• MDR

    • MDR od do

      • Leuna - Komplex

        Stadt, Land, Werk. Leuna steht heute für den größten zusammenhängenden Industriekomplex Ostdeutschlands, ein Erfolgsbeispiel der deutschen Einheit. Trotz aller Skandale, Brüche und Zäsuren steht Leuna heute für gelungene Standortpolitik. Und doch hat die Transformation hier Spuren hinterlassen. Leuna ist eine Region voller Widersprüche und steht damit beinahe exemplarisch für viele Regionen in Ostdeutschland. "Wenn die Schlote rauchen, war das immer ein Zeichen für Wohlstand", sagt der Leunaer Schriftsteller Jürgen Jankofsky. Die Schlote rauchen. Heute entweicht ihnen "guter" weißer Rauch. Die Landschaft um das Leunawerk blüht. Die Saale, einst eine schaumführende grün-braune Kloake windet sich durch die Aue und ist Bade- und Angelgewässer. Die kleine Stadt Leuna - in der annähernd so viele Menschen leben wie es Arbeiter im Leunawerk, dem größten deutschen Chemiestandort, gibt - ist geputzt, saniert, die Gemeinde mitsamt der zu ihr gehörenden Dörfer, ist reich. Die Menschen sind auf feinen Sportplätzen unterwegs, haben funktionierende Vereine mit hunderten Mitgliedern. Geglückte Transformation innerhalb der letzten 35 Jahre? Leuna - ein "Leuchtturm", die vielleicht einzige gelungene "Sanierung" einer einstigen DDR-Industrie. Und dennoch sitzt die AfD mit großer Mehrheit im Stadtrat. Und dennoch gibt es zahlreiche Bürgerinitiativen, die sich gegen neue gigantische Solarparks oder einen Messturm des Deutschen Wetterdienstes, gegen eine Stromtrasse, gegen Hochwasserpolder mitten durch die Aue wehren. Parallel dazu fordert der Leunachef, die Pipelines nach Russland wieder aufzumachen, weil Energie, die das Werk braucht, zu teuer geworden ist, weil die Chemieindustrie in der Krise steckt, weil sonst Massenentlassungen drohen. Deutschlandweit löste dies Verwunderung und Entsetzen aus. Die Energiewende ist hier ein ambivalentes Thema. Die Menschen wollen dem nur bedingt folgen. Sind sie dadurch nun die ewig Gestrigen? Die "Ossis", die keine Lust mehr auf eine erneute Transformation haben? Russland-Versteher? Müde vom Sich-Verändern? Oder sind sie nicht genau damit - mit Bürgerinitiativen, Protest und der Forderung nach schnellen finanziellen Lösungen - eigentlich angekommen in der Demokratie, in der Teilhabe. Leuna - ein Ort, der exemplarisch ist, nicht nur für Ostdeutschland. Vielleicht wie ein Labor für das ganze Land. Ein Ort, an dem um und für die Zukunft gestritten wird, wo die Schlote rauchen und der Wohlstand greifbar ist. Eigentlich könnte doch alles so schön sein…

      • MDR aktuell

        Anschließend: das MDR-Wetter. 2 Welten – 1 Tisch

      • Handwerker trifft Influencerin: "Was ist deine Arbeit wert?"

        Zwei Menschen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: ein Handwerker aus der Region Zeitz und eine Influencerin mit großer Online-Reichweite. Gemeinsam mit Moderator Jonathan Doll diskutieren sie beim neuen MDR-Dialogformat "2 Welten - 1 Tisch" über den Wert der Arbeit. Zwei Menschen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: ein Handwerker aus der Region Zeitz und eine Influencerin mit großer Online-Reichweite. Gemeinsam mit Moderator Jonathan Doll diskutieren sie beim neuen MDR-Dialogformat "2 Welten - 1 Tisch" über den Wert der Arbeit - und darüber, was unsere Gesellschaft wirklich voranbringt. Was zählt mehr - praktische Arbeit oder digitale Sichtbarkeit? In Zeiten von Fachkräftemangel, digitaler Transformation und politischen Forderungen nach mehr Arbeitsleistung - wie zuletzt von Bundeskanzler Friedrich Merz im Sommer 2025 - stellt sich die Frage: Müssen wir wirklich alle mehr arbeiten? Oder geht es vielmehr darum, Arbeit neu zu denken? "2 Welten - 1 Tisch" bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammen und schafft Raum für ehrliche Gespräche - offen und direkt vor Ort, moderiert von Jonathan Doll.

      • Kliniken am Limit

        Nichts geht mehr ohne ausländische Ärzte. Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland sind aus deutschen Krankenhäusern nicht mehr wegzudenken. Rund jeder achte Arzt in Deutschland besitzt keine deutsche Staatsangehörigkeit. Besonders in kleinen Krankenhäusern und ländlichen Regionen sichern sie vielerorts den Klinikbetrieb. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt: Ohne diese Zuwanderung müssten zahlreiche Kliniken ihr Angebot deutlich einschränken. Die Dokumentation begleitet zwei von ihnen: den Internisten Mohamed Cherbagi aus Syrien, der zuletzt im Krankenhaus im sächsischen Freiberg tätig war, und Ina Viaroukina aus Belarus, Assistenzärztin im Harzklinikum Quedlinburg. Beide übernehmen die Arbeit an Orten, an denen sich ihre deutschen Kollegen immer weniger finden lassen. Doch warum sind gerade sie so wichtig für die Versorgung abseits der Großstädte? Deutschland bildet heute so viele Ärztinnen und Ärzte aus wie nie zuvor - und trotzdem fehlen derzeit tausende Ärzte an den Krankenhäusern. Der Grund dafür liegt weniger in den absoluten Zahlen als in der Verteilung. Viele Fachärzte zieht es in urbane Zentren, während auf dem Land Fachkräfte fehlen. Zudem gehen in den kommenden Jahren viele Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand, und immer mehr von ihnen arbeiten in Teilzeit. So entsteht trotz hoher Ärztedichte ein spürbarer Engpass. Verstärkt wird dieses Problem durch eine Krankenhauslandschaft, die vielerorts wirtschaftlich unter Druck steht. Deutschland hat im internationalen Vergleich zwar viele Kliniken. Darunter sind allerdings auch zahlreiche kleine Häuser im ländlichen Raum, die häufig kaum rentabel sind. Um hier gegenzusteuern, hat der Bund Ende 2024 eine umfassende Krankenhausreform angestoßen: weniger Standorte, mehr Spezialisierung, mehr ambulante Behandlungen. Während der Gemeinsame Bundesausschuss darin Chancen für mehr Effizienz sieht, warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor neuen Versorgungslücken im ländlichen Raum. Anhand zweier persönlicher Geschichten und einordnender Expertenstimmen zeigt die Dokumentation, wie abhängig viele Kliniken von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland sind; und wie diese Abhängigkeit mit den strukturellen Herausforderungen des deutschen Kliniksystems zusammenhängt.

      • Leuna - Komplex

        Stadt, Land, Werk

      • Ländermagazine

        Ländermagazine

      • Ländermagazine

        Ländermagazine

      • Am Anfang war der Seitensprung

        Spielfilm Deutschland (1999). Annabelles Leben gerät aus den Fugen, als ihre dominante Mutter ins Haus der Familie einzieht und sie dadurch zu spät bemerkt, dass ihr Mann eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat. Verletzt beginnt sie eine Beziehung mit dem jungen Künstler Rilke. Doch erst das Verschwinden ihrer Tochter öffnet Annabelles Augen für ihre Familie. Die 37-jährige Annabelle Schrader (Simone Thomalla) könnte rundum zufrieden sein: Sie ist glücklich mit ihrem Friedrich (Stephan Schwartz) verheiratet, hat zwei aufgeweckte Kinder, den kleinen Jonas (Jonathan Beck) und die pubertierende Lucy (Alexandra Schiffer), dazu ein Reihenhaus im Grünen. Nur mit ihrer dominanten Mutter (Heidelinde Weis) pflegt Annabelle ein streitbares Verhältnis. Als "Queen Mum" vor Weihnachten wegen der Renovierung ihrer Wohnung bei Schraders einzieht, beginnt ein monatelanger Kleinkrieg. Dabei entgeht Annabelle zunächst Friedrichs Affäre mit ihrer besten Freundin Doro (Gesche Tebbenhoff). Bald setzt sie Friedrich wütend nach 15 Ehejahren vor die Tür und lässt sich ihrerseits auf eine Affäre mit dem jungen Künstler Rilke (Sebastian Feicht) ein. Als dieser sie bei einem Konzert seiner Band spontan als Sängerin auf die Bühne holt, spürt Annabelle, dass sie mehr vom Leben will als ein langweiliges Hausfrauendasein. Ihr neuer Elan hält sie so auf Trab, dass sie nicht bemerkt, was sich sonst noch ereignet. Sie überlässt es ihrer Mutter, sich um den fiebernden Sohn zu kümmern, und ist völlig überrascht, als sie eines Morgens "Queen Mums" alten Verehrer Martin (Hans Peter Korff) im Gästezimmer vorfindet. Auch nur am Rande bekommt Annabelle mit, dass sich Lucy unglücklich in Rilkes Freund Niki (Jens Woggon) verliebt hat und außerdem den jungen Liebhaber ihrer Mutter peinlich findet. Als Niki ohne Lucy verreist und auch die Versuche, ihre Eltern wieder zu versöhnen, scheitern, reißt Lucy aus. Die Angst um ihre Tochter bringt Annabelle und Friedrich plötzlich wieder zusammen. Die Moderatorin Amelie Fried wurde mit den Romanen "Traumfrau mit Nebenwirkungen" (1996) und "Am Anfang war der Seitensprung" (1998) auch als Autorin bekannt. Sie erreichte eine Gesamtauflage von über 1,5 Millionen Exemplaren. Regisseur Hartmut Griesmayr setzte die Vorlage mit großem Gespür für Zwischentöne um. Er inszenierte eine spritzige und amüsante Komödie über vertrackte Folgen von Familienbanden und Selbstverwirklichung. Simone Thomalla und Heidelinde Weis zeigen sich in ihren Hauptrollen sichtlich gut aufgelegt. Darsteller: Simone Thomalla, Heidelinde Weis, Stephan Schwartz, Gesche Tebbenhoff, Alexandra Schiffer, Jonathan Beck, Sebastian Feicht, Jens Woggon, Hans Peter Korff, Sissi Perlinger, Julia Thurnau, Nina Bagusat. Regie Hartmut Griesmayr (88 min)

      • Glaubwürdig: Frank Herold

        Fast jeden Sonntag, wenn Frank Herold aus der Kirche in Großpostwitz bei Bautzen kommt, stehen sie an der Straßenecke - die Reichsbürger der Umgebung. Menschen, die die demokratische Grundordnung ablehnen. Frank Herold weiß das, doch er redet trotzdem oder gerade deswegen mit ihnen. "Einige von ihnen kenne ich, sie hatten Brüche im Leben und sind vielleicht verbittert. Ich will hinterfragen und versuchen, zum Nachdenken anzuregen." Meistens gelingt es ihm nicht. Doch Frank Herold gibt nicht auf. "Vor Gott sind doch alle Menschen gleich - das ist meine Lebensmaxime." Und der folgt er auch im Alltag. Der 67-Jährige führt mit seinem Sohn Markus einen Steinmetzbetrieb. Grabmale sind eines ihrer Hauptgeschäfte. Diese Arbeit verlangt viel Feingefühl. Nicht nur bezogen auf den Stein. "Wenn Menschen kommen, die gerade einen Todesfall in der Familie hatten, bin ich nicht mehr nur Handwerker, sondern vor allem Tröster und Seelsorger. Die meisten wollen reden und ich höre ihnen einfach zu." Der Mann mit dem großen Herz - so nennen ihn auch die Jungs aus der Flüchtlingsunterkunft im Nachbardorf. Mit ihnen trifft er sich mindestens einmal im Monat zum Fußball. Vor jedem Spiel wird gemeinsam gebetet - egal, wer welcher Religion angehört. "Wir bitten um Fairness, Verständnis und auch um Spaß. Drei Dinge, die glücklich machen." Exakt - Die Story

      • Diskriminierung am Arbeitsplatz

        Wo bleibt die Chance für Menschen mit Behinderung? Etwa 39 Prozent der deutschen Unternehmen kommen ihrer Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderungen vollumfänglich nach. Klingt nach einer zunehmend inklusiven Arbeitswelt, doch Diskriminierung und Unverständnis gehören für viele Menschen mit Behinderungen nach wie vor zum beruflichen Alltag. Sind sie in einer leistungsorientierten Gesellschaft schlicht zu unbequem für Arbeitgeber? Schauspieler und Comedian Tan Caglar, selbst auf einen Rollstuhl angewiesen, kennt die Herausforderungen. Er trifft Menschen, die offen über ihre Erlebnisse sprechen, und fragt: Wie kann Inklusion am Arbeitsplatz gelingen? Menschen mit Behinderungen sind fast doppelt so oft und länger arbeitslos als Menschen ohne, obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention seit 2009 in Deutschland in Kraft ist. Jan Reicherdt sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl. Sein Traum ist es, als Sicherheitskraft zu arbeiten. Trotz jahrelanger Erfahrung als Ehrenamtlicher im Eishockey-Stadion der "Hannover Scorpions", wo er souverän für die Sicherheit hunderter Fans sorgt, wurde er von Arbeitgebern unterschätzt. "Als Rollifahrer musste ich dort nur Büroarbeiten erledigen, obwohl wir vereinbart hatten, dass ich auch im Außendienst eingesetzt werde." Schließlich wurde er noch vor Ende seiner Probezeit gekündigt. Doch Jan Reicherdt lässt sich nicht entmutigen. Er qualifiziert sich weiter und macht aktuell eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, gefördert vom Jobcenter. Viele Menschen mit Behinderungen könnten wertvolle Beiträge in verschiedenen Berufen leisten - wenn sie nur die Chance dazu erhielten. Dennoch beschäftigen laut Inklusionsbarometer 2023 von "Aktion Mensch" ein Viertel der Unternehmen, die eigentlich dazu verpflichtet wären, keine einzige Person mit Behinderung. Warum ist das so? Marcell Feldmann aus Kassel kämpft für eine inklusive Arbeitswelt. Der Berater für Menschen mit Behinderungen lebt mit dem Usher-Syndrom, einer Kombination aus fast vollständiger Blindheit und Schwerhörigkeit, und arbeitet Vollzeit beim Deutschen Taubblindenwerk. Sein Ziel: Menschen mit Behinderungen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ebnen. Dabei betont er, wie oft Hilfsangebote und Fördermöglichkeiten schlichtweg nicht bekannt seien - und dass Betroffene deswegen bereits am Arbeitsweg scheitern würden. Doch nicht nur Aufklärung ist entscheidend. Gerade Menschen mit unsichtbaren Behinderungen stehen oft vor Herausforderungen. Viele verschweigen ihre Erkrankungen aus Angst vor Diskriminierung. Nicht so die 29-jährige Grundschullehrerin Elisabeth Blech aus Halle (Saale). Sie geht offen mit ihrer Diagnose Multiple Sklerose um. Ihr Umfeld reagiert mit Verständnis und Unterstützung. Regie Jonas Juckeland

      • Wie soll man Dr. Mráček ertränken?

        Oder Das Ende der Wassermänner in Böhmen (1974). Sie sehen aus wie gewöhnliche Bürger, doch in Böhmens Flüssen sammeln Wassermänner die Seelen der Ertrunkenen. Ihre Art droht zu verschwinden. Familie Wässerlein will Tochter Jana mit einem Wassermann verkuppeln – und entfesselt ein turbulentes Verwechslungsspiel. In Prag, in einem Haus am Ufer der Moldau, leben die letzten sieben böhmischen Wassermänner. Die unsterblichen Wesen, die die Seelen der Ertrunkenen in zerbrechlichen Porzellangefäßen aufbewahren, sehen aus wie ganz normale Bürger, doch sie fühlen sich mehr und mehr in ihrer Existenz bedroht. An dieser Entwicklung sind sie selber nicht ganz unschuldig, denn wenn sich ein Wassermann in ein Menschenwesen verliebt oder Blutwurst isst, ist es mit seiner Unsterblichkeit vorbei. Auf einem Kongress der Wassermänner wird klar, dass die Situation in Böhmen besonders kritisch ist. Tatsächlich gibt es dort - außer den Wassermädchen Jana (Libuše Šafránková) und Polly (Eva Trejtnarová) - keinen Nachwuchs mehr. Es gilt deshalb, die beiden mit allen Mitteln vor menschlichen Einflüssen zu schützen. Als Jana die Unvorsichtigkeit begeht, sich in den jungen Rechtsanwalt Jindřich Mráček (Jaromír Hanzlík) zu verlieben, gibt es für ihre Familie nur noch die Frage: "Wie soll man Dr. Mráček ertränken?" Zu allem Unglück ist er auch noch dafür verantwortlich, dass die Wassermänner aus ihrem feuchten Haus, in dem sie sich besonders wohlfühlen, heraus sollen, um eine bessere und komfortablere Wohnung zu beziehen. Das ist schon Grund genug, den Übeltäter so schnell wie möglich zu beseitigen. Kultfilm mit Libuše Šafránková, die als Prinzessin in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu einer der beliebtesten tschechischen Schauspielerinnen wurde. Als Kulisse diente das Prag der 1970er Jahre, insbesondere die Moldau, auch erinnert vieles an das alltägliche Leben in Prag zu dieser Zeit. Das Titellied wurde von Helena Vondráčková und Václav Neckář gesungen. Darsteller: Libuše Šafránková, Jaromír Hanzlík, Zdenek Rehor, Vladimír Menšík, Miloš Kopecký, Eva Trejtnarová, Míla Myslíková, Stella Zázvorková, Cestmír Randa. Regie Václav Vorlícek (90 min)

      • Marta, Marta

        Fernsehfilm Deutschland (1979). Marta beginnt ohne großen Plan eine Ausbildung zur Krankenschwester. Weil die große Liebe auf sich warten lässt, verführt sie eben Monty. Sie glaubt, die Eheprobleme ihrer Eltern lösen zu können. Doch ihr Vater hat eine Affäre, Monty interessiert sich für ihre Freundin, und im Krankenhaus fordert ein tragischer Vorfall sie heraus. Auf einmal steckt Marta in den aufregenden Bewährungsproben des Erwachsenendaseins. Weil sie eigentlich keinen besonderen Berufswunsch hat, wird Marta halt Krankenschwester. Und da die große Liebe auf sich warten lässt, verführt sie eben Monty, den jungen Mann von nebenan. Die Eheprobleme ihrer Eltern glaubt das Mädchen mit einem überraschenden Abendessen lösen zu können. Auf einmal steckt Marta mittendrin in den aufregenden Bewährungsproben des Erwachsenendaseins, wo sie lernen muss, auch mit schmerzlichen Erfahrungen umzugehen. Manfred, der kumpelhafte Vater, betrügt ihre Mutter mit einer anderen Frau, und Monty, der Freund und Tröster, begeistert sich für Martas Freundin Chris. Marta fühlt sich überflüssig und ausgeschlossen. Im Krankenhaus will sich ihr der Sinn pedantischer Vorschriften und humorloser Disziplin nicht so recht erschließen, bis sie ein tragischer Zwischenfall eines Besseren belehrt. Zum Glück gibt es Chefarzt Dr. Maurer, den gestrengen, weisen Schwarm aller Lehrmädchen. In ihm findet Marta einen verständnisvollen Zuhörer, der sich mit ihren naiven Fragen ernsthaft auseinandersetzt. Darsteller: Marijam Agischewa, Angelika Waller, Jürgen Heinrich, Walter Plathe, Dagmar Uhlmann, Otto Mellies, Hildegard Alex. Regie Manfred Mosblech (92 min)

      • Oben geblieben ist noch keiner

        Fernsehfilm Deutschland (1980). Filou Willi Zubrodt strapaziert auf dem Fallschirmspringer-Lehrgang Nerven und Geduld seiner gestrengen Ausbilder - und katapultiert sich so auf die sichere Flugbahn für den Rausschmiss. Zubrodt, der bei seinem ersten Sprung feige gekniffen hat, gerät weiter in die Klemme, als sich seine Arbeitskollegen ankündigen, um ihn in Aktion zu erleben. Offensichtlich mangelt es Fallschirmsprung-Neuling Willi Zubrodt am gebührenden Ernst für den Lehrgang. Lockere Sprüche und freches Grinsen statt Disziplin und Ordnung und zu später Stunde noch umgeben von einer Horde kichernder, nur mit einem Negligé bekleideter Mädchen: So katapultiert sich Zubrodt auf die sichere Flugbahn für den Rausschmiss. Auch wenn ihm keine wesentlichen Lücken in Theorie und Körperertüchtigung nachzuweisen sind, übergibt die Lehrgangsleitung den Fall schließlich zur Entscheidung an den Bezirksvorstand. Zubrodt, der bei seinem ersten Sprung feige gekniffen hat, gerät weiter in die Klemme, als sich seine Arbeitskollegen ankündigen, um ihren vermeintlichen Helden in Aktion zu erleben. Nach einem nicht ganz freiwilligen Absprung treibt Zubrodt ab und landet im Klärgewässer. Herausgefischt und heimgebracht wird der verunglückte Draufgänger von einer attraktiven Frau, vor der er ohne falsche Bescheidenheit wieder zu verbalen Höhenflügen ansetzt. Wie kann er auch ahnen, dass Christine Linde die Vertreterin des Bezirksvorstandes ist, die ihn umgehend beim Wort nimmt. Darsteller: Heinz Rennhack, Alfred Struwe, Jürgen Zartmann, Solveig Müller, Werner Senftleben, Karin Düwel, Viola Schweizer. Regie Eberhard Schäfer (76 min)

      • 100 Jahre Trecker

        Spielfilm. Der Siegeszug der Schlepper, Trecker und Traktoren in der Landwirtschaft Im Jahr 1921 erblickte der erste Lanz Bulldog das Licht der Welt, das war zugleich der Beginn einer unglaublichen Geschichte. Eine Geschichte über Menschen, Technik und gesellschaftlichen Wandel. Und das über nunmehr 100 Jahre hinweg. In dieser Dokumentation geht es um die größten, innovativsten, skurrilsten und abgefahrensten Trecker aus den vergangenen 100 Jahren. Das Filmteam besucht Hersteller und Besitzer und bekommt exklusive Einblicke in fast verschollenes Archivmaterial. Dazu erzählen Treckerfans und -fahrer, Entwickler und Ingenieure von Traktoren bewegende Geschichten. Regie Dominic Böttcher, Niklas Sutter, Nils Utzig

      • Echt

        XXL auf dem Acker. Kraftstrotzend, gigantisch - und doch, ein sanfter Druck auf den Joystick genügt, schon vibriert der 692 PS starke Dieselmotor, bringt seine Kraft auf den Acker. "Echt"-Moderator Sven Voss geht auf Hektar-Jagd mit einem Exemplar der größten und stärksten Traktorengeneration der Welt, auf den Flächen der Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg im südlichen Sachsen-Anhalt. Nirgendwo in Deutschland ist die Dichte der Acker-Giganten so hoch wie in Mitteldeutschland - dort wo die Felder und Äcker am größten sind. Wo heute modernste PS-Boliden für Freude am Pflügen sorgen, da waren es zu LPG-Zeiten vor allem die Kirowez-Großtraktoren aus Sankt Petersburg. Der K700, ausgestattet mit dem 330 PS Motor des Kampfpanzers T72 war der Acker-Gigant der DDR, allradbetrieben mit 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgängen, robust, zuverlässig und vor allem: durstig. Der Kraftstoffverbrauch ist mehr als enorm, etwa 500 Liter Diesel schluckt der Motor bei einem 14-Stundentag auf dem Feld. Trotzdem sind bis heute die kraftvollen Ungetüme dank ihrer einfachen Technik kaum kaputt zu kriegen. Dutzende Russentrecker sind nach wie vor im Einsatz bei Liebhabern dieser robusten Technik. "Echt" ist dabei, wenn die Fahrer mit ihren alten Maschinen zum alljährlichen Kräftemessen anrücken: zum "Russentreffen" am Sachsenring in Oberlungwitz.

      • MDR aktuell

        Der Osten - Entdecke wo du lebst

      • Technik, Tiere, Sensationen

        Die Landwirtschaftsausstellung agra. "agra Markkleeberg - Universität im Grünen" - diesen Slogan kannte zu DDR-Zeiten jeder. Die kleine Stadt war dank der Landwirtschaftsschau zwischen Kap Arkona und Fichtelberg ein Begriff. Alljährlich im Sommer kamen bis zu 750.000 Besucherinnen und Besucher. Es war eine Messe der Superlative, die agra war wie eine Stadt in der Stadt und das Aushängeschild der DDR-Landwirtschaft. Angefangen hatte alles 1946 auf dem Rathausplatz von Markkleeberg mit einer Gartenbauausstellung. Nach dem Krieg sollten die hungrigen Leipzigerinnen und Leipziger gezeigt bekommen, wie sie sich selbst ernähren können. Die Ausstellung wuchs sprunghaft, zog um in den benachbarten Landschaftspark, den der Verleger Paul Herfurth um 1900 anlegen ließ. Schnell war die agra das Schaufenster der DDR-Landwirtschaft, erklärt Brigitte Wiebelitz, die letzte Direktorin vor der Wende und die erste danach. "Die LPG-Bauern sollten lernen, mehr, besser und billiger zu produzieren." Legendär waren die großen Tierschauen und die Landtechnikparaden mit faszinierenden Choreografien von Mähdreschern und Traktoren. Wie auf allen Messen, wurden natürlich Neuheiten, Exotisches und Superlative präsentiert. Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze war schon als Kind regelmäßiger agra-Besucher: "Da konnte man viele Dinge sehen, die es in der DDR sonst nicht gab, wie echte Thüringer Rostbratwürste oder Milch in Tetra-Packs." Mit dem Ende der DDR schien auch das Ende der agra besiegelt. Doch Brigitte Wiebelitz und andere Enthusiasten retteten die Agrarausstellung in die neue Zeit. Das hieß aber auch, Abschied zu nehmen von Markkleeberg, denn die neue agra wird seit 2005 auf der Neuen Messe in Leipzig veranstaltet. Der ursprüngliche Veranstaltungsort ist heute ein Erholungsgebiet. Und die Markleeberger haben für ihren Herfurthschen Park ganz neue Pläne. "Technik, Tiere, Sensationen" - ein Film übers Staunen, Lernen und Feiern, über den Wandel der Landwirtschaft und der agra in den vergangenen Jahrzehnten.

      • Der Furchtlose

        Märchen Tschechoslowakei (1988). Der Holzfäller Ondra lebt mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen. Eines Tages schickt ihn der Vater in die Welt, wo er das Fürchten lernen soll. Doch stattdessen findet er eine wunderschöne Prinzessin. Der Waldarbeiter und Holzfäller Ondra ist stark und mutig. So mutig, dass er immer wieder leichtsinnig wird. Furcht kennt Ondra nicht. Deshalb beschließt sein Vater, ihn in die weite Welt zu schicken. Dort wird er schon das Fürchten lernen, glaubt der Vater. Gleich zu Beginn der Reise lernt Ondra den Abenteurer Ferko kennen. Ferko will unbedingt reich werden, ist aber längst nicht so mutig wie Ondra. Als die Beiden ein verzaubertes Schloss entdecken, schnuppern sie wahre Abenteuerluft. Doch dann erstarrt Ferko zu Stein. Ondra muss die wunderschöne Prinzessin im Schloss allein befreien. Alles halb so schlimm, wäre da nicht ein böser Zauberer... Die atmosphärische Märchenverfilmung ist ein wunderschön erzähltes Abenteuer mit beeindruckenden Bildern, guten Darstellern und einer unaufdringlichen Botschaft. Darsteller: Ján Kroner, Ondrej Vetchý, Zuzana Skopálová, Václav Knop, Karol Machata, Bohuslav Cáp, Stanislav Možný, Ivan Krivosudský. Regie Július Matula (79 min)

      • Der dritte Prinz

        Märchen Tschechoslowakei (1982). Nachdem sich seine Brüder Jindrich und Jaromír in das Bildnis der geheimnisvollen Prinzessin vom Diamantenen Berg verliebten, auszogen und nicht zurückkehrten, macht sich Jaroslav, der dritte Prinz, auf die Suche nach ihnen. Im Königreich des Löwen betrauern König und Königin ihren verschwundenen Sohn Jindrich. Der Prinz hatte sich in das Bildnis der wunderschönen Prinzessin vom Diamantenen Berg verliebt und war ausgezogen, sie zu freien. Doch er kehrte nie zurück. Eines Tages weissagt eine junge Gauklerin der Königin, dass sie in einem Jahr sehr glücklich sein werde und in drei Jahren ihr verschwundener Sohn Jindrich heimkehrt. So wird sie Mutter der wundersam schnell wachsenden Zwillinge Jaromír und Jaroslav. Das Brüderpaar wird jedes Jahr gleich um sieben Jahre älter. Doch nur einer von beiden kann der Thronfolger werden. Als sich der romantisch veranlagte Jaromír ebenfalls in das Bildnis der geheimnisvollen Felsenprinzessin verliebt, zieht er aus, sie zu erobern. Trotzdem bleibt er magisch verbunden mit seinem Zwillingsbruder Jaroslav. Wenn Jaromír etwas zustoßen sollte, würde das Schwert seines Zwillingsbruders als Warnzeichen zur Hälfte verrosten. Als dies tatsächlich geschieht, bricht Jaroslav sofort auf, um ihn zu suchen. Wird auch er dem Zauber der Felsenprinzessin erliegen wie seine beiden Brüder? Ein poetisches Märchen mit dem Traumpaar Libuše Šafránková und Pavel Trávníček aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Darsteller: Libuše Šafránková, Pavel Trávnícek, Jirí Bartoška, Ludek Munzar, Jana Hlavácová. Regie Antonín Moskalyk (85 min)

      • MDR aktuell

        Der Osten - Entdecke wo du lebst

      • Kultauto Wartburg - Von Zweitaktduft und Schrauberlust

        Spielfilm. Die Automarke Wartburg hat Generationen geprägt und auch die Identität der Stadt Eisenach. Der Film erzählt von leidenschaftlichen jungen Leuten, ihrer Lust am Schrauben und ihrer besonderen Liebe zum Wartburg als Kultauto. Als das AWE, das Automobilwerk Eisenach, in dem der Wartburg gebaut wurde, nach der Wende schließen musste, waren viele von ihnen noch Kinder, manche nicht einmal geboren. Was reizt sie an diesen Zweitaktern mit markantem Klang und Geruch? Warum ist der Wartburg für sie Kult? Die Wartburgschrauber aus Eisenach haben sich viel vorgenommen. In nur acht Wochen wollen sie "Karlchen" fahrtüchtig machen. "Karlchen" ist ein charmanter 311er Wartburg, Baujahr 1962, gereift und lebenserfahren, kein aufgespritzter Schönling, sondern echt, etwas wacklig auf den Rädern und auch der Motor stottert. Aber das soll sich ändern, eine echte Challenge, denn beim "Startklar", dem beliebten Oldtimer-Treffen in Eisenach, soll er seinen großen Auftritt haben. Enrico Martin ist überzeugt: Wir schaffen das! Und mit ihm die anderen der Truppe, rund 14 Wartburgfans, der harte Kern der Eisenacher Wartburgschrauber. Tatsächlich ist der Wartburg-Kult keine regionale Besonderheit. Wartburgfans gibt es weltweit. Darunter eine leidenschaftliche Fangemeinde in Norwegen. Nach dem Vorbild der Eisenacher Wartburgschrauber trifft sich die Schrauber-Crew um Jon Thonnesen regelmäßig in der Nähe von Oslo, um ihre Wartburgs am Laufen zu halten. Jon selbst hatte sich seinen ersten Wartburg mit 15 Jahren gekauft und seitdem alle wichtigen Stationen seines Lebens mit diesen Autos erlebt. Auch das Leben von Jessica Lindner-Elsner ist von den Wartburg-Autos geprägt. Die Historikerin arbeitet in der Automobilen Welt Eisenach, dem Wartburgmuseum im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Automobilwerkes. Sie interessiert besonders die Rolle der Frauen im Eisenacher Fahrzeugbau und was aus ihnen nach der Wende wurde. Ein Beispiel ist Petra Peterhänsel, die früher im AWE gelernt hat und heute Chefin des BMW-Werkes in Leipzig ist. Für die Historikerin Lindner-Elsner ist das eine spannende Konstellation, sind doch Wartburg- und BMW-Geschichte in Eisenach eng miteinander verknüpft. Regie Steffi Peltzer-Büssow

      • Wetter für 3

        Die Wetterschau für Mitteldeutschland

      • Unser Sandmännchen

        Jan & Henry Lieder. In meiner Phantasie Henry soll Jan das Märchen vom Rotkäppchen erzählen. Mit einer großen Portion Phantasie macht er aber ein komplett neues Märchen daraus.

      • MDR aktuell

        Anschließend: das MDR-Wetter

      • Elefant, Tiger & Co (1176)

        Geschichten aus dem Leipziger Zoo

      • Wunderbares Schlagerland

        Gartenträume, Schlösser und Musik. Uta Bresan präsentiert wieder ein "Wunderbares Schlagerland". Im Mittelpunkt stehen wunderschöne Landschaften und bezaubernde Orte. Mit Nino de Angelo, Claudia Jung, Simone und Charly Brunner, Olaf der Flipper, Kathrin & Peter, Feuerherz, Ute Freudenberg und Christian Lais, Mary Roos, Ronny Weiland u.a. Uta Bresan präsentiert 90 Minuten lang eine Folge von "Wunderbares Schlagerland". Im Mittelpunkt stehen wunderschöne Landschaften und bezaubernde Orte. Diesmal grünt und blüht es in mitteldeutschen Parks und Gärten. Uta Bresan hat sich ein besonderes Kleinod ausgesucht. Sie ist im zauberhaften Schloss Mosigkau zu Gast - man nennt es auch "das kleine Sanssouci". Es liegt unweit der märchenhaften Anlagen des Gartenreichs Dessau Wörlitz und ist eines der letzten komplett erhaltenen Rokokoensembles Mitteldeutschlands. Die sympathische Dresdnerin hat natürlich jede Menge Musik dabei und ihre Lieblingsstars ebenfalls ins Grüne geschickt: Mit Nino de Angelo geht’s auf die Thüringer Leuchtenburg, Claudia Jung singt in der Oberlausitz, es wird romantisch mit Simone und Charly Brunner im Barockgarten im Harz und Olaf der Flipper nimmt uns mit auf einen Parkspaziergang. Weitere Mitwirkende: Kathrin & Peter, Feuerherz, Ute Freudenberg und Christian Lais, Mary Roos und Ronny Weiland.

      • MDR aktuell

        Anschließend: das MDR-Wetter

      • Riverboat Klassiker

        Stars, Legenden, Emotionen. Die größten Legenden, unvergessene Stars und die emotionalsten Geschichten der letzten 33 Jahre - ausgesucht aus tausenden Gästen. Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit großen Persönlichkeiten von damals und heute. Die "Riverboat-Klassiker" - das sind überraschende und unvergessene Sternstunden des Talks.

      • F for Freaks

        Kurzfilm Deutschland (2019). Die schwerkranke Gabriela (Ursula Werner) braucht eine neue Lunge. Mit drei Kopfgeldjägern fährt sie in einen Wald und macht dort Jagd auf seltsam kleine Menschen. Die düstere Science Fiction der Regisseurin Sabine Ehrl erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat "Besonders wertvoll". Darsteller: Ursula Werner, Paul Boche, Katharina Nesytowa, Aleksandra Cwen, Mathilda Hayley Beese, Gerhard Zint. Regie Sabine Ehrl (30 min)

      • Elefant, Tiger & Co (1176)

        Geschichten aus dem Leipziger Zoo

      • Tierisch tierisch

        Das Tiermagazin des MDR. Mit Uta Bresan

      • Einfach genial

        Smart Home auf dem Campingplatz