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      • London - Stadt der Spione

        Spielfilm. Die packende Dokumentation von Wolf-Christian Ulrich beleuchtet den Mythos britischer Agenten und die dunklen Geheimnisse der internationalen Spionage von gestern und heute. Im Film, in der Literatur – aber auch in der Realität: London ist Spionage-Hauptstadt, wo immer wieder Kunstschaffende und Aktivisten ins Fadenkreuz dunkler Mächte geraten. Was für die einen spannende Unterhaltung ist, ist für die anderen gefährliche Realität. Zum Beispiel für Lumli und Lumlong. Das junge Künstlerpaar musste Hongkong aus Angst vor Verhaftung verlassen und lebt in London im Exil. Seitdem fühlen sich die beiden vom staatlichen chinesischen Überwachungsapparat verfolgt. Der Grund sind ihre Bilder, in denen sie ausdrücken, was aus ihrer Sicht in China schiefläuft. Auch andere Mächte suchen in London Einfluss. Sir Richard Dearlove, ehemals Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, war lange in der Welt der Spione zuhause und gibt dazu im Film einen Einblick. Auch die Historikerin Karina Urbach kennt sich bestens mit Spionage aus: Ihr Vater hatte in Deutschland für die USA spioniert. Sie zeigt Orte, die für die "Spy City London" eine wichtige Rolle gespielt haben. Klingt alles ein bisschen wie bei James Bond und Kingsman? Ist es auch. Die Briten lieben Spionagegeschichten, und die Verschränkung von Realität und Fiktion war schon oft enger, als man denkt: Die Dreharbeiten zum Nachkriegsklassiker "Der Dritte Mann" etwa, dem britischen Film noir von Carol Reed, sollen MI6 als Deckmantel für eine Spionageaktion gegen Russland gedient haben. Ein Mitglied des damaligen Filmteams erzählt davon. Auch über das reale Gegenstück zu dieser Geschichte um Geheimnisse und Verrat erfährt der Filmemacher Wolf-Christian Ulrich einiges: Gemeinsam mit Karina Urbach folgt er der Spur der "Cambridge 5", einem legendären Spionagering um den russischen Agenten Kim Philby. Bis heute ist London die Hauptstadt der Spionage. Jeden Tag kann man in den Medien von Spionen lesen, die auffliegen - oder tot aufgefunden werden. Der iranische Journalist Pouria Zeraati überlebt nur knapp eine Messerattacke – mutmaßlich von iranischen Agenten. Er berichtet von der ständigen Bedrohung und wie er damit lebt.

      • Tagesschau

        ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

      • Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival 2026

        Konzert (2026). Traditionell eröffnet das hr-Sinfonieorchester Frankfurt mit seinem Chefdirigenten - seit 2021 ist dies Alain Altinoglu - das "Rheingau Musik Festival". So auch im Jahr 2026. Farbenfroh, virtuos und voller Energie erklingen ausgewählte Werke von Alexander Porfirjewitsch Borodin, Alexander Arutjunjan und Edward Elgar – ein fulminanter Auftakt, strotzen diese Kompositionen doch nur so vor Originalität und Einfallsreichtum. Mit Elgars "Enigma-Variationen" – 14 geheimnisvolle Charakterstücke, inspiriert von Menschen aus dem Umfeld des britischen Komponisten – nehmen die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit ins Vereinigte Königreich und präsentieren damit direkt den Schwerpunkt "United Kingdom" des diesjährigen "Rheingau Musik Festival". Daneben gibt Lucienne Renaudin Vary mit der Darbietung von Arutjunjans imposantem Trompetenkonzert einen ersten Vorgeschmack auf ihren Fokus im Jahr 2026. Ein Abend voller Klangfarben, Rätsel und überraschender Wendungen – und der perfekte Auftakt zu einer Festivalsaison, die Lust auf mehr macht.

      • Klassik am Odeonsplatz BRSO

        Konzert. Festspielstimmung am historischen Odeonsplatz im Herzen Münchens: Sir Simon Rattle hat für diesen Klassiksommerabend ein Gershwin-Programm zum Mitwippen und Genießen ausgewählt. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – wiederholt unter die Top 10 der besten Orchester der Welt gewählt – spielt Musik von George Gershwin, dem Meister des Swings unter den klassischen Komponisten. Mit dabei: Pianist und Jazzfan Kirill Gerstein. Sommernacht, sinfonische Klänge und Blues-Feeling an einem der schönsten Plätze Münchens, eingerahmt von Residenz, Feldherrenhalle und Theatinerkirche: Für "Klassik am Odeonsplatz" haben Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für 2026 Musik von George Gershwin ausgewählt, dem Swing-Großmeister unter den klassischen Komponisten: "Porgy and Bess", "An American in Paris" und das berühmte "Concerto in F" - an Ohrwürmern wird es nicht mangeln an diesem Abend. Klaviersolist Kirill Gerstein hat seinen musikalischen Werdegang als Jazzpianist begonnen - und das hört man, wenn es darum geht, Gershwins swingende Rhythmen subtil in den klassischen Orchesterkontext zu stellen. Eine Klassiknacht zum Schwelgen und Mitfiebern.

      • Die Kinder der Seidenstraße

        Spielfilm Australien/China/Deutschland (2008). Der britische Reporter George Hogg wird 1937 in den Fernen Osten entsandt, um über den Japanisch-Chinesischen Krieg zu berichten. Er fällt in die Hände der Besatzer und soll exekutiert werden. Der kommunistische Partisan Jack Chen rettet George im letzten Moment vor der Enthauptung. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Flucht. Dabei lernt George die amerikanische Sanitäterin Lee kennen. Sie überredet George, sich um verwahrloste Waisenkinder zu kümmern. Der britische Reporter George Hogg wird 1937 in den Fernen Osten entsandt, um über den Japanisch-Chinesischen Krieg zu berichten. Der junge Heißsporn, von den Einheimischen "Ho Ke" genannt, tritt zunächst als Draufgänger in Erscheinung. Als er zufällig Zeuge eines japanischen Massakers an chinesischen Zivilisten wird, wandelt sich der Abenteurer jedoch zu einem ernsten Mann. Die Bilder wehrloser Menschen, niedergeschossen vor seinen Augen, brennen sich ihm ein. Der Auftrag wird immer mehr zum traumatischen Erlebnis, denn Hogg fällt mitsamt Reportage-Fotos in die Hände der Besatzer und soll als vermeintlicher Spion exekutiert werden. Erst im letzten Moment rettet der kommunistische Partisan Jack Chen ihn vor der Enthauptung. Auf der Flucht treffen die beiden die amerikanische Sanitäterin Lee Pearson, die Hogg zu einem halb verfallenen Schulgebäude führt. Dort leben 60 verwahrloste Kriegswaisen, um die er sich kümmern soll. Widerwillig lässt sich der Fremdling auf diese Aufgabe ein, die ihn unerwartet zum Helden werden lässt: Um den sicheren Tod der Kinder zu verhindern, die von den nationalchinesischen Truppen Chiang Kai-sheks zwangsrekrutiert werden sollen, beschließt Hogg, die Waisen gemeinsam mit Chen und Lee in Sicherheit zu bringen. Vor der Kinderkarawane liegt ein über 1000 Kilometer langer Gewaltmarsch entlang der Seidenstraße. Regisseur Roger Spottiswoode ("Unter Feuer", "Air America" und "James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie") schuf ein politisch tiefgehendes Historiendrama, das durch grandiose Landschaftsaufnahmen der Wüste Gobi und anderer exotischer Orte Chinas zu einem bildgewaltigen Erlebnis wird. Aufwendig inszeniert, mit über 1000 Statisten, beruht das Epos auf einer wahren Begebenheit, welches in der Besetzung ebenso beeindruckt. Neben Jonathan Rhys Meyers ("Die Tudors", "Match Point") als George Hogg spielen die chinesischen Stars Yun-Fat Chow ("Tiger & Dragon", "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt") und Michelle Yeoh ("Tiger & Dragon").

      • lebensArt

        Magazin. Peter Schneeberger und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden. Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und Bildender Kunst. Das Kulturmagazin ist feuilletonistisch, hintergründig und reflexiv.

      • Tina: Live!

        Konzert Niederlande (2009). Am 21. März 2009 tritt die "Queen of Rock 'n' Roll" im Rahmen ihrer "50th Anniversary"-Tour im GelreDome in Arnheim vor 70. 000 Fans auf. Am 24. Mai 2023 stirbt der Star. Die Welt trauert. Ende der 1970er-Jahre sehen Plattenfirmen Tina Turner als "kaum vermarktbaren Altstar". Mit "Let's Stay Together" kommt 1983 der Erfolg zurück, und erst im Mai 2009 beendet sie ihre Karriere. "Tina: Live! " hat alles: Hits, Choreografie, Pyro und 100 Prozent Stimmung!

      • The Rolling Stones: GRRR Live!

        Konzert USA (2012). Am 15. Dezember 2012 spielen die Stones im Rahmen ihrer "50-&-Counting"-Tour in Newark. Für die TV-Liveübertragung haben die Stones eine Hit-Setlist und einige Gäste mitgebracht. Lady Gaga, Bruce Springsteen, John Mayer und andere passen perfekt in die goldene Jubiläumsshow, die neu abgemischt erst im Frühjahr 2023 erscheint. "Eine Setlist, die einige Überraschungen bereithält. Die Stones sind in Bestform", so der "All Music Guide".

      • Eric Clapton: Across 24 Nights.

        Konzert Grossbritannien (1991). 1990 und 1991 spielt Eric Clapton ganze 42 Mal in der Royal Albert Hall. In seinem "Wohnzimmer" tritt er mit wechselnden Besetzungen auf. 1964 spielt er dort erstmals mit den Yardbirds. Unter dem Titel "Across 24 Nights" erscheint 2023 ein in Bild und Ton remasterter Zusammenschnitt des Konzertmarathons, für viele Fans der "Heilige Gral". Begleitet wird Clapton unter anderen von Phil Collins am Schlagzeug und Stones-Keyboarder Chuck Leavell.

      • Emilia-Romagna - Italiens Genussregion

        Spielfilm. Mitten in Italiens Norden liegt die Emilia-Romagna - eine Region, reich an Geschichte und Kultur. Sie bietet kulinarische Köstlichkeiten, Traditionen und eine vielfältige Landschaft. Die Architektur und Baukunst der Region reicht von antiken Baudenkmälern über frühchristliche Kirchen, mittelalterliche Kreuzritterburgen bis hin zu Opernhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Aber auch Weinkenner und Ferrari-Fans kommen auf ihre Kosten. Im Übergang von der Po-Ebene zum Apennin reihen sich die Städte der Emilia-Romagna wie an einer Perlenschnur auf: Piacenza, Parma, Modena, Bologna, Ravenna und Rimini locken Besucher mit zahlreichen Museen, lokalen Spezialitäten, UNESCO-Weltkulturerbestätten und Naturparks. Mit Burgen und alten Dörfern, die malerische Marktplätze haben und idyllisch zwischen Olivenhainen, Weinbergen und Lorbeerbäumen liegen. Und mit ausgedehnten Sandstränden, die sich von Cervia bis Rimini an der adriatischen Riviera finden.

      • kinokino

        Das Filmmagazin. Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.

      • Alpenpanorama

        "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

      • ZIB

        Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

      • Wie sieht die Zukunft des Sterbens aus?

        Ihre Arbeit veränderte den Umgang mit dem Tod grundlegend: Die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Diese Tage hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert. Und heute, in einer zunehmend alternden Gesellschaft, stellt sich dringlicher denn je die Frage: Wie werden wir in Zukunft sterben? Olivia Röllin fragt nach bei Gian Domenico Borasio, eine der prägenden Stimmen in der Debatte um ein würdiges Lebensende. Mit "Interviews mit Sterbenden" leistete die schweizerisch-US-amerikanische Psychiaterin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross 1969 Epochemachendes: Sie brach das Schweigen über den Tod und verschob ihn aus der Tabuzone in den gesellschaftlichen Diskurs. Ihre kulturelle Leistung liegt darin, das Sterben als Teil des Lebens sichtbar gemacht zu haben – eine Voraussetzung für die moderne Palliativmedizin. Gleichzeitig stellt die demografische Entwicklung diese Errungenschaften infrage. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter – häufig verbunden mit langen Phasen von Krankheit und Demenz. Der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio spricht von einem "Tsunami von hochaltrigen Sterbenden", der auf uns zukomme und grundlegende Fragen nach Würde, Autonomie und Fürsorge neu aufwirft. Ein auf Effizienz getrimmtes Gesundheitssystem gelangt damit an seine Grenzen. Braucht es neue Formen der Solidarität, "Caring Communities", und eine stärkere Vergesellschaftung von Sorgearbeit? Welche Rolle kann "Palliative Care" als Modell für ein menschlicheres System spielen – und was heißt das für uns alle?

      • Die Schweiz leidet an sich und der Welt

        Die geopolitische Situation ist in den letzten Jahren deutlich unsicherer geworden. Auch für die Schweiz stellt das zunehmend eine Herausforderung dar. Mit welchen Rezepten soll der reiche, mitten in Europa gelegene Kleinstaat den Gefahren einer unruhigen Welt begegnen? Nach dem Abstimmungsentscheid zur Initiative "Keine Zehn-Millionen-Schweiz" gibt es bei der Gegnerschaft ein Aufatmen: Das Stimmvolk hat sich gegen eine Deckelung der Bevölkerung entschieden. Dennoch herrscht ein großes Unbehagen über die Zuwanderung und das Verhältnis zur EU. Es findet weit über die Wählerschaft der SVP hinaus Anklang. Hinzu kommt, dass mit den Abstimmungen über die Bilateralen III sowie die Neutralitätsinitiative bald weitere Urnengänge anstehen, die das Verhältnis der Schweiz zu Europa und der Welt neu verhandeln. Klar ist auch, dass die seit dem Ende des Kalten Krieges relativ ruhige Weltlage einer neuen Unordnung und Unübersichtlichkeit weicht. Die unipolare Ära mit der klaren globalen Führung der Vereinigten Staaten scheint bereits Geschichte zu sein. Russland führt Krieg in der Ukraine, China baut gegenüber Taiwan eine Drohkulisse auf und die USA errichten Handelsschranken. Für einen reichen, friedlichen Kleinstaat im Herzen Europas brechen damit schwierigere Zeiten an. Die neue amerikanische Zollpolitik stellt das Erfolgsrezept einer uneingeschränkten Exportwirtschaft infrage. Ähnliches gilt für das Prinzip der Multilateralität und die Gültigkeit des internationalen Rechts – auf das sich kleinere Länder in einer Welt zunehmender Unordnung immer weniger verlassen können. Kehrt der globale Dschungel zurück, in dem nur noch das Recht des Stärkeren gilt? Warum beschäftigt sich die Schweiz gerade jetzt so stark mit sich selbst? Und erkennt sie überhaupt die Zeichen der Zeit? Thomas Aeschi ist Zuger Nationalrat und Fraktionspräsident der SVP in Bern. Der NZZ-Chefredaktor Eric Gujer spricht mit ihm über das Verhältnis der Schweiz zur Welt.

      • Helge Schneider - The Klimperclown

        Dokufilm Deutschland (2025). Einer der vielseitigsten Künstler dieses Landes blickt auf sein Leben zurück: Helge Schneider. Mit seinem Dokumentarfilm gewährt er einen Blick hinter die Kulissen. Gängige Formate haben ihn nie richtig eingefangen. Er verzichtet bewusst auf klassische Doku-Elemente wie "Talking Heads" und Interviews. Musik durchzieht seinen Film als verbindendes Element und zeigt Helge Schneider als kreativen Freigeist. Mit seinem Gitarristen und langjährigen Partner Sandro Giampietro verbindet er Originalaufnahmen in Super 8 und VHS mit Spielszenen, Musikclips und Livemitschnitten zu einem facettenreichen Bild. Statt einer chronologischen Biografie entsteht so ein bunter, skurriler und ehrlicher Einblick in sein künstlerisches Universum. Ein Film über einen unkonventionellen Künstler - persönlich, schräg und "ganz Helge".

      • Outdoor-Kunst auf Island

        Kieler Bildhauer bearbeitet Vulkangestein. Staub, Stemmeisen und 25 Tonnen Gestein: Am Fuß des Gletschers Snćfellsjökull auf Island entsteht in einem einsamen Outdooratelier ein neues Kunstwerk von Jo Kley. Der Kieler Bildhauer arbeitet im Auftrag der isländischen Gemeinde Hellissandur an einer neuen Skulptur aus vier schweren Basaltklötzen. Diese wurden aus einem isländischen Steinbruch in der Nähe mit Dynamit gesprengt. Von der Hauptstadt Reykjavik sind es 200 Kilometer zur Halbinsel Snćfellsnes, wo Jo Kley gerade lebt. Dort begegnet er dem isländischen Künstler Bjarni Sigurbjörnsson, der mit seiner Frau Ragna in einem beeindruckenden Haus wohnt und arbeitet, und vielen anderen interessanten Menschen, die dorthin gezogen sind. Hellissandur zieht einige Lebenskünstler an und erfindet sich gerade neu. Jo Kley ist schon mal von einer dicken Staubschicht bedeckt, er klettert auf den großen Kolossen aus Stein trittsicher und leichtfüßig herum, klopft, sägt und schleift das harte Gestein. Vier Monate wird er damit beschäftigt sein. Seine Skulpturen sind mittlerweile auf der ganzen Welt zu sehen: in Dubai, Japan, Brasilien und jetzt schon zum zweiten Mal auf Island. Kley ist ein begeisternder Künstler auf Reisen.

      • ZIB

        Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

      • Erlebnisreisen: Kalabrien

        Der abgeschiedene Süden Italiens. Ein Roadtrip durch Süditalien - eine Woche Kalabrien. Es geht von der ruhigen Ostküste durch die Berge zur belebten Westküste zu den Touristen-Hotspots Tropea, Pizzo und Scilla. Im Frühsommer 2025 sind Tanja und Andi ausgewandert. Aus Süddeutschland in ein kleines kalabrisches Bergdorf. Sie stellen die Lieblingsplätze in ihrer neuen Heimat vor: kleine Dörfer, prächtige Kirchen, traumhafte Strände. In Kalabrien wollen sie neu starten. Sie möchten weniger Stress und erfüllende Arbeit auf dem Land: Olivenernte, Weinlese - regelmäßig helfen sie Andis Tante auf dem kleinen Hof. Tante Margit ist vor fast 50 Jahren ausgewandert und hat in Kalabrien ihr Glück gefunden.

      • Ungezähmtes Albanien

        Spielfilm. Im Südosten Europas liegt ein Land, das bis heute kaum vom Tourismus berührt und von weißen Bergspitzen und kristallblauen Wassern geprägt ist: Albanien. Im weit verzweigten Bunkersystem, einem "Erbe" aus der kommunistischen Zeit, haben mittlerweile seltene Fledermausarten ihren Lebensraum gefunden. Andernorts fließen die letzten gänzlich unregulierten Flüsse Europas. Sie sind eine Spielwiese für alle Kreaturen, die das Leben am Wasser lieben: Pelikane, Echsen, Schlangen, Schmetterlinge und manchmal auch Bären sowie die letzten Balkanluchse tummeln sich dort. Diese Flüsse nähren Seen, darunter der weltbekannte Ohridsee, seit 1979 UNESCO-Welterbe. Er ist ein wahrer Methusalem: Für viele Millionen Jahre isoliert, hat er eine Reihe endemischer Lebensformen entwickelt, darunter zwei Forellen-Arten, die sonst nirgendwo auf der Welt überleben könnten.

      • Die Albanischen Alpen

        In den verwunschenen Bergen. Die Albanischen Alpen liegen mitten in Europa und blieben für lange Zeit schwer zugänglich und fremd. Langsam öffnet sich die Gebirgsregion im äußersten Norden des Landes für Besucher. Die Einheimischen Albaniens begegnen ihnen ausgesprochen freundlich: Das eigene Haus gehört zuallererst Gott und danach dem Gast. So atemberaubend schön die Natur dort ist, so hart ist auch der Alltag seiner Bewohner. Dieser Teil der Alpen im unbekannten Norden Albaniens ist selbst den meisten Albanern im Flachland so fremd, dass manche sie "Bjeshkët e Nemuna" nennen, die "Verwunschenen Berge". In der rauen Schönheit dieser Berge trifft das Filmteam Menschen, deren Leben noch immer von jahrhundertealten Traditionen geprägt ist.

      • Im Reich der Wolga (1/3)

        Spielfilm. Woher nimmt die Wolga ihre Kraft? Die Quelle allein reicht nicht aus, um ihre Größe zu erklären. Die Wasserwelten von Waldai nordwestlich von Moskau speisen den Fluss bereits kräftig. Zusätzlich lassen die Schneemassen des Uralgebirges und die Tiefenwasser der nordischen Urwälder ihn zu einem mächtigen Strom anschwellen. Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation führt vom Quellplateau bis zu den großen Nebenflüssen des Ural. Obwohl am Rand des dicht besiedelten Europas gelegen, bietet das Flussreich der Wolga auch heute noch überraschend viel Raum für ungezähmte Natur. Im Einzugsgebiet liegen Dutzende Naturschutzgebiete und Reservate. Nirgendwo sonst in Europa gibt es noch so großflächig intakte Flusslandschaften und Feuchtgebiete. Auwälder, Moore, Wiesen und Überschwemmungsflächen begleiten die Niederungen von Oka, Sura, Kama, Wetluga und Samara. Es sind nur Nebenflüsse des riesigen Hauptstroms, doch meist größer als Rhein, Main und Elbe. Infolge des Zweiten Weltkriegs sind die zentralrussischen Wälder stark geschrumpft. Auch die Besiedlung, Staudämme und die Landwirtschaft fordern ihren Tribut. Doch im riesigen Einzugsgebiet der Wolga ist noch immer Platz für wilde Tiere. Wisente, Elche und Wildschweine leben im waldreichen Norden des Wolga-Stromtals neben Biber, Nerz und Fischotter. Die Flusslandschaften sind Lebensräume für Arten, die in Westeuropa kaum mehr vorkommen. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Im Reich der Wolga (2/3)

        Spielfilm. Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit mehr als 3500 Kilometern Länge ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen. Der zweite Teil der dreiteiligen Naturdokumentation führt von der Waldgrenze Mittelrusslands durch die südrussischen Steppen bis an die Kaspischen Halbwüsten. Als großes blaues Band dominiert die gewaltige Wolga die trockene russische Tiefebene. Entlang der kasachischen Grenze streift sie den Rand des asiatischen Kontinents. Majestätisch durchmisst der Fluss die Federgrassteppen und das Gebiet, wo ehemals die Wolgadeutschen siedelten. Zuflüsse hat die Wolga dort kaum noch. Sie hat ihr Wasser im waldreichen Norden gesammelt und fließt nun breit und träge ins Innere des Kontinents. Kleinere Flüsse zweigen von ihr ab, um ein paar Hundert Kilometer weiter wieder in den Hauptstrom zu münden. Die Wolga ist zur "Mutter der Flüsse" geworden, Quelle und Mündung zugleich. In ihrem bis zu 20 Kilometer breiten Stromtal dringen Flusswälder in den trockenen Süden vor. Mit ihnen die merkwürdigen, weltweit nur im Wolgabecken vorkommenden Russischen Desmane. In strömungsschwachen Altarmen machen die seltsamen Wassermaulwürfe Jagd auf Insekten und Fische. Entlang des Mittellaufs der Wolga besiedeln Steppenmurmeltiere die trockenen Hänge, und Großtrappen balzen auf den Äckern. Steppenfüchse, Jungfernkraniche und Saiga-Antilopen sind Boten der zentralasiatischen Steppen, die sich von der Wolga weit bis in die Ostmongolei erstrecken. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Im Reich der Wolga (3/3)

        Spielfilm. Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit mehr als 3500 Kilometern Länge ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen. Der dritte Teil der großen Naturdokumentation beginnt in den Salzpfannen und Halbwüsten Kalmückiens. In dem vor Tausenden Jahren trockengefallenen Flussbett der Urwolga sind Meeressedimente und Sand Spielball von Wind und Sonne. So entstanden Landschaften voller Magie und die einzigen Sandwüsten Europas, in denen merkwürdige Echsen auf die Jagd gehen. Die Steppen am südlichen Wolgaufer sind dünn besiedelt, aber reich an Wildtieren. In verlassenen Farmen übernimmt die Natur zeitweilig die Regie: Rosenstare, Adlerbussarde, Ziesel und Wiedehopfe finden dort Schutz und Brutplätze. Auf ihren letzten Kilometern fächert sich die Wolga in zahllose Einzelarme auf und erschafft eine spektakuläre Landschaft: Das legendäre Wolgadelta ist das größte Binnendelta der Erde und ein Ort stetigen Wandels. Millionen Tonnen Schlamm und Sedimente schiebt der Strom jährlich ins Kaspische Meer. Hunderte Vogelarten leben dort, darunter Seeadler, Pelikane und die wohl größten bekannten Ansammlungen von Höcker- und Singschwänen. Selbst Wildschweine sind in der bodenlosen Schilfwildnis zu Hause. Sie haben sich an ihren aquatischen Lebensraum angepasst und finden im größten zusammenhängenden Schilfgebiet der Erde, was sie brauchen. Alle Jahre wieder fallen gigantische Schwärme von Wanderheuschrecken in die Wasserwildnis ein. Milliarden Insekten in oft kilometerlangen Wolken - ein Festmahl für Fische und Schildkröten. Doch damit nicht genug: Am Ende ihrer epischen Reise mündet die Wolga nicht etwa in einem der Ozeane. Als großes Finale erschafft sie einen See, der so groß ist wie Deutschland: das Kaspische Meer. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Nur ein Tag

        Spielfilm Deutschland (2017). Wären Wildschwein und Fuchs doch bloß schnell abgehauen, statt der Eintagsfliege beim Schlüpfen zuzusehen. Jetzt müssen sie feststellen, dass die junge Fliege geradezu bezaubernd ist. Wer bringt ihr nun bei, dass sie nur diesen einen Tag zu leben hat? Kurzerhand behaupten die beiden, der Fuchs sei der Todgeweihte. Die frisch Geschlüpfte beschließt voller Mitgefühl für ihren neuen Freund, dass jetzt eben das ganze Leben in einen Tag muss. Ein ganzes Leben inklusive dem ganz großen Glück! Der Spielfilm "Nur ein Tag" ist eine witzige und tiefgründige Fabel über den Sinn des Lebens und das kostbare Geschenk der Freundschaft. Der preisgekrönte Kinderbuchautor Martin Baltscheit hat sein erfolgreiches Theaterstück und Hörspiel selbst verfilmt und lässt die Tiere von Schauspielern darstellen. Keine Tricks, keine Masken – reine Poesie. Mit Karoline Schuch, Lars Rudolph, Aljoscha Stadelmann und Anke Engelke. Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Filmkritik als "Bester Kinderfilm" 2017.

      • SCHWEIZWEIT: Atemlos

        Spielfilm. Corina Schmed hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: den Schweizer Frauenrekord im Streckentauchen zu brechen. Das bedeutet, mit nur einem Atemzug 159 Meter unter Wasser zu schwimmen, und das nach erst wenigen Monaten Training. Was im Crestasee mit ersten Übungen begann, wird zum intensiven Sechsmonats-Projekt mit Pooltauchen, Kraft- und Ausdauerarbeit sowie mentalem Training. Der Weg ist hart: Ein Blackout, eine Disqualifikation an den Schweizer Meisterschaften und ein verpasster Rekord fordern Corina Schmed körperlich wie mental bis ans Äu­ßers­te. Doch sie lernt, dass Freitauchen auch eine innere Reise ist, eine Auseinandersetzung mit Zweifeln, Ängsten und den eigenen Grenzen.

      • heute

        Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

      • 3sat-Wetter

        3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

      • Marokkos Cannabis-Hoffnung: Kann die Legalisierung des Schwarzmarktes gelingen?

        Spielfilm. Marokko, der weltweit größte Cannabis-Produzent, wagt den Schritt aus dem Schatten: Seit 2021 ist der Anbau für medizinische und industrielle Zwecke legal. Doch der Weg vom illegalen Cannabis-Bauern zum zertifizierten Pharmalieferanten ist steinig. Marokko vollzieht eine historische Wende: Wo jahrzehntelang das Gesetz des Schwarzmarkts herrschte, sollen nun staatliche Lizenzen und moderne Verarbeitungsanlagen für Wohlstand sorgen. Für Bauern wie Mohammed, der jahrelang auf der Flucht vor der Justiz war, bedeutet die Legalisierung ein neues Leben: "Ich bin jetzt ein legaler Bauer", sagt er stolz nach seiner Begnadigung. Doch die Realität im Rif-Gebirge ist komplex. Um auf dem lukrativen europäischen Markt für Medizinalcannabis bestehen zu können, müssen strengste Standards eingehalten werden. Die Apothekerin Melanie Dolfen aus Berlin betont: "Schimmel oder Verunreinigungen wären für Patienten fatal. " Genau hier liegt das Problem: Traditioneller Freilandbau und wilde Bestäubung machen es zurzeit noch fast unmöglich, die erforderliche Reinheit zu erreichen. Während Unternehmer wie Aziz Makhlouf Millionen in Edelstahlanlagen investieren, warnen Aktivisten vor einem Scheitern des Projekts. Für viele Kleinbauern sind die Hürden zu hoch, die Preise auf dem legalen Markt zu niedrig. So bleibt der Schwarzmarkt bis jetzt die dominante Kraft. Marokko steht mit seinem Traum vom legalen Exportwunder an einem entscheidenden Wendepunkt.

      • Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

        Spielfilm. Ein Tal, von dem man selten gehört hat, das Derwent Valley in Mittelengland zwischen Derby und Matlock, ist der Ort "where it all began": Gemeint ist die globale Ökonomie. Die alten Fabriken des Tals stehen am Anfang der Industriellen Revolution. Sie sind im Dienst verschiedener Unternehmen durch die Jahrhunderte gegangen, Profit war ihr einziger Daseinszweck, dementsprechend sind sie verschlissen. Das Wort "Fabrik" gab es damals noch nicht. Die ersten Fabriken hießen "mills" - Mühlen -, da sie von Mühlrädern angetrieben wurden. "Satanic mills", "Teufelswerk", nannte sie der englische Dichter, Naturmystiker und Maler William Blake (1757-1827) in einem Gedicht. Die Fabriken wurden von vielen bekämpft, die ihr herkömmliches Leben in Gefahr sahen, aber die Fabriken setzten sich doch durch. Heute sieht man die letzten der alten Fabriken mit Wehmut. Ihr Triumph war unausweichlich, ihr Untergang, das "Ende der industriellen Arbeit", ist es möglicherweise auch.

      • Tagesschau

        ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.

      • Ladies Night

        Kabarettistischer Abend mit reiner Frauenbesetzung. aus dem Gloria Theater in Köln. Einen kabarettistischen Abend mit reiner Frauenbesetzung verspricht die "Ladies Night". Wechselnde Gastgeberinnen laden Kabarettistinnen und Comediennes mit ihren ganz eigenen Themen ein. In welcher geheimnisvollen Welt leben eigentlich Frauen? Antworten und noch mehr Fragen zu diesem Thema gibt es in der "Ladies Night".

      • Johann König findet: Mobilität ist was Wunderbares

        In seiner neuen, im Bonner Pantheon aufgezeichneten TV-Show "Johann König findet ... " widmet sich der Gastgeber Woche für Woche einem großen Thema, unterstützt von großartigen Comedians. In dieser Folge sind zu Gast: Torsten Sträter, Yorick Thiede, Stefan Waghubinger, Teresa Reichl und Zärtlichkeiten mit Freunden. Mit seiner gewohnt eigensinnigen Perspektive, mit trockenem Humor und liebevoll bissiger Lebensabsurdität beleuchtet Johann König das Alltägliche auf ganz und gar unalltägliche Art und Weise. Seine Gäste bringen ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und Pointen mit und eröffnen neue, manchmal überraschende Blickwinkel auf das tönende Thema des Abends. So entsteht ein rundes, manchmal herrlich schiefes, in jedem Fall aber sehr lustiges Gesamtbild - ein Abend zwischen Denkanstoß und Comedy-Workout der üblichen Lachmuskelverdächtigen, zwischen absurdem Theater und wahrem Leben. Absolut pointenpervers und königlich bekloppt - oder, wie Johann es ausdrückt: "Das muss man sich nur immer wieder sagen! "

      • Wir bleiben Freunde

        Fernsehfilm Deutschland (2021). Doro kann mal wieder nicht Nein sagen, und so nimmt sie ihren Ex-Mann Volker als Pflegefall auf Zeit bei sich zu Hause auf. Dabei ist sie gerade frisch verliebt in Moritz. Kann das gut gehen? Volker hat Arm und Bein in Gips, liegt fortan auf dem Sofa im ehemals gemeinsamen Haus und fühlt sich überaus wohl. Doro aber ist hin- und hergerissen zwischen liebevoller Fürsorge für Volker und ihrem neuen Freund Moritz. Der findet den Ex immer unerträglicher. Dabei sollen es nur fünf Tage sein, die der ziemlich bewegungsunfähige Volker bei Doro verbringt. Danach geht sie mit Moritz auf Reisen. Das war der Deal mit ihrer Tochter Katinka, sonst hätte sie ihn gar nicht aufgenommen. Volkers Wohnung hat keinen Fahrstuhl, Regina, seine Freundin und damaliger Trennungsgrund, ist im Urlaub, also blieb nur Doro. Irgendwie sind sie ja immer noch Familie. Doch wie geht man um mit den verletzten Gefühlen, der alten Vertrautheit, den eingefahrenen Verhaltensweisen, die im Miteinander wieder hochkommen? Volker jedenfalls fühlt sich schnell wieder heimisch und genießt sichtlich Doros Pflege. Das entgeht auch Moritz nicht. Er will Doro nicht unter Druck setzen, zu frisch ist noch ihre Beziehung, aber er spürt deutlich, dass Volker Doro zurückerobern will. Doros erwachsene Kinder Katinka und Paul sehen das erneute Zusammenleben der Eltern mit ganz unterschiedlichen Augen: Tochter Katinka wünscht sich nichts mehr, als dass die beiden wieder ein Paar werden. Ihr Bruder Paul dagegen war heilfroh, dass sich seine Mutter endlich von seinem Vater emanzipiert hatte. Und Doro ist zwischen den Stühlen und versucht, es allen recht zu machen – bis es ihr irgendwann reicht.

      • Mord in der Lagune

        Spielfilm Spanien (2011). Ein renommierter Biologe kehrt als Naturschutzbeauftragter in sein spanisches Heimatdorf zurück. Doch die lokalen Reisbauern sehen durch ihn ihre Existenz bedroht. Der Streit eskaliert. Der Hass der Einheimischen wird auch zu einer Zerreißprobe für die Ehe und das Familienleben von Ricardo und seiner Frau Claudia. Die beiden hatten sich mit ihrem Umzug nach einem schweren Schicksalsschlag einen Neuanfang erhofft. In seiner von Dürre gebeutelten Heimatgemeinde San Pedro tritt der international verdiente Biologe Ricardo Gracia nach über 30 Jahren Abwesenheit die vakante Stelle eines Naturschutzbeauftragten für die lokale Laguna Blanca an. Schnell zeigt sich, dass die Einheimischen, die für ihren Reisanbau auf das Wasser der Lagune angewiesen sind, Ricardo, seiner Frau Claudia und ihrer kleinen Tochter Julia alles andere als wohlgesonnen sind. Nachdem bereits eine Begrüßung Ricardos durch die einflussreiche Großgrundbesitzerin Francisca Romero unterkühlt ausgefallen ist, wird er bei einer Bootsausfahrt mit Julia von dem hitzköpfigen Bernardo und dessen Jagdpartner mit einem Gewehr bedroht, als er sie bei der illegalen Entenjagd ertappt. Zum Leidwesen des zivilen Wächters Eusebio, der der Familie Gracia als Einziger freundlich begegnet, sucht Ricardo von da an nur noch die Konfrontation mit der Lokalbevölkerung und erschwert so Eusebios Versuch, eine Vermittlerrolle bei den angestrebten Umweltschutzvorhaben einzunehmen. Wobei der gutmütige Witwer auch mehrfach in Konflikt mit seinem alkoholsüchtigen Bruder Tomás gerät. Ricardo errichtet entschlossen erste Sperrzonen, woraufhin im Haus seiner Familie ein Fenster eingeworfen wird. Eine auf Druck von Claudia aufgegebene Strafanzeige bleibt folgenlos, jedoch erfährt Ricardo unter vier Augen von dem regionalen Polizeichef, dass sein Vorgänger auf dem Naturschutzposten einst tot aus der Lagune geborgen wurde. Ricardo verschweigt Claudia die potenzielle Ermordung seines Vorgängers genauso, wie er ihr zuvor die Drohgebärde der Entenjäger bei seiner Bootsfahrt mit Julia verheimlicht hat. Die Beziehung von Ricardo und Claudia ist bereits belastet durch den unverarbeiteten Tod ihres achtjährigen Sohnes Diego, der weniger als ein Jahr zuvor in einem Schwimmbecken ertrank. Infolge dieses traumatischen Erlebnisses ist Claudia auf Antidepressiva angewiesen und hat zudem Probleme mit ihrer fortbestehenden Mutterrolle, die sich unter anderem in einer Eifersucht und Paranoia gegenüber dem von Eusebio vermittelten Kindermädchen Rosana niederschlagen. Im Konflikt mit den Einheimischen greift Ricardo bald schon zum Äußersten und stellt die Wasserversorgung der Felder ab. Ein gewaltbereiter Mob um Bernardo und Tomás reagiert mit einem Einbruchsversuch, bei dem sie Ricardo krankenhausreif schlagen und einzig ein Eingreifen von Eusebio die Familie des Biologen vor Schlimmerem bewahrt. Als Eusebio Claudia zu einer Abreise rät und sie erstmals von den von Ricardo verschwiegenen Vorfällen erfährt, versteckt und entführt sie aus Verzweiflung Julia und tritt dadurch eine verhängnisvolle Spirale los: Denn sowohl Ricardo, der die Einheimischen für das Verschwinden seiner Tochter verantwortlich macht, als auch der endgültig radikalisierte Bernardo greifen in einem dramatischen Finale zu den Waffen. Der spanische Ökothriller "Mord in der Lagune" erzählt mit großer emotionaler Spannung von einem alltagsrealistischen Aufeinanderprallen von Umweltschutz und dadurch angezählten Lebenstraditionen/-existenzen. Eine wesentliche Stärke des Films zeigt sich darin, dass er seinen Kernkonflikt ohne Scheu vor unbequemen Fragen und Wahrheiten aufzeichnet, was sich zugleich in der Ambivalenz seiner Figuren inklusive des Hauptprotagonisten niederschlägt. Der Cast von "Mord in der Lagune" bringt namhafte, spanische Darstellerinnen und Darsteller zusammen, wie Raúl Arévalo ("Leid und Herrlichkeit", "La isla mínima – Mörderland"), Paz Vega ("Lucía und der Sex", "Kaleidoskop") und Joaquín Climent ("El Bar – Frühstück mit Leiche"). Trotz eines herausfordernden Drehs, der durch die Coronapandemie und unstete Wetterverhältnisse erschwert wurde, ist es dem spanischen Regisseur und Drehbuchautor Ińaki Sánchez Arrieta in seinem sehr präzise und konzentriert inszenierten, zweiten Spielfilm gelungen, schöne und auch erhabene Bilder der handlungszentralen Lagune einzufangen. Als atmosphärisches Vorbild für seinen Film diente Ińaki Sánchez Arrieta dabei neben großen Hollywood-Referenzen wie "Mystic River" (2003) und "Beim Sterben ist jeder der Erste" (1972) unter anderem auch der ebenfalls spanische Überraschungshit "La isla mínima – Mörderland" (2014), der 2019 mit der ZDF-Koproduktion "Freies Land" ein Remake erfuhr.

      • Outdoor-Kunst auf Island

        Kieler Bildhauer bearbeitet Vulkangestein. Staub, Stemmeisen und 25 Tonnen Gestein: Am Fuß des Gletschers Snćfellsjökull auf Island entsteht in einem einsamen Outdooratelier ein neues Kunstwerk von Jo Kley. Der Kieler Bildhauer arbeitet im Auftrag der isländischen Gemeinde Hellissandur an einer neuen Skulptur aus vier schweren Basaltklötzen. Diese wurden aus einem isländischen Steinbruch in der Nähe mit Dynamit gesprengt. Von der Hauptstadt Reykjavik sind es 200 Kilometer zur Halbinsel Snćfellsnes, wo Jo Kley gerade lebt. Dort begegnet er dem isländischen Künstler Bjarni Sigurbjörnsson, der mit seiner Frau Ragna in einem beeindruckenden Haus wohnt und arbeitet, und vielen anderen interessanten Menschen, die dorthin gezogen sind. Hellissandur zieht einige Lebenskünstler an und erfindet sich gerade neu. Jo Kley ist schon mal von einer dicken Staubschicht bedeckt, er klettert auf den großen Kolossen aus Stein trittsicher und leichtfüßig herum, klopft, sägt und schleift das harte Gestein. Vier Monate wird er damit beschäftigt sein. Seine Skulpturen sind mittlerweile auf der ganzen Welt zu sehen: in Dubai, Japan, Brasilien und jetzt schon zum zweiten Mal auf Island. Kley ist ein begeisternder Künstler auf Reisen.

      • Im Reich der Wolga (1/3)

        Spielfilm. Woher nimmt die Wolga ihre Kraft? Die Quelle allein reicht nicht aus, um ihre Größe zu erklären. Die Wasserwelten von Waldai nordwestlich von Moskau speisen den Fluss bereits kräftig. Zusätzlich lassen die Schneemassen des Uralgebirges und die Tiefenwasser der nordischen Urwälder ihn zu einem mächtigen Strom anschwellen. Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation führt vom Quellplateau bis zu den großen Nebenflüssen des Ural. Obwohl am Rand des dicht besiedelten Europas gelegen, bietet das Flussreich der Wolga auch heute noch überraschend viel Raum für ungezähmte Natur. Im Einzugsgebiet liegen Dutzende Naturschutzgebiete und Reservate. Nirgendwo sonst in Europa gibt es noch so großflächig intakte Flusslandschaften und Feuchtgebiete. Auwälder, Moore, Wiesen und Überschwemmungsflächen begleiten die Niederungen von Oka, Sura, Kama, Wetluga und Samara. Es sind nur Nebenflüsse des riesigen Hauptstroms, doch meist größer als Rhein, Main und Elbe. Infolge des Zweiten Weltkriegs sind die zentralrussischen Wälder stark geschrumpft. Auch die Besiedlung, Staudämme und die Landwirtschaft fordern ihren Tribut. Doch im riesigen Einzugsgebiet der Wolga ist noch immer Platz für wilde Tiere. Wisente, Elche und Wildschweine leben im waldreichen Norden des Wolga-Stromtals neben Biber, Nerz und Fischotter. Die Flusslandschaften sind Lebensräume für Arten, die in Westeuropa kaum mehr vorkommen. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Im Reich der Wolga (2/3)

        Spielfilm. Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit mehr als 3500 Kilometern Länge ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen. Der zweite Teil der dreiteiligen Naturdokumentation führt von der Waldgrenze Mittelrusslands durch die südrussischen Steppen bis an die Kaspischen Halbwüsten. Als großes blaues Band dominiert die gewaltige Wolga die trockene russische Tiefebene. Entlang der kasachischen Grenze streift sie den Rand des asiatischen Kontinents. Majestätisch durchmisst der Fluss die Federgrassteppen und das Gebiet, wo ehemals die Wolgadeutschen siedelten. Zuflüsse hat die Wolga dort kaum noch. Sie hat ihr Wasser im waldreichen Norden gesammelt und fließt nun breit und träge ins Innere des Kontinents. Kleinere Flüsse zweigen von ihr ab, um ein paar Hundert Kilometer weiter wieder in den Hauptstrom zu münden. Die Wolga ist zur "Mutter der Flüsse" geworden, Quelle und Mündung zugleich. In ihrem bis zu 20 Kilometer breiten Stromtal dringen Flusswälder in den trockenen Süden vor. Mit ihnen die merkwürdigen, weltweit nur im Wolgabecken vorkommenden Russischen Desmane. In strömungsschwachen Altarmen machen die seltsamen Wassermaulwürfe Jagd auf Insekten und Fische. Entlang des Mittellaufs der Wolga besiedeln Steppenmurmeltiere die trockenen Hänge, und Großtrappen balzen auf den Äckern. Steppenfüchse, Jungfernkraniche und Saiga-Antilopen sind Boten der zentralasiatischen Steppen, die sich von der Wolga weit bis in die Ostmongolei erstrecken. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Im Reich der Wolga (3/3)

        Spielfilm. Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit mehr als 3500 Kilometern Länge ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen. Der dritte Teil der großen Naturdokumentation beginnt in den Salzpfannen und Halbwüsten Kalmückiens. In dem vor Tausenden Jahren trockengefallenen Flussbett der Urwolga sind Meeressedimente und Sand Spielball von Wind und Sonne. So entstanden Landschaften voller Magie und die einzigen Sandwüsten Europas, in denen merkwürdige Echsen auf die Jagd gehen. Die Steppen am südlichen Wolgaufer sind dünn besiedelt, aber reich an Wildtieren. In verlassenen Farmen übernimmt die Natur zeitweilig die Regie: Rosenstare, Adlerbussarde, Ziesel und Wiedehopfe finden dort Schutz und Brutplätze. Auf ihren letzten Kilometern fächert sich die Wolga in zahllose Einzelarme auf und erschafft eine spektakuläre Landschaft: Das legendäre Wolgadelta ist das größte Binnendelta der Erde und ein Ort stetigen Wandels. Millionen Tonnen Schlamm und Sedimente schiebt der Strom jährlich ins Kaspische Meer. Hunderte Vogelarten leben dort, darunter Seeadler, Pelikane und die wohl größten bekannten Ansammlungen von Höcker- und Singschwänen. Selbst Wildschweine sind in der bodenlosen Schilfwildnis zu Hause. Sie haben sich an ihren aquatischen Lebensraum angepasst und finden im größten zusammenhängenden Schilfgebiet der Erde, was sie brauchen. Alle Jahre wieder fallen gigantische Schwärme von Wanderheuschrecken in die Wasserwildnis ein. Milliarden Insekten in oft kilometerlangen Wolken - ein Festmahl für Fische und Schildkröten. Doch damit nicht genug: Am Ende ihrer epischen Reise mündet die Wolga nicht etwa in einem der Ozeane. Als großes Finale erschafft sie einen See, der so groß ist wie Deutschland: das Kaspische Meer. Vielleicht noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert: Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten.

      • Die Albanischen Alpen

        In den verwunschenen Bergen. Die Albanischen Alpen liegen mitten in Europa und blieben für lange Zeit schwer zugänglich und fremd. Langsam öffnet sich die Gebirgsregion im äußersten Norden des Landes für Besucher. Die Einheimischen Albaniens begegnen ihnen ausgesprochen freundlich: Das eigene Haus gehört zuallererst Gott und danach dem Gast. So atemberaubend schön die Natur dort ist, so hart ist auch der Alltag seiner Bewohner. Dieser Teil der Alpen im unbekannten Norden Albaniens ist selbst den meisten Albanern im Flachland so fremd, dass manche sie "Bjeshkët e Nemuna" nennen, die "Verwunschenen Berge". In der rauen Schönheit dieser Berge trifft das Filmteam Menschen, deren Leben noch immer von jahrhundertealten Traditionen geprägt ist.