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Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Tagesschau
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
40 Jahre 3satFestival - Die Jubiläumssendung
Zum 40. Jubiläum des "3satFestival" begibt sich 3sat auf eine besondere Reise durch vier Jahrzehnte Kabarett- und Comedy-Geschichte. Die Jubiläumssendung zeigt legendäre Auftritte, frühe Karrieremomente großer Namen und überraschende Archivschätze, die unter anderem den Wandel von Humor und Gesellschaft sichtbar machen. Durch die Sendung führen Tobias Mann und Christoph Sieber. Mit persönlichen Erinnerungen, pointierten Kommentaren und einem humorvollen Blick auf den Zeitgeist von damals und heute schlagen sie die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. So entsteht ein ebenso unterhaltsamer wie aufschlussreicher Rückblick auf 40 Jahre Festivalgeschichte.
Rainald Grebe: Ich erinnere mich - glaube ich
Rainald Grebe erinnert sich ... zumindest versucht er es. Nach Schlaganfällen, Krankenhaus und Reha kehrt er zurück auf die 3sat-Bühne und begibt sich auf Spurensuche im eigenen Lebensweg. Gemeinsam mit Gitarrist Marcus Baumgart bringt er Lieder auf die Bühne, die bislang nur seine Logopädin kannte. Zwischen Erinnerungslücken, Selbstironie und Musik schafft der preisgekrönte Künstler einen Abend voller Melancholie und Witz.
Fritz Litzmann, mein Vater und ich
Dokufilm Deutschland (2025). Eine sehr persönliche Reise durch die deutsche Kabarettgeschichte: Aljoscha Pause porträtiert seinen Vater als Kleinkunst-Größe Fritz Litzmann, aber auch als Leerstelle im Familiengefüge. Der Dokumentarfilm zeichnet den Werdegang von Rainer Pause nach, der es als Kabarettist und Gründer der Pantheon-Bühne in Bonn zu Ruhm brachte und damaligen Newcomern wie Helge Schneider und Michael Mittermeier zum Erfolg verhalf. Als Zeitzeugen treten neben Aljoscha Pauses ehemaligem Klassenkameraden Bastian Pastewka auch Helge Schneider, Jürgen Becker, Georg Schramm, Norbert Alich, Carolin Kebekus und Nina Hoger auf. Auch weniger prominente, enge Schulfreunde zeichnen das eindrückliche Bild eines ungewöhnlichen Künstlerkosmos. Ohne Berührungsängste, aber auch ohne Bitterkeit, rekapituliert der Dokumentarfilmer Aljoscha Pause die Schwierigkeiten, die durch die Selbstverwirklichung des alleinerziehenden Vaters innerhalb der Achtundsechziger-Bewegung für ihn in seiner Entwicklung entstanden. Er erzählt vom Aufwachsen in einer Kommune voller Individualisten, von einer Kindheit ohne Struktur oder Aufsicht, von einer rebellischen Jugend und nicht zuletzt von seinem Weg in ein eigenständiges, glückserfülltes Leben. Aljoscha Pause wurde 1972 in Bonn geboren und ist dort auch aufgewachsen. Nach dem Studium der Romanistik arbeitete er als Sportreporter und -redakteur unter anderem für Premiere, Sat1 und DSF, wo er seine Leidenschaft zum Fußball pflegte – eine Sportart, die in seinem linksalternativen Elternhaus eher verpönt war. Seine ersten langen Dokumentarfilme wie "Tom meets Zizou - Kein Sommermärchen", "Trainer! " und "Being Mario Götze - Eine deutsche Fußballgeschichte", der vom Verband Deutscher Sportjournalisten als bester deutscher Sportfilm ausgezeichnet wurde, spielen ebenfalls auf diesem Feld. Es folgten die Künstlerporträts "Wie ein Fremder – Eine deutsche Popmusik-Geschichte" über den Musiker Roland Meyer de Voltaire und "Art is a State of Mind" über den ehemaligen Wirtschaftsanwalt Bernhard Zünkeler, der seine Karriere in der Businesswelt aufgab und einen radikalen Neuanfang in der Kunst wagte. Beide Produktionen wurden von 3sat als Free-TV-Premiere gezeigt. "Fritz Litzmann, mein Vater und ich" feierte 2025 seine Premiere auf dem DOK. fest München, wo er für den Produktionspreis nominiert war. Auch wurde er im selben Jahr für die Filmmusik von Roland Meyer de Voltaire mit dem Deutschen Filmmusikpreis ausgezeichnet.
37°: Klicks um jeden Preis
Spielfilm. Mutproben in den sozialen Netzwerken animieren zur Nachahmung. Was ist, wenn sie lebensgefährlich sind? Ivan macht mit, um Klicks zu generieren. Leonida kommt zu Tode, Sara will aufklären. Was oft harmlos beginnt, kann schnell kippen. Eine Studie der Medienanstalt NRW zeigt: Etwa ein Drittel der Social-Media-Challenges gilt als riskant, einige sind lebensgefährlich. Warum sind solche Trends für viele so faszinierend? Wie gefährlich können sie sein? Der 16-jährige Ivan verbringt viele Stunden in sozialen Medien, sammelt Likes und Follower und macht bei Challenges mit. Er hält die Luft an, bis er fast ohnmächtig wird oder filmt sich dabei, wie er extrem scharfe Chips isst. Was ihn antreibt, ist nicht nur der Nervenkitzel, sondern auch der Wunsch, gesehen zu werden. Ivan macht auch Musik, schreibt eigene Rap-Texte und hofft auf Reichweite. "Du darfst deinen Hype nicht verpennen", sagt er. Wie gefährlich solche Challenges sein können, zeigt das Schicksal von Leonida. Die 17-Jährige stirbt, nachdem sie bei der sogenannten Deo-Challenge mitgemacht hat. Ihr Vater Alexander wusste, dass sie soziale Medien nutzt, aber nicht, dass sie an solchen Trends teilnimmt. "Ohne Social Media wäre sie nie auf die Idee gekommen, so etwas zu machen", sagt er. Auch Sara kennt die Schattenseiten sozialer Medien. Schon mit elf Jahren gerät sie an Inhalte, die sie überfordern. Heute ist die 18-Jährige bewusster online unterwegs und engagiert sich zusätzlich als Medienscout. Sie klärt Schulklassen über Onlinerisiken auf. Denn auch dort sind Challenges längst angekommen: An ihrer Schule musste ein Schüler nach einer Mutprobe ins Krankenhaus. Ihr Lehrer berichtet, wie schwer es ist, Jugendliche vor gefährlichen Trends zu schützen. Die "37°"-Reportage begleitet junge Menschen und ihre Familien in einer Welt zwischen Anerkennung, Gruppendruck und Selbstinszenierung. Sie fragt, warum Challenges für viele so reizvoll sind, und was passiert, wenn ein Trend plötzlich gefährlich wird.
10 vor 10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
Caren Miosga
Talkshow. "Caren Miosga" diskutiert mit Entscheidern in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft das aktuell relevanteste Thema der Woche. Dabei sollen unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen auf ein Problem sowie die dahinterstehenden politischen Prozesse deutlich werden. Ziel ist es, Mehrwert und Erkenntnisgewinn zu generieren und Gesprächswert für die kommende Woche zu schaffen.
Donauinselfest 2023 - Bonnie Tyler
Konzert. Ein Abend voller großer Hits und starker Bühnenmomente: Bonnie Tyler begeistert beim Wiener "Donauinselfest 2023" Zehntausende Fans auf der Festbühne. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrer starken Präsenz prägte Bonnie Tyler den Abend. Klassiker wie "Total Eclipse of the Heart", "Lost in France", "It's a Heartache" und "Holding Out For A Hero" zählten zu den Höhepunkten des Auftritts. Ein Konzert voller bekannter Melodien und Erinnerungen, das die Bedeutung einer der markantesten Stimmen der internationalen Musikszene würdigt. Für viele war das Konzert einer der Höhepunkte des Festivals. Die Sendung zeigt den gefeierten Auftritt noch einmal und erinnert an die außergewöhnliche Karriere der internationalen Sängerin, die am 8. Juli 2026 verstorben ist.
Donauinselfest 2024 - Thorsteinn Einarsson
Konzert. Der Sänger und Songwriter Thorsteinn Einarsson live beim "Donauinselfest 2024": Der gebürtige Isländer blickt trotz seines jungen Alters bereits auf eine beeindruckende Karriere zurück. Drei Top-10-Alben in Österreich, ein Amadeus Austrian Music Award, über 20 Millionen Streams sowie zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gehen bereits auf das Konto des 1996 geborenen Künstlers. 2024 steht bei Thorsteinn Einarsson einiges auf dem Programm: Als Juror der ORF-Castingshow "Die große Chance" kehrt er an den Ort zurück, an dem seine Karriere vor zehn Jahren als Teilnehmer begann. Dazu kommen große Festivalauftritte, ein Web3-Projekt und neue Musik – ein würdiger Plan, um die erste Dekade seiner erfolgreichen Karriere zu feiern.
Donauinselfest 2025 - Rag'n Bone Man
Konzert. Einer der größten Weltstars gibt sich die Ehre auf der Hitradio Ö3-Festbühne auf dem "Donauinselfest 2025": Rag'n'Bone Man. Bekannt für seine Hits wie "Human" und "Skin", hat er sich in den letzten Jahren als einer der herausragendsten Künstler der internationalen Musikszene etabliert. Seine einzigartige Mischung aus Soul, Blues und Pop zieht ein breites Publikum in seinen Bann. Auf dem "Donauinselfest 2025" sorgt er mit seiner außergewöhnlichen Stimme und kraftvoller Musik garantiert für unvergessliche Momente.
Donauinselfest 2025 - Lemo
Konzert. Der in Graz aufgewachsene Musiker Lemo begeistert seine Fans beim "Donauinselfest 2025" mit der perfekten Mischung aus mitreißendem Sound und melancholischen Texten. Songs wie "Vielleicht der Sommer", "Himmel über Wien" und "Tu es" brachten den vielfach ausgezeichneten Sänger und Songwriter wochenlang in die Charts. Am "Donauinselfest 2025" präsentierte der Star der heimischen Popmusik seine größten Hits im Open-Air-Ambiente.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Alpenpanorama
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
ZIB
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
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Erlebnisreisen: Peru
Spielfilm. Peru ist viermal so groß wie Deutschland. Kaum ein anderes Land ist so vielfältig. Immo Mäueler hat den Andenstaat zwei Wochen lang bereist und faszinierende Aufnahmen mitgebracht. Peru, mit seiner Inka-Tradition, ist viermal so groß wie Deutschland, verfügt über faszinierende Städte, Wüstenoasen und einmalige Naturschauspiele. Höhepunkt des Filmes sind die Nasca-Linien, Machu Picchu und der Kondor, der meist über 3500 Meter Höhe lebt.
Der Mississippi - Die Seele Amerikas
Spielfilm. Mit einer Länge von fast 4000 Kilometern ist der Mississippi zwar nicht der längste Fluss Nordamerikas, aber der bedeutendste. An den Ufern des gewaltigen Stromes leben seit mehreren Tausend Jahren Menschen. Als die Europäer kamen, verdrängten sie die einheimischen Völker. Heute vereint der Fluss viele Kulturen und ist die Seele Amerikas.
Kanada - Die Rückkehr der Blackfoot
Spielfilm. In der Provinz Alberta in Kanada ist die Landschaft in vielen Regionen noch unberührt und von atemberaubender Schönheit. Dort ist die indigene Stammesgruppe Blackfoot zu Hause. Die Blackfoot waren Jäger, Sammler, begnadete Reiter und gefürchtete Krieger. Von den Weißen wurden sie als Wilde verachtet. Die kanadische Regierung verfolgte Ende des 19. Jahrhunderts eine Politik der kulturellen Auslöschung. Ihr Stammesgebiet erstreckte sich einst über 160. 000 Quadratkilometer, eine Fläche fast halb so groß wie Deutschland. Aufgrund eines umstrittenen Vertrages mit den Weißen behielten sie aber nur noch das Wohnrecht in drei kleinen Reservaten. Heutzutage sind die Blackfoot mit ihrer Kultur wieder in der Öffentlichkeit präsent. Sie leben ihre Rituale, feiern ihre Traditionen. Dazu gehören Staffelrennen mit Pferden, das sogenannte Indian Relay Racing. Natürlich geht es bei diesen Veranstaltungen auch ums Geld. Aber die Blackfoot-Gemeinschaft hat einen anderen, schonenderen Umgang mit Pferden. Die Indigenen feiern ihre Powwows, das sind Zusammenkünfte der verschiedenen Stämme. Und sie zelebrieren den Sonnentanz. Vier Tage lang. Bisons sind wichtig für die Blackfoot-Kultur. Sie waren fast ausgestorben. Nun hat sich ihr Bestand wieder erholt. Kyle, ein junger Mann von Anfang 30, hat so wieder zurück ins Leben gefunden. Seitdem er seine Kultur wieder pflegen darf, sich zu seiner Herkunft bekennen kann, führt er ein normales Leben, vor allem ohne Alkohol. Die Blackfoot leben einen respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt, vor allem mit Tieren. Für sie haben weiße Bisons, die extrem selten sind, heilende Kräfte. Die Blackfoot sagen, viele Menschen glauben, es würde sie nur im Märchen geben. Aber sie sind einfach immer noch da.
Am Pass - Geschichten aus der Spitzenküche
Spielfilm. Diesmal geht es zu Markus Kebschull ins Restaurant Seesteg auf Norderney, direkt am Meer. "Am Pass" zeigt spannende Einblicke über kulinarisches Spitzenniveau auf der Urlaubsinsel. Außerdem zeigt die Sendung, wie junge Köchinnen und Köche zu kreativer Selbstständigkeit geführt werden.
Servicezeit
Magazin. Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr – "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
Natur im Garten (2/10)
Magazin. "Natur im Garten" führt diesmal zum neugestalteten Nibelungenplatz in Tulln an der Donau. Karl Ploberger widmet sich farbenfrohen Blattschmuckpflanzen, Uschi stellt die Aroniabeere vor. Der Nibelungenplatz wurde von einer versiegelten Fläche zum klimaresilienten Stadtraum umgestaltet. Staudenbeete, Gräser, klimafitte Bäume und rund 70. 000 Zwiebelpflanzen schaffen mit dem Schwammstadt-Prinzip einen nachhaltigen Begegnungsort mitten in der Stadt. Karl Ploberger zeigt, wie Blattschmuckpflanzen mit unterschiedlichen Farben und Strukturen über viele Monate für Wirkung im Garten sorgen. Außerdem erklärt er, warum viele Pflanzen im September nochmals einen Wachstumsschub bekommen. Uschi Zezelitsch widmet sich der Aroniabeere, die für ihren hohen Gehalt an Antioxidantien bekannt ist. Aus den herb-fruchtigen Beeren bereitet sie einen ungebackenen "Superwoman-Kuchen" zu. Auf der "Garten Tulln" zeigen die Gärtnerinnen, wie Blumenwiesen entstehen und gepflegt werden. Themen sind standortgerechte Saatgutmischungen, Mahd, Artenvielfalt und der Wert naturnaher Wiesen für Insekten und andere Wildtiere.
Täuschen und Tarnen - Über Lebenskünstler der Natur
Spielfilm. Das Motto "Täuschen und Tarnen" als Erfolgsprinzip der Evolution: Die Dokumentation zeichnet am Beispiel einer kleinen Vulkaninsel nach, wie sich Biotope und Populationen entwickeln. Manche Lebewesen sind sehr erfinderisch, um sich in Ökosystemen zu behaupten. So haben sich Tiere im Lauf der Evolution entweder die erstaunlichsten Waffen oder außerordentliche Fähigkeiten im Tarnen und Täuschen angeeignet. Langsam, oft über Jahrtausende und Jahrmillionen - und meist durch Zufall - folgt eine Tierart der anderen. Die besten Zukunftschancen hat, wer sich am schnellsten und am geschicktesten an den Lebensraum anpasst. Denn evolutionäre Entwicklungen haben keinen Plan, sondern ein Ziel. Dieses Ziel heißt Leben und Überleben, für das einzelne Tier sowie für die gesamte Spezies.
Die Magie der Mongolei
Spielfilm. Im Herzen Asiens, isoliert von den Wäldern Sibiriens im Norden und der Chinesischen Mauer im Süden, liegt eine der schönsten und unberührtesten Naturlandschaften der Erde: die Mongolei. Das Land bietet einer Vielzahl selten gewordener Tierarten Platz und Rückzugsmöglichkeit. Ein filmischer Streifzug durch ein Land der Extreme mit beeindruckenden Bildern aus einer der kältesten und gleichzeitig der heißesten Gegenden der Welt. Schneidend peitscht der Wind durch das Altaigebirge im Nordwesten der Mongolei. Es ist Winter. Minus 40 Grad Celsius machen einen Aufenthalt im Freien zur Qual. "Eingepackt wie die Kosmonauten", so witzeln die mongolischen Mitarbeiter, ist das Filmteam in den Bergen unterwegs, um Argali-Wildschafe zu filmen. Für die Reise in das kalte Herz Asiens waren umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Wie dreht man bei solchen Temperaturen? "Am besten gar nicht", war die lapidare Antwort der konsultierten Techniker. Doch mit dieser Auskunft wollte sich das Team nicht zufriedengeben. Bei aufwendigen Materialtests wurden in der Kältekammer des Wiener Arsenals die Schwachstellen des Equipments aufgespürt und beseitigt. So mussten zum Beispiel Spezialkabel angefertigt werden, da herkömmliche Videokabel bei diesen Temperaturen wie dürres Holz brechen. "Abgesehen von den wirklich widrigen Arbeitsbedingungen im Winter, war die Gastfreundschaft der Menschen in den entlegenen Gebieten im russisch-chinesischen Grenzgebiet die größte Überraschung", erzählt Filmemacher Heinz Leger. "Selbst wenn wir unangemeldet mitten in der Nacht bei einer der wenigen Familien, die im Gebirge überwintern, auftauchten, wurden wir mit offenen Armen empfangen und reich bewirtet. " In dieser freundschaftlichen Atmosphäre entstanden atemberaubende Bilder der letzten kasachischen Adlerjäger, die mit ihren Steinadlern auf Beizjagd gehen, von Takhis, den mongolischen Wildpferden, die in den Tälern dem schneidenden Wind trotzen, und Aufnahmen vom Moschustier, einem Verwandten unserer Hirsche, das aussieht wie ein Reh mit Vampirzähnen. Von den eisigen Gipfeln im Norden ging es weiter zu den gewaltigen Sanddünen der Wüste Gobi. Unter der sengenden Sonne recken sich mächtige Sandberge in die Höhe. Der ständige Nordwestwind treibt den feinen Sand langsam vor sich her. Sand, der aus längst versiegten Flüssen und Seen stammt, wird dort zu Dünen geformt, die die Einheimischen "singenden Sand" nennen. In keiner Wüste der Welt gibt es so viele Sandberge mit Höhen von mehreren Hundert Metern, und am abendlichen Feuer flüstern sich die Einheimischen oft Geschichten über die Dünengeister zu. Doch die Mongolei besteht nicht nur aus Sand und Stein: Der Norden des Landes erinnert an die Alpen. Im dichten Lärchenwald sind Wildschweine auf der Suche nach Futter, und in den Flüssen tummelt sich eine Vielzahl von Fischen, darunter der größte Verwandte aus der Familie der Forellen und Lachse, der Taimen.
Extrem! Heißkalt - Die extremsten Orte der Welt
Spielfilm. Das kälteste aller bewohnten Gebiete der Erde ist das Hochland von Oimjakon in Nordostsibirien. Werden die Bewohner dieser Dörfer zu den wenigen Gewinnern der Klimaerwärmung zählen? Sicher ist: Es wird heiß auf der Erde. Die Temperatur hat sich in den letzten 100 Jahren um 0, 8 Grad Celsius erhöht und ist weiter im Ansteigen begriffen. Wie gehen Menschen, die schon jetzt an Orten leben, wo Luft und Erde glühen, damit um? Wie Tiere und Pflanzen?
Extrem! Zwischen Dürre und Sintflut
Spielfilm. Regenfälle mit 60 Litern Niederschlag in der Stunde in Österreich, tödliche Trockenheit dagegen am Horn von Afrika - das sind Ereignisse, die mögliche Klimaszenarien vor Augen führen. Auch gemäßigte Regionen sollen im 21. Jahrhundert möglicherweise "extrem" werden. Weite Teile der Welt werden austrocknen, während andere im Regen versinken. Wie geht der Mensch mit solchen Verhältnissen um? Antworten darauf findet man in jenen Gebieten, wo schon jetzt außergewöhnliche Verhältnisse herrschen, und wo die Menschen am Limit leben.
Extrem! Von höchsten Höhen bis unters Meer
Spielfilm. In naher Zukunft werden sich durch die Klimaerwärmung einige Siedlungsgebiete als unbewohnbar erweisen, andere werden neu erschlossen werden müssen. Wo liegen die Grenzen des Möglichen? Wie ist das Leben auf Meereshöhe, verglichen mit dem in den Gebirgsgipfeln? Wie ist das Leben in den flachen Lagunen und Palmenstränden der Südseeinseln, verglichen mit dem auf 4000 Metern im Hochland von Äthiopien? Von den seit Urzeiten besiedelten Ufern des Toten Meeres, die 408 Meter unter dem Meeresspiegel liegen, geht es weiter auf 5400 Meter Höhe in das Goldgräberstädtchen La Rinconada in den peruanischen Anden - den höchsten bewohnten Ort der Welt.
Extrem! - Licht und Schatten
Spielfilm. Eine Reise zu den dunkelsten und hellsten bewohnten Orten der Welt: Dorthin, wo kaum jemals eine Wolke am Himmel zu sehen ist oder monatelang kein einziger Sonnenstrahl zum Boden vordringt. Menschen haben es gerne gemäßigt. Der Erde ist das egal. Sie wartet mit Extremsituationen auf. Die Leute, die an solchen Plätzen leben, haben gelernt, sich mit extremen Bedingungen zu arrangieren. Wie schützen sie sich und wie nutzen sie ihre Situation? Und wie wirken sich Licht und Schatten im Übermaß auf den Gemütszustand aus?
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
heute
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
3sat-Wetter
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
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Stralsund - Freier Fall
Thriller Deutschland (2013). Die Polizei von Stralsund ist schockiert: Ein Kronzeuge, der vor dem Staatsanwalt aussagen wollte, ist auf dem Weg dorthin in einen Hinterhalt geraten und erschossen worden. Das Pikante: Die Informationen über die Wegstrecke und ihre Stationen waren streng geheim. Und sie kamen aus der Datenbank des Präsidiums. Es muss eine undichte Stelle im Apparat geben. Schnell wird der Fall vom LKA zur Landessache erklärt. Die Ermittlungen führen die Kripo über die Gefängnis-Besucherliste des Kronzeugen zu dem Spielhallenbesitzer Godo. Im Verhör scheint aber auch für ihn die Nachricht über den Tod seines Freundes eine Überraschung zu sein. Das LKA führt Godo Hartmann als Informanten. Über ihn ist man seit Jahren einem Drogenring unter der Führung eines Mannes, der nur als "Victor" bekannt ist, auf der Spur. Godo hat schon etliche Mitglieder der Bande ans Messer geliefert, aber die Identität Victors ist unklar. Godo darf in dem Mordfall an dem Kronzeugen nicht so weit exponiert werden, dass er als Informant auffliegt. Benjamin verfolgt die Ermittlungen mit großem Unbehagen. Nina Petersen bleibt das nicht verborgen. Sie stellt Benjamin zur Rede, und er gesteht ihr, dass die Informationen über den Kronzeugen von ihm kamen. Er hat sie Godo zugespielt, um die Spielschulden seines Bruders zu tilgen. Denn anstelle von Geld wollte Godo Informationen. Niemals hätte Benjamin gedacht, dass er damit indirekt für einen Mord verantwortlich werden könnte. Nina traut ihren Ohren nicht und versucht, Benjamin zu bewegen, sich zu stellen und reinen Tisch zu machen. Doch Benjamin bittet sie um Aufschub: Er hat es vermasselt, er will es wiedergutmachen, und er glaubt, den bevorstehenden Sturm nur überstehen zu können, wenn er den Mordfall aufklärt. Nina lässt ihn gewähren. Benjamin ist jetzt Täter und Ermittler in einem: Er ist auf der Flucht vor seinen Kollegen und will doch den Fall aufklären. Er versucht, aus Godo die wahre Identität Victors herauszupressen. Doch der Weg zu Victor führt erstaunlicherweise über Achim, Benjamins Bruder. Achim ist seit Jahren spielsüchtig und war immer tiefer in die illegale Szene hineingeraten. Dort lernte er Victor kennen, der sich seiner annahm. Victor gab Achim das Selbstbewusstsein, das Benjamin ihm nicht geben konnte. Als Benjamin Achim zur Rede stellen will, ist Achim tot. Erschossen. Benjamin hat einen Verdacht, doch er zieht erneut wütend auf eigene Faust los.
kinokino
Das Filmmagazin. Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.
ZIB 2
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
Systemfehler: Der Cum-Ex Skandal
Dokumentarfilm von Judith Lentze, Österreich/Deutschland (2025). Mit Cum-Ex verbindet man den wohl größten Steuerraub der Geschichte. Er blieb viele Jahre unentdeckt, bis einige mutige Menschen die Wahrheit ans Licht brachten. Der Dokumentarfilm rekonstruiert mit Beschuldigten, Ermittlerinnen und Investigativjournalisten detailliert, wie Banken, Investoren und Anwälte vorgingen, um europäische Staaten um Milliarden zu betrügen und wie es zu Urteilen gegen "White Collar"-Kriminelle kam. Inspiriert von den Recherchen des Investigativjournalisten Oliver Schröm ("Die Cum-Ex-Files") rollt die Dokumentarfilmerin Judith Lentze den Fall multiperspektivisch auf. Sie zeigt, wie seit den 1990er-Jahren der Steuerbetrug durch ausgeklügelte Wertpapiertransaktionen organisiert wurde und jahrelang ungeahndet bleiben konnte. Zahlreiche Banken – ob privat oder öffentlich – und deren Anwälte errichteten ein Dickicht von juristischen Argumentationen, um sich zur Rechtfertigung ihres Betrugs auf eine angebliche Gesetzeslücke zu berufen, die es nie gab. Mittels Insiderwissens von Finanzbeamten wie Michael Sell oder dem Kronzeugen Kai-Uwe Steck, der im Oktober 2024 selbst angeklagt wurde, erklärt die Filmemacherin, wie diese Argumentation jahrelang funktionierte. Der Film veranschaulicht den hohen Abstraktionsgrad des digitalisierten Börsenhandels, der nicht mit der Arbeitsweise der Steuer- und der Ermittlungsbehörden kompatibel ist. Ebenso wie die Steuergesetzgebungen nicht mit den Realitäten der globalen Finanzmärkte Schritt halten können, wie Wertpapierexperte Alexander Heist erklärt. Und weil europäische Steuerbehörden kaum zusammenarbeiten, konnten die Betrüger unbemerkt von Land zu Land wechseln. Dänemark liefert dafür ein besonders eindrückliches Beispiel. Anders in den USA: Bereits 2008 prangerte Senator Carl Levin die Machenschaften in aller Öffentlichkeit an und machte das Land für Investoren unattraktiv. Das Geschäft verlagerte sich nach Europa, internationale Investoren nutzten nun das vermeintliche deutsche Steuerschlupfloch. Auf europäischer Ebene wurden noch immer nicht alle nötigen Maßnahmen getroffen, um diese Entwicklung zu stoppen, wie die Journalisten Oliver Schröm und Stefan Melichar sowie der Finanzwirtschaftsexperte Christoph Spengel kritisieren. Obwohl der Schaden durch rein steuergetriebene Wertpapiergeschäfte inoffiziell europaweit auf 55 Milliarden Euro geschätzt wird. Und obwohl der Skandal auch politische Kreise zieht, wie der Hamburger Untersuchungsausschuss zu den Cum-Ex-Geschäften der Warburg Bank verdeutlicht. Mutige Menschen in den deutschen Steuerbehörden, bei der Staatsanwaltschaft und bei Gerichten wie Jana Stobinsky, Anne Brorhilker und Roland Zickler, die sich im Film äußern, haben für die Aufarbeitung dieser komplexen Sachverhalte gesorgt und die Strafverfolgung bis zur Verurteilung betrieben. Im Lauf der Ermittlungen wurde die Durchsuchung zahlreicher Bankhäuser veranlasst, unzählige Unterlagen und tausende Excel-Tabellen gesichert und gesichtet. Die Beamten mussten Einschüchterungen trotzen, wurden mit Klagen überzogen und führten einen jahrelangen Kampf gegen mächtige Gegner, allen voran der inzwischen verurteilte Hanno Berger. Ihre unerschütterliche Überzeugung, dass ein Verbrechen vorliegt und geahndet werden muss, macht den Film zu einer Heldengeschichte - über einen Skandal, der die Gesellschaft bis heute teuer zu stehen kommt. Zwar gab es in Deutschland inzwischen 20 Urteile gegen Cum-Ex-Betrüger, denen jedoch die Zahl von international rund 2000 Beschuldigten gegenübersteht. Weitere Prozesse sind nicht in Sicht. Cum-Ex gilt in Deutschland als gestoppt, doch nach wie vor ermöglichen Unterschiede in den nationalen Steuergesetzgebungen Betrügereien durch rein steuergetriebene Wertpapiergeschäfte. Oliver Schröm ist Investigativjournalist und Autor zahlreicher Enthüllungsbücher. Nach verschiedenen journalistischen Stationen gründete er 2010 das Investigativteam beim "Stern" und leitete es bis 2016. Er war Mitgründer von "Correctiv" und 2018/2019 Chefredakteur der Investigativplattform, heute arbeitet er wieder für den "Stern". Seit 2013 recherchiert er zu Cum-Ex-Geschäften, initiierte und leitete 2018 dazu ein internationales Rechercheprojekt in zwölf Ländern. Sein Buch "Die Cum-Ex-Files" war Basis für den Dokumentarfilm "Systemfehler: Der Cum-Ex Skandal". Judith Lentze ist freie Producerin, Regisseurin, Autorin und Drehbuchberaterin. Sie arbeitete für Hollywoodproduktionen wie "Point Break" (2015), "A Cure for Wellness", "Mute" und "Berlin Station" sowie an Kunst- und Werbefilmen. Sie schrieb den Dokumentarfilm "The Great Escape", führte
Donat auf Achse: Von 9/11, Gott und ungewollter Schwangerschaft
Reportage von Donat Hofer und Vanessa Nikisch. Dieses Mal trifft Donat ein Paar, das 9/11 auf ganz unterschiedliche Weise erlebte: er vor Ort, als die Twin Towers einstürzten, sie in Angst um ihn daheim. Und er begegnet einer jungen Frau, deren Veloabenteuer wegen der Liebe eine unerwartete Wendung nimmt.. In "Donat auf Achse" reist Moderator Donat Hofer durch die Schweiz, ohne festen Plan, geleitet vom Zufall und den Begegnungen am Weg. Er folgt dem, was sich ergibt, bleibt stehen, wo Menschen ihre Geschichten teilen, und lässt sich treiben durch Straßen, Plätze, Dörfer und Städte. Was bewegt die Schweiz im Alltag? Wie leben, lieben, hoffen oder zweifeln ihre Menschen? In spontanen Gesprächen entstehen direkte und oft überraschende Portraits. Es geht um das, was selten ausgesprochen wird: Tabus, Schmerz, Liebe und Menschlichkeit. Und immer wieder auch um das Leichte, das Unerwartete, das kleine Glück am Wegesrand.
10 vor 10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
maischberger
Talkshow. Sandra Maischberger diskutiert mit Gästen aktuelle Themen, die gesellschaftlich relevant sind, von Schönheitswahn bis Rassismus – journalistisch, kontrovers, informativ und unterhaltend. Die Bandbreite bei Maischberger reicht von Politik, Gesellschaft und Boulevard bis Sport. Ihre Gäste sind Prominente, Fachleute und Betroffene.
Stralsund - Freier Fall
Thriller Deutschland (2013). Die Polizei von Stralsund ist schockiert: Ein Kronzeuge, der vor dem Staatsanwalt aussagen wollte, ist auf dem Weg dorthin in einen Hinterhalt geraten und erschossen worden. Das Pikante: Die Informationen über die Wegstrecke und ihre Stationen waren streng geheim. Und sie kamen aus der Datenbank des Präsidiums. Es muss eine undichte Stelle im Apparat geben. Schnell wird der Fall vom LKA zur Landessache erklärt. Die Ermittlungen führen die Kripo über die Gefängnis-Besucherliste des Kronzeugen zu dem Spielhallenbesitzer Godo. Im Verhör scheint aber auch für ihn die Nachricht über den Tod seines Freundes eine Überraschung zu sein. Das LKA führt Godo Hartmann als Informanten. Über ihn ist man seit Jahren einem Drogenring unter der Führung eines Mannes, der nur als "Victor" bekannt ist, auf der Spur. Godo hat schon etliche Mitglieder der Bande ans Messer geliefert, aber die Identität Victors ist unklar. Godo darf in dem Mordfall an dem Kronzeugen nicht so weit exponiert werden, dass er als Informant auffliegt. Benjamin verfolgt die Ermittlungen mit großem Unbehagen. Nina Petersen bleibt das nicht verborgen. Sie stellt Benjamin zur Rede, und er gesteht ihr, dass die Informationen über den Kronzeugen von ihm kamen. Er hat sie Godo zugespielt, um die Spielschulden seines Bruders zu tilgen. Denn anstelle von Geld wollte Godo Informationen. Niemals hätte Benjamin gedacht, dass er damit indirekt für einen Mord verantwortlich werden könnte. Nina traut ihren Ohren nicht und versucht, Benjamin zu bewegen, sich zu stellen und reinen Tisch zu machen. Doch Benjamin bittet sie um Aufschub: Er hat es vermasselt, er will es wiedergutmachen, und er glaubt, den bevorstehenden Sturm nur überstehen zu können, wenn er den Mordfall aufklärt. Nina lässt ihn gewähren. Benjamin ist jetzt Täter und Ermittler in einem: Er ist auf der Flucht vor seinen Kollegen und will doch den Fall aufklären. Er versucht, aus Godo die wahre Identität Victors herauszupressen. Doch der Weg zu Victor führt erstaunlicherweise über Achim, Benjamins Bruder. Achim ist seit Jahren spielsüchtig und war immer tiefer in die illegale Szene hineingeraten. Dort lernte er Victor kennen, der sich seiner annahm. Victor gab Achim das Selbstbewusstsein, das Benjamin ihm nicht geben konnte. Als Benjamin Achim zur Rede stellen will, ist Achim tot. Erschossen. Benjamin hat einen Verdacht, doch er zieht erneut wütend auf eigene Faust los.
Systemfehler: Der Cum-Ex Skandal
Dokumentarfilm von Judith Lentze, Österreich/Deutschland (2025). Mit Cum-Ex verbindet man den wohl größten Steuerraub der Geschichte. Er blieb viele Jahre unentdeckt, bis einige mutige Menschen die Wahrheit ans Licht brachten. Der Dokumentarfilm rekonstruiert mit Beschuldigten, Ermittlerinnen und Investigativjournalisten detailliert, wie Banken, Investoren und Anwälte vorgingen, um europäische Staaten um Milliarden zu betrügen und wie es zu Urteilen gegen "White Collar"-Kriminelle kam. Inspiriert von den Recherchen des Investigativjournalisten Oliver Schröm ("Die Cum-Ex-Files") rollt die Dokumentarfilmerin Judith Lentze den Fall multiperspektivisch auf. Sie zeigt, wie seit den 1990er-Jahren der Steuerbetrug durch ausgeklügelte Wertpapiertransaktionen organisiert wurde und jahrelang ungeahndet bleiben konnte. Zahlreiche Banken – ob privat oder öffentlich – und deren Anwälte errichteten ein Dickicht von juristischen Argumentationen, um sich zur Rechtfertigung ihres Betrugs auf eine angebliche Gesetzeslücke zu berufen, die es nie gab. Mittels Insiderwissens von Finanzbeamten wie Michael Sell oder dem Kronzeugen Kai-Uwe Steck, der im Oktober 2024 selbst angeklagt wurde, erklärt die Filmemacherin, wie diese Argumentation jahrelang funktionierte. Der Film veranschaulicht den hohen Abstraktionsgrad des digitalisierten Börsenhandels, der nicht mit der Arbeitsweise der Steuer- und der Ermittlungsbehörden kompatibel ist. Ebenso wie die Steuergesetzgebungen nicht mit den Realitäten der globalen Finanzmärkte Schritt halten können, wie Wertpapierexperte Alexander Heist erklärt. Und weil europäische Steuerbehörden kaum zusammenarbeiten, konnten die Betrüger unbemerkt von Land zu Land wechseln. Dänemark liefert dafür ein besonders eindrückliches Beispiel. Anders in den USA: Bereits 2008 prangerte Senator Carl Levin die Machenschaften in aller Öffentlichkeit an und machte das Land für Investoren unattraktiv. Das Geschäft verlagerte sich nach Europa, internationale Investoren nutzten nun das vermeintliche deutsche Steuerschlupfloch. Auf europäischer Ebene wurden noch immer nicht alle nötigen Maßnahmen getroffen, um diese Entwicklung zu stoppen, wie die Journalisten Oliver Schröm und Stefan Melichar sowie der Finanzwirtschaftsexperte Christoph Spengel kritisieren. Obwohl der Schaden durch rein steuergetriebene Wertpapiergeschäfte inoffiziell europaweit auf 55 Milliarden Euro geschätzt wird. Und obwohl der Skandal auch politische Kreise zieht, wie der Hamburger Untersuchungsausschuss zu den Cum-Ex-Geschäften der Warburg Bank verdeutlicht. Mutige Menschen in den deutschen Steuerbehörden, bei der Staatsanwaltschaft und bei Gerichten wie Jana Stobinsky, Anne Brorhilker und Roland Zickler, die sich im Film äußern, haben für die Aufarbeitung dieser komplexen Sachverhalte gesorgt und die Strafverfolgung bis zur Verurteilung betrieben. Im Lauf der Ermittlungen wurde die Durchsuchung zahlreicher Bankhäuser veranlasst, unzählige Unterlagen und tausende Excel-Tabellen gesichert und gesichtet. Die Beamten mussten Einschüchterungen trotzen, wurden mit Klagen überzogen und führten einen jahrelangen Kampf gegen mächtige Gegner, allen voran der inzwischen verurteilte Hanno Berger. Ihre unerschütterliche Überzeugung, dass ein Verbrechen vorliegt und geahndet werden muss, macht den Film zu einer Heldengeschichte - über einen Skandal, der die Gesellschaft bis heute teuer zu stehen kommt. Zwar gab es in Deutschland inzwischen 20 Urteile gegen Cum-Ex-Betrüger, denen jedoch die Zahl von international rund 2000 Beschuldigten gegenübersteht. Weitere Prozesse sind nicht in Sicht. Cum-Ex gilt in Deutschland als gestoppt, doch nach wie vor ermöglichen Unterschiede in den nationalen Steuergesetzgebungen Betrügereien durch rein steuergetriebene Wertpapiergeschäfte. Oliver Schröm ist Investigativjournalist und Autor zahlreicher Enthüllungsbücher. Nach verschiedenen journalistischen Stationen gründete er 2010 das Investigativteam beim "Stern" und leitete es bis 2016. Er war Mitgründer von "Correctiv" und 2018/2019 Chefredakteur der Investigativplattform, heute arbeitet er wieder für den "Stern". Seit 2013 recherchiert er zu Cum-Ex-Geschäften, initiierte und leitete 2018 dazu ein internationales Rechercheprojekt in zwölf Ländern. Sein Buch "Die Cum-Ex-Files" war Basis für den Dokumentarfilm "Systemfehler: Der Cum-Ex Skandal". Judith Lentze ist freie Producerin, Regisseurin, Autorin und Drehbuchberaterin. Sie arbeitete für Hollywoodproduktionen wie "Point Break" (2015), "A Cure for Wellness", "Mute" und "Berlin Station" sowie an Kunst- und Werbefilmen. Sie schrieb den Dokumentarfilm "The Great Escape", führte
