt und nationale wie internationale Filmklassiker geschaffen, darunter Kultfilme wie "Metropolis" (1927) und "Der Blaue Engel" (1930). Ob in den Filmstudios Babelsberg oder ihren historischen Vorläufern Decla-Bioskop, UFA und DEFA: Die Filmgeschichte Babelsberg spiegelt immer auch deutsche Geschichte wider. Ein mystischer Ort voller Geschichten. "Babelsberg, die deutsche Traumfabrik", staunt Wladimir Kaminer und nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Reise in die Geschichte des deutschen Films. Vor über 100 Jahren begann in Babelsberg die Filmgeschichte mit der Gründung des heute ältesten Filmstudios. Asta Nielsen, der damals größte internationale Star, drehte dort 1912 ihren ersten Film "Der Totentanz" - ein überwältigender Publikumserfolg. Schnell fanden technische Innovationen Einzug in die Filmproduktion. Anfang der 1920er-Jahre ermöglichte die "entfesselte Kamera" den Perspektivwechsel, 1929 feierte der Tonfilm mit "Melodie des Herzens" sein Debüt. Babelsberg ist bis heute ein magischer Ort und ein Spiegel seiner Zeit: Auf die kriegspropagandistischen Stummfilme im Ersten Weltkrieg folgte Fritz Langs monumentales Science-Fiction-Epos "Metropolis", das heute zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehört. Die UFA-Ära der 1930er/1940er-Jahre hat Glanz und Glamour nach Babelsberg gebracht und Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann, Marlene Dietrich und Hans Albers in die Welt. Genauso steht diese Ära aber auch für zahlreiche menschenverachtende Werke, die unter der Ägide des nationalsozialistischen Reichspropagandaministeriums entstanden sind. Unter sowjetischer Verwaltung wurde in den Nachkriegsjahren die Produktion am Standort schnell wieder aufgenommen. Zu wichtig war das Medium Film für die Propaganda. Bereits im Mai 1946 erfolgte die offizielle Gründung der Deutschen Film AG (DEFA). Der erste Nachkriegsfilm erschien noch im selben Jahr: "Die Mörder sind unter uns" von Wolfgang Staudte. Dem folgten bis 1990 1240 Spiel- und Fernsehfilme verschiedener künstlerischer und politischer Ausrichtungen, die auf dem Babelsberger Areal produziert wurden, darunter Meisterwerke wie "Die Legende von Paul und Paula" (1973) und "Jakob der Lügner" (1976), aber auch legendäre Märchenfilme wie "Der Kleine Muck" (1953) und "Drei Nüsse für Aschenbrödel" (1973). Die Wende und Wiedervereinigung Anfang der 1990er-Jahre hat für den Filmstandort eine neue Epoche eingeläutet. Die Medienstadt Potsdam-Babelsberg wurde geboren. Spiel-, Trick- und Dokumentarfilme, TV-Serien und auch digitale Formate "Made in Babelsberg": Dort entstehen nicht nur nationale Dauerbrenner wie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" (seit 1992), sondern auch internationale Blockbuster wie "Die Tribute von Panem – Mockingjay" (2014/2015), "Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" (2014), "Bridge of Spies - Der Unterhändler" (2015), "Men in Black" (1997), "Anonymus" (2011) und der mit vier Oscars ausgezeichnete Film "Grand Budapest Hotel" (2014). Ob Steven Spielberg oder Roman Polanski, George Clooney oder Cate Blanchett - unzählige namhafte internationale Stars gaben und geben sich in Babelsberg die Klinke in die Hand. Wladimir Kaminer trifft Schauspielerin Anna Loos zum Walzer tanzen in der Marlene-Dietrich-Halle und schwelgt mit ihr in Erinnerungen. "Hier wird einfach permanent gezaubert, es ist unglaublich, welche großartigen Filme hier schon entstanden sind", so Anna Loos. Mit Szenenbildner Uli Hanisch erkundet Kaminer die Außenkulisse der Studios, die Neue Berliner Straße, die Hanisch entworfen hat. Im Möbelfundus zeigt Filmausstatter Bernhard Henrich Kaminer seine Lieblingsstücke, von Tom Cruises Stuhl aus "Operation Walküre" bis hin zum Schreibtisch aus "Bridge of Spies" und den Kunstwerken aus "Monuments Men". Mit Christine Handke vom Filmmuseum Potsdam spricht Kaminer darüber, wie der Mythos Babelsberg überhaupt entstanden ist. Sven Bliedung von der Heide weiht ihn ein in die Geheimnisse des volumetrischen Studios und die Zukunft des Films. Und Kunstmaler Robert Krüger zeigt Kaminer, wie er aus 25 verschiedenen Rosatönen den perfekten für "Grand Budapest Hotel" gefunden hat, und erzählt ihm, wie die Zusammenarbeit mit den berühmtesten Regisseuren unserer Zeit funktioniert.

      • Eden für jeden

        Fernsehfilm Schweiz (2020). Nelly taucht über ihre leicht demente Großmutter Rose-Marie in den faszinierenden Kosmos eines Schrebergartens ein: Leid gärtnert neben Freud, Toleranz neben Spießigkeit. Bald schon verheddert sie sich in einen Kleinkrieg mit dem Schrebergartenpräsidenten – und kommt dabei einem düsteren Familiengeheimnis auf die Schliche. Nelly, eine junge Studentin und Busfahrerin im Nebenberuf, wohnt zusammen mit ihrer Oma Rose-Marie. Rose-Marie zieht es aber eigentlich in ihre Schrebergartenparzelle, und zum wiederholten Mal büxt sie aus. Ihre Oma in ein Heim zu stecken, kommt für Nelly jedoch nicht in Frage. Und weil die beiden sowieso bald aus ihrer Wohnung geworfen werden sollen, will Nelly mit Rose-Marie ins alte Schrebergartenhäuschen ziehen. Dies ist gemäß Schrebergartenverordnung jedoch verboten – und wenn es um diese Verordnung geht, versteht der resolute Schrebergartenpräsident Franco gar keinen Spaß. Das stört die freche Nelly überhaupt nicht, und gemeinsam mit einem weiteren Neuling, dem Musiker Paolo Cesar, mischt sie den Schrebergarten auf, um die Verordnung zu ändern. Im multikulturellen Mikrokosmos wird gezeigt, wie diverse Nationalitäten ein Stück Heimat im Garten finden. Nach dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Unser Garten Eden" (2010) von Mano Khalil erzählt Rolf Lyssy ein amüsantes Stück Schweiz und seine multikulturelle Diversität. "Eden für jeden" ist eine Produktion von SRF und Atlantis Pictures Ltd. Der Schweizer Film "Eden für jeden" ist der erste TV-Film des Altmeisters Rolf Lyssy. Mit "Die Schweizermacher" (1978) schuf Lyssy den erfolgreichsten Schweizer Film der letzten 50 Jahre. "Die letzte Pointe" war einer der meistgesehenen Schweizer Filme von 2018. Das Drehbuch zeichnet – in Zusammenarbeit mit Rolf Lyssy – Dominik Bernet verantwortlich ("Marmorera", "Der Bestatter", "Die letzte Pointe").

      • Berlinale-Studio (3/3)

        Magazin. Im "Berlinale-Studio" begrüßt in diesem Jahr wieder Knut Elstermann die Zuschauer aus dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Zu Gast beim "Kino King" sind die interessantesten Schauspielerinnen und Schauspieler und die Kreativen des Festivals. Dazu gibt es das Wichtigste über die Filme und Menschen der Berlinale.

      • lebensArt

        Magazin. Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden. Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.

      • Unsere Kontinente: Afrika

        Mit Prof. Harald Lesch. Seit 1982 berichtet "Terra X" über die Natur und Kultur der Welt. Die Jubiläumsreihe "Unsere Kontinente" fügt beides zu einer großen Gesamtschau zusammen. Wie hat die Natur unseres Planeten die Kulturen geformt? Prof. Harald Lesch, Prof. Colin Devey, Prof. Antje Boetius, Mirko Drotschmann, Dr. Mai Thi Nguyen-Kim und Jasmina Neudecker präsentieren die sechs dauerhaft von Menschen besiedelten Kontinente. Die gewaltigen tektonischen Kräfte erschaffen in Afrika eine einzigartige Landschaft: das Great Rift Valley. Die natürlichen Bedingungen Ostafrikas werden zur Wiege der Menschheit und zum Startpunkt ihrer langen Reise: Von dort aus ziehen die Menschen los, um nach und nach andere Kontinente zu besiedeln. Der afrikanische Kontinent erstreckt sich über sehr viele Breitengrade und äußerst vielfältige Naturlandschaften und Klimazonen. Seine so unterschiedlichen Regionen und Bedingungen erfordern immer wieder andersartige Anpassungsstrategien und das Erlernen neuer Kulturtechniken. Vielerorts sind die Böden des Kontinents ausgelaugt. Es entwickeln sich völlig unterschiedliche Lebensmodelle als Antwort auf die extremen Naturbedingungen. Die natürlichen Barrieren des Kontinents – Flüsse, die nicht durchgängig schiffbar sind, die tropische Zone mit ihren tödlichen Krankheiten, undurchdringliche Wälder und die großen Wüsten im Norden und Süden des Kontinents – verhindern den Austausch der verschiedenen Kulturen in Afrika. Darüber hinaus verfügen die Nord- und Westküste über wenige natürliche Häfen und zum Teil schwer zu beherrschende Winde, was einen Austausch der Kulturen über die Grenzen des Kontinents hinaus lange Zeit verhindert. Das gut schiffbare Kap – gelegen auf den internationalen Schiffhandelsrouten – wird zum Einlasstor für Abenteurer und Ausbeuter, die selten das Wohl des Kontinents im Fokus haben. Es sind auch diese natürlichen Faktoren, die Afrikas Aufschwung behindert haben. Und das, obwohl der Kontinent reich an Rohstoffen und Bodenschätzen ist, die bis heute systematisch ausgebeutet werden.

      • Unsere Kontinente: Asien

        Mit Prof. Colin Devey. Asien, der größte Kontinent der Erde, überbietet sich in Superlativen: Er reicht von Sibirien im Nordosten bis zum Suezkanal im Südwesten. In Asien befinden sich der kälteste Ort, die seismisch heißeste Region und die höchsten Gebirge des Planeten. Die Geschichte des Superkontinents Asien beginnt vor 55 Millionen Jahren. Damals schiebt sich der indische Subkontinent unter Eurasien und faltet den Himalaja auf. Dieses gewaltige Hochland bildet eine natürliche Barriere für Regenwolken und teilt Asien in zwei sehr unterschiedliche Teile: einen regnerischen und fruchtbaren Süden und einen trockenen und kalten Norden. Eine Pflanze verändert im feuchten und fruchtbaren Südosten Asiens die Siedlungsgeschichte. Reis wird Nahrungsgrundlage einer stetig und schnell wachsenden Bevölkerung. Es ist dieses besondere Klima, ermöglicht durch den Himalaja, das Südostasien bis heute zur Heimat der größten Megacitys der Welt macht. Asien ist aber auch ein Kontinent der Gegensätze und der menschlichen Anpassung an die unterschiedlichen Lebensräume. Das Wüstenklima im Südwesten inspiriert Weltreligionen, in der Mitte des Kontinents diktiert die Steppe die Lebensbedingungen der Menschen. Das weite Grasland bietet ideale Bedingungen für Pferde. Ihre Domestizierung lässt die Menschen der Steppe zu gefürchteten Kriegern und Herrschern der größten Reiche der Welt werden. Sibirien und Saudi-Arabien halten harte Lebensbedingungen bereit, ihr Reichtum an Bodenschätzen zieht dennoch Menschen in diese eher lebensfeindlichen Regionen. Kein anderer Kontinent hat die Ideen vom Zusammenleben der Menschen so geprägt wie Asien – als Taktgeber für den Rest der Welt. Asien war der Schauplatz der Anfänge der neolithischen Revolution. Heute hat der Kontinent die größte Ansammlung an Megacitys.

      • Unsere Kontinente: Australien und Ozeanien

        Mit Prof. Antje Boetius. Kein anderer Kontinent ist so weit von allem anderen entfernt wie Australien und Ozeanien. Die Abgeschiedenheit lässt einzigartige Tierarten und paradiesische Besonderheiten ohne Fremdeinfluss entstehen und eine der ältesten Kulturen der Welt überleben. Doch gerade diese natürliche Vielfalt zieht die Europäer an den Pazifik und verändert die Inseln für immer. Vor 50 Millionen Jahren bricht der bislang letzte Kontinent auseinander: Australien und die Antarktis entstehen. Die Antarktis vereist und Australien driftet nach Norden, wo es zum trockensten Kontinent der Erde wird. Die Eiszeit schafft eine Landbrücke zwischen Australien und Papua-Neuguinea und macht Australien zur Heimat einer der ältesten Kulturen der Erde. Aboriginal People schaffen es dank Anpassung und Kulturtechniken, den gesamten Kontinent als Lebensraum zu erschließen. Vor allem deren Wissen um versteckte Wasserquellen ermöglicht es später europäischen Einwanderern, hier zu siedeln. Die Vulkane des Pazifischen Feuerrings werden Schöpfer der einzigartigen Inselwelt Ozeaniens. Mineralien im Magma düngen die Böden und verwandeln die Inseln des Südpazifiks in Paradiese, während Korallenriffe das reiche Meeresleben fördern. Polynesien wird die Heimat mutiger Seefahrer, die in ihren Katamaranen Tausende von Kilometern zurücklegen, um neues Land zu erschließen – sie kommen bis nach Neuseeland. Neuseelands Kulturgeschichte ist deutlich jünger. Windverhältnisse machen eine Besiedlung zunächst unmöglich, bis sich im Mittelalter ein kurzes Zufallsfenster auftut, das es den Polynesiern gestattet, hier zu landen. Neuseeland und die pazifischen Inseln werden als letzte weiße Flecken auf dem Planeten besiedelt. Bis hierhin breitet sich die polynesische Kultur aus, die heute ein fester Bestandteil der neuseeländischen Alltagskultur geworden ist. Die Welten von Australien, Ozeanien und Neuseeland könnten unterschiedlicher nicht sein. Was sie eint, ist ihre Isolation. Und der jahrhundertealte kulturelle und wirtschaftliche Austausch, der die Region viel mehr verbindet als die Geologie.

      • Unsere Kontinente: Europa

        Mit Mirko Drotschmann. Europa ist der klimatische "Gunstkontinent". Sein überaus vorteilhaftes Klima verdankt er einem Ereignis auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Schließung der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika erschafft den Golfstrom, dessen warme Gewässer in Europa ein außergewöhnliches Klima entstehen lassen - Palmen in Irland und Obstbäume in Norwegen. In allen anderen Regionen der Erde ist es auf demselben Breitengrad deutlich kälter. Gletscher der letzten Eiszeit hinterlassen in Europa fruchtbaren Löss, der durch Wind und Wasser über den ganzen Kontinent verteilt wird und eine getreidebasierte Landwirtschaft ermöglicht. Die Vielfalt der Backwaren in Europa zeugt bis heute davon. Auch die Küsten Europas werden für den Kontinent zum Vorteil: Tektonische Ereignisse zwischen der afrikanischen und der eurasischen Platte prägen die zerklüftete Mittelmeerküste mit ihren vielen Buchten und Inseln, natürlichen Häfen und sanften Strömungen und prädestinieren sie für Besiedlung und Schifffahrt. Schon in der Antike wird der Mittelmeerraum zum Umschlagplatz für Waren und vor allem Ideen, die Europa bis heute prägen. Den engen Raum auf dem Kontinent teilen sich mehr Länder als irgendwo sonst auf der Welt – das fördert Wettbewerb und Innovation. In der Neuzeit wird Europa dank Schätzen aus dem Untergrund zum Kontinent des Fortschritts. Kohle ist der Treibstoff für die Industrialisierung, eine europäische Erfindung, die das Wesen des Kontinents und das Leben seiner Bewohner nachhaltig verändert.

      • Albanien - Geheimtipp und Abenteuer

        Spielfilm. Albanien, das sind unberührte Küsten, Hunderttausende Bunker, wilde Berge und einer der letzten Wildflüsse Europas. Ein Land im Aufbruch – wunderschön, aber mit Schattenseiten. Es ist in, nicht mehr so weit in den Urlaub zu fahren, und Albanien spürt das: Zu kommunistischen Zeiten abgeschottet und verarmt, hat es nun den Ruf, verwegen, unberührt und abenteuerlich zu sein. Albanien bietet alles Mögliche, nur nicht Mainstream. Dhërmi ist einer der Orte, die fast schon zu bekannt sind, um noch Geheimtipp zu sein. Breiter Sandstrand, coole Beachbars, Urlaubsresorts in wachsender Zahl. In der Altstadt retten sie Tradition und Unberührtheit auch dank EU-Förderung: Alte Häuser werden zu Hotels, denkmalbewusst restauriert. Ab und zu ein Stromausfall gehört dazu, auch das Internet geht nicht immer: Abenteuer eben! Die Zuschauer lernen die Menschen kennen, die den Wandel leben und gestalten. Die neue Generation fischt nicht mehr, sie bietet Bootsausflüge an. Die Frauen brechen aus traditionellen Rollen aus, managen Hotelkomplexe oder sorgen für das richtige Internetmarketing für Papas Käse, der seine Reife schon immer in einem alten Bunker aus der Zeit des diktatorischen Herrschers Enver Hoxha gewinnt. Die Hauptstadt Tirana ist jung und bunt, schrille Wandfarben vertreiben die Tristesse kommunistischer Architektur. Albanien, das sind neue Hotels in alten Dörfern, das ist eine europäische junge Generation in einer etwas verrückten Hauptstadt, das sind aber auch die Schattenseiten einer sehr alten Kultur wie Blutrache und ein patriarchalisches Frauenbild. Ein Land im Umbruch, das sich in rasantem Tempo entwickelt.

      • kinokino

        Das Filmmagazin. Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

      • Alpenpanorama

        "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

      • ZIB

        Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

      • Sternstunde Philosophie

        SRF-Gesprächsreihe. In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt. "Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?

      • erLesen

        Magazin. Einmal im Monat begrüßt Heinz Sichrovsky Stars aus der heimischen und internationalen Buchszene. Dieses Mal ist die gefeierte Wiener Autorin Julya Rabinowich zu Gast. Ihr neuer Roman trägt den Titel "Mo & Moritz" und soll vor allem junge Lesende ansprechen. Im Buch werden die komplexen Begegnungen von junger, queerer Liebe mit Gesellschaft und Religion erforscht.

      • Die Schweizermacher

        Spielfilm Schweiz (1978). Max Bodmer und Moritz Fischer gehören zu jenen Beamten der Kantonspolizei, die einbürgerungswillige Ausländer unter die Lupe nehmen müssen. Nicht jeder eignet sich zum Schweizer. Obwohl die Handlung frei erfunden ist, sind Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Verhältnissen des Einbürgerungsverfahrens nicht ganz ausgeschlossen. Eine ironisch-satirischen Komödie ums Schweizer-Sein und Schweizer-Werden. "Fleißig, ordentlich, ruhig, anständig, sauber, wehrhaft, integer, neutral und vaterlandsliebend" sollen sie sein, die Aspirantinnen und Aspiranten auf lebenslangen Wohnsitz plus Stimmrecht in eidgenössischen Gefilden. Da ist kein Abfallsack zu klein, keine Fahnenstange zu hoch und kein Fondue zu heiß, um nicht exakt inspiziert und bewertet zu werden. Könnte der italienische Konditor Grimolli samt Gattin allenfalls an einer Demonstration teilnehmen? Ist die Gesinnung von Doktor Stark und seiner Gattin, die sie mit Fondue und Schweizer Fahne offenkundig machen, tatsächlich echt? Und wie steht es mit der Moral der jugoslawischen Tänzerin Milena Vakulic? Bodmer bleibt dem Ernst seines Amtes bis zum unerbittlichen Ende treu und liebt das Inspizieren, Taxieren und Nörgeln. Fischer dagegen entdeckt, dass das Leben auch unbeschwertere Seiten bereithält. Er schlägt sich auf die Seite der hübschen Balletteuse und verlässt mit ihr die Schweiz.

      • Druckfrisch

        Neue Bücher mit Denis Scheck. Orientierung im Bücherdschungel verspricht Denis Scheck. Scheck besucht Schriftsteller, stellt Neuerscheinungen vor und spart dabei weder an Lob noch an Kritik. Seine bissigen und humorvollen Kommentare zu den Büchern der Spiegelbestenliste aus der Kölner Bücherhalle sind beliebt und gefürchtet. Im persönlichen Gespräch entlockt er Autoren aktueller Bestseller interessante Hintergründe zu ihren Werken.

      • ZIB

        Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

      • Pulverfass Italien - Unter den Vulkanen Ätna, Vesuv und Stromboli

        Spielfilm. Die Erde ist ein Feuerball, auch wenn sie nicht danach aussieht. Unter der Erdoberfläche lodert, glüht und brennt es gewaltig. Bekannte Beispiele sind der Vesuv und der Ätna in Italien. Der Ätna überschüttet regelmäßig die Stadt Catania mit Asche. Der Vesuv hingegen, dem die Millionenstadt Neapel zu Füßen liegt, ist der bestüberwachte Vulkan Europas. Italienische Behörden haben schon vor Jahren auf die Gefahr hin einen Notfallplan erarbeitet. Doch eine weitere Bedrohung sehr viel größeren Ausmaßes lauert in direkter Reichweite: eine riesige Glutblase unter den Phlegräischen Feldern nahe der Stadt. Jetzt wagen Forscher ein riskantes Experiment: Sie bohren direkt in das Herz der Feuerkammer. Doch dieses Projekt ist in der Fachwelt durchaus umstritten. Es gibt Befürchtungen, der Vulkan könne durch die kleinen Nadelstiche aufwachen; und Magma könnte ihren Weg nach oben finden.

      • Traumziel Neukaledonien

        Unbekanntes Südseeparadies. Wer an die Südsee denkt, denkt an Tahiti, Fidschi oder Bora Bora - aber an Neukaledonien? Liegt es vor Schottland, in der Karibik oder vielleicht doch an der amerikanischen Ostküste? Captain Cook hat die Inselgruppe einst so getauft, als er aus der Ferne die Höhenzüge der Hauptinsel Grand Terre im südlichen Pazifik entdeckte. Ansonsten aber hat Neukaledonien mit Schottland wenig zu tun. Türkisblaues Wasser, Strände, die so puderzuckerweiß sind, als wären sie mit Photoshop nachbearbeitet, und die größte Lagune der Welt, umgeben von einem Korallenriff mit 1600 Kilometer Länge: In Neukaledonien ist der Mythos, der einst schon Gauguin bezauberte, noch heute spürbar. Das liegt vor allem daran, das die Urbevölkerung, die Kanaken, zumeist wenig bis gar keine Lust haben, ihr Südseeparadies massentouristisch zu vermarkten. Auf vielen vorgelagerten Inseln gibt es keinerlei Hotels oder Ferienwohnungen. Wer dort übernachten will, der meldet sich beim lokalen Clanführer in der Chefferie. Der Häuptling vermittelt dann das befristete "acceuil en tribu". Übersetzt heißt das "zu Hause beim Stamm" und meint eine Übernachtung bei Locals mit Familienanschluss. Die Insulaner leben ihr Leben wie der 39-jährige Fischer Gregoire Thale im Rhythmus der Vorfahren, und wer kommt, wird mit außergewöhnlichen Erlebnissen belohnt. Gregoire fährt noch fast täglich raus aufs Meer, gelegentlich nimmt er Gäste mit an Bord. Ein solcher Ausflug in seinem betagten Holzboot belohnt nicht nur mit immer neuen fantastischen Perspektiven auf die entlegene Insel, er vermittelt nach zehn Stunden auf dem endlosen Wasser des Pazifiks auch sehr intensiv, wie beschwerlich das Leben für die Menschen dort - bei aller großartigen landschaftlichen Schönheit - seit Jahrhunderten ist. Die Landschafen Neukaledoniens sind überaus vielfältig: majestätische Wasserfälle, zerklüftete Berglandschaften, tropische Regenwälder, endlose Palmenstrände. Dazu eine moderne Hauptstadt am Pazifik und außergewöhnliche, ganz unterschiedliche Menschen: Hip-Hop-Tänzer, Cowboys, Meeresbiologen und die beste Surferin des Archipels - Pazifik-Champion Nathalie Cinedrawa, deren Mutter die erste Frau überhaupt war, die in Neukaledonien mit einem Surfbrett auf den Ozean hinausgepaddelt ist. Es ist und bleibt erstaunlich: Es gibt so viel zu entdecken - und doch nur eine Handvoll Touristen. Vielleicht aber ist es Neukaledonien sogar zu wünschen, dass es noch eine Weile so bleibt.

      • Faszination Südsee

        Die Fidschi-Inseln. In den Weiten des Südpazifiks liegt die Republik Fidschi. Kaum ein Ort auf der Welt ist so weit von Europa entfernt wie die Fidschi-Inseln: mehr als 16. 000 Kilometer und 22 Flugstunden. Die meisten der 321 Inseln sind verwitterte Spitzen erloschener Vulkane. Steile Berge und weiße Strände bestimmen das Bild der Landschaft. Die schmalen Strandstreifen und die Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Auf der größten Insel Viti Levu gibt es so etwas wie städtisches Leben. Aber je weiter man ins Landesinnere kommt, umso schwieriger werden die Lebensumstände: Es herrschen tropische Hitze und Dauerregen, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bedeckt und kaum zu durchdringen. Nur wenige Wege führen hinauf zu den abgelegenen Dörfern. Das Leben dort ist noch sehr geprägt von den indigenen Traditionen der Bevölkerung, der zwar von den meist britischen Kolonisatoren das Christentum übergestülpt wurde und die sich heute selbst als Christen bezeichnet, aber dennoch ein den uralten Werten verpflichtetes Leben führt. Darin spielen traditionelle Hierarchien und strenge Tabus, die das tägliche Leben ordnen, eine zentrale Rolle. So auch auf der Insel Mbenga, die südlich von der Hauptinsel Viti Levu liegt. Wenn ein Junge 16 Jahre alt geworden ist, muss er zum ersten Mal über heiße Steine gehen. Stundenlang werden dort Steine ins Feuer gelegt, bis sie anfangen zu glühen. Barfuß müssen dann alle Männer des Dorfs über diese Steine laufen. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahre sie davor, dass die Füße verbrennen. Es leben nicht nur Polynesier und Melanesier auf den Fidschi-Inseln. Als die Europäer auf dem Archipel siedelten, brachten sie nicht nur ihre Kultur und ihre Religion mit auf die Inseln: Da sie für ihre Zuckerrohrplantagen Arbeiter brauchten und sich die Ureinwohner weigerten, für die Kolonisatoren zu arbeiten, brachten sie auch Arbeiter mit, meist aus der englischen Kolonie Indien. Die Nachfahren dieser Inder sind geblieben und stellen heute fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Inselstaats. Sie leben vor allem in den Städten. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man am eindrucksvollsten in der Hauptstadt Suva. Dort stehen die alten britischen Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und die wieder neben hinduistischen Tempeln. Das ökologische System der Inselwelt ist komplex und fragil. Viele Inseln sind von Korallenriffen umgeben, die einmalige Lebensräume für eine große Artenvielfalt bieten. Doch der Klimawandel bedroht diese schützenswerten Räume, immer mehr Korallen sterben ab, auch im Rainbow-Reef von Viani, das als eines der schönsten Korallenriffe im Südpazifik gilt. Lokale Initiativen arbeiten mit Korallenzucht und Anpflanzungen gegen den drohenden Verlust. Der Film spürt dem Leben der Menschen auf Fidschi nach.

      • Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (1/2)

        Spielfilm. Hawaii, das sind immergrüne Inseln mit traumhaften Stränden. Ein Paradies für Surfer. Die Erfahrenen trauen sich in die Big Waves, die bis zu 30 Meter hohen Wellen. Ein gefährliches Hobby, bei dem manchmal eine Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann. Aber das kann die Surfjunkies nicht abschrecken. Sie suchen die Monsterwellen. Davon erzählt auch Archie Kalepa, einer der Ersten, der diese Wellen bezwungen hat. Auf dem Surfspot Pe'ahi ist das ganze Jahr Hochsaison. Und wenn es sein muss, dann schleppt Archie seine Kundschaft auch mit dem Jetski so lange, bis sie die perfekte Welle erreicht haben. Weiter draußen, im offenen Meer, tummeln sich Haie. Die Jäger sind wichtig für das Ökosystem. Dort, wo es Haie gibt, ist das Meer noch gesund. Deshalb will Stefanie Brendel, eine Deutsche mit Wahlheimat Oahu, diese Tiere unbedingt schützen. Dazu geht sie mit Jugendlichen tauchen. Sie können die Haie geschützt durch einen Käfig im Wasser beobachten. Stefanie schwimmt einfach zwischen den Raubtieren herum. Angst: Nein, die hat Stefanie Brendel dabei nicht. Heute ist es kaum vorstellbar, dass diese Inselgruppe vor 1500 Jahren von Polynesiern entdeckt wurde, die sich mit einfachen Auslegerbooten auf eine Entdeckungsreise über den Pazifik begeben hatten. Orientiert haben sie sich nur an den Sternen. Die Tradition spielt auf Inseln wie Kauai, Molokai, Oahu, Maui und Big Island immer noch eine große Rolle. Die Menschen dort fühlen sich verbunden mit ihren Ahnen und leben danach. Sie suchen den Einklang mit der Natur und empfinden aktive Vulkane nicht als Bedrohung. Der Mauna Loa zum Beispiel ist der größte aktive Vulkan der Welt. Sein letzter Ausbruch fand im November 2022 statt. Der Kilauea spuckt seit 1983 unaufhörlich Lava aus. Es hat sich das Lavaland gebildet. Die schwarze Mondlandschaft zieht Menschen aus aller Welt an. Für manche ist es der ideale Zufluchtsort. Für sie ist es selbstverständlich, mit den Naturgewalten zu leben. Hawaii, ein Sehnsuchtsort mit Lava spuckenden Vulkanen, wunderschönen Stränden, eine immergrüne Insel mit fantastischer Natur - und mit Menschen, die für ihre Zukunft kämpfen, ihre Umwelt schützen und sich auf ihre Traditionen besinnen.

      • Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (2/2)

        Spielfilm. Hawaii ist ein immergrüner Traum einer Inselwelt mitten im Pazifik. Die Berge im Osten und Norden sorgen dafür, dass es oft regnet, weiter im Süden und Westen gibt es traumhafte Strände. Die Inseln sind reich an Vegetation, und doch kann dort kaum Gemüse angebaut werden. Die Felder sind nass und tief, für Maschinen ungeeignet. Ein Knochenjob für die Taro-Bauern, denn das Pflanzen und die Ernte der Brotfrucht sind reine Handarbeit. Für Lindsey Haraguchi gibt es kaum etwas Schöneres. Ihre Familie bewirtschaftet die Felder seit fünf Generationen. Eine Tradition, die Lindsey unbedingt aufrechterhalten will. Das geht auch Sig Zane so, auch wenn er auf einem ganz anderen Feld aktiv ist: Er entwirft und produziert Hawaiihemden und gilt in dieser Disziplin als einer der erfolgreichsten Designer der Welt. Seine Inspiration und die Vorlagen für seine Motive holt er sich aus dem Wald, zum Beispiel aus den Blättern der Koa-Bäume. Mit Koa-Bäumen arbeitet auch die Surflegende Tom Pohaku Stone. Er schnitzt daraus traditionelle Surfbretter. Die sind natürlich, verglichen mit den heutigen Boards, viel zu lang und auch zu schwer. Aber ihm geht es dabei nicht um Platzierungen und Siege. Es ist das Bewahren eines kulturellen Erbes, das ihn antreibt. Sein Wissen, seine Erfahrung, auch im Handwerk, gibt er gern an Jüngere weiter. Die Menschen, die auf Hawaii leben, achten sehr auf ihre Umwelt. Dazu zählt auch Melanie Hutchinson. Die Biologin engagiert sich sehr dafür, die Bestände der Haie vor Hawaii zu erhalten. Das geht nicht gegen den Widerstand der Fischer, für die der Hai ein Nahrungskonkurrent ist, sondern nur zusammen mit ihnen. Gemeinsam erforschen sie das Verhalten der faszinierenden Raubtiere. Denn je besser man sie versteht, desto besser kann man auch mit ihnen umgehen. Um traditionelle Fischzucht kümmert sich Hano Naehu. Er hat gerade seine Teiche saniert. Er sagt: "Nur weil man in der Zeit zurückgeht, bedeutet es nicht, dass man sich rückwärts bewegt. Unsere Zukunft sollte mehr wie unsere Vergangenheit aussehen als wie unsere Gegenwart. ".

      • Familie zu vermieten

        Spielfilm Belgien/Frankreich (2015). Geschäftsmann Paul-André ist Mitte 40, Single - und genauso reich wie einsam. Letzteres will er nun ändern. Da bietet sich ihm die Gelegenheit, eine Familie zu haben. Als er zufällig mitbekommt, dass die lebensfrohe Violette aufgrund akuter finanzieller Probleme drauf und dran ist, das Sorgerecht für ihre beiden Kinder zu verlieren, hat Paul-André die zündende Idee, um auch mal in den Genuss von Familienglück zu kommen. Er unterbreitet der alleinerziehenden Mutter den ungewöhnlichen Vorschlag, all ihre Schulden zu bezahlen, wenn sie ihn dafür probehalber für einige Monate in ihre Familie aufnimmt. Nach anfänglicher Skepsis willigt Violette ein. Doch als Paul-André statt mit sofortiger familiärer Harmonie zunächst mit jeder Menge Chaos und Unordnung konfrontiert wird, muss er feststellen, dass ein Familienleben vielleicht doch nicht so einfach ist, wie er sich das in seinen Träumen ausgemalt hat. Benoît Poelvoorde ("Nichts zu verzollen", 2011) und Virginie Efira ("Benedetta", 2021) glänzen in den Hauptrollen dieser absurd-witzigen Komödie von Regisseur Jean-Pierre Améris ("Die anonymen Romantiker", 2011).

      • Museums-Check mit Markus Brock

        Barocke Meisterwerke treffen auf Kunst der Gegenwart - das Staatliche Museum Schwerin hat sich neu erfunden. Umfangreich modernisiert ist es seit Oktober 2025 wieder geöffnet. Die Neupräsentation der Dauerausstellung mit Ikonen von Rubens, Max Liebermann und Wolfgang Mattheuer überrascht, auch durch interaktive und immersive Stationen. Zu Gast im "Museums-Check" ist Regisseur Andreas Dresen. In authentischem Gewand, wie zur Zeit seiner Eröffnung 1882, erstrahlt nun das Staatliche Museum Schwerin. Es zählt neben dem Schweriner Schloss als Teil des Ensembles "Residenzstadt Schwerin" seit 2024 zum UNESCO-Welterbe. Das Museumsgebäude wurde aufwendig restauriert, historische Böden, Decken und Wände wurden wiederhergestellt und rund 400 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche geschaffen. Irritation und Neugier soll die Neukonzeption wecken. "Wir haben als fürstliche Sammlung begonnen und wollen in der neuen Dauerausstellung die Hofmaler mit der Gegenwartskunst konfrontieren", sagt Direktorin Pirko Zinnow. Durch thematisch gestaltete Räume treten die Epochen miteinander in einen ungewöhnlichen Dialog. In der herausragenden Sammlung des Museums finden sich Meisterwerke von Frans Hals und dem französischen Tiermaler Jean-Baptiste Oudry neben Arbeiten von Marcel Duchamp und Werken der DDR-Kunst der Leipziger Schule. Eine immersive Rauminstallation und interaktive Bereiche machen den Museumsbesuch zusätzlich sinnlich erlebbar. Bis Oktober 2029 ist der Eintritt zum Staatlichen Museum Schwerin frei, ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die auch die Sanierung großzügig mitfinanzierte. Aufgewachsen in Schwerin, ist der Regisseur Andreas Dresen heute Ehrenbürger der Stadt. Seit Jahrzehnten prägt er das deutsche Kino. Seine preisgekrönten Filme "Halbe Treppe" und "Gundermann" setzten Maßstäbe. Mit dem Film "In Liebe, Eure Hilde" (2024) über die Widerstandskämpferin Hilde Coppi beweist er erneut sein Gespür für authentische Geschichten. Andreas Dresen kennt das Museum seit Schultagen und geht mit Markus Brock auf Entdeckungsreise quer durch die Jahrhunderte.

      • heute

        Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

      • 3sat-Wetter

        3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

      • Krebs überlebt – und jetzt? Der schwierige Weg zurück ins Leben

        Spielfilm. Jedes Jahr beginnen mehr Menschen ein zweites Leben nach dem Krebs. Doch wer hilft ihnen dabei? "NZZ Format" begleitet Krebspatienten und Überlebende und zeigt, wie wichtig eine vollumfängliche Versorgung jenseits von Chemotherapie und Bestrahlung sein kann. Immer mehr Menschen in der Schweiz starten nach einer überstandenen Krebsbehandlung in ein zweites Leben. Dieser Schritt ist geprägt von Angst, Erschöpfung und offenen Fragen. Während im Ausland Krebs-Nachsorge-Programme längst etabliert sind, stehen Betroffene in der Schweiz meist allein da. "Ich bin zwar gesund, aber geheilt werde ich nie sein", sagt Tanja Kewan. Sie erhielt zuerst die Diagnose Brustkrebs, später Leukämie. Acht Jahre nach der letzten Chemotherapie ringt die 34-Jährige noch immer mit der Angst vor einem Rückfall und kämpft mit den Folgen der durch die Behandlung ausgelösten frühen Menopause. "Du wirst aus dem Leben gerissen. Aber wenn die Behandlungen vorbei sind, hilft dir niemand zurück", sagt sie. Jedes Jahr erkranken in der Schweiz über 46. 000 Menschen an Krebs. Dank des medizinischen Fortschritts überleben heute rund 60 Prozent. Damit wächst die Zahl der sogenannten Cancer-Survivors – Menschen, die den Krebs besiegt haben, aber weiter mit seinen Folgen leben. Unterstützung müssen sie sich selbst suchen und organisieren, in einem Flickwerk von Angeboten.

      • Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

        Spielfilm. Seit Juni 2015 zählt die 1888 als größtes Lagerhaus-Ensemble der Welt erbaute Hamburger Speicherstadt mit benachbartem Chilehaus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Den Freihafenstatus ringt die Hansestadt 1881 Reichskanzler Bismarck ab. In nur sechs Jahren stampfen die Hamburger das größte Lagerhaus-Ensemble der Welt aus dem Boden. Dafür muss ein ganzer Stadtteil weichen, knapp 20 000 Menschen werden vertrieben. Im Schutz des Kaiserreichs blüht der Handel auf. Die Hansestadt steigt bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges nach London, New York und Rotterdam in die Liga der bedeutendsten Häfen der Welt auf. Lange gilt die Keimzelle des Hamburger Hafens als Monument der ruhmreichen Geschichte von hanseatischem Kaufmannsgeist und feinen Profiten in einer Stadt, die bis heute die meisten Millionäre Deutschlands zählt. Dass dieses rapide Wachstum nicht nur der Speicherstadt zu verdanken ist, sondern vor allem der von hanseatischen Kaufleuten angestoßenen rigorosen deutschen Kolonialpolitik, wird bis heute gerne unterschlagen. "Im Kern", so der Hamburger Historiker Jürgen Zimmerer, "ging es in Hamburg immer nur ums Geld, das zu großen Teilen aus der Landnahme auf dem Schwarzen Kontinent stammte. " Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise dämpfen den hanseatischen Kaufmannsgeist. Der Zahlungsverkehr läuft fast nur über Devisen, die täglich neu eingetauscht werden müssen. Dennoch beschließen die Hamburger, das bereits abgerissene Gängeviertel gegenüber der Speicherstadt neu zu bebauen. Devisen sind gefragt. In diese Bresche springt der reichste Hamburger Kaufmann seiner Zeit: Henry Brarens Sloman, der mit dem Handel von Salpeter aus Chile ein Vermögen machte. Sloman beauftragt Fritz Höger, einen Absolventen der Hamburger Baugewerbeschule, mit Planung und Bauausführung des ersten "Hamburger Wolkenkratzers". Kaum ist das Chilehaus an Hamburgs Fischertwiete 1924 eingeweiht, nimmt es als "Ikone des Backsteinexpressionismus" einen prominenten Platz in der Architekturgeschichte ein. Für Chilehaus und Speicherstadt ist der Zweite Weltkrieg eine Zäsur. Während Slomans Chilehaus die Bombardements der Alliierten nahezu unbeschadet übersteht, überleben bis Kriegsende von 100 Speichern nur 58 die Hamburger Bombennächte. Bereits kurz nach Kriegsende beauftragt die "Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG" den jungen Altonaer Architekten Werner Kallmorgen mit dem Wiederaufbau der Speicherstadt. Materialknappheit zwingt den Architekten zu puristischen Lösungen: Er baut mit Trümmersteinen auf Resten des zerbombten Areals, roter Backstein für die Fassaden und grüner Kupfer für sämtliche Bedachungen. Neben Reparaturarbeiten errichtet Kallmorgen bis 1967 fünf moderne Bürogebäude und schafft mit dem neuen Kaispeicher A, heute der Sockel der Elbphilharmonie, ein Wahrzeichen für den Hafen. Bis Anfang der 1970er-Jahre beherbergen die wiederaufgebauten Speicherblöcke bis zu 25 000 Hafen- und Lagerarbeiter. Erst als der Schutenverkehr auf den Fleeten durch Lkw abgelöst und der Handel auf Containertransport umgestellt wird, haben Quartiersmänner, Schauerleute, Winschmänner, Wäger, Tallymänner, Ewerführer und Küper ausgedient. Die einst umsatzstarken Tee- und Kaffeekontore ziehen ins Hamburger Umland, ebenso Gewürz-, Speiseöl- und Textilhandel. Was bleibt, ist neben einigen Teppichhändlern wenig mehr als Folklore. 2003 werden die Zollgrenzen eingeschränkt, und Anfang 2013 verliert die Speicherstadt auf Antrag des Hamburger Senats schließlich vollständig ihren Freihafenstatus - und dadurch den entscheidenden Teil ihres ursprünglichen Zwecks. Um einem Totalabriss vorzubeugen, soll das einstige "Reich der Backsteingotik" möglichst attraktiv bleiben: als Milieugeber für die angrenzende HafenCity, einem gigantischen Neubauprojekt mit sündhaft teurem Wohnraum. Die Seele der alten Speicherstadt hingegen habe sich verflüchtigt, glaubt man einigen längst pensionierten Speicherarbeitern. Geblieben seien lediglich Fassaden für Agenturen, Theater, Kneipen und Souvenirläden. Dass zumindest die architektonische Substanz dieses weltweit einzigartigen Ensembles erhalten bleibt, dafür sorgen rigide Auflagen des Denkmalamtes und seit Juni 2015 das Etikett "UNESCO-Weltkulturerbe". Die Fassaden bleiben rot, die Dächer grün, auch beim ersten Speicherstadt-Hotel, das im Februar 2014 eröffnet hat. Man darf die kulissenstarke Heraufbeschwörung einer Arbeitswelt von gestern Erfolg nennen oder, der Geschichte des hanseatischen Kaufmannsgeistes folgend, "feinen Profit".

      • Tagesschau

        ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

      • Till Reiners' Happy Hour

        Primetime-Comedy mit Till Reiners und Gästen (2026). "Happy Hour" ist Stand-up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor. Till Reiners und seine Gäste zeigen, wie vielseitig Bühnenunterhaltung sein kann. Ob politische Satire oder Unfug auf hohem Niveau: Bei Tills "Prime Time Comedy" zur besten Sendezeit ist alles willkommen, was für Humor mit doppeltem Boden sorgt. Till Reiners ist erfolgreicher Stand-up-Comedian, Moderator und Podcaster. Im Frühjahr 2025 hat er seinen 40. Geburtstag gefeiert und ist mit seinem Soloprogramm "Mein Italien Grandissimo" auf große Arena-Tour gegangen. Seit 2022 ist der Gastgeber der "Happy Hour". Im Sommer 2025 hat er mit "Till Tonight" seine erste eigene Late-Night-Show im ZDF-Hauptprogramm moderiert.

      • Johann König findet ...

        In seiner neuen, im Bonner Pantheon aufgezeichneten TV-Show "Johann König findet ... " widmet sich der Gastgeber Woche für Woche einem großen Thema, unterstützt von großartigen Comedians. In der Folge sind zu Gast: Michael Mittermeier, Hinnerk Köhn, Florentine Osche, Ivan Thieme und Tony Bauer. Mit seiner gewohnt eigensinnigen Perspektive, trockenem Humor und liebevoll bissigen Lebensabsurdität beleuchtet Johann König das Alltägliche auf ganz und gar unalltägliche Art und Weise. Seine Gäste bringen ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Pointen mit und eröffnen neue, manchmal überraschende Blickwinkel auf das tönende Thema des Abends. So entsteht ein rundes, manchmal herrlich schiefes, in jedem Fall aber sehr lustiges Gesamtbild - ein Abend zwischen Denkanstoß und Comedy-Workout der üblichen Lachmuskelverdächtigen, zwischen absurdem Theater und wahrem Leben. Absolut pointenpervers und königlich bekloppt, oder wie Johann es ausdrückt: "Das muss man sich nur immer wieder sagen! "

      • Schon wieder Henriette

        Krimikomedie Österreich (2013). Wien war lange der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch für den Musiker Ferdinand Sternheim zieht sie ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre Neugier. In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche. Launige Krimikomödie mit Christiane Hörbiger. Gewohnt willensstark zieht die Grande Dame des heimischen Fernsehfilms alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt vom bewährten Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab.

      • Nomis - Die Nacht des Jägers

        Spielfilm USA (2018). Der Fund einer Frauenleiche ruft den erfahrenen Polizisten Marshall auf den Plan. Die Tote galt als vermisst und wurde offensichtlich von einem Entführer über eine lange Zeit festgehalten. Sofort überprüft Marshalls Team die Vermisstenanzeigen der letzten Jahre. Mit erschreckendem Ergebnis. Als wieder eine junge Frau verschwindet, hat die Polizei Glück: Das Opfer trägt einen Tracker bei sich, der die Ermittler direkt zum Versteck des Kidnappers führt. Police Lieutenant Marshall hat gerade genug privaten Ärger an der Backe, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Auf einem Holztransporter wird der Körper einer jungen Frau gefunden, die offensichtlich von einer Brücke in den Tod sprang. Bei seinen Recherchen stellt Marshall fest, dass die Tote bereits seit längerer Zeit vermisst wurde. Offensichtlich konnte sie ihrem Kidnapper entkommen und starb auf der Flucht. Sofort durchkämmen die Polizisten die Vermisstenfälle der vergangenen Jahre und kommen auf eine erschreckend hohe Zahl verschwundener junger Mädchen. Der Leiter der Abteilung, Commissioner Harper, räumt diesem Fall absolute Priorität ein und stellt Marshall die junge Polizeipsychologin Rachel an die Seite. Als wieder ein junges Mädchen verschwindet, hat die Polizei endlich Glück. Die hübsche Lara hat einen Tracker bei sich, weil sie mit ihrem väterlichen Freund Cooper einen eigenwilligen Rachefeldzug führt. Als "Honigfalle" zieht Lara im Netz Pädophile an, die dann beim ersten Date von Cooper gewaltsam zur Verantwortung gezogen werden. Schnell können Marshall und sein Team dank des Trackers Lara und das Versteck des Entführers ausfindig machen und mehrere junge Mädchen befreien, die in kleinen Verliesen gefangen gehalten wurden. Festgenommen wird noch vor Ort der geistig zurückgebliebene Simon. Sofort stellt sich die Frage: Ist Simon der einzige Täter, oder gibt es einen Komplizen, der aus dem Hintergrund agiert? In mehreren Gesprächen versucht Rachel, den kindlichen Simon aus der Reserve zu locken, doch sie kommt nicht wirklich weiter. Dann geschieht etwas Unfassbares, was den Fall plötzlich in einem ganz neuen Licht zeigt. Drehbuchautor und Regisseur David Raymond konnte für seinen atmosphärischen Noir-Thriller einen außerordentlichen Cast versammeln. In die Hauptrolle des nachdenklichen Cops Marshall schlüpfte "Superman"-Darsteller Henry Cavill. An seiner Seite spielt US-Star Ben Kingsley einen ehemaligen Richter, der sich nach einem furchtbaren Vorfall dazu entschied, das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Marshalls Vorgesetzter Cooper wird von dem wandlungsreichen Stanley Tucci verkörpert, während Jungstar Alexandra Daddario als Polizeipsychologin Rachel überzeugt.

      • Familie zu vermieten

        Spielfilm Belgien/Frankreich (2015). Geschäftsmann Paul-André ist Mitte 40, Single - und genauso reich wie einsam. Letzteres will er nun ändern. Da bietet sich ihm die Gelegenheit, eine Familie zu haben. Als er zufällig mitbekommt, dass die lebensfrohe Violette aufgrund akuter finanzieller Probleme drauf und dran ist, das Sorgerecht für ihre beiden Kinder zu verlieren, hat Paul-André die zündende Idee, um auch mal in den Genuss von Familienglück zu kommen. Er unterbreitet der alleinerziehenden Mutter den ungewöhnlichen Vorschlag, all ihre Schulden zu bezahlen, wenn sie ihn dafür probehalber für einige Monate in ihre Familie aufnimmt. Nach anfänglicher Skepsis willigt Violette ein. Doch als Paul-André statt mit sofortiger familiärer Harmonie zunächst mit jeder Menge Chaos und Unordnung konfrontiert wird, muss er feststellen, dass ein Familienleben vielleicht doch nicht so einfach ist, wie er sich das in seinen Träumen ausgemalt hat. Benoît Poelvoorde ("Nichts zu verzollen", 2011) und Virginie Efira ("Benedetta", 2021) glänzen in den Hauptrollen dieser absurd-witzigen Komödie von Regisseur Jean-Pierre Améris ("Die anonymen Romantiker", 2011).

      • Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (1/2)

        Spielfilm. Hawaii, das sind immergrüne Inseln mit traumhaften Stränden. Ein Paradies für Surfer. Die Erfahrenen trauen sich in die Big Waves, die bis zu 30 Meter hohen Wellen. Ein gefährliches Hobby, bei dem manchmal eine Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann. Aber das kann die Surfjunkies nicht abschrecken. Sie suchen die Monsterwellen. Davon erzählt auch Archie Kalepa, einer der Ersten, der diese Wellen bezwungen hat. Auf dem Surfspot Pe'ahi ist das ganze Jahr Hochsaison. Und wenn es sein muss, dann schleppt Archie seine Kundschaft auch mit dem Jetski so lange, bis sie die perfekte Welle erreicht haben. Weiter draußen, im offenen Meer, tummeln sich Haie. Die Jäger sind wichtig für das Ökosystem. Dort, wo es Haie gibt, ist das Meer noch gesund. Deshalb will Stefanie Brendel, eine Deutsche mit Wahlheimat Oahu, diese Tiere unbedingt schützen. Dazu geht sie mit Jugendlichen tauchen. Sie können die Haie geschützt durch einen Käfig im Wasser beobachten. Stefanie schwimmt einfach zwischen den Raubtieren herum. Angst: Nein, die hat Stefanie Brendel dabei nicht. Heute ist es kaum vorstellbar, dass diese Inselgruppe vor 1500 Jahren von Polynesiern entdeckt wurde, die sich mit einfachen Auslegerbooten auf eine Entdeckungsreise über den Pazifik begeben hatten. Orientiert haben sie sich nur an den Sternen. Die Tradition spielt auf Inseln wie Kauai, Molokai, Oahu, Maui und Big Island immer noch eine große Rolle. Die Menschen dort fühlen sich verbunden mit ihren Ahnen und leben danach. Sie suchen den Einklang mit der Natur und empfinden aktive Vulkane nicht als Bedrohung. Der Mauna Loa zum Beispiel ist der größte aktive Vulkan der Welt. Sein letzter Ausbruch fand im November 2022 statt. Der Kilauea spuckt seit 1983 unaufhörlich Lava aus. Es hat sich das Lavaland gebildet. Die schwarze Mondlandschaft zieht Menschen aus aller Welt an. Für manche ist es der ideale Zufluchtsort. Für sie ist es selbstverständlich, mit den Naturgewalten zu leben. Hawaii, ein Sehnsuchtsort mit Lava spuckenden Vulkanen, wunderschönen Stränden, eine immergrüne Insel mit fantastischer Natur - und mit Menschen, die für ihre Zukunft kämpfen, ihre Umwelt schützen und sich auf ihre Traditionen besinnen.

      • Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (2/2)

        Spielfilm. Hawaii ist ein immergrüner Traum einer Inselwelt mitten im Pazifik. Die Berge im Osten und Norden sorgen dafür, dass es oft regnet, weiter im Süden und Westen gibt es traumhafte Strände. Die Inseln sind reich an Vegetation, und doch kann dort kaum Gemüse angebaut werden. Die Felder sind nass und tief, für Maschinen ungeeignet. Ein Knochenjob für die Taro-Bauern, denn das Pflanzen und die Ernte der Brotfrucht sind reine Handarbeit. Für Lindsey Haraguchi gibt es kaum etwas Schöneres. Ihre Familie bewirtschaftet die Felder seit fünf Generationen. Eine Tradition, die Lindsey unbedingt aufrechterhalten will. Das geht auch Sig Zane so, auch wenn er auf einem ganz anderen Feld aktiv ist: Er entwirft und produziert Hawaiihemden und gilt in dieser Disziplin als einer der erfolgreichsten Designer der Welt. Seine Inspiration und die Vorlagen für seine Motive holt er sich aus dem Wald, zum Beispiel aus den Blättern der Koa-Bäume. Mit Koa-Bäumen arbeitet auch die Surflegende Tom Pohaku Stone. Er schnitzt daraus traditionelle Surfbretter. Die sind natürlich, verglichen mit den heutigen Boards, viel zu lang und auch zu schwer. Aber ihm geht es dabei nicht um Platzierungen und Siege. Es ist das Bewahren eines kulturellen Erbes, das ihn antreibt. Sein Wissen, seine Erfahrung, auch im Handwerk, gibt er gern an Jüngere weiter. Die Menschen, die auf Hawaii leben, achten sehr auf ihre Umwelt. Dazu zählt auch Melanie Hutchinson. Die Biologin engagiert sich sehr dafür, die Bestände der Haie vor Hawaii zu erhalten. Das geht nicht gegen den Widerstand der Fischer, für die der Hai ein Nahrungskonkurrent ist, sondern nur zusammen mit ihnen. Gemeinsam erforschen sie das Verhalten der faszinierenden Raubtiere. Denn je besser man sie versteht, desto besser kann man auch mit ihnen umgehen. Um traditionelle Fischzucht kümmert sich Hano Naehu. Er hat gerade seine Teiche saniert. Er sagt: "Nur weil man in der Zeit zurückgeht, bedeutet es nicht, dass man sich rückwärts bewegt. Unsere Zukunft sollte mehr wie unsere Vergangenheit aussehen als wie unsere Gegenwart. ".

      • Faszination Südsee

        Die Fidschi-Inseln. In den Weiten des Südpazifiks liegt die Republik Fidschi. Kaum ein Ort auf der Welt ist so weit von Europa entfernt wie die Fidschi-Inseln: mehr als 16. 000 Kilometer und 22 Flugstunden. Die meisten der 321 Inseln sind verwitterte Spitzen erloschener Vulkane. Steile Berge und weiße Strände bestimmen das Bild der Landschaft. Die schmalen Strandstreifen und die Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Auf der größten Insel Viti Levu gibt es so etwas wie städtisches Leben. Aber je weiter man ins Landesinnere kommt, umso schwieriger werden die Lebensumstände: Es herrschen tropische Hitze und Dauerregen, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bedeckt und kaum zu durchdringen. Nur wenige Wege führen hinauf zu den abgelegenen Dörfern. Das Leben dort ist noch sehr geprägt von den indigenen Traditionen der Bevölkerung, der zwar von den meist britischen Kolonisatoren das Christentum übergestülpt wurde und die sich heute selbst als Christen bezeichnet, aber dennoch ein den uralten Werten verpflichtetes Leben führt. Darin spielen traditionelle Hierarchien und strenge Tabus, die das tägliche Leben ordnen, eine zentrale Rolle. So auch auf der Insel Mbenga, die südlich von der Hauptinsel Viti Levu liegt. Wenn ein Junge 16 Jahre alt geworden ist, muss er zum ersten Mal über heiße Steine gehen. Stundenlang werden dort Steine ins Feuer gelegt, bis sie anfangen zu glühen. Barfuß müssen dann alle Männer des Dorfs über diese Steine laufen. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahre sie davor, dass die Füße verbrennen. Es leben nicht nur Polynesier und Melanesier auf den Fidschi-Inseln. Als die Europäer auf dem Archipel siedelten, brachten sie nicht nur ihre Kultur und ihre Religion mit auf die Inseln: Da sie für ihre Zuckerrohrplantagen Arbeiter brauchten und sich die Ureinwohner weigerten, für die Kolonisatoren zu arbeiten, brachten sie auch Arbeiter mit, meist aus der englischen Kolonie Indien. Die Nachfahren dieser Inder sind geblieben und stellen heute fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Inselstaats. Sie leben vor allem in den Städten. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man am eindrucksvollsten in der Hauptstadt Suva. Dort stehen die alten britischen Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und die wieder neben hinduistischen Tempeln. Das ökologische System der Inselwelt ist komplex und fragil. Viele Inseln sind von Korallenriffen umgeben, die einmalige Lebensräume für eine große Artenvielfalt bieten. Doch der Klimawandel bedroht diese schützenswerten Räume, immer mehr Korallen sterben ab, auch im Rainbow-Reef von Viani, das als eines der schönsten Korallenriffe im Südpazifik gilt. Lokale Initiativen arbeiten mit Korallenzucht und Anpflanzungen gegen den drohenden Verlust. Der Film spürt dem Leben der Menschen auf Fidschi nach.