
3SAT
3SAT od do
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Spielfilm. Seit Juni 2015 zählt die 1888 als größtes Lagerhaus-Ensemble der Welt erbaute Hamburger Speicherstadt mit benachbartem Chilehaus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Den Freihafenstatus ringt die Hansestadt 1881 Reichskanzler Bismarck ab. In nur sechs Jahren stampfen die Hamburger das größte Lagerhaus-Ensemble der Welt aus dem Boden. Dafür muss ein ganzer Stadtteil weichen, knapp 20 000 Menschen werden vertrieben. Im Schutz des Kaiserreichs blüht der Handel auf. Die Hansestadt steigt bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges nach London, New York und Rotterdam in die Liga der bedeutendsten Häfen der Welt auf. Lange gilt die Keimzelle des Hamburger Hafens als Monument der ruhmreichen Geschichte von hanseatischem Kaufmannsgeist und feinen Profiten in einer Stadt, die bis heute die meisten Millionäre Deutschlands zählt. Dass dieses rapide Wachstum nicht nur der Speicherstadt zu verdanken ist, sondern vor allem der von hanseatischen Kaufleuten angestoßenen rigorosen deutschen Kolonialpolitik, wird bis heute gerne unterschlagen. "Im Kern", so der Hamburger Historiker Jürgen Zimmerer, "ging es in Hamburg immer nur ums Geld, das zu großen Teilen aus der Landnahme auf dem Schwarzen Kontinent stammte. " Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise dämpfen den hanseatischen Kaufmannsgeist. Der Zahlungsverkehr läuft fast nur über Devisen, die täglich neu eingetauscht werden müssen. Dennoch beschließen die Hamburger, das bereits abgerissene Gängeviertel gegenüber der Speicherstadt neu zu bebauen. Devisen sind gefragt. In diese Bresche springt der reichste Hamburger Kaufmann seiner Zeit: Henry Brarens Sloman, der mit dem Handel von Salpeter aus Chile ein Vermögen machte. Sloman beauftragt Fritz Höger, einen Absolventen der Hamburger Baugewerbeschule, mit Planung und Bauausführung des ersten "Hamburger Wolkenkratzers". Kaum ist das Chilehaus an Hamburgs Fischertwiete 1924 eingeweiht, nimmt es als "Ikone des Backsteinexpressionismus" einen prominenten Platz in der Architekturgeschichte ein. Für Chilehaus und Speicherstadt ist der Zweite Weltkrieg eine Zäsur. Während Slomans Chilehaus die Bombardements der Alliierten nahezu unbeschadet übersteht, überleben bis Kriegsende von 100 Speichern nur 58 die Hamburger Bombennächte. Bereits kurz nach Kriegsende beauftragt die "Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG" den jungen Altonaer Architekten Werner Kallmorgen mit dem Wiederaufbau der Speicherstadt. Materialknappheit zwingt den Architekten zu puristischen Lösungen: Er baut mit Trümmersteinen auf Resten des zerbombten Areals, roter Backstein für die Fassaden und grüner Kupfer für sämtliche Bedachungen. Neben Reparaturarbeiten errichtet Kallmorgen bis 1967 fünf moderne Bürogebäude und schafft mit dem neuen Kaispeicher A, heute der Sockel der Elbphilharmonie, ein Wahrzeichen für den Hafen. Bis Anfang der 1970er-Jahre beherbergen die wiederaufgebauten Speicherblöcke bis zu 25 000 Hafen- und Lagerarbeiter. Erst als der Schutenverkehr auf den Fleeten durch Lkw abgelöst und der Handel auf Containertransport umgestellt wird, haben Quartiersmänner, Schauerleute, Winschmänner, Wäger, Tallymänner, Ewerführer und Küper ausgedient. Die einst umsatzstarken Tee- und Kaffeekontore ziehen ins Hamburger Umland, ebenso Gewürz-, Speiseöl- und Textilhandel. Was bleibt, ist neben einigen Teppichhändlern wenig mehr als Folklore. 2003 werden die Zollgrenzen eingeschränkt, und Anfang 2013 verliert die Speicherstadt auf Antrag des Hamburger Senats schließlich vollständig ihren Freihafenstatus - und dadurch den entscheidenden Teil ihres ursprünglichen Zwecks. Um einem Totalabriss vorzubeugen, soll das einstige "Reich der Backsteingotik" möglichst attraktiv bleiben: als Milieugeber für die angrenzende HafenCity, einem gigantischen Neubauprojekt mit sündhaft teurem Wohnraum. Die Seele der alten Speicherstadt hingegen habe sich verflüchtigt, glaubt man einigen längst pensionierten Speicherarbeitern. Geblieben seien lediglich Fassaden für Agenturen, Theater, Kneipen und Souvenirläden. Dass zumindest die architektonische Substanz dieses weltweit einzigartigen Ensembles erhalten bleibt, dafür sorgen rigide Auflagen des Denkmalamtes und seit Juni 2015 das Etikett "UNESCO-Weltkulturerbe". Die Fassaden bleiben rot, die Dächer grün, auch beim ersten Speicherstadt-Hotel, das im Februar 2014 eröffnet hat. Man darf die kulissenstarke Heraufbeschwörung einer Arbeitswelt von gestern Erfolg nennen oder, der Geschichte des hanseatischen Kaufmannsgeistes folgend, "feinen Profit".
Tagesschau
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
Till Reiners' Happy Hour
Primetime-Comedy mit Till Reiners und Gästen (2026). "Happy Hour" ist Stand-up-Comedy mit Herz, Hirn und Humor. Till Reiners und seine Gäste zeigen, wie vielseitig Bühnenunterhaltung sein kann. Ob politische Satire oder Unfug auf hohem Niveau: Bei Tills "Prime Time Comedy" zur besten Sendezeit ist alles willkommen, was für Humor mit doppeltem Boden sorgt. Till Reiners ist erfolgreicher Stand-up-Comedian, Moderator und Podcaster. Im Frühjahr 2025 hat er seinen 40. Geburtstag gefeiert und ist mit seinem Soloprogramm "Mein Italien Grandissimo" auf große Arena-Tour gegangen. Seit 2022 ist der Gastgeber der "Happy Hour". Im Sommer 2025 hat er mit "Till Tonight" seine erste eigene Late-Night-Show im ZDF-Hauptprogramm moderiert.
Johann König findet ...
In seiner neuen, im Bonner Pantheon aufgezeichneten TV-Show "Johann König findet ... " widmet sich der Gastgeber Woche für Woche einem großen Thema, unterstützt von großartigen Comedians. In der Folge sind zu Gast: Michael Mittermeier, Hinnerk Köhn, Florentine Osche, Ivan Thieme und Tony Bauer. Mit seiner gewohnt eigensinnigen Perspektive, trockenem Humor und liebevoll bissigen Lebensabsurdität beleuchtet Johann König das Alltägliche auf ganz und gar unalltägliche Art und Weise. Seine Gäste bringen ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Pointen mit und eröffnen neue, manchmal überraschende Blickwinkel auf das tönende Thema des Abends. So entsteht ein rundes, manchmal herrlich schiefes, in jedem Fall aber sehr lustiges Gesamtbild - ein Abend zwischen Denkanstoß und Comedy-Workout der üblichen Lachmuskelverdächtigen, zwischen absurdem Theater und wahrem Leben. Absolut pointenpervers und königlich bekloppt, oder wie Johann es ausdrückt: "Das muss man sich nur immer wieder sagen! "
Schon wieder Henriette
Krimikomedie Österreich (2013). Wien war lange der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch für den Musiker Ferdinand Sternheim zieht sie ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre Neugier. In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche. Launige Krimikomödie mit Christiane Hörbiger. Gewohnt willensstark zieht die Grande Dame des heimischen Fernsehfilms alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt vom bewährten Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab.
Nomis - Die Nacht des Jägers
Spielfilm USA (2018). Der Fund einer Frauenleiche ruft den erfahrenen Polizisten Marshall auf den Plan. Die Tote galt als vermisst und wurde offensichtlich von einem Entführer über eine lange Zeit festgehalten. Sofort überprüft Marshalls Team die Vermisstenanzeigen der letzten Jahre. Mit erschreckendem Ergebnis. Als wieder eine junge Frau verschwindet, hat die Polizei Glück: Das Opfer trägt einen Tracker bei sich, der die Ermittler direkt zum Versteck des Kidnappers führt. Police Lieutenant Marshall hat gerade genug privaten Ärger an der Backe, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Auf einem Holztransporter wird der Körper einer jungen Frau gefunden, die offensichtlich von einer Brücke in den Tod sprang. Bei seinen Recherchen stellt Marshall fest, dass die Tote bereits seit längerer Zeit vermisst wurde. Offensichtlich konnte sie ihrem Kidnapper entkommen und starb auf der Flucht. Sofort durchkämmen die Polizisten die Vermisstenfälle der vergangenen Jahre und kommen auf eine erschreckend hohe Zahl verschwundener junger Mädchen. Der Leiter der Abteilung, Commissioner Harper, räumt diesem Fall absolute Priorität ein und stellt Marshall die junge Polizeipsychologin Rachel an die Seite. Als wieder ein junges Mädchen verschwindet, hat die Polizei endlich Glück. Die hübsche Lara hat einen Tracker bei sich, weil sie mit ihrem väterlichen Freund Cooper einen eigenwilligen Rachefeldzug führt. Als "Honigfalle" zieht Lara im Netz Pädophile an, die dann beim ersten Date von Cooper gewaltsam zur Verantwortung gezogen werden. Schnell können Marshall und sein Team dank des Trackers Lara und das Versteck des Entführers ausfindig machen und mehrere junge Mädchen befreien, die in kleinen Verliesen gefangen gehalten wurden. Festgenommen wird noch vor Ort der geistig zurückgebliebene Simon. Sofort stellt sich die Frage: Ist Simon der einzige Täter, oder gibt es einen Komplizen, der aus dem Hintergrund agiert? In mehreren Gesprächen versucht Rachel, den kindlichen Simon aus der Reserve zu locken, doch sie kommt nicht wirklich weiter. Dann geschieht etwas Unfassbares, was den Fall plötzlich in einem ganz neuen Licht zeigt. Drehbuchautor und Regisseur David Raymond konnte für seinen atmosphärischen Noir-Thriller einen außerordentlichen Cast versammeln. In die Hauptrolle des nachdenklichen Cops Marshall schlüpfte "Superman"-Darsteller Henry Cavill. An seiner Seite spielt US-Star Ben Kingsley einen ehemaligen Richter, der sich nach einem furchtbaren Vorfall dazu entschied, das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Marshalls Vorgesetzter Cooper wird von dem wandlungsreichen Stanley Tucci verkörpert, während Jungstar Alexandra Daddario als Polizeipsychologin Rachel überzeugt.
Familie zu vermieten
Spielfilm Belgien/Frankreich (2015). Geschäftsmann Paul-André ist Mitte 40, Single - und genauso reich wie einsam. Letzteres will er nun ändern. Da bietet sich ihm die Gelegenheit, eine Familie zu haben. Als er zufällig mitbekommt, dass die lebensfrohe Violette aufgrund akuter finanzieller Probleme drauf und dran ist, das Sorgerecht für ihre beiden Kinder zu verlieren, hat Paul-André die zündende Idee, um auch mal in den Genuss von Familienglück zu kommen. Er unterbreitet der alleinerziehenden Mutter den ungewöhnlichen Vorschlag, all ihre Schulden zu bezahlen, wenn sie ihn dafür probehalber für einige Monate in ihre Familie aufnimmt. Nach anfänglicher Skepsis willigt Violette ein. Doch als Paul-André statt mit sofortiger familiärer Harmonie zunächst mit jeder Menge Chaos und Unordnung konfrontiert wird, muss er feststellen, dass ein Familienleben vielleicht doch nicht so einfach ist, wie er sich das in seinen Träumen ausgemalt hat. Benoît Poelvoorde ("Nichts zu verzollen", 2011) und Virginie Efira ("Benedetta", 2021) glänzen in den Hauptrollen dieser absurd-witzigen Komödie von Regisseur Jean-Pierre Améris ("Die anonymen Romantiker", 2011).
Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (1/2)
Spielfilm. Hawaii, das sind immergrüne Inseln mit traumhaften Stränden. Ein Paradies für Surfer. Die Erfahrenen trauen sich in die Big Waves, die bis zu 30 Meter hohen Wellen. Ein gefährliches Hobby, bei dem manchmal eine Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann. Aber das kann die Surfjunkies nicht abschrecken. Sie suchen die Monsterwellen. Davon erzählt auch Archie Kalepa, einer der Ersten, der diese Wellen bezwungen hat. Auf dem Surfspot Pe'ahi ist das ganze Jahr Hochsaison. Und wenn es sein muss, dann schleppt Archie seine Kundschaft auch mit dem Jetski so lange, bis sie die perfekte Welle erreicht haben. Weiter draußen, im offenen Meer, tummeln sich Haie. Die Jäger sind wichtig für das Ökosystem. Dort, wo es Haie gibt, ist das Meer noch gesund. Deshalb will Stefanie Brendel, eine Deutsche mit Wahlheimat Oahu, diese Tiere unbedingt schützen. Dazu geht sie mit Jugendlichen tauchen. Sie können die Haie geschützt durch einen Käfig im Wasser beobachten. Stefanie schwimmt einfach zwischen den Raubtieren herum. Angst: Nein, die hat Stefanie Brendel dabei nicht. Heute ist es kaum vorstellbar, dass diese Inselgruppe vor 1500 Jahren von Polynesiern entdeckt wurde, die sich mit einfachen Auslegerbooten auf eine Entdeckungsreise über den Pazifik begeben hatten. Orientiert haben sie sich nur an den Sternen. Die Tradition spielt auf Inseln wie Kauai, Molokai, Oahu, Maui und Big Island immer noch eine große Rolle. Die Menschen dort fühlen sich verbunden mit ihren Ahnen und leben danach. Sie suchen den Einklang mit der Natur und empfinden aktive Vulkane nicht als Bedrohung. Der Mauna Loa zum Beispiel ist der größte aktive Vulkan der Welt. Sein letzter Ausbruch fand im November 2022 statt. Der Kilauea spuckt seit 1983 unaufhörlich Lava aus. Es hat sich das Lavaland gebildet. Die schwarze Mondlandschaft zieht Menschen aus aller Welt an. Für manche ist es der ideale Zufluchtsort. Für sie ist es selbstverständlich, mit den Naturgewalten zu leben. Hawaii, ein Sehnsuchtsort mit Lava spuckenden Vulkanen, wunderschönen Stränden, eine immergrüne Insel mit fantastischer Natur - und mit Menschen, die für ihre Zukunft kämpfen, ihre Umwelt schützen und sich auf ihre Traditionen besinnen.
Hawaii – Vulkaninseln mit Südseeflair (2/2)
Spielfilm. Hawaii ist ein immergrüner Traum einer Inselwelt mitten im Pazifik. Die Berge im Osten und Norden sorgen dafür, dass es oft regnet, weiter im Süden und Westen gibt es traumhafte Strände. Die Inseln sind reich an Vegetation, und doch kann dort kaum Gemüse angebaut werden. Die Felder sind nass und tief, für Maschinen ungeeignet. Ein Knochenjob für die Taro-Bauern, denn das Pflanzen und die Ernte der Brotfrucht sind reine Handarbeit. Für Lindsey Haraguchi gibt es kaum etwas Schöneres. Ihre Familie bewirtschaftet die Felder seit fünf Generationen. Eine Tradition, die Lindsey unbedingt aufrechterhalten will. Das geht auch Sig Zane so, auch wenn er auf einem ganz anderen Feld aktiv ist: Er entwirft und produziert Hawaiihemden und gilt in dieser Disziplin als einer der erfolgreichsten Designer der Welt. Seine Inspiration und die Vorlagen für seine Motive holt er sich aus dem Wald, zum Beispiel aus den Blättern der Koa-Bäume. Mit Koa-Bäumen arbeitet auch die Surflegende Tom Pohaku Stone. Er schnitzt daraus traditionelle Surfbretter. Die sind natürlich, verglichen mit den heutigen Boards, viel zu lang und auch zu schwer. Aber ihm geht es dabei nicht um Platzierungen und Siege. Es ist das Bewahren eines kulturellen Erbes, das ihn antreibt. Sein Wissen, seine Erfahrung, auch im Handwerk, gibt er gern an Jüngere weiter. Die Menschen, die auf Hawaii leben, achten sehr auf ihre Umwelt. Dazu zählt auch Melanie Hutchinson. Die Biologin engagiert sich sehr dafür, die Bestände der Haie vor Hawaii zu erhalten. Das geht nicht gegen den Widerstand der Fischer, für die der Hai ein Nahrungskonkurrent ist, sondern nur zusammen mit ihnen. Gemeinsam erforschen sie das Verhalten der faszinierenden Raubtiere. Denn je besser man sie versteht, desto besser kann man auch mit ihnen umgehen. Um traditionelle Fischzucht kümmert sich Hano Naehu. Er hat gerade seine Teiche saniert. Er sagt: "Nur weil man in der Zeit zurückgeht, bedeutet es nicht, dass man sich rückwärts bewegt. Unsere Zukunft sollte mehr wie unsere Vergangenheit aussehen als wie unsere Gegenwart. ".
Faszination Südsee
Die Fidschi-Inseln. In den Weiten des Südpazifiks liegt die Republik Fidschi. Kaum ein Ort auf der Welt ist so weit von Europa entfernt wie die Fidschi-Inseln: mehr als 16. 000 Kilometer und 22 Flugstunden. Die meisten der 321 Inseln sind verwitterte Spitzen erloschener Vulkane. Steile Berge und weiße Strände bestimmen das Bild der Landschaft. Die schmalen Strandstreifen und die Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Auf der größten Insel Viti Levu gibt es so etwas wie städtisches Leben. Aber je weiter man ins Landesinnere kommt, umso schwieriger werden die Lebensumstände: Es herrschen tropische Hitze und Dauerregen, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bedeckt und kaum zu durchdringen. Nur wenige Wege führen hinauf zu den abgelegenen Dörfern. Das Leben dort ist noch sehr geprägt von den indigenen Traditionen der Bevölkerung, der zwar von den meist britischen Kolonisatoren das Christentum übergestülpt wurde und die sich heute selbst als Christen bezeichnet, aber dennoch ein den uralten Werten verpflichtetes Leben führt. Darin spielen traditionelle Hierarchien und strenge Tabus, die das tägliche Leben ordnen, eine zentrale Rolle. So auch auf der Insel Mbenga, die südlich von der Hauptinsel Viti Levu liegt. Wenn ein Junge 16 Jahre alt geworden ist, muss er zum ersten Mal über heiße Steine gehen. Stundenlang werden dort Steine ins Feuer gelegt, bis sie anfangen zu glühen. Barfuß müssen dann alle Männer des Dorfs über diese Steine laufen. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahre sie davor, dass die Füße verbrennen. Es leben nicht nur Polynesier und Melanesier auf den Fidschi-Inseln. Als die Europäer auf dem Archipel siedelten, brachten sie nicht nur ihre Kultur und ihre Religion mit auf die Inseln: Da sie für ihre Zuckerrohrplantagen Arbeiter brauchten und sich die Ureinwohner weigerten, für die Kolonisatoren zu arbeiten, brachten sie auch Arbeiter mit, meist aus der englischen Kolonie Indien. Die Nachfahren dieser Inder sind geblieben und stellen heute fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Inselstaats. Sie leben vor allem in den Städten. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man am eindrucksvollsten in der Hauptstadt Suva. Dort stehen die alten britischen Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und die wieder neben hinduistischen Tempeln. Das ökologische System der Inselwelt ist komplex und fragil. Viele Inseln sind von Korallenriffen umgeben, die einmalige Lebensräume für eine große Artenvielfalt bieten. Doch der Klimawandel bedroht diese schützenswerten Räume, immer mehr Korallen sterben ab, auch im Rainbow-Reef von Viani, das als eines der schönsten Korallenriffe im Südpazifik gilt. Lokale Initiativen arbeiten mit Korallenzucht und Anpflanzungen gegen den drohenden Verlust. Der Film spürt dem Leben der Menschen auf Fidschi nach.
La Gomera - Wild, grün, kanarisch
Spielfilm. Eine Insel des ewigen Frühlings: La Gomera ist das zweitkleinste Eiland der Kanaren, grüner, natürlicher und wilder als die großen Inseln des spanischen Archipels im Atlantik. Auf La Gomera verfangen sich die Passatwolken in den Bergen und spenden einem jahrtausendealten, immergrünen Nebelwald Feuchtigkeit. Die Felsen vulkanischen Ursprungs schichten sich zu bizarren Formationen auf. Massentourismus blieb der Insel bis heute erspart. Es gibt keine direkte Flugverbindung nach Kontinentaleuropa, die Landebahn des Flughafens auf La Gomera ist zu kurz für Langstreckenmaschinen. So wurde La Gomera zum Geheimtipp für Wanderer und Naturfreunde. Besondere Traditionen haben sich auf der Kanareninsel erhalten. Dazu gehört die Pfeifsprache "El Silbo", mit der sich schon die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner über Schluchten und Täler hinweg verständigt haben. "El Silbo" bildet die Melodie der gesprochenen Sprache nach und hat, je nach Tonhöhe, Lautstärke und Unterbrechungen, eigene Vokale und Konsonanten. Die Pfeif-Kommunikation ist heutzutage Pflichtfach auf den Schulen La Gomeras. Das Filmteam begleitet den kleinen Moises, der "El Silbo" unter Anleitung seiner Lehrerin Silvia Martin erstmals außerhalb des Klassenraums in der freien Natur ausprobieren soll. Auch für die Fortbewegung hat sich auf La Gomera eine eigenwillige Methode seit Jahrhunderten bewährt: Mit bis zu vier Metern langen Stangen, "Astia" genannt, konnten die Ziegenhirten kleine Schluchten und steile Abhänge überwinden. Der Hirtensprung, der "Salto del Pastor", wird heute von den Gomeros als Sport und Hobby betrieben. Mit Tempo und Eleganz gleiten sie die steinigen Hügel hinab. Jung-Gomero Aday Montes will es lernen, muss aber feststellen, dass doch eine gehörige Portion Mut und viel Übung dazugehören. Der Nebelwald im Inselinneren ist heute Biosphärenreservat und UNESCO-Weltnaturerbe. Den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern war er heilig. Wer sie eigentlich genau waren, das ist noch gar nicht vollends geklärt. Vermutlich wurden die Kanarischen Inseln von Nordafrika aus besiedelt. Nach Ankunft der Spanier aber wurden die meisten Guanchen auf allen Kanarischen Inseln versklavt oder getötet. Wie viel Erbe von ihnen steckt bis heute in den Gomeros? Forscherin Rosa Fregel will das herausfinden und nimmt von freiwilligen Insulanerinnen und Insulanern Genproben. Laura Ramos hatte schon immer das Gefühl, eine direkte Nachfahrin der Alt-Gomeros zu sein. Sie wagt den Test. Bei aller Liebe zur Natur: Die engen Serpentinen, die sich die Hügel hinaufschlängeln, sind eine zu schöne Herausforderung für die Fans von Benzingeruch und Motorenlärm. Jose-Manuel Gonzales ist Berufsschullehrer und hat seine ganzen Ersparnisse in ein Renngefährt Marke Eigenbau gesteckt, mit Motorradmotor, Lenkradschaltung und bulliger Fiberglashaube. Im Jahr zuvor hat er damit die Zeitwertung gewonnen. Zweimal im Jahr ist das Bergrennen das große Ereignis der Insel, bei dem Freunde und Familien die Serpentinen säumen und sich ein bisschen Benzinspaß gönnen im Biosphärenreservat. Wird Jose-Manuel seinen Titel verteidigen können? Und im Meer vor La Gomera treffen sich einmal im Jahr geheimnisvolle Wesen: Engelhaie. Fotograf Marcos Peréz hat die ganze Pracht der Unterwasserwelt dieser Insel schon eingefangen, aber dieses eine Bild fehlt ihm noch: die Hochzeit der Engelhaie. Der Film zeigt ihn beim Tauchgang durch das klare Wasser des Atlantiks. Die Kanarischen Inseln liegen 100 Kilometer vor der afrikanischen Küste und sind als Teil Spaniens auch Teil der EU. Auf der Insel des ewigen Frühlings werden Bananen angebaut, die Palmen geben einen süßen Saft, aus dem ein Sirup, Palmhonig, gewonnen wird. Ausgerechnet diese kleine und beschauliche Insel war auch Startpunkt für die legendäre Entdeckungsfahrt von Christoph Kolumbus, der sich von dort aus auf die Suche nach Indien machte und versehentlich Amerika fand. La Gomera ist eben immer für eine Überraschung gut.
Die Azoren - Grünes Paradies im Atlantik
Spielfilm. Mitten im Atlantik schlummert ein grünes Paradies: die Azoren. Neun Inseln vulkanischen Ursprungs zwischen Europa und Amerika. Eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt über und unter Wasser. Ein Garten Eden mit exotischer Blütenpracht, der immer noch ein Geheimtipp unter Reisenden und bislang vom Massentourismus verschont geblieben ist. Auf dem zu Portugal gehörenden Archipel befindet sich der höchste Berg des Landes, der Pico, ein erloschener Vulkan. Einige der rund 1700 Vulkane der Azoren sind immer noch aktiv. Ihr Nationalgericht Cozido schmoren die Bewohner wie in vergangenen Zeiten in der Hitze der Vulkane. An den immergrünen Hängen der erkalteten Vulkane grasen die schönsten Kühe des Atlantik, dort befindet sich Europas einzige Teeplantage. Das Filmteam geht auf den Azoren auf Entdeckungsreise und trifft Abenteurer, Jungbauern und Forscher. Darunter die Meeresbiologin Maria Ines Pavao, deren Vorfahren vor 500 Jahren als eine der ersten Siedler vom Festland Portugals auf die Azoren kamen. Zusammen mit ihrem Kollegen Andre Pacheco, der von Land aus als Walbeobachter arbeitet, ist sie vor der Hauptinsel der Azoren, Săo Miguel, auf der Suche nach den Delfinen und Walen der Azoren. An den Ausläufern des Pico stehen geheimnisvolle Pyramiden, deren Geschichte noch nicht erforscht ist. Der azorische Forscher Prof. Dr. Félix Rodrigues versucht, einige der Geheimnisse der azorischen Pyramiden zu entschlüsseln. Bislang ging man davon aus, dass die Azoren 1427 von portugiesischen Seefahrern entdeckt wurden. Der Forscher findet in den Pyramiden Hinweise, die auf eine viel frühere Besiedelung schließen lassen. Die neben der Insel Pico gelegenen Insel Faial ist ein Treffpunkt für Weltumsegler und Abenteurer. Einer von ihnen ist Bryan Eaton, der sich mit einem zum Flugzeug umgebauten Schlauchboot das erste Mal in die Luft wagt. Das Wetter auf den Azoren ist dabei unvorhersehbar: Statt des allbekannten Azorenhochs sind auf den Azoren heftige Wetterwechsel an der Tagesordnung. Ohne den vielen Regen gäbe es nicht diese spektakuläre Naturkulisse. Das Archipel bildete sich aus Vulkanen, die sich über das Meer erhoben, als vor rund acht Millionen Jahren die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinanderstießen. Politisch zu Portugal und Europa gehörend, liegen die westlichsten Inseln des Archipels bereits auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Rund 1300 verschiedene Pflanzenarten finden sich auf den Azoren. Darunter Farne so groß wie Bäume. Und doppelt so viele Kühe wie Menschen. Die beiden Jungbauern Henrique Lourenco und Joao Couto sind auf den Inseln bekannt für ihre besonders schönen Tiere: Bereits mehrere Male hat Joao mit seinen Tieren den Titel "schönste Kuh der Azoren" geholt. Auch Martim Cymbron nutzt die grünen Felder für sich - als Maler. Er setzt besonders die Farben Grün und Blau, die typischen Farben der Azoren, ein. Sein neuestes Werk hält die bekannteste Blume der Azoren fest, die Hortensie. Dabei kommt diese gar nicht von den Azoren, sondern aus Asien.
Erlebnisreisen: Mexiko
Spielfilm. Mexiko, das heißt Tausende Kilometer Küste. Aber auch Lagunen, die in den schönsten Farben schillern, mit Hunderten von Flamingos. Dazu die Ruinen der Mayas, einer mystischen alten Kultur.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Alpenpanorama
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
ZIB
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
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Unsere Kontinente: Nordamerika
Mit Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. Nordamerika – ein Kontinent zwischen Eis und Feuer. Die natürlichen Bedingungen bestimmen seit jeher Leben und Kultur seiner Bewohner. Der polare Norden bildet die Wiege der nordamerikanischen Zivilisationen. Hier, wo sich die ersten Amerikaner niederlassen, sind die Bedingungen mit bis zu minus 50 Grad so hart, dass sich nur eine kleine Inuit-Bevölkerung behaupten kann. Die Landschaft und das Leben im Süden prägen Vulkane. Es ist die Region, in der die zweite Einwanderungswelle eine indigene amerikanische Zivilisation schafft. Im Laufe der Geschichte erweisen sich die Vulkane als Fluch und Segen zugleich. Ihre fruchtbare Asche sorgt für ertragreiche Böden und ermöglicht so die Landwirtschaft, aber allzu häufig offenbaren sie auch ihren zerstörerischen Charakter und lösen Naturkatastrophen aus. Der Mittlere Westen von Nordamerika ist das Filetstückchen des Kontinents. Es ist vor allem der Gunstraum zwischen Appalachen und Rocky Mountains, gepaart mit dem schier unendlichen Ressourcenreichtum und einer günstigen, natürlichen Infrastruktur, die es den USA ermöglicht, in kürzester Zeit wirtschaftlich an die Weltspitze aufzusteigen und Kulturen aller anderen Kontinente mitzuprägen. In den Südstaaten bietet die Natur ideale Bedingungen für den Anbau von Tabak, Reis und Baumwolle – allerdings auch für Krankheiten übertragende Insekten. Afrikanische Sklaven erweisen sich tragischerweise als widerstandsfähige Arbeiter in diesem heißen und feuchten Klima. Die Trennung zwischen den Rassen hat ihre Wurzeln in dieser Zeit und prägt bis heute die Alltagskultur in den USA.
Unsere Kontinente: Südamerika
Mit Jasmina Neudecker. Südamerika ist der einzige Kontinent, der lange nicht mit anderen Landmassen verbunden war. Seine Natur hat sich in Jahrmillionen der Isolation entwickelt. Erst die Entstehung der mittelamerikanischen Landbrücke hat den Kontinent tiefgreifend verändert und ihn zu dem Ort gemacht, den wir heute kennen. Tiere wie Puma und Panther wandern über die neue Landbrücke und erobern Südamerika, später folgen die Menschen. Die erste von vielen Einwanderungswellen, die der Kontinent erleben wird. Die Anden erzeugen sehr verschiedene Lebensbedingungen mit unterschiedlichen Herausforderungen und Möglichkeiten. Ausgerechnet an der trockenen Westseite der Anden entstehen die ersten Hochkulturen 2000 vor Christus – dank ausgeklügelter Bewässerungstechniken. Im Hochland Perus wird das einzige tropische Eisfeld der Welt und ein reiches Süßwasservorkommen zum Schlüsselfaktor für den Aufstieg der bedeutenden Inka-Kultur. Die Wasserressourcen helfen den Inkas, ihr Territorium zu erweitern und das größte Reich im präkolumbianischen Amerika zu organisieren. Ihr Erbe prägt die Region bis heute. Südamerika ist reich an natürlichen Ressourcen wie Silber, Gold, Salzen und Seltenen Erden. Das weckt seit Jahrhunderten Begehrlichkeiten. Zunächst von europäischen Eindringlingen auf der Suche nach dem sagenumwobenen El Dorado. Heute erobern internationale Konzerne und Investoren den Kontinent und prägen das Leben der Menschen. Auf der anderen Seite der Anden bestimmt der Amazonas Regenwald den Kontinent. Die Anden halten die Wolken auf. Gewaltige Regenmassen speisen unzählige Flüsschen, die sich im Amazonasfluss vereinen. Auf einem äußerst nährstoffarmen Boden entsteht eine unvergleichliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Möglich macht das vor allem die Düngung durch das Herüberwehen transatlantischen Saharasandes.
Hauptsache Schnee!
Spielfilm. Verschneite Gipfel, Pulverschnee und Aprčs-Ski – ein Wintertraum. Doch die weiße Pracht ist längst Mangelware. Nicht nur Brettlfans fragen sich: Wie geht's weiter aufm Berg? Acht Millionen deutsche Skifahrer zieht es in die Berge. Der Schneemangel zwingt nicht nur sie zum Umdenken. Wo ist es wann schneesicher? Und wo kann man sich die weiße Pracht noch leisten? Viele Skigebiete setzen auf Nachhaltigkeit, damit der Wintersport kein Auslaufmodell wird. Günstige Angebote sollen die Touristen bewegen, mit der Bahn anzureisen. Anna-Lena und Antonia aus München fahren gern mit dem Zug, trotz der Schlepperei mit der unhandlichen Ski-Ausrüstung. Aus Überzeugung. Denn laut BUND entstehen rund 75 Prozent der Emissionen des Wintersports bei der Anreise mit dem Auto. Und ihr Ziel, Zell am See-Kaprun, ist verkehrstechnisch gut angebunden. Überhaupt wirbt der Skiort im Salzburger Land mit attraktiven Angeboten im Nahverkehr. Die ÖPNV-Mobilitätskarte vor Ort macht das Auto eigentlich unnötig. Und doch: Auf dem Parkplatz vor der Talstation stauen sich noch immer die Pkw mit Dachträgern. Das Skigebiet Zell am See-Kaprun hat ordentlich investiert in den vergangenen Jahren. Mit erheblichem Kostenaufwand und neuester Technik entsteht dort das Wintervergnügen mit Zukunft – so hoffen es zumindest die Macher. Alle Seilbahnen, Lifte und Gastronomiebetriebe der Gletscherbahnen Kaprun werden zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Tatsächlich haben sie es dort in der Region etwas leichter, sitzen sie doch unterhalb einer der größten "Batterien" der Alpen – dem Hochgebirgsstausee Mooserboden. Und die Pistenraupen werden neuerdings mit Frittenfett betankt oder sind Hybridfahrzeuge. Auf die modernen Raupen sind sie stolz – 360. 000 Euro kostete eine. Anderswo war man schon immer sparsamer unterwegs. Der Campingplatz "Sportcamp" bei Kaprun ist auch im Winter gut gebucht. Viele Gäste kommen aus Deutschland – nicht nur zum Skifahren. Die Camper verbringen eben gern ihren Urlaub im eigenen Bett, auch bei Schnee und Eis. Die Zeiten, in denen man hartgesotten sein musste, um "draußen" zu nächtigen, sind ohnehin vorbei. Das "Sportcamp" bietet so manche Annehmlichkeit, um sich aufzuwärmen. Verglichen mit den Hotelpreisen, ist der Stellplatz dort zwar günstig, rund 50 Euro die Nacht. Aber ein Billigurlaub ist Campen längst nicht mehr. Überhaupt ist Skifahren ein teures Hobby geworden: Der Tages-Skipass kostet in Zell am See-Kaprun mittlerweile gut 70 Euro, dazu Anreise, Übernachtung, Verpflegung, das geht ins Geld. Aber: Ein Absacker in der Aprčs-Ski-Bar muss immer noch drin sein. Dort trifft man sie alle: die sparsamen Studenten, die Camper und die Öko-Edeltouristen. Alles wie gehabt: Pistengaudi und danach ein Gläschen, das wird sich wohl nie ändern – solange es Schnee gibt.
Servicezeit
Magazin. Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr – "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
Mykonos, da will ich hin!
Mit Michael Friemel. Die Boulevardpresse hat ihr Urteil längst gefällt: Mykonos sei die Insel der Reichen und Schönen, wahnsinnig teuer und meist überlaufen. Damit beschreibt sie nur die halbe Wahrheit. Außerhalb der Hauptsaison findet man auf Mykonos noch ruhige, fast einsame Buchten und Strände. Und wenn die Kreuzfahrtschiffe am Nachmittag die Anker lichten, kann man fast allein durch die historischen Gassen schlendern und eine romantische Altstadt entdecken. Doch Moderator Michael Friemel hat nicht nur die Stadt Mykonos und Strände erkundet, er hat auch eine Radtour auf dem E-Bike durch das bergige Inselinnere gemacht. Er hat sich auf der Nachbarinsel Delos das antike Herz der Kykladen zeigen lassen und die typische Architektur der Insel bewundert. Er hat einen Tag auf einer Jacht verbracht und an Bord das Geheimnis eines guten griechischen Salats gelüftet. Und er hat dort geschlemmt, wo die besonders Reichen angeblich ihre Kreditkarten zum Glühen bringen.
Auf Schmugglers Pfaden – Die Wegbereiter Englands (1/3)
Spielfilm. Der Schmugglerweg beginnt im südwestenglischen Somerset, wo die historische Museumseisenbahn durch grüne Hügellandschaften bis zur Küste fährt. In der viktorianischen Seebadstadt Minehead liegt der Startpunkt des längsten Fernwanderweges Großbritanniens. Von dort aus machen sich jedes Jahr etliche Reisende zu Fuß auf den South West Coast Path. Auf den ersten Etappen des über 1000 Kilometer langen Wanderweges geht es entlang dramatischer Klippen, durch uralte Wälder und über offene Moorlandschaften. Dort leben und arbeiten Menschen, die mit der Küste Südenglands tief verbunden sind: Park Ranger Tim Parish hat seinen Arbeitsplatz im artenreichen Exmoor – Heimat seltener Rothirsche und wilder Ponyherden, die zu Englands ältester Pferderasse gehören. Royston Connor, Wirt des jahrhundertealten "Ship Inn", erzählt von Schmugglern und geheimen Tunneln und Hafenmeister Pudds kümmert sich um die kleine Bucht Porlock Weir. Die historische Route führt durch den längsten zusammenhängenden Küstenwald Englands bis zur kleinsten Pfarrkirche des Lands. Vorbei an spektakulären Felsformationen erreicht man weiße Sandstrände, wo Langstreckenschwimmer Nick Thorn seine Surfschule betreibt. Die farbenfrohe Dünenlandschaft von Braunton Burrows wird als Devons schönster natürlicher Garten bezeichnet. Botanikerin Mary Breeds setzt sich für den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems ein. Dieser Abschnitt endet an der Hartland Heritage Coast – einer Gegend, die gleichermaßen gefährlich, rau und wunderschön ist. Dort lässt sich die Künstlerin Merlyn Chesterman beim Schwimmen im Atlantik zu ihren Holzschnitten inspirieren.
Auf Schmugglers Pfaden – Die Wegbereiter Englands (2/3)
Spielfilm. Die Reise entlang des South West Coast Path führt weiter nach Cornwall – beginnend im kleinen Hafenort Bude. Dort leben die Menschen ihre kornische Kultur mit Leidenschaft. Über grasbewachsene Klippenpfade zieht sich der Weg südwärts, vorbei am sagenumwobenen Bodmin Moor. Dort liegt das "Jamaican Inn", einst Umschlagplatz für Schmugglerware, heute ein Ort voller Legenden. Geisterjägerin Karin Beasant erzählt von nächtlichen Erscheinungen. Auch Schriftstellerin Daphne du Maurier und Regisseur Alfred Hitchcock ließen sich dort von der düsteren Atmosphäre inspirieren. Historikerin und Podcasterin Elizabeth Dale führt durch das karge Moorland zu mystischen Steinkreisen und bronzezeitlichen Gräbern – einem Ort, an dem der Sage nach König Artus' Schwert Excalibur versenkt wurde. Weiter entlang an Cornwalls Küste führt der Schmugglerweg durch das Hafenstädtchen Padstow. Dort bewahren der frühere Meisterringer Gerry Cawley und seine Familie die jahrtausendealte Kampfkunst des Cornish Wrestlings, die bis heute von Jung und Alt ausgeübt wird. In St. Ives entstehen in der renommierten "Leach Pottery" handgefertigte Keramiken – inspiriert von der Küste Cornwalls, gefertigt von Töpferin Britta James. Weiter auf dem "South West Coast Path" nach Land's End erhebt sich das Minack Theatre spektakulär aus der Klippe. Schauspieler Mark Harandon bringt dort täglich die Geschichte des Freilufttheaters auf die Bühne. In der Umgebung von Falmouth prägen kornische Hecken – uralte Natursteinmauern – die Landschaft, gepflegt und bewahrt von Helen Bowkett. Schließlich erzählt Jeremy Rowett Johns, direkter Nachfahre der Polperro-Schmuggler, über die geschichtlichen Facetten des pittoresken Dorfs.
Auf Schmugglers Pfaden – Die Wegbereiter Englands (3/3)
Spielfilm. Plymouth – einst letzter europäischer Stopp der Mayflower – bildet den Auftakt der letzten Etappe des über 1000 Kilometer langen South West Coast Path. Die Hafenstadt mit ihrer maritimen Vergangenheit und charmanten Cafés verbindet Geschichte und Genuss. In Dartmouth, wo einst Schiffe zu den Kreuzzügen aufbrachen, findet heute die traditionsreiche Royal Regatta statt. Mit dabei: Para-Ruderin Sophie Harris, die trotz Beinverlust weiterhin für den "Mayflower Offshore Rowing Club" antritt. Weiter südlich führt der Küstenpfad durch das historische Dorf Cockington mit seinen reetgedeckten Cottages und dem Kunst- und Handwerkszentrum Cockington Court. Dort können Reisende Glasbläsern, traditionellen Schmieden und Kunstschaffenden in ihren Ateliers bei der Arbeit zuschauen. In den "Beer Quarry Caves" bei Exeter wurde über 2000 Jahre lang Stein für britische Kathedralen gebrochen und bearbeitet. Martin Pike führt heute Interessierte durch das unterirdische Labyrinth. Rund um die Hafenstadt Lyme Regis wird die Jurassic Coast zum lebendigen Museum mit Fossilien aus dem frühen Jura. Nach dem Besuch einer Mikrobrauerei führt der Schmugglerweg nach Abbotsbury zur weltweit einzigen von Menschen betreuten Höckerschwan-Kolonie. Geowissenschaftlerin Saskia Elliott ist Expertin für die prähistorische Geschichte von Chesil Beach und Portland. Nach über 1000 Kilometern, vier Grafschaften und unzähligen Geschichten erreicht der längste Nationalpfad Großbritanniens sein Ziel: Poole in Dorset – Europas größter Naturhafen. Dort verbindet sich Artenvielfalt mit nachhaltiger Fischerei. Herzmuschelfischer Tom Russell und Mike Baeley sind sich einig: Sie haben den schönsten Arbeitsplatz der Welt.
Wildes Großbritannien (1/4)
Spielfilm. Die Reihe porträtiert die Nationalparks der britischen Insel. Dieser Teil führt zum Northumberland-Nationalpark im äußersten Norden Englands, einer von 15 Nationalparks in Großbritannien. Der Park umfasst eine einzigartige Landschaft aus wilden Mooren, sanften Hügeln und tiefen Tälern, die von klaren Flüssen durchzogen werden. Im Westen grenzt er an den Kielder Forest, den größten menschengemachten Wald in Europa. Der Nationalpark bietet vielen Vögeln einen geschützten Lebensraum. Neben dem besonders seltenen Brachvogel finden dort auch Fischadler eine Heimat, die in Großbritannien lange als ausgestorben galten. Einmal im Jahr nehmen die Greifvögel die beschwerliche Reise aus Afrika auf sich, um dort zu brüten. Northumberland ist besonders geschichtsträchtig. Jahrhundertealte Burgen, alte Grenzfestungen und traditionelle Dörfer erzählen von der bewegten Vergangenheit der Grenzregion zwischen England und Schottland. Der Besuchermagnet des Nationalparks ist der Hadrianswall. Einst markierte er die Grenze des römischen Riesenreichs, heute zählt er zum UNESCO-Weltkulturerbe. In seinem Schatten kümmern sich Park-Ranger um den Schutz der Tierwelt. In den Cheviot Hills, die die Grenze zu Schottland markieren, grasen wilde Ziegen mit einer DNA, die noch heute direkt auf die Ur-Ziege verweist. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel und zeigt Menschen, die diese außergewöhnlichen Landschaften schützen und bewahren. Ob Ranger, Historiker, Schäfer oder Astronomen – sie alle arbeiten leidenschaftlich daran, die fragile Balance zwischen Natur, Geschichte und moderner landwirtschaftlicher Nutzung zu erhalten.
Wildes Großbritannien (2/4)
Spielfilm. Der Pembrokeshire-Coast-Nationalpark im Süden von Wales ist einer von 15 Nationalparks in Großbritannien. Er ist der einzige Park, der überwiegend an der Küste liegt. Der 299 Kilometer lange Coast Path führt entlang des Steilufers und bietet atemberaubende Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlinie, auf Sandstrände und vorgelagerte Inseln. Der Park beherbergt eins von nur drei Meeresnaturschutzgebieten in Großbritannien. Fischerei vor der Küste wird überwiegend nachhaltig betrieben. Auch die Vogelschutzinsel Skomer Island ist Teil des Parks. Große Brutkolonien von Seevögeln finden in ihren Felsen zahllose Nistmöglichkeiten, darunter Trottellummen und die als gefährdet eingestuften Papageitaucher. Im Herbst werden Pembrokeshires Strände von Tausenden Kegelrobben als geschütztes Refugium für die Geburt ihres Nachwuchses aufgesucht. Im Norden bietet der Nationalpark überdies eine äußerst vielseitige Marsch- und Flusslandschaft mit Salz- und Süßwasserwiesen – und damit weiteren Lebensraum für viele seltene und gefährdete Säugetier- und Vogelarten. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel und zeigt Menschen, die im Einklang mit der Natur leben und sich leidenschaftlich um sie kümmern. Sie alle verbindet der Wille, die fragilen Ökosysteme zu schützen – im Pembrokeshire-Nationalpark zum Beispiel als Rangerin, Fischer, Robbenretterin oder Vogelkundlerin.
Wildes Großbritannien (3/4)
Spielfilm. Der Dartmoor-Nationalpark im Südwesten Englands ist ein Ort voller Mythen und wilder Schönheit. Die ausgedehnte Hochmoorlandschaft ist geprägt von weiten Heidelandschaften, grasbedeckten Hügeln und Granitfelsen, den sogenannten Tors, die in markanten Formationen aus der Erde ragen. Der Park ist nicht nur ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern auch eine Schatzkammer für Archäologen – mit prähistorischen Steinkreisen, Grabhügeln und Überresten alter Siedlungen, die von einer über 5000 Jahre alten Geschichte erzählen. Die mystische Landschaft inspirierte sowohl eine Vielzahl von Legenden und Erzählungen als auch Klassiker der modernen Literatur wie Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes"-Abenteuer, seinen "Hund von Baskerville" und die "Fünf Freunde"-Reihe von Enid Blyton. Dartmoor bietet vielen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum. Die Region ist bekannt für frei laufende Ponys, deren Art heute als gefährdet gilt. Die Flüsse, die sich durch das Moor schlängeln, sind Habitat für Lachse, Fischotter und Eisvögel. Auch die britische Schleiereule trifft man dort an. Die feuchten Moorgebiete beherbergen seltene Pflanzen wie den fleischfressenden Sonnentau. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel. Sie zeigt die Menschen, die in der rauen, aber faszinierenden Natur leben und arbeiten: Schäferinnen, Wildhüter, Archäologen und Naturschützer. Sie setzen sich dafür ein, die einzigartige Landschaft und die traditionsreiche Kultur Dartmoors für kommende Generationen zu bewahren.
Wildes Großbritannien (4/4)
Spielfilm. Der New Forest im Süden Englands ist einer von 15 Nationalparks in Großbritannien und gehört zu den ältesten erhaltenen Kulturlandschaften des Landes. Einst königliches Jagdgebiet von Wilhelm dem Eroberer, ist der New Forest heute ein einzigartiges Mosaik aus offenen Heidelandschaften, uralten Wäldern und malerischen Dörfern. Der Park ist berühmt für seine frei lebenden Ponys. Sie streifen schon seit Jahrhunderten durch die Wälder und Wiesen. Daneben leben dort zahlreiche wilde Tiere, darunter Rothirsche, Rehe, seltene Vogelarten und Reptilien. Der Nationalpark ist ein Beispiel für das gemeinsame Wirken von Mensch und Natur: Seit Generationen wird dort die traditionelle Weidewirtschaft durch die "Commoners" betrieben, die ihre Tiere auf den offenen Flächen grasen lassen und so aktiv zur Erhaltung der Landschaft beitragen. Einmal im Jahr, während der "Drift"-Saison, werden die Ponys zusammengetrieben und von ihren Besitzern in Augenschein genommen. Im Herbst lassen die Commoners dann auch ihre Schweine frei im Wald herumlaufen: Die Eicheln der teilweise uralten Bäume sind ein Festmahl für die Tiere. Die Reihe "Wildes Großbritannien" besucht britische Nationalpark wie den New Forest und stellt Mensch und Natur gleichermaßen in den Fokus: von Waldhüterinnen über Naturschützer bis hin zu Botanikerinnen, die sich mit Leidenschaft dem Schutz dieses einzigartigen Ökosystems widmen. Sie alle teilen das Ziel, die Vielfalt und Schönheit des New-Forest-Nationalparks zu bewahren.
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
heute
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
3sat-Wetter
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Tagesschau
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
Österreichs Erbe für die Welt - Meisterwerke, Urwälder und Prachtbauten (1/2)
Spielfilm. Vor über 50 Jahren haben sich die Staaten der Erde dazu entschlossen, die wertvollsten und unersetzlichen Güter der Menschheit zu erfassen und für alle Zeiten zu schützen. Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Österreich hat mit zwölf Artefakten Anteil daran. Die Reise in die Geschichte der Menschheit führt in 700 Jahre alte Dachstühle, zum niedrigsten Kletterberg, zu den steilsten Weinterrassen, in senkrechte Felswände, zu einer Heiligen Messe an einem der entlegensten Plätze des Landes, in die Unterwasserwelt der Alpenseen, zu Schneehühnern und Fledermäusen. In den Tiefen der Alpenseen sind bis zu 5000 Jahre alte Siedlungsreste konserviert, letzte Zeugen jener Epochen, als Europa allmählich kultiviert wurde. Der Donau-Limes als steinerne Grenze zwischen der römischen Hochkultur und den germanischen Stämmen. Dazu kommen das historische Zentrum Wiens mit Bienenzucht und Reihern, Schloss Schönbrunn mit seiner einzigartigen Flora und Fauna und die wahrlich uralten Kulturlandschaften des Neusiedlersees, des Salzkammerguts mit seiner Dachsteinregion und den Rieseneishöhlen und dem Welterbegebiet der Wachau.
Österreichs Erbe für die Welt - Meisterwerke, Urwälder und Prachtbauten (2/2)
Spielfilm. Die Reise führt weiter in das Schloss Eggenberg bei Graz, das die einmalige Gelegenheit bietet, in eine Zeit einzutauchen, in der die Nächte noch dunkel waren, der Himmel voller Sterne. In der Bauwerke nach Sonnenuntergang durch das Licht Hunderter Kerzen geprägt wurden und ein optimales Zuhause für Tausende Fledermäuse war. In der Grazer Altstadt und am Schlossberg trifft man außerdem auf nachtaktive Wildtiere wie den Dachs. Im Nationalpark Kalkalpen, als Teil der europäischen Buchenurwälder, kann man beobachten, wie sich in einem praktisch unbesiedelten Waldgebiet die vom Menschen unberührte Natur in eine einzigartige Landschaft konservieren hat lassen. Zu Österreichs Welterbe-Vermächtnis zählen auch die Trasse der Semmeringbahn, die vor 150 Jahren eine technische Pionierleistung ohne Gleichen war, Salzburg in seiner architektonischen Pracht sowie Baden, als Teil von insgesamt sieben europäischen Ländern, welche sich zu den "Great Spa Towns of Europe" zusammengeschlossen haben, die einzigartige Zeugnisse für die reiche Kur- und Bäderkultur des 18. und 19. Jahrhunderts darstellen. Zurück in Wien findet die Reise im Schloss Belvedere ihr Ende, wo die Zuseher einen kleinen Blick in das zurückgezogene Leben der Salesianerinnen werfen dürfen. Vor über 50 Jahren haben sich die Staaten der Erde dazu entschlossen, die wertvollsten und unersetzlichen Güter der Menschheit zu erfassen und für alle Zeiten zu schützen. Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Österreich hat mit zwölf Artefakten Anteil daran.
Nichts als Natur
Spielfilm. Einsame Hochgebirgstäler, ursprüngliche Aulandschaften, Gebirgsketten - ein Drittel des Landes Vorarlberg ist unberührte Natur. Auch Kulturlandschaften wie das Gaflunatal, ein Seitental des Silbertals, in dem vor 400 Jahren noch Bergbau betrieben wurde, zählen dazu. Ziehen sich die Menschen zurück, können sich Pflanzen und Tiere wieder ausbreiten. Der legendäre Bär Bruno hat auf seiner Wanderung von Graubünden quer durch Vorarlberg nach Bayern die Route über diese unberührten Landschaftsräume gewählt. Damit diese Naturräume vor intensiver landwirtschaftlicher oder touristischer Nutzung verschont bleiben, soll es eine klare rechtliche Regelung nach dem Raumplanungsgesetz geben. Die Dokumentation führt vom Saminatal auf 900 Meter Seehöhe bis in die 3000er-Region in der Silvretta.
ZIB 2
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
DocuMe - Speara
Dokufilm Deutschland (2025). Heldenreise unter Wasser: Die 26-jährige Mitsuki ist Weltmeisterin im Speerfischen (Spearfishing) an der Küste Kaliforniens. Gefahr für Leib und Leben nimmt die Japanerin dabei in Kauf. Als Kind hatte Mitsuki noch Angst vor dem Wasser, da sie beinahe ertrunken wäre. Mit 16 Jahren verließ sie Japan nach der Trennung ihrer Eltern, wagte zunächst in England einen Neustart. Dann zog es sie in die USA, wo sie als Köchin arbeitete. Der Dokumentarfilm von Florian Baron beeindruckt mit atmosphärischen Unterwasseraufnahmen, die Mitsuki schwerelos bei der Jagd zeigen. Mitsuki empfindet die Schönheit des Ozeans als Kraftquelle, die ihr half, große persönliche und emotionale Hürden zu überwinden. Die einsame und minimalistische Unterwasserjagd, ohne Atemgeräte und mit nur einem Speer bewaffnet, ist für sie eine existenzielle Erfahrung. In den sozialen Medien postet Mitsuki Videos, in denen sie selbst gefangene Fische ausnimmt, kunstvoll filetiert und zubereitet. Für die Umweltaktivistin und Köchin zählen absolute Transparenz und Ehrlichkeit in ihrem Handeln zu ihrem Credo. Sie tötet nur soviel, wie sie später auch selbst verwerten kann. Florian Baron hat die ungewöhnliche junge Frau während seines Stipendiatenaufenthalts in der Villa Aurora in Pacific Palisades kennengelernt. In seinem Dokumentarfilm macht er entscheidende Fragen unserer Zeit an ihrer Person fest. Denn Mitsukis Leben konfrontiert mit Fragen der Nachhaltigkeit und Lebensführung sowie nach Identität und kultureller Zugehörigkeit. Der Dokumentarfilmer war für 3sat bereits mit seinem Porträt über den Kriegsveteranen "Joe Boots" erfolgreich, das 2017 unter anderem den Deutschen Menschenrechtspreis verliehen bekam. 3sat zeigt "Speara" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
DocuMe – Rosina. Ein Leben mit Tieren
Dokufilm Deutschland (2025). Rosina ist 28 und lebt auf einem Bauernhof in Niedersachsen - ein stiller, unscheinbarer Ort, der für sie zu einem Experimentierraum wird. Hier teilt Rosina ihren Alltag mit geretteten Kühen, Schweinen, Gänsen und Ziegen. Der Film zeigt Momente tiefer Verbindung zwischen Rosina und ihren Tieren, erzählt aber auch von den Schwierigkeiten, die ein solcher Lebensweg mit sich bringt. Was passiert, wenn man mit Tieren lebt, ohne sie zu benutzen? Ohne Hierarchien, ohne Kontrolle, ohne die Rollen, die wir Menschen ihnen zugeschrieben haben? Während in der Region und auch auf dem Hof ihrer Eltern Tiere konventionell gezüchtet und getötet werden, entscheidet sich Rosina für etwas Ungewöhnliches: Sie schaut nicht weg. Sie bleibt und hält fest, was geschieht, während die Follower auf ihrem Social Media Kanal beobachten, wie aus scheinbar kleinen Gesten ein stiller Aufstand gegen tief verankerte Normalität entsteht. So wird ein Dorf in Niedersachsen zu einem Ort, an dem sich etwas verschiebt: unser Blick auf Tiere, auf uns selbst, auf Macht und Nähe. Die Filmemacherin Angelika Herta begleitet Rosina durch die Jahreszeiten und zeigt, wie mutig es ist, gängige Vorstellungen von Zusammenleben zu sprengen. Und wie provozierend ein Alltag wird, der sich weigert, Tiere als Ressourcen zu betrachten. Ihre Protagonistin Rosina stellt eine einfache, aber tiefgehende Frage: Wenn wir Tiere als Gefährten sehen würden – was würde das an uns selbst verändern? Angelika Herta, in Österreich geboren, absolvierte nach einem Studium der vergleichenden Literaturwissenschaften ein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie mit dem „SHOOT“ Nachwuchspreis für Künstlerinnen von KHM & IFFF Dortmund+Köln 2021 ausgezeichnet. Mit dem Kurzfilm „Wir Tiere“ (2022) begann ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier. 3sat zeigt "Rosina. Ein Leben mit Tieren" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
DocuMe - Mama Micra
Dokufilm Deutschland (2024). Ein kleiner schwarzer Rabe führt in die Vergangenheit einer unkonventionellen Mutter und beschreibt den Begriff "Rabenmutter" einmal anders. Der Vogel nimmt die Zuschauer mit in eine Art Zauberwelt und auf die Suche einer ungewöhnlichen Frau nach sich selbst zwischen Einsamkeit und Liebe. Formal ergänzen sich dokumentarisches Material mit kunstfertigen Figuren, die von der Filmemacherin geformt sind. Denn in "Mama Micra" ist die Mutter eine Puppe aus Filz, die mit ihrer eigenen Stimme von ihrem starken Drang nach Freiheit erzählt, und sich aus dem Off als "echte Vagabundin", beschreibt, die Nomaden in der Wüste um ihren Freiraum beneidete. Die letzten zehn Jahre ihres Lebens lebte sie ihren Traum vor allem in der Enge eines Nissan Micra, mit dem sie offenbar rastlos durch die Welt fuhr. Sie wusch sich morgens in Hotelbädern und schlich sich gelegentlich auch in Frühstücksräume, um dort zu essen. Irgendwann hatte die Mutter in ihrem Micra dann den Kontakt zu ihrer Tochter verloren, die als Filmemacherin die Erzählung ihrer Mutter mit ihren eigenen Erinnerungen kontrastiert. Aber kein Verschwinden scheint für immer unversöhnlich zu enden, zumindest nicht in dieser liebevollen Stop-Motion-Produktion. Der Film feierte 2024 seine Premiere auf dem "International Documentary Film Festival Amsterdam" (IDFA) und war 2025 sowohl für den "Deutschen Kurzfilmpreis" als auch für den Preis der "Internatioal Film Association" (IDA) in Los Angeles nominiert. Das Hamburger Studio "Fabian&Fred" produziert seit 2015 erfolgreich Animationsfilme für den internationalen Markt, wobei auch stets dokumentarische Formen ihren Platz haben. 3sat zeigt "Mama Micra" im Rahmen der 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe", die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählt und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentiert.
37°: Rente? Reicht nicht!
Spielfilm. Immer mehr Menschen im Rentenalter arbeiten, um über die Runden zu kommen. Wir begleiten drei, die immer weitermachen, auch wenn die Kräfte weniger werden. Aber wie lange geht das noch? Vanessa (85), Angelika (75) und Ebi (71) leben in teuren Großstädten und arbeiten hart, um ihren Lebensstandard halten zu können - aber auch, weil sie in der Tätigkeit Erfüllung finden. Optimistisch und kämpferisch stellen sie sich ihrem letzten Job. Vanessa ist selbstständige Fußpflegerin. Wenn sie krank ist, fehlt am Monatsende Geld. Sie hat drei Söhne allein großgezogen. Sobald die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren, hat sie als Friseurin und später bei der Arbeiterwohlfahrt gearbeitet, 25 Jahre in Vollzeit. "Ich bin sparsam, aber das Geld würde nie langen. " Vanessa wohnt in einer Sozialwohnung. Ihre Kundschaft kommt aus dem Viertel, in dem Vanessa seit 50 Jahren wohnt. Angelika arbeitet in Spätschicht. Sie nimmt einen weiten Arbeitsweg in Kauf, um Regale in einem Supermarkt einzuräumen. Eine körperlich schwere Arbeit für eine 75-jährige Frau. Einen Job in ihrer Nachbarschaft sucht sie bisher vergeblich. Früher war sie verheiratet und kümmerte sich um ihre Tochter. Die Scheidung war eine Zäsur, aber auch eine Befreiung, sagt Angelika heute. Insgesamt war sie 28 Jahre berufstätig, geblieben sind ihr 800 Euro Rente. Ihre größte Sorge ist, "anderen Leuten zur Last zu fallen. " Ebi liebt seine Arbeit als Deutschlehrer für Migrantinnen und Migranten. Dass er noch mal Lehrer werden würde, war nicht geplant. Ebi war es in jüngeren Jahren gewohnt, Geld zu haben. Seine wohlhabende Familie im Iran schickte ihn auf ein Internat nach Deutschland, später zum Studium in die Schweiz. Danach arbeitete er erfolgreich als Geschäftsmann. Durch einen Bandscheibenvorfall war plötzlich alles vorbei. Die Geldrücklagen waren irgendwann aufgebraucht und in die Rentenkasse hatte er als Selbstständiger nicht einbezahlt. Ebi sagt heute, dass er Glück gehabt hat. "Die Arbeit gibt mir Kraft und Energie. " Trotz Rente weiterarbeiten, das hat viele Gründe, zeigen Studien. Soziale Kontakte oder die Freude am Job spielen eine wichtige Rolle, aber auch das Geld. Bei vier von zehn Rentnerinnen und Rentnern liegt das Nettoeinkommen unter der Armutsgrenze - betroffen sind vor allem Frauen.
10 vor 10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
Wildes Großbritannien (1/4)
Spielfilm. Die Reihe porträtiert die Nationalparks der britischen Insel. Dieser Teil führt zum Northumberland-Nationalpark im äußersten Norden Englands, einer von 15 Nationalparks in Großbritannien. Der Park umfasst eine einzigartige Landschaft aus wilden Mooren, sanften Hügeln und tiefen Tälern, die von klaren Flüssen durchzogen werden. Im Westen grenzt er an den Kielder Forest, den größten menschengemachten Wald in Europa. Der Nationalpark bietet vielen Vögeln einen geschützten Lebensraum. Neben dem besonders seltenen Brachvogel finden dort auch Fischadler eine Heimat, die in Großbritannien lange als ausgestorben galten. Einmal im Jahr nehmen die Greifvögel die beschwerliche Reise aus Afrika auf sich, um dort zu brüten. Northumberland ist besonders geschichtsträchtig. Jahrhundertealte Burgen, alte Grenzfestungen und traditionelle Dörfer erzählen von der bewegten Vergangenheit der Grenzregion zwischen England und Schottland. Der Besuchermagnet des Nationalparks ist der Hadrianswall. Einst markierte er die Grenze des römischen Riesenreichs, heute zählt er zum UNESCO-Weltkulturerbe. In seinem Schatten kümmern sich Park-Ranger um den Schutz der Tierwelt. In den Cheviot Hills, die die Grenze zu Schottland markieren, grasen wilde Ziegen mit einer DNA, die noch heute direkt auf die Ur-Ziege verweist. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel und zeigt Menschen, die diese außergewöhnlichen Landschaften schützen und bewahren. Ob Ranger, Historiker, Schäfer oder Astronomen – sie alle arbeiten leidenschaftlich daran, die fragile Balance zwischen Natur, Geschichte und moderner landwirtschaftlicher Nutzung zu erhalten.
Wildes Großbritannien (2/4)
Spielfilm. Der Pembrokeshire-Coast-Nationalpark im Süden von Wales ist einer von 15 Nationalparks in Großbritannien. Er ist der einzige Park, der überwiegend an der Küste liegt. Der 299 Kilometer lange Coast Path führt entlang des Steilufers und bietet atemberaubende Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlinie, auf Sandstrände und vorgelagerte Inseln. Der Park beherbergt eins von nur drei Meeresnaturschutzgebieten in Großbritannien. Fischerei vor der Küste wird überwiegend nachhaltig betrieben. Auch die Vogelschutzinsel Skomer Island ist Teil des Parks. Große Brutkolonien von Seevögeln finden in ihren Felsen zahllose Nistmöglichkeiten, darunter Trottellummen und die als gefährdet eingestuften Papageitaucher. Im Herbst werden Pembrokeshires Strände von Tausenden Kegelrobben als geschütztes Refugium für die Geburt ihres Nachwuchses aufgesucht. Im Norden bietet der Nationalpark überdies eine äußerst vielseitige Marsch- und Flusslandschaft mit Salz- und Süßwasserwiesen – und damit weiteren Lebensraum für viele seltene und gefährdete Säugetier- und Vogelarten. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel und zeigt Menschen, die im Einklang mit der Natur leben und sich leidenschaftlich um sie kümmern. Sie alle verbindet der Wille, die fragilen Ökosysteme zu schützen – im Pembrokeshire-Nationalpark zum Beispiel als Rangerin, Fischer, Robbenretterin oder Vogelkundlerin.
Wildes Großbritannien (3/4)
Spielfilm. Der Dartmoor-Nationalpark im Südwesten Englands ist ein Ort voller Mythen und wilder Schönheit. Die ausgedehnte Hochmoorlandschaft ist geprägt von weiten Heidelandschaften, grasbedeckten Hügeln und Granitfelsen, den sogenannten Tors, die in markanten Formationen aus der Erde ragen. Der Park ist nicht nur ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern auch eine Schatzkammer für Archäologen – mit prähistorischen Steinkreisen, Grabhügeln und Überresten alter Siedlungen, die von einer über 5000 Jahre alten Geschichte erzählen. Die mystische Landschaft inspirierte sowohl eine Vielzahl von Legenden und Erzählungen als auch Klassiker der modernen Literatur wie Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes"-Abenteuer, seinen "Hund von Baskerville" und die "Fünf Freunde"-Reihe von Enid Blyton. Dartmoor bietet vielen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum. Die Region ist bekannt für frei laufende Ponys, deren Art heute als gefährdet gilt. Die Flüsse, die sich durch das Moor schlängeln, sind Habitat für Lachse, Fischotter und Eisvögel. Auch die britische Schleiereule trifft man dort an. Die feuchten Moorgebiete beherbergen seltene Pflanzen wie den fleischfressenden Sonnentau. Die Reihe "Wildes Großbritannien" porträtiert die Nationalparks der britischen Insel. Sie zeigt die Menschen, die in der rauen, aber faszinierenden Natur leben und arbeiten: Schäferinnen, Wildhüter, Archäologen und Naturschützer. Sie setzen sich dafür ein, die einzigartige Landschaft und die traditionsreiche Kultur Dartmoors für kommende Generationen zu bewahren.
Wildes Großbritannien (4/4)
Spielfilm. Der New Forest im Süden Englands ist einer von 15 Nationalparks in Großbritannien und gehört zu den ältesten erhaltenen Kulturlandschaften des Landes. Einst königliches Jagdgebiet von Wilhelm dem Eroberer, ist der New Forest heute ein einzigartiges Mosaik aus offenen Heidelandschaften, uralten Wäldern und malerischen Dörfern. Der Park ist berühmt für seine frei lebenden Ponys. Sie streifen schon seit Jahrhunderten durch die Wälder und Wiesen. Daneben leben dort zahlreiche wilde Tiere, darunter Rothirsche, Rehe, seltene Vogelarten und Reptilien. Der Nationalpark ist ein Beispiel für das gemeinsame Wirken von Mensch und Natur: Seit Generationen wird dort die traditionelle Weidewirtschaft durch die "Commoners" betrieben, die ihre Tiere auf den offenen Flächen grasen lassen und so aktiv zur Erhaltung der Landschaft beitragen. Einmal im Jahr, während der "Drift"-Saison, werden die Ponys zusammengetrieben und von ihren Besitzern in Augenschein genommen. Im Herbst lassen die Commoners dann auch ihre Schweine frei im Wald herumlaufen: Die Eicheln der teilweise uralten Bäume sind ein Festmahl für die Tiere. Die Reihe "Wildes Großbritannien" besucht britische Nationalpark wie den New Forest und stellt Mensch und Natur gleichermaßen in den Fokus: von Waldhüterinnen über Naturschützer bis hin zu Botanikerinnen, die sich mit Leidenschaft dem Schutz dieses einzigartigen Ökosystems widmen. Sie alle teilen das Ziel, die Vielfalt und Schönheit des New-Forest-Nationalparks zu bewahren.
