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Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Tagesschau
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
JD Vance - Der Mann nach Trump
Dokumentarfilm von Damien Pasinetti, Thomas Snégaroff, Deutschland (2026). Die persönliche und politische Reise von JD Vance, der seine Arbeiterklassen-Herkunft im Bestseller "Hillbilly Elegy" beschrieb und heute der zweitmächtigste Politiker der USA ist. Aufgewachsen bei den Großeltern in Ohio, geprägt von armen Verhältnissen und seiner drogenabhängigen Mutter, fühlte sich JD Vance an der Elite-Uni Yale zunächst wie ein Außenseiter, fand jedoch in neuen Denkern wie Peter Thiel Orientierung. Dort lernte er auch seine spätere Frau Usha kennen. Sein Weg führte ihn vom Atheisten zum katholischen Gläubigen. Aus atmosphärischen Erkundungen der Orte, die Vance und sein Weltbild prägten, Archivmaterial seiner öffentlichen Auftritte, privaten Fotos und Interviews mit seiner Mutter, nahen Weggefährten und Mentoren entsteht in dem Dokumentarfilm "JD Vance - Der Mann nach Trump" das Bild eines Mannes, der es mit viel Ehrgeiz in die Elite schaffte und nach etlichen ideologischen Verwandlungen vom Trump-Kritiker zum Superstar der MAGA-Bewegung und Vizepräsidenten der USA aufstieg. Was kommt danach?
Erlebnisreisen: Süditalien
Apulien - Sonne, Wind und Meer. Eine Rundreise durch Apulien: Vom Salento mit der Hafenstadt Otranto geht es durch Olivenhaine nach Ostuni, Alberobello und schließlich in die Metropole Bari. Die Reise führt zu einigen der bekanntesten Orte der Region – von Otranto über die weißen Gassen Ostunis bis nach Alberobello, der Hauptstadt der typischen runden Trulli-Häuser. Im Salento hat Denise eine neue Heimat gefunden. Mit ihrer Familie wanderte sie aus Hamburg aus und zeigt die Lieblingsorte ihrer Wahlheimat zwischen Küsten, Olivenhainen und historischen Städten.
ZIB 2
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
Großstadtförsterin - Berliner Besonderheiten
Fernsehfilm Deutschland (2024). Die junge Försterin Jana Doussičre tritt kurzfristig eine Stelle im Forstamt Grunewald an. Aus einem wilden Wald in den Vogesen kommend, prallt die Einzelgängerin auf den Großstadtwald. Neben nackten Männern, demonstrierenden Wildschwein-Fans und engagierten Naturschützern wird die neue Revierleiterin auch mit Sofas im Baum, mit einem geheimnisvollen Stadtjäger und mit Forstmeister Robin konfrontiert, der nicht gerade auf sie gewartet hat. Ihre beste Freundin Aylin, die sie hergeholt hat, scheint ihr nicht alles erzählt zu haben über den neuen Job.
Herrschaftliche Anwesen zwischen Alpen und Meer - Von Kärnten an die Adria
Spielfilm. Die Region Alpe-Adria ist einzigartig in Europa, nirgendwo sonst gibt es solche Vielfalt auf so kleinem Raum, landschaftlich wie auch kulturell. Das architektonische Erbe ist beträchtlich. Denn am Schnittpunkt zwischen dem germanischen, slawischen und romanischen Europa haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen. Die Dokumentation widmet sich herrschaftlichen Anwesen und ihrer Historie in Kärnten und Friaul-Julisch-Venetien. Im Mittelpunkt des Films stehen Geschichte und Geschichten von besonderen Orten und besonderen Menschen vor dem Hintergrund einer beeindruckenden Landschaft zwischen Bergen, sanften Hügeln und der blauen Adria. Das Bundesland Kärnten und die Provinz Friaul im Herzen der Alpe-Adria-Region verbindet nicht nur eine geografische Nachbarschaft, es ist auch die gemeinsame tausendjährige Geschichte, die bis heute in der Kultur ihre Auswirkungen findet. In Kärnten wurden Baumeister aus dem Friaul engagiert, um im 16. Jahrhundert die neue Landeshauptstadt Klagenfurt zu bauen und später das eine oder andere Schloss umzubauen oder zu errichten. Und über Jahrhunderte, als die Region die heutigen Grenzen noch nicht kannte, bestimmte wiederum so manches Kärntner Adelsgeschlecht die Geschicke weiter Teile des heutigen Friaul. Es gab sogar friulanische Adelsfamilien mit Sitz und Stimme im Kärntner Landtag. Das spannungsreiche Nebeneinander von unterschiedlichsten Traditionen und Idealen führte zu einem originellen Reichtum an architektonischen Formen, der im Film anhand zahlreicher beeindruckender Bauwerke dargestellt wird. Die Reise führt von den Schlössern Mageregg und Eberstein in Kärnten zu so prachtvollen Anwesen im Friaul wie der Villa Manin, der Villa Pace, der Villa Di Tissano oder der Burg von Villalta weiter zu den Stadtvillen von Görz/Gorizia/Gorica oder zum Schloss Miramare auf einem Felsvorsprung bei Triest. Viele der Schlösser, Burgen und Villen sind heute noch im Besitz jener Familien, die sie einst errichten ließen, andere herrschaftliche Anwesen haben im Lauf der Zeit ihre Besitzer gewechselt. Sie alle haben ihre Türen und Tore geöffnet und durch die prunkvollen Räume ihrer Anwesen geführt. Die beiden Filmemacher waren unter anderem zu Gast bei Maria Teresa Christalnigg in der Villa Cigolotti, bei Teresa Perusini in der Villa Pace und bei Giorgio Strassoldo in den beiden Schlössern von Strassoldo. Dabei dürfen natürlich auch kulinarische Traditionen nicht fehlen. In San Daniele, unweit der Burgen von Villalta und Ragogna, besuchen die Filmemacher eine traditionelle Prosciutto-Manufaktur, im sanften Hügelland bei Gorizia, dem Collio, das Weingut der Familie Perusini. In Triest, das auch gern als "Wien am Meer" bezeichnet wird, führt die Reise ins älteste Kaffeehaus der Stadt, das "Café San Marco". Bis heute verströmt die einst österreichische Hafenstadt mit ihren imperialen Bauten Habsburger-Flair. Und man bekommt den Eindruck, dass dieser Flecken Erde – wie es der Literat Paolo Maurensig formuliert hat – tatsächlich das Universum im Kleinformat ist.
10 vor 10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
Von Wien nach Rio - Das Leben der Leopoldina Habsburg
Spielfilm. Sie war Naturwissenschaftlerin, Politikerin und die erste europäische Prinzessin auf südamerikanischem Boden: Leopoldina Habsburg, Tochter von Kaiser Franz II. Sie wurde in Brasilien als Landesmutter verehrt, während sie in Europa zu den unbekannteren Habsburgerinnen zählte. Dabei hat sie mit ihrem regen wissenschaftlichen Interesse viel zum Aufbau der herausragenden Sammlungen in Wiener Museen beigetragen. Im Naturhistorischen Museum und im Weltmuseum Wien ist man heute noch beschäftigt, die Pflanzenproben, die Tiere und die völkerkundlichen Objekte aufzuarbeiten, die sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa geschickt hat. Politisch hat sie die Landkarte Südamerikas wesentlich mitgeprägt - Brasilien würde in seiner heutigen Form ohne ihr Engagement wahrscheinlich nicht existieren. Der Film erzählt die Geschichte des kurzen und intensiven Lebens einer facettenreichen Frau.
Land zwischen den Meeren (1/3)
Spielfilm. Hyggelig - gemütlich -, stolz auf ihr Land und mit allen per Du: So könnte man die Dänen beschreiben. Mit dem Plattbodenschiff entlang der Westküste geht es auf Entdeckungstour. 550 abwechslungsreiche Küstenkilometer, Heimat eines liebenswerten, weltoffenen Volks, dessen Vorfahren große Seefahrer waren: die unerschrockenen Nordmänner. Das kleine Königreich Dänemark ist viel mehr als nur "das Land der Ferienhäuser". Das Leben der Dänen ist geprägt vom "Westmeer", wie sie die Nordsee nennen. Formt doch dieses raue Meer mit seinen Naturgewalten, Gezeiten, Stürmen und Fluten seit Tausenden Jahren von Westen her ihre Heimat. Atemberaubende Landschaften, skurrile Geschichten, drollige Seehunde und bunte Inseltrachten, Essen aus dem Watt und Schnaps aus Dünenkräutern, "Blaues Licht" und lebenslustige Menschen: Die Westküste des dänischen Königreichs mit einem kleinen Plattbodenschiff zu entdecken, ist ein faszinierendes Erlebnis. Im Süden schufen Nordsee und Stürme das Wattenmeer mit Prielen und Inseln fast nur aus Sand. Die alte Walfänger-Insel Rřmř rühmt sich mit dem breitesten Sandstrand Nordeuropas - so breit, dass man den "Spaziergang" zum Wasser lieber mit dem Auto macht. Auch Fanř hat Strände ohne Ende, dazu zwei Vogelkojen. Berühmt aber ist diese Insel vor allem für ihre Traditionen, ihre Trachten und die Fannikerdage. Die werden gefeiert, seit die Insulaner Fanř 1741 vom dänischen König ersteigert hatten. Mandř ist die kleine Inselschwester, einst die einzige Hallig Dänemarks, die heute von einem Deich geschützt wird. Doch wenn man sie über einen Damm erreichen will, bekommt man zweimal am Tag nasse Füße. Mit einsetzender Ebbe geht es mit einem Nationalpark-Ranger hinaus, dem "Motor" des Wattenmeer-Lebens auf der Spur. Zurück geht es zum Festland nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Eher ein Städtchen, gemütlich mit krummen Fachwerkhäusern, grobem Kopfsteinpflaster und dem altehrwürdigen Dom. Die ersten Wikinger wurden in Ribe bekehrt. Esbjerg ist viel jünger, erst seit gut 120 Jahren eine Stadt. Sie liegt der Halbinsel Skallingen gegenüber, die wohl dynamischste Landschaft im dort endenden Wattenmeer. Nördlich davon liegt die Haff- und Buchtenküste mit flachen Küstenseen, malerischen Fjorden und Stränden. Ferienhäuser befinden sich dort zwischen endlosen Dünen. In Hvide Sande baute man vor dem Ringkřbing-Fjord eine Schleuse zum Meer. Eine Dünenwächterin müht sich dort, dem Landfraß der Nordsee Einhalt zu gebieten, während Touristinnen und Touristen fleißig auf der großen Fischauktion bieten oder in typischen Vierkanthöfen nach Strandvogt-Legenden suchen. Geologisch interessant und bei Paraglidern beliebt sind die steilen Kliffs am Leuchtturm Bovbjerg Fyr. Und traumhaft schön: der Limfjord. Perfekt für eine Safari zu den Robben, die sich in der breiten, flachen Fjordeinfahrt tummeln. Bei Thyborřn haben die Seenotretter ihre Hauptstation. Denn an der Küste nordwärts wüten Stürme und Brandung wie kaum anderswo. Unzählige Wracks allein in der Jammerbucht und auch ins Meer gestürzte Kirchen und Ferienhäuser beweisen das. Alte Bunker, vom Meer aus den Dünen gespült, erzählen in Hanstholm vom Atlantikwall, der gewaltigen deutschen Wehranlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Wanderdüne Rubjerg Knude hat den Leuchtturm von Rubjerg einfach überrollt. Der Sand hat ihn zwar wieder freigegeben, der Turm droht jedoch, ins Meer zu stürzen. Leicht ist das Leben für die Fischer von Thorup-Strand nicht. Weil es dort an der Küste keine Häfen gibt, müssen sie ihre Kutter mit Bulldozern und Winden über den Sand ziehen - vor allem nachts ein beeindruckender Vorgang. Und im Ozeanarium in Hirtshals kann man in das Fanggebiet der Fischer "eintauchen": in die Unterwasserwelt der Nordsee. Hoch im Norden bei Skagen, wo die Nordsee auf die Ostsee trifft, wächst Grenen, die nördlichste Landspitze Dänemarks, jedes Jahr rund zehn Meter weiter ins Meer hinaus. Eine eigenwillige Landschaft in "Blauem Licht". Sie zog die berühmten "Skagenmaler" an. Einem davon ist es zu verdanken, dass in der Mittsommernacht die Dänen überall entlang dieser Küste am lodernden Sankt-Hans-Feuer ihre "Hymne" singen.
Land zwischen den Meeren (2/3)
Spielfilm. Dänemark, wie man es selten gesehen hat: ein fesselnder Bildermix, mal skurril, mal beeindruckend. Dazu erzählt der Film amüsante Geschichten über das kleine Inselreich. Die Dänen lieben das Meer, Lakritz und ihre Königin. Dänisches Design und traumhafte Strände sind berühmt. Aber worin besteht die Magie dieses Königreichs? Mit einem kleinen Plattbodenschiff beginnt eine spannende Entdeckungsreise entlang der Ostseeküste. Los geht es in Skagen auf der nördlichsten Landspitze Dänemarks, wo Nordseewellen auf die Ostsee treffen. Meer und Stürme treiben Dünen über das Land. Eine versandete Kirche erzählt davon, wie sich Menschen gut 200 Jahre lang buchstäblich durch den Alltag schaufeln mussten. Auch die kleine Insel Lćsř wurde vom Fluch des Sands heimgesucht. Die Insulaner hatten ihn selbst heraufbeschworen: Sie hatten alle Bäume gefällt, um Salz sieden zu können. Jahrhundertelang schürften sie das "weiße Gold". Heute verhökert "Siede-Poul" den Inselschatz. Sein Freund, der Dachdecker, packt tonnenweise Seegras auf die Nachbarhäuser. 200 Jahre Garantie gibt es. Lćsř gehört zu den schönsten Inseln Dänemarks, Jomfruhummer sind dort die Spezialität. Im Limfjord, der sich quer durch das dänische Festland schlängelt, tummeln sich die seltenen Europäischen Austern. Perfekt, um auf Safari zu gehen, mit Champagner und Picknickgrill. Austern mit Erdbeeren, Essig und Knobi? Der Tourguide schwört darauf. Zurück auf der Ostsee: Die winzige, sehr ursprünglich wirkende Insel Anholt ist Dänemarks abgelegenste Insel. Obwohl man dort seit Generationen um jeden Einwohner kämpft, schrumpft die Gemeinschaft. Weiter südlich am Festland schickt die Fregatte "Jylland" einen Kanonensalut übers Meer. Schon entern die ersten Freiwilligen die Takelage. Der Dreimaster liegt im Hafen von Ebeltoft. Zum Gesang der Nachtwächter kann man dort einen Streifzug durch die alten Gassen machen. Im Kontrast dazu zeigt sich das benachbarte Aarhus heute hip und modern. Noch vor Kurzem gehörte der Hafen der Industrie. Jetzt ist er Mittelpunkt des städtischen Lebens: modernes Wohnen, Arbeiten und Flanieren. Einer der Stararchitekten erzählt vom "Erwachen" in Dänemark. Nichtsdestotrotz sind die Dänen stolz auf ihre Wurzeln: Am Moesgaard-Strand treiben Hobby-Wikinger nach historischem Vorbild ihr Unwesen. Die Runensteine in Jelling sind jedermann im Land bekannt. Einer der Steine wurde von Gorm dem Alten aufgestellt, ein großer Wikinger und der erste König Dänemarks. Dieser Stein gilt als Geburtsurkunde Dänemarks. Der zweite ist der Taufstein Dänemarks. König Harald Blauzahn, Gorms Sohn, ließ darin einmeißeln, dass er den nordischen Göttern entsagt hat und zum Christen wurde. Zurück an Bord ist Samsř nun das Ziel: Dänemarks Energieinsel ist Modell für die Energiewende, ein Eldorado für Klimaschützer weltweit. Außerdem wachsen dort die besten Kartoffeln, schwören die Dänen. Von Samsř geht es weiter nach Fünen. Dorthin kann man vom Festland aus auch über eine Brücke in schwindelerregender Höhe klettern. Zurück am Boden trifft man in Odense auf die Spuren des berühmtesten Sohns der Stadt: des Dichters Hans Christian Andersen. Oft hat er die Schlösser der Insel besucht, auch die Wasserburg Egeskov. Sie wurde auf Eichenpfählen errichtet. Denn seit Jahrhunderten glaubte das Grafengeschlecht, die Burg würde zur Heiligen Nacht im Wassergraben untergehen. Auch kulinarisch ist Fünen speziell: Spezialitäten sind Frischkäse aus dem Räucherofen und Flřdeboller vom Chocolatier. In Kerteminde, im einzigen "Tümmlerarium" der Welt, ist Schweinswal Freja Wissenschaftlern bei der Arbeit behilflich. In Südjütland, gegenüber von Fünen, geht es schließlich um deutsch-dänische Geschichte. Das alte Herzogtum Schleswig gilt heute als europäisches Beispiel, wie aus einem Gegeneinander von Völkern ein Miteinander werden kann. Mittendrin liegt die Stadt Sonderborg, gegenüber Flensburg. Früher segelten im Herbst die Schleswiger Bauern ihre Ernten über die Förde zum Flensburger Markt. Eine Tradition, die Schiffer beider Länder wieder aufgenommen haben. Unterwegs mit einem dänischen Haikutter zum Flensburger Apfelmarkt endet die Filmreise.
Land zwischen den Meeren (3/3)
Spielfilm. Dänemark in beeindruckenden Bildern: Sie zeigen das Königreich mit seinen 1000 Inseln überraschend anders. Die meisten Eilande sind klein, nur 400 davon haben Namen. Sie liegen verstreut in einem Inselmeer voller fesselnder Geschichten von Erfindern, Trollen, Abenteurern und Raketenkonstrukteuren, von royalem Glanz und glücklichen Menschen. Mal karibisch, mal einsam bizarr oder einfach nur schön. Es ist ein besonderes Erlebnis, den Zauber dieser Inselwelt von einem Segelboot aus zu entdecken. Von der Flensburger Förde aus geht es in die Dänische Südsee, das Inselmeer von Südfünen. Mit Traumstränden und urgemütlichen Orten ist dieser Archipel einer der schönsten in der Ostsee. Vielerorts ist das Wasser türkisblau. Ćrřskřbing auf der Insel Ćrř gilt als am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Dänemarks. Bunt und märchenhaft drohte sie zur Museumskulisse für Touristen zu verkümmern. Eine Hochzeitsplanerin erzählt, was sie getan hat, um ihren Heimatort wiederzubeleben. Nur ein paar Häuser weiter kreiert ein gewitzter Koch besonderes Lakritzkonfekt. Die Schifffahrtsgeschichte von Ćrřs lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer in Marstal kennen, früher Heimat der zweitgrößten Handelsflotte Dänemarks. Ein Nachfahre der alten Reeder trommelt gerade die Menschen auf der Insel zusammen, um die Rückkehr der berühmten Marstalschoner zu feiern, wuchtige Frachtsegler. Auf dem Inselchen Svelmř ist weniger los: Nur ein Bauer tuckert dort mit seinem Traktor durchs flache Meer und versorgt eine Handvoll Insulaner. Und auf Skarř wird mit Birkensaft und Seetang "gesundes" Eis für "Singapore Airlines" produziert. Der nächste Stopp ist Langeland. Von dieser Insel kam der Entdecker des Elektromagnetismus. Ein Physiker, der auch dänische Worte erschaffen hat wie beispielsweise "Sommerfugl" für Schmetterling. Sehr viel älter ist die Geschichte der Grafen Ahlefeldt-Laurvig auf Langeland. Doch ohne einen Sohn als Nachfolger wird Graf Christian der letzte Graf auf dem Familienschloss Tranekćr sein. Ostwärts geht es weiter zum malerischen Nakskov-Fjord. Otto Paludan schippert dort mit seinem Postboot durch die Inselwelt. Zu Hause ist er auf Lolland. Dort wächst ein gigantischer Steinkreis zu magischer Größe heran. Für den Künstler Thomas Kadziola ein Lebenswerk. Den Grafen von Knuthenborg hat eine andere Leidenschaft gepackt: Sein Erbe ist heute ein Safari- und Erlebnispark, zu dem auch ein Dinosaurierwald gehört. Über Falster geht es weiter nach Mřn, zur Insel der Seegrasfischer und Elmelunde-Meister, Freskenmaler. Die Kreidefelsen von Mřns Klingt sind berühmt, atemberaubend in der Morgensonne und ein Eldorado für Fossilienjäger. Nördlich von Mřn liegt Seeland, die größte Ostseeinsel. Dort ragt die Steilküste Stevns Klint aus dem Meer, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Wie kein anderer Ort erzählt sie vom Aussterben der Dinosaurier. Roskilde auf Seeland war das Zentrum dänischer Macht, als die Wikinger den Norden Europas beherrschten. Später entstand der Dom zu Roskilde als erste gotische Backsteinkathedrale Skandinaviens. Viele Könige wurden seit der Ära Harald Blauzahn dort begraben. Hinterlassen haben sie prächtige Schlösser wie Frederiksborg. Bei Gefahr für das Königreich erwacht im Schloss Kronborg der Volksheld Holger Danske aus seinem Jahrhundertschlaf. Auch Kopenhagen liegt auf Seeland, Hauptstadt des Landes und Residenzstadt der jetzigen Königin, Margrethe II. Dort wollen die "Copenhagen Suborbitals" einen der ihren ins Weltall schicken. Spinnerei oder Bastelei auf Hightech-Niveau? Acht Raketen haben sie bereits vor Bornholm gestartet. Auf der einzigen dänischen Felseninsel Bornholm erfolgt der letzte Stopp dieser Reise. Einst heiß umkämpft, ist die Festung Hammershus ihr Wahrzeichen. Rundkirchen, Grotten aus Granit, feinste Sandstrände, Handwerkskunst, das "Gold von Gudhjem" - Räucherei -, Felszeichnungen, unterirdische Trolle und Gitarren aus alten Schiffsplanken: Keine andere Insel Dänemarks bietet eine solche Vielfalt. Vor Bornholm liegen die "Ertholmene", die Erbseninseln, eine winzige Gruppe felsiger Schären. Eine Marinefestung. Wer dort lebt, wohnt in Kasernen und ist vom dänischen Verteidigungsminister angestellt.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
Alpenpanorama
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
ZIB
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
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Land zwischen den Meeren: Dänemarks Nordseeküste
Spielfilm. Hyggelig - gemütlich -, stolz auf ihr Land und mit allen per Du: So könnte man die Dänen beschreiben. Mit dem Plattbodenschiff entlang der Westküste geht es auf Entdeckungstour. 550 abwechslungsreiche Küstenkilometer, Heimat eines liebenswerten, weltoffenen Volks, dessen Vorfahren große Seefahrer waren: die unerschrockenen Nordmänner. Das kleine Königreich Dänemark ist viel mehr als nur "das Land der Ferienhäuser". Das Leben der Dänen ist geprägt vom "Westmeer", wie sie die Nordsee nennen. Formt doch dieses raue Meer mit seinen Naturgewalten, Gezeiten, Stürmen und Fluten seit Tausenden Jahren von Westen her ihre Heimat. Atemberaubende Landschaften, skurrile Geschichten, drollige Seehunde und bunte Inseltrachten, Essen aus dem Watt und Schnaps aus Dünenkräutern, "Blaues Licht" und lebenslustige Menschen: Die Westküste des dänischen Königreichs mit einem kleinen Plattbodenschiff zu entdecken, ist ein faszinierendes Erlebnis. Im Süden schufen Nordsee und Stürme das Wattenmeer mit Prielen und Inseln fast nur aus Sand. Die alte Walfänger-Insel Rřmř rühmt sich mit dem breitesten Sandstrand Nordeuropas - so breit, dass man den "Spaziergang" zum Wasser lieber mit dem Auto macht. Auch Fanř hat Strände ohne Ende, dazu zwei Vogelkojen. Berühmt aber ist diese Insel vor allem für ihre Traditionen, ihre Trachten und die Fannikerdage. Die werden gefeiert, seit die Insulaner Fanř 1741 vom dänischen König ersteigert hatten. Mandř ist die kleine Inselschwester, einst die einzige Hallig Dänemarks, die heute von einem Deich geschützt wird. Doch wenn man sie über einen Damm erreichen will, bekommt man zweimal am Tag nasse Füße. Mit einsetzender Ebbe geht es mit einem Nationalpark-Ranger hinaus, dem "Motor" des Wattenmeer-Lebens auf der Spur. Zurück geht es zum Festland nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Eher ein Städtchen, gemütlich mit krummen Fachwerkhäusern, grobem Kopfsteinpflaster und dem altehrwürdigen Dom. Die ersten Wikinger wurden in Ribe bekehrt. Esbjerg ist viel jünger, erst seit gut 120 Jahren eine Stadt. Sie liegt der Halbinsel Skallingen gegenüber, die wohl dynamischste Landschaft im dort endenden Wattenmeer. Nördlich davon liegt die Haff- und Buchtenküste mit flachen Küstenseen, malerischen Fjorden und Stränden. Ferienhäuser befinden sich dort zwischen endlosen Dünen. In Hvide Sande baute man vor dem Ringkřbing-Fjord eine Schleuse zum Meer. Eine Dünenwächterin müht sich dort, dem Landfraß der Nordsee Einhalt zu gebieten, während Touristinnen und Touristen fleißig auf der großen Fischauktion bieten oder in typischen Vierkanthöfen nach Strandvogt-Legenden suchen. Geologisch interessant und bei Paraglidern beliebt sind die steilen Kliffs am Leuchtturm Bovbjerg Fyr. Und traumhaft schön: der Limfjord. Perfekt für eine Safari zu den Robben, die sich in der breiten, flachen Fjordeinfahrt tummeln. Bei Thyborřn haben die Seenotretter ihre Hauptstation. Denn an der Küste nordwärts wüten Stürme und Brandung wie kaum anderswo. Unzählige Wracks allein in der Jammerbucht und auch ins Meer gestürzte Kirchen und Ferienhäuser beweisen das. Alte Bunker, vom Meer aus den Dünen gespült, erzählen in Hanstholm vom Atlantikwall, der gewaltigen deutschen Wehranlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Wanderdüne Rubjerg Knude hat den Leuchtturm von Rubjerg einfach überrollt. Der Sand hat ihn zwar wieder freigegeben, der Turm droht jedoch, ins Meer zu stürzen. Leicht ist das Leben für die Fischer von Thorup-Strand nicht. Weil es dort an der Küste keine Häfen gibt, müssen sie ihre Kutter mit Bulldozern und Winden über den Sand ziehen - vor allem nachts ein beeindruckender Vorgang. Und im Ozeanarium in Hirtshals kann man in das Fanggebiet der Fischer "eintauchen": in die Unterwasserwelt der Nordsee. Hoch im Norden bei Skagen, wo die Nordsee auf die Ostsee trifft, wächst Grenen, die nördlichste Landspitze Dänemarks, jedes Jahr rund zehn Meter weiter ins Meer hinaus. Eine eigenwillige Landschaft in "Blauem Licht". Sie zog die berühmten "Skagenmaler" an. Einem davon ist es zu verdanken, dass in der Mittsommernacht die Dänen überall entlang dieser Küste am lodernden Sankt-Hans-Feuer ihre "Hymne" singen.
Vulkane am Bodensee - eine Zeitreise
Spielfilm. "Des Herrgotts Kegelspiel" nannte der Dichter Ludwig Finckh die Kette der Vulkane am Bodensee. Der Film geht auf eine Zeitreise durch 15. 000 Jahre. Die Vulkane entstanden vor 15 Millionen Jahren, waren Heimat für das Urpferdchen "Hipparion" und für Steinzeitjäger, die hier auf die Pirsch nach Rentieren gingen. Im Mittelalter krönten riesige Festungen wie der Hohentwiel die Vulkane. Heute zeigt eine 3-D-Animation in Egoperspektive das mittelalterliche Leben. Und die Mountainbiker machen den Hohentwiel zur WM-Strecke.
Servicezeit
Magazin. Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr – "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
Unkraut
Magazin. Modern, frisch und widerborstig berichtet das Umweltmagazin "Unkraut" über neueste Entwicklungen im Umwelt- und Naturschutz, aber auch über Umweltsünden und wie man sie verhindern kann. Dazu gibt es ökologische Hintergründe - in Themensendungen vernetzt präsentiert.
Weltstädte (1/3)
Mit Leon Windscheid. Wie tickt New York? In der "Terra X"-Sendung "Weltstädte – New York" erforscht der "Terra X"-Moderator Leon Windscheid die Seele, Magie und Geschichte der amerikanischen Metropole. Wie konnte aus einem Stützpunkt von Pelzhändlern und wagemutigen Siedlern eine atemberaubende Weltstadt erwachsen? Das fragt sich der "Terra X"-Moderator und Psychologe Leon Windscheid in "Terra X: Weltstädte - New York". Für viele ist New York die Stadt der Städte. Ein Weltwunder, das sich hoch in den Himmel schraubt und immer wieder neue Rekorde bricht. Ein Symbol für Dichte und pulsierendes Leben, ein wimmelnder Schmelztiegel, der nie zur Ruhe kommt. Und tatsächlich ist New York im Laufe von nur 400 Jahren zu einem atemberaubenden Superorganismus angewachsen, der sich jeder Beschreibung zu entziehen scheint. Heute bezieht die Stadt Arbeitskräfte, Ressourcen, Energie, Wasser und Kapital aus aller Welt, nur um immer weiter dem Himmel entgegen zu wachsen. So sind die Wolkenkratzer zum Symbol der Stadt geworden. Die Skyline New Yorks kennt man aus zahlreichen Filmen und Serien. Sie sind das sichtbare Zeichen von Wagemut und Fortschritt, aber auch Größenwahn und Bauspekulation im New York der 1920er- und 1930er-Jahre. Die neueste Generation von Wolkenkratzern nennen die New Yorker "Supertalls". Denn sie sind nicht nur superhoch, sondern auch superschlank, fast so, als hätte man ein paar Stifte in die Silhouette der Skyline gesteckt. 14 solcher Bleistift-Gebäude wurden seit 2014 in New York gebaut. Das Kleinste ist 220 Meter hoch, das höchste 480 Meter – höher als das berühmte Empire State Building. Psychologe Leon Windscheid trifft einen der erfolgreichsten Immobilienmakler New Yorks und lässt sich von ihm das 54 Millionen teure Appartement im 76. Stock des Steinway Towers zeigen. Der dünnste Wolkenkratzer der Welt. Nur 18 Meter breit, aber unglaubliche 435 Meter hoch und mit einem einzigartigen Blick über den Central Park. Mit viel Geld kann man sich in New York eben fast einen Platz im Himmel kaufen. Doch der Blick auf die Skyline Manhattans zeigt nur einen kleinen Ausschnitt dieser faszinierenden Stadt und verrät nicht, wie sie wurde, was sie heute ist: Amerikas Megametropole Nummer 1. Um New York buchstäblich besser begreifen zu können, muss man hinter die Fassaden blicken und immer wieder Türen in die Vergangenheit aufstoßen, die zu faszinierenden Geschichten führen. Wie zum Beispiel zum Entdecker und Seefahrer Henry Hudson oder zum Immobilien-Spekulanten Johann Jakob Astor. Was treibt die Menschen an, die hier den American Dream suchen? "Terra X"-Moderator und Psychologe Leon Windscheid erforscht die Motive und Visionen der Entdecker, Gründer und Erbauer New Yorks und erforscht dabei die Seele dieser einzigartigen Stadt.
Weltstädte (2/3)
Mit Leon Windscheid. Istanbul, die "Königin der Städte". "Terra X"-Moderator und Psychologe Leon Windscheid ergründet das Geheimnis der magischen Stadt am Bosporus. Die vibrierende Megametropole, die noch immer mit ihrem "Tausendundeine Nacht"-Flair betört, ist die einzige Weltstadt auf zwei Kontinenten. Leon Windscheid erforscht, warum Istanbuls Zauber bis heute ungebrochen ist. Die Stadt entführt mit ihrer einzigartigen Architektur, Kultur und Geschichte unmittelbar in andere Sphären. Einst galt sie als "Wohnort der Glückseligkeit". Doch Istanbul ist mehr als nur ein Hauch von Orient, drei Flugstunden von Deutschland entfernt. Sie ist eine Stadt der vielen Identitäten. Sie war das Zentrum von zwei Imperien, ein spiritueller Mittelpunkt für das frühe Christentum und den Islam. Die Weltstadt auf zwei Kontinenten, die Ost und West verbindet. Eine Weltstadt im historischsten Sinne des Wortes und heute eine Megacity. Mit geschätzten 20 Millionen Einwohnern. Eine Stadt, die permanent ihre natürlichen Grenzen verschiebt. Zwischen brutaler Armut und massivem Reichtum. Am Ufer einer der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt, in einer extrem erdbebengefährdeten Region. Eine Stadt, die auf der Kante lebt – die wie kaum eine andere die Psyche fordert. Und die den Geist und die Sinne stimuliert mit ihrem ganz eigenen Zauber, ihrem organischen Chaos und ihrer unvergleichbaren Geräuschkulisse. Leon Windscheid reist nach Istanbul und begibt sich vor Ort auf eine spannende Spurensuche: Wie konnte sich diese Stadt zu einem der größten und bedeutendsten Machtzentren ihrer jeweiligen Zeit etablieren? Leon Windscheid blickt zurück auf die Geschichte der Stadt, die so oft Herrscher und Religion gewechselt hat, und erforscht dabei, was die Bewohner und Besucher Istanbuls bis heute in den Bann schlägt.
Weltstädte (3/3)
Mit Leon Windscheid. In "Terra X - Weltstädte: Paris" ergründet der "Terra X"-Moderator und Psychologe das Savoir-vivre der Pariser und die Magie der Weltstadt an der Seine. Paris – das ist ein Gefühl. Kaum eine Stadt erobert allein mit dem Klang ihres Namens so sehr die Sinne. Warum gerade diese einst unbedeutende Siedlung zur Weltstadt aufgestiegen ist, erforscht der "Terra X"-Moderator und Psychologe Leon Windscheid. Die Stadt des Lichts ist einer der Beinamen, den Paris seit Jahrhunderten trägt. Er bezog sich eigentlich auf die Einführung der Straßenbeleuchtung unter Ludwig XIV., ist aber auch in einem breiteren Sinne zutreffend. Denn über Jahrhunderte hinweg war Paris nicht nur die Hauptstadt Frankreichs, sondern galt als Hauptstadt der Welt. Weil die Metropole an der Seine der Welt das Licht der Aufklärung und damit die Idee der Freiheit und Gleichheit der Menschen gebracht hat. Weil sie als Hauptstadt des Wissens galt, in der Forscher an großen Universitäten die Welt veränderten – während neue, riesige Museen und Sammlungen das Volk aus der Unwissenheit befreiten. Weil ihr der Ruf vorauseilte, dass alle Feinheiten zivilisierten Lebens hier auf die Spitze getrieben werden. Paris gilt bis heute als Stadt des Savoir-vivre, als Weltstadt der Mode und des ungetrübten Vergnügens. Gleichzeitig war Paris aber auch die Stadt schwärender Klassengegensätze, Handlungsort gleich mehrerer blutiger Revolutionen, Schauplatz einer radikalen Umformung der Stadt und Vertreibung der Arbeiterschaft aus dem Stadtkern. Die Errungenschaften, für die Paris bis heute gefeiert wird – gesellschaftlich wie architektonisch - wurden in der Regel hart erkämpft. Paris ist auch eine Stadt der starken Symbole. Der Eiffelturm als Schlüsselanhänger allein ist ausreichend, uns das gesamte Tableau dieser Stadt mit ihren genormten Bürgerhäusern, dem Seine-Kanal und den berühmten Plätzen und Gebäuden vor Augen zu führen. Damit ist auch klar: Paris ist nicht nur eine reale Stadt. Es ist auch eine mythische Stadt, zelebriert von unzähligen Künstlern und Schriftstellern über Jahrhunderte hinweg. Psychologe Leon Windscheid taucht in die Geschichte der Metropole ein und trifft Menschen, die ihm helfen, den Mythos von Paris zu entschlüsseln und auch zu entlarven. Wie sehen die Pariser und Pariserinnen ihre Stadt heute, und wie sieht die Seele dieser Stadt neben all den Klischees wirklich aus?
Orient-Express (1/4)
Spielfilm. In der goldenen Ära des Orient-Express können Reisende mit nur einem Ticket von London bis Istanbul reisen. Unterwegs warten Städte voller Geschichte – und einzigartige Begegnungen. Die erste Etappe führt von London an die Südküste Englands. Zubringerzüge bringen die feine Gesellschaft bis an den Hafen. Danach geht es mit der Fähre nach Frankreich – wo eine Nacht in der damals aufregendsten Metropole der Welt auf die Passagiere wartet. Das Filmteam folgt den Spuren des legendären Orient-Express – mit heutigen Verbindungen entlang der historischen Route. Schritt für Schritt erschließt sich so eine Reise, die einst zu den exklusivsten Europas zählte. Unterwegs kommen zahlreiche Expertinnen und Experten zu Wort: Sie erzählen von den exklusiven – und nicht selten auch zwielichtigen – Gästen des berühmten Luxuszugs – darunter die "Queen of Crime", Agatha Christie, und der skrupellose Waffenhändler Basil Zaharoff. Historiker beleuchten die politische und kulturelle Bedeutung des Orient-Express. Und im Pariser "Moulin Rouge" zeigt sich, warum Paris in den 1920er-Jahren Pflichtprogramm für die Reisenden war. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit entsteht ein vielschichtiges Bild: Immer wieder blendet der Film zurück und erzählt, wie die Passagiere vor 100 Jahren diesen Abschnitt der Reise erlebt haben.
Orient-Express (2/4)
Spielfilm. Die zweite Etappe der Reise führt von Paris nach Salzburg. Sie erzählt vom Glanz und von den Abgründen des Orient-Express: Luxusdesign, Automobilvisionen und Europas dunkelstem Kapitel. Von der Schmuckstadt Pforzheim geht es über Stuttgart, München bis Salzburg. Der Orient-Express wird zum Spiegel einer Epoche. Er prägt die Schmuckindustrie, inspiriert das Design deutscher Automobile und wird als politisches Symbol instrumentalisiert und bekämpft. Das Filmteam folgt der historischen Strecke von Paris durch Süddeutschland und Österreich – und zeigt, wie eng der Orient-Express mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Expertinnen und Experten beleuchten den Einfluss des Zugs auf Design und Industrie: In Pforzheim prägt er die Schmuckkunst, in Stuttgart inspiriert er die Entstehung luxuriöser Automobile. Die Reise führt auch nach München, Gründungsort der NSDAP und damals ein Zentrum des Nationalsozialismus. Dort wird der Orient-Express zum politischen Symbol, von Hitler instrumentalisiert und bekämpft – während mutige Widerstandsgruppen wie die "Weiße Rose" Geschichte schreiben. In Salzburg wird es kulturell: Das Filmteam besucht ein über 100 Jahre altes Marionettentheater. Das einzigartige Porträt eines Luxuszugs, der weit mehr war als eine Bahnverbindung.
Orient-Express (3/4)
Spielfilm. Auf den Spuren des Orient-Express von München über Wien weiter nach Budapest: Diese Etappe vereint Ingenieurskunst und politische Geschichte – ein Zug als Spiegel Europas in Krisenzeiten. Über die Semmeringstrecke erreicht der Orient-Express Wien. Dort trifft kaiserlicher Glanz auf politische Umbrüche: Sigmund Freud flieht 1938 mit dem Zug ins Exil. In Ungarn wird die Route 1931 Schauplatz eines Attentats mit 22 Toten. Das Filmteam folgt der historischen Strecke über den Semmering nach Wien und weiter nach Budapest. Es zeigt, wie der Orient-Express nicht nur Luxus und Eleganz verkörpert, sondern auch Schauplatz dramatischer Ereignisse ist. In Wien führt die Reise ins "Hotel Imperial", in den Prater und zur Praxis Sigmund Freuds – dessen Flucht 1938 mit dem Orient-Express zu den bewegendsten Kapiteln der Zuggeschichte zählt. Kurz vor Budapest erhebt sich das Eisenbahnviadukt Biatorbágy, das 1931 Ziel eines brutalen Angriffs wird. In Budapest erleben die Reisenden eine Stadt zwischen imperialer Pracht und sozialistischer Vergangenheit – von den prachtvollen Thermalbädern bis zur Kindereisenbahn, einem Relikt aus der Zeit des Kommunismus. Im Eisenbahnmuseum schließlich steht einer der letzten originalen Teakholz-Wagen des Orient-Express – ein seltenes Relikt jener Epoche, in der der Luxuszug Europa verbindet.
Orient-Express (4/4)
Spielfilm. Vom Abendland ins Morgenland: Die letzte Etappe führt nach Istanbul, das historische Ziel des Orient-Express – und der krönende Abschluss dieser einzigartigen Zugreise. Auf dem Weg in die Türkei geht es quer durch Bulgarien, vorbei an Sofia und Plowdiw. Im Kalten Krieg wird der Orient-Express dort streng kontrolliert – als wichtige Verbindung zwischen Ost und West gilt er als "Zug der Spione". Das Filmteam folgt der historischen Strecke bis nach Istanbul – dem Sehnsuchtsort, der dem Orient-Express seinen Namen gibt. Über den Dragoman-Pass erreicht der Zug Sofia, wo er im Kalten Krieg zum "Zug der Spione" wird. In Plowdiw stehen römische Ruinen neben eleganten Stadthäusern der Gründerzeit – ein weiteres Kapitel europäischer Geschichte entlang der Schienen. Mit der Einfahrt in den Sirkeci-Bahnhof schließt sich der Kreis: Istanbul, das Tor zwischen Europa und Asien, ist fast ein Jahrhundert lang Endstation der legendären Reise. Im "Pera Palace", eigens für die Gäste des Orient-Express gebaut, setzt sich der Luxus fort. Dort, zwischen Minaretten und Palästen, endet die Route. Der Orient-Express ist mehr als ein Zug: Er ist Bühne europäischer Geschichte, Stoff für Träume und Symbol einer Epoche, die das Reisen für immer verändert hat.
nano
Die Welt von morgen. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
heute
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
3sat-Wetter
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kulturzeit
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD. "Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
Tagesschau
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
Sex mit 40 plus – Freiheitsbooster oder Lustkiller?
Spielfilm. Zwischen Menopause, Testosteronmangel, Sehnsüchten und mutigen Neustarts erleben Menschen in der Lebensmitte den besten Sex ihres Lebens – wenn sie sich trauen, alte Muster zu sprengen. Forschung und Beratung unterstützen dabei, die Sexualität zu gestalten – mit Expertise, Medikamenten oder praktischen Tipps. Viele lernen erst jetzt, offen über Bedürfnisse und Fantasien zu sprechen. Bei Frauen führen die Wechseljahre oft zwangsläufig zu einer neuen Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, doch auch Männer hinterfragen bisherige Vorlieben und Praktiken, zum Beispiel, wenn vermehrt sexuelle Funktionsstörungen auftreten. Die Soziologin Barbara Rothmüller erforscht an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, wie sich sexuelle Identität, Fantasien und Ausmaß der Lust im Lebensverlauf verändern. Bei einigen Menschen ist plötzlich alles neu, so wie bei Anna aus Berlin. Sie lebte lange monogam mit ihrem Ehemann zusammen, dann polyamor mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern und ist heute mit einer Frau verheiratet. Wissenschaftliche Befragungen zeigen darüber hinaus: Frisch verliebte ältere Paare können ein weitaus aktiveres Sexualleben haben als junge Paare in Langzeitbeziehungen. Bettina Toth, Leiterin der Innsbrucker Uniklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, unterstützt Patientinnen in der Perimenopause. Ihr Ziel ist es, dass Frauen gesund alt werden, und dazu gehört eine erfüllende Sexualität. Genauso wichtig wie die Unterstützung durch Experten ist ein offener Austausch über die bisherigen Erfahrungen und das persönliche Erleben. Der fällt den über Vierzigjährigen noch immer nicht ganz leicht. Doch in Podcasts, Selbsthilfegruppen, Freundschaften und Partnerschaften kommen auch sie immer häufiger ins Gespräch und legen so den Grundstein für eine erfüllendere Sexualität in der zweiten Lebenshälfte.
Die Pornogesellschaft - Wie Porno unseren Sex beeinflusst
Pornografie ist so leicht zugänglich wie nie. Die Nutzer werden immer jünger, der Konsum steigt rasant. Was das mit uns macht, darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen. Die digitale Pornokultur prägt nicht nur unser Begehren: Pornografie spiegelt auch die Gesellschaft – und formt sie zugleich. Denn Porno ist überall. Zwischen Lust und Leistungsdruck, Selbstbestimmung und Sucht: Wo endet Befreiung, wo beginnt Überforderung? Studien zeigen: Pornografie kann informieren, inspirieren und sexuelle Vielfalt sichtbar machen. Sie kann aber auch Erwartungen verzerren, Druck erzeugen und intime Beziehungen belasten. Es geht auch um Macht und Gewalt, um Körper gegen Geld – und um die Suche nach Echtheit in einer digitalisierten Fake-Intimität. Zwischen Selbstbestimmung und Kommerz, zwischen Neugier und Abhängigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das Fragen aufwirft: Wann ist Lust noch Spiel – und wann verlieren wir die Kontrolle? Wie verändert Pornografie unser sexuelles Verhalten? Warum ist Gewalt in Pornos immer problematischer? Gibt es ein Suchtpotenzial? Welche Rolle spielen Plattformen wie OnlyFans, wo Sexarbeit und Social Media verschmelzen? Und wie können Jugendliche lernen, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden? Die Forschung sucht nach Antworten. Die Gäste der Sendung: Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin, Sexual- und Medienpädagogin und engagiert sich seit Jahren dafür, Pornografie als gesellschaftlich relevantes Thema wissenschaftlich und öffentlich aufzuarbeiten. Zur Zeit forscht sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Johannes Fuß ist Psychiater und Sexualwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Er forscht zur Auswirkung von Pornografie auf Verhalten und Gehirn und untersucht dabei auch den Einsatz neuer Sexualtechnologien, wie Sexroboter, hochrealistische Puppen und virtuelle Realität. Rudolf Stark ist Professor für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er ist zudem Geschäftsführender Direktor des Bender Institute of Neuroimaging (BION) und entwickelt zur Zeit effektive Behandlungswege für Pornografie-Nutzungsstörungen.
ZIB 2
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
auslandsjournal extra
ZDF-Korrespondenten berichten aus aller Welt. "auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.
auslandsjournal - So geht Frieden! (1/2)
Spielfilm. Frieden ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet wird. Frieden entsteht nicht von selbst. Er wird möglich, wenn Menschen Brücken bauen und Konflikte lösen. Für das ZDF reisen Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer um die Welt, um zu verstehen, was Frieden möglich macht. Sie zeigen Orte, an denen Konflikte bewältigt werden und Menschen, die dafür kämpfen, Frieden dauerhaft zu sichern. Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer kennen die Kriegs- und Krisengebiete unserer Welt. Sie liefern die Bilder für Nachrichten und Dokumentationen, zeigen das Schicksal der Menschen in diesen Regionen aus nächster Nähe. In der Reihe "auslandsjournal – So geht Frieden! " besuchen sie Orte, an denen Menschen dafür kämpfen, Konflikte zu beenden und Frieden zu wahren. Der erste Teil geht der Frage nach: "Wie Waffen niederlegen? " Dafür treffen sie Menschen in Island, Syrien, Liberia und der Ukraine. In Island geht es um die Frage, was wir vom friedlichsten Land der Welt lernen können? Denn Frieden definiert auch, wie stabil Institutionen sind und wie sicher die Menschen in ihrem Land leben. Schon von klein auf lernen Kinder in Island Verantwortung für sich, die Gemeinschaft und die Natur zu übernehmen. In Liberia haben Frauen eine ganz besondere Rolle in der Friedensbewegung gespielt. Ein Land, das noch heute geprägt ist von den Narben eines langen Bürgerkriegs. Ein Konflikt, der ohne die Frauenfriedensbewegung vielleicht nie überwunden worden wäre. In Syrien gehen die Filmemacher der Frage auf den Grund, wie Frieden, der noch so frisch ist, eine Gesellschaft wieder einen kann? Ein Land zwischen Aufbruch und Erschöpfung, ein Land, das versucht, sich neu zu erfinden. In der Ukraine muss Frieden jeden Tag neu verteidigt werden. Seit mehr als vier Jahren leben die Menschen in permanenter Alarmbereitschaft. Die Angriffe des schier übermächtigen russischen Nachbarn lassen nicht nach. Welche Rolle spielt das Militär, spielen die eigene Armee und Opferbereitschaft, um Frieden in der Gesellschaft als Idee aufrechtzuerhalten? Die Reihe "auslandsjournal – So geht Frieden! " zeigt, dass Frieden kein Zustand ist, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet werden kann.
auslandsjournal - So geht Frieden! (2/2)
Spielfilm. Frieden ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet wird. Frieden entsteht nicht von selbst. Er wird möglich, wenn Menschen Brücken bauen und Konflikte lösen. Für das ZDF reisen Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer um die Welt, um zu verstehen, was Frieden möglich macht. Sie zeigen Orte, an denen Konflikte bewältigt werden und Menschen, die dafür kämpfen, Frieden dauerhaft zu sichern. Katrin Eigendorf und Carl Gierstorfer kennen die Kriegs- und Krisengebiete unserer Welt. Sie liefern die Bilder für Nachrichten und Dokumentationen, zeigen das Schicksal der Menschen in diesen Regionen aus nächster Nähe. In der Reihe "auslandsjournal – So geht Frieden! " besuchen sie Orte, an denen Menschen dafür kämpfen, Konflikte zu beenden und Frieden zu wahren. Der zweite Teil der Dokumentationsreihe geht der Frage nach: "Wie Vertrauen aufbauen? " Dafür treffen sie Menschen in Nordirland, Nordmazedonien, Vietnam, Uruguay und der Ukraine. Identität und religiöse Zugehörigkeit waren in Nordirland über Jahrzehnte auch politisch aufgeladen. Wie kann Frieden herrschen, wenn Opfer und Täter noch heute in direkter Nachbarschaft leben und es nie eine wirkliche Aufarbeitung gab? Was bedeutet Frieden ohne Vergebung? Frieden lässt sich nicht verordnen. Menschen müssen über Generationen lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Bildung und frühkindliche Entwicklung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Neurowissenschaft zeigt, wie traumatisierte Eltern Verhaltensweisen und Strukturen im Gehirn an ihre Kinder weitergeben. In Nordmazedonien gibt es Pionierprojekte, die darauf ausgelegt sind, diese Strukturen frühzeitig zu erkennen und Wege zu finden, damit umzugehen. In Vietnam hat die Regierung einen alternativen Weg eingeschlagen und nach dem Vietnamkrieg eben genau das versucht, Frieden von oben zu verordnen. Die Vietnamesen sollten frühzeitig durch wirtschaftliche Perspektiven eingebunden werden, um so die Bereitschaft zu Versöhnung und Stabilität zu fördern. Zugleich bleibt Vietnam ein sehr geschlossenes System, in dem noch heute Angst herrscht, die eigene Meinung offen zu äußern. Wie nachhaltig ist dieser Pfad zum Frieden? In Südamerika ist Uruguay ein Vorzeigeland, das zeigt, wie die Spaltung im Land nach Jahrzehnten der Militärdiktatur durch Demokratie und sozialen Ausgleich überwunden wurde. Was können wir für Konflikte und Krisen weltweit lernen? Die Reihe "auslandsjournal – So geht Frieden! " zeigt, dass Frieden kein Zustand ist, sondern ein Prozess, der von Menschen gestaltet werden kann.
SRFglobal
Auslandmagazin mit Sebastian Ramspeck. "SRF global" ist das Auslandsmagazin des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Moderator Sebastian Ramspeck greift einmal im Monat ein aktuelles internationales Thema auf.
10 vor 10
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
Die Nordreportage: Hamburgs Lebensretter
Volle Becken, volle Wiesen, volle Verantwortung. Sommerhitze in Hamburg: Tausende Menschen strömen in Freibäder und an Badeseen. Für Bademeister und Rettungsschwimmer beginnt damit die stressigste Zeit des Jahres. Während die meisten Sonne und Wasser genießen, sorgen Bademeister und Rettungsschwimmer dafür, dass aus einem Sommertag kein Notfalltag wird. Sie behalten Becken, Ufer und Badegäste jederzeit im Blick. An heißen Tagen steigt der Andrang auf Hamburgs Freibäder und Badeseen besonders stark an. Für die Einsatzkräfte bedeutet das höchste Konzentration: Sie greifen bei Unfällen, Kreislaufproblemen oder gefährlichen Situationen im Wasser ein und sorgen für Sicherheit beim Badevergnügen.
Orient-Express (1/4)
Spielfilm. In der goldenen Ära des Orient-Express können Reisende mit nur einem Ticket von London bis Istanbul reisen. Unterwegs warten Städte voller Geschichte – und einzigartige Begegnungen. Die erste Etappe führt von London an die Südküste Englands. Zubringerzüge bringen die feine Gesellschaft bis an den Hafen. Danach geht es mit der Fähre nach Frankreich – wo eine Nacht in der damals aufregendsten Metropole der Welt auf die Passagiere wartet. Das Filmteam folgt den Spuren des legendären Orient-Express – mit heutigen Verbindungen entlang der historischen Route. Schritt für Schritt erschließt sich so eine Reise, die einst zu den exklusivsten Europas zählte. Unterwegs kommen zahlreiche Expertinnen und Experten zu Wort: Sie erzählen von den exklusiven – und nicht selten auch zwielichtigen – Gästen des berühmten Luxuszugs – darunter die "Queen of Crime", Agatha Christie, und der skrupellose Waffenhändler Basil Zaharoff. Historiker beleuchten die politische und kulturelle Bedeutung des Orient-Express. Und im Pariser "Moulin Rouge" zeigt sich, warum Paris in den 1920er-Jahren Pflichtprogramm für die Reisenden war. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit entsteht ein vielschichtiges Bild: Immer wieder blendet der Film zurück und erzählt, wie die Passagiere vor 100 Jahren diesen Abschnitt der Reise erlebt haben.
Orient-Express (2/4)
Spielfilm. Die zweite Etappe der Reise führt von Paris nach Salzburg. Sie erzählt vom Glanz und von den Abgründen des Orient-Express: Luxusdesign, Automobilvisionen und Europas dunkelstem Kapitel. Von der Schmuckstadt Pforzheim geht es über Stuttgart, München bis Salzburg. Der Orient-Express wird zum Spiegel einer Epoche. Er prägt die Schmuckindustrie, inspiriert das Design deutscher Automobile und wird als politisches Symbol instrumentalisiert und bekämpft. Das Filmteam folgt der historischen Strecke von Paris durch Süddeutschland und Österreich – und zeigt, wie eng der Orient-Express mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Expertinnen und Experten beleuchten den Einfluss des Zugs auf Design und Industrie: In Pforzheim prägt er die Schmuckkunst, in Stuttgart inspiriert er die Entstehung luxuriöser Automobile. Die Reise führt auch nach München, Gründungsort der NSDAP und damals ein Zentrum des Nationalsozialismus. Dort wird der Orient-Express zum politischen Symbol, von Hitler instrumentalisiert und bekämpft – während mutige Widerstandsgruppen wie die "Weiße Rose" Geschichte schreiben. In Salzburg wird es kulturell: Das Filmteam besucht ein über 100 Jahre altes Marionettentheater. Das einzigartige Porträt eines Luxuszugs, der weit mehr war als eine Bahnverbindung.
Orient-Express (3/4)
Spielfilm. Auf den Spuren des Orient-Express von München über Wien weiter nach Budapest: Diese Etappe vereint Ingenieurskunst und politische Geschichte – ein Zug als Spiegel Europas in Krisenzeiten. Über die Semmeringstrecke erreicht der Orient-Express Wien. Dort trifft kaiserlicher Glanz auf politische Umbrüche: Sigmund Freud flieht 1938 mit dem Zug ins Exil. In Ungarn wird die Route 1931 Schauplatz eines Attentats mit 22 Toten. Das Filmteam folgt der historischen Strecke über den Semmering nach Wien und weiter nach Budapest. Es zeigt, wie der Orient-Express nicht nur Luxus und Eleganz verkörpert, sondern auch Schauplatz dramatischer Ereignisse ist. In Wien führt die Reise ins "Hotel Imperial", in den Prater und zur Praxis Sigmund Freuds – dessen Flucht 1938 mit dem Orient-Express zu den bewegendsten Kapiteln der Zuggeschichte zählt. Kurz vor Budapest erhebt sich das Eisenbahnviadukt Biatorbágy, das 1931 Ziel eines brutalen Angriffs wird. In Budapest erleben die Reisenden eine Stadt zwischen imperialer Pracht und sozialistischer Vergangenheit – von den prachtvollen Thermalbädern bis zur Kindereisenbahn, einem Relikt aus der Zeit des Kommunismus. Im Eisenbahnmuseum schließlich steht einer der letzten originalen Teakholz-Wagen des Orient-Express – ein seltenes Relikt jener Epoche, in der der Luxuszug Europa verbindet.
