
MDR
MDR od do
André Rieu - Das große Open-Air-Konzert 2025
Aus Maastricht. Der Walzerkönig ist zurück! Auch im Sommer 2025 verwandelte André Rieu Maastricht in einen festlichen Open-Air-Konzertsaal. Zu den Stargästen gehörten die Platin Tenors, Emma Kok, Los del Rio, internationale Sopranistinnen und 300 Tanzpaare. Der Walzerkönig ist zurück! Auch im Sommer 2025 verwandelte André Rieu den historischen Vrijthof-Platz in Maastricht in einen festlichen Open-Air-Konzertsaal. Gemeinsam mit seinem berühmten Johann Strauss-Orchester bot der niederländische Weltstar erneut ein buntes Programm bestehend aus Walzern, Arien aus Opern und Operetten, Musicals, Filmmusik und moderne Evergreens – gespickt mit überraschenden Momenten und viel Charme. Über 150.000 Fans aus 100 Ländern erlebten diesen Sommer diesen Event voller Lebensfreude, der weit über das klassische Konzerterlebnis hinausgeht. Zu den zahlreichen Stargästen gehörten 2025 die Platin Tenors, die junge Sängerin Emma Kok mit dem "Earth Song" von Michael Jackson und "Voilá", Los del Rio mit ihrem Welthit "Macarena", internationale Sopranistinnen und 300 Tanzpaare, die mit einer einzigartigen Darbietung von Johann Strauss‘ herrlichem Walzer "Rosen aus dem Süden" die Zuschauer begeisterten. Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Abend!
Das Gipfeltreffen (53)
Schubert, Sträter und König retten die Welt. Die Blitzer-Warner Bros. App präsentiert: Das Gipfeltreffen über den Wolken. Olaf Schubert, Torsten Sträter und Johann König stehen mal wieder emotional komplett neben sich und liefern trotzdem geil ab. Da können sich KI-Witze direkt beerdigen. Diesmal gibt es Tipps für familienfreundliche Swinger-Partys in der Karstadt-Umkleide, geschmackvolle Ideen zur Gestaltung von haarfreien Kopfhautzonen (Seid ihr Team Mütze oder Team Glatze?) und zum krönenden Abschluss die größten Hits unseres theatralischen Terzetts - vom Bi-Ba-Butzemann bis Dschinghis Khan. Huu, Haa, Tequila! Mit Fragen von Guido Maria Kretschmer, Louis Klamroth, Wincent Weiss, 2RaumWohnung, Alexandra Popp und Ruth Moschner.
Kommissar Wisting - Der Nachtmann (1)
Serie Norwegen (2022). Auf dem Marktplatz ragt im Morgengrauen ein Pfahl mit dem abgetrennten Kopf einer Jugendlichen aus dem dichten Nebel. Die gezielt schockierende Inszenierung und das fremdländische Aussehen des Opfers lassen rassistische Motive vermuten. Das FBI sieht Verbindungen zu ähnlichen Fällen und unterstützt Wisting. Line recherchiert derweil in einem Heim für geflüchtete Minderjährige, aus dem ein Mädchen verschwunden ist. Eine grausige Entdeckung erschüttert die südnorwegische Stadt Larvik: Auf dem Marktplatz ragt im Morgengrauen ein Pfahl mit dem abgetrennten Kopf einer Jugendlichen aus dem dichten Nebel. Für Kommissar Wisting (Sven Nordin) und sein Team gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Die gezielt schockierende Inszenierung und das fremdländische Aussehen des Opfers lassen rassistische Motive vermuten. Ohne Fingerabdrücke gibt es jedoch noch nicht einmal Hinweise auf die Identität des Opfers. Unerwartete Unterstützung erhält die Larviker Polizei vom FBI, das Zusammenhänge zu ähnlichen Taten in anderen Ländern sieht. Die amerikanische Agentin Maggie Griffin (Carrie-Anne Moss) soll mit Wisting erneut zusammenabreiten, um die kriminelle Ausbeutung von Asylsuchenden zu stoppen. Auch Wistings Tochter Line (Thea Green Lundberg), die ihren Job als investigative Journalistin eigentlich an den Nagel hängen will, stößt zu den Ermittlungen. Sie recherchiert über ein Heim für geflüchtete Minderjährige, aus dem eine Teenagerin (Eeman Hashmi) verschwunden ist. "Kommissar Wisting" muss in dem Vierteiler "Der Nachtmann" einen verstörenden Mord aufklären. Warum stellt jemand sein minderjähriges Opfer in einer verstörenden Inszenierung öffentlich zur Schau? Vertrauen kann der Ermittler auf zwei Helferinnen: seine Tochter Line, die als Journalistin eigene Recherchen anstellt, und die nach Norwegen entsandte FBI-Agentin Griffin. Thea Green Lundberg und Carie-Anne Moss stehen neben dem markanten Hauptdarsteller Sven Nordin im Zentrum der Nordic-Noir-Buchverfilmung. Regisseur Trygve Allister Diesen setzt bei der spannungsgeladenen Adaption der Vorlage von Jorn Lier Horst präzise auf Gänsehautmomente. Die Küstenregion um Larvik dient als atmosphärische Kulisse für die zweiten Staffel der Erfolgsserie. Darsteller: Sven Nordin, Thea Green Lundberg, Mads Ousdal, Lars Berge, Evelyn Rasmussen Osazuwa, Ingeborg Raustol, Mads Sjogard Pettersen, Oddgeir Thune, Maria Bock, Mariann Hole, Assad Siddique, Cato Skimten Storengen, Rudy Claes, Karine Dybvik, Adam Mamadou Bizokunda, Sagal Saleh, Louise Tofte Roiri, Martin Furulund, Andrine Saether, Anders Hatlo, Knut Morten Damm, Edvald Bang-Johansen, Heidi Goldmann, Herman Karlsen, Haakon Karlsen. Regie Trygve Allister Diesen (44 min)
Kommissar Wisting - Der Nachtmann (2)
Serie Norwegen (2022). Ein zweiter Leichenfund wirft neue Fragen auf: Das Opfer ist Laylas Therapeut, bei dem ihr Tagebuch mit der Zeichnung eines gepfählten Kopfes auftaucht – samt dem rätselhaften Wort "Nachtmann". Wisting und Line suchen im Flüchtlingsheim nach Antworten. Erst als FBI-Agentin Maggie ihre psychologische Erfahrung einbringt, gibt Laylas Freund Sammy ein Geheimnis preis, das die Polizei zu einer schaurigen Entdeckung führt. Ein weiterer Leichenfund macht für Kommissar Wisting (Sven Nordin) den aktuellen Mordfall noch rätselhafter. Das zweite Opfer ist der Psychotherapeut von Layla (Eeman Hashmi), der ermordeten 14-Jährigen. Bei ihm findet die Polizei das Therapietagebuch der Geflüchteten und entdeckt darin die Zeichnung eines gepfählten Kopfes. Wie konnte Layla, deren Mörder ihren abgetrennten Kopf auf dem Marktplatz zur Schau gestellt hat, die verstörende Inszenierung vorausahnen? Und was bedeutet das Wort „Nachtmann“ neben der Skizze? Hinweise erhofft sich Wisting von den Mitbewohnern aus dem Flüchtlingsheim. Bei der Befragung trifft der Kommissar überraschend auf seine Tochter Line (Thea Green Lundberg), die dort für eine Dokumentation über das Schicksal unbegleiteter Minderjähriger recherchiert. Beiden gelingt es jedoch nicht, Laylas verängstigten Freund Sammy (Adam Mamadou Bizokunda) zum Sprechen zu bringen. Erst als FBI-Agentin Maggie (Carrie-Anne Moss) ihre psychologische Erfahrung einbringt, gibt der traumatisierte Jugendliche ein Geheimnis preis, das die Polizei zu einer schaurigen Entdeckung führt. Darsteller: Sven Nordin, Thea Green Lundberg, Mads Ousdal, Lars Berge, Evelyn Rasmussen Osazuwa, Ingeborg Raustol, Mads Sjogard Pettersen, Oddgeir Thune, Mariann Hole, Karine Dybvik, Jonas Strand Gravli, Adam Mamadou Bizokunda, Marike Vesce, Sagal Saleh, Knut Morten Damm, Eeman Hashmi, Heidi Goldmann, David Pritchard. Regie Trygve Allister Diesen (44 min)
Schneller als die Angst
Folgen 1 und 2. Serie Deutschland (2021). LKA-Zielfahnderin Sunny Becker jagt einen entflohenen Sexualstraftäter – und wird selbst zur Gejagten. Zwischen Angstattacken und beruflichem Ehrgeiz gerät sie in einen gefährlichen Sog aus Manipulation, Bedrohung und persönlicher Verletzlichkeit. Die Zielfahnderin Sunny Becker (Friederike Becht) kehrt nach mehrwöchiger Krankschreibung in den Dienst zurück. Ihren LKA-Kollegen ist der Grund für die Abwesenheit nicht bekannt. Nur ihr Lebensgefährte Alex (Golo Euler) weiß, warum die selbstbewusst auftretende Ermittlerin unter Angstattacken leidet. Weder ihrem Vorgesetzten und Mentor Ralf (Thomas Loibl) noch der Psychologin Belling (Sarah Bauerett) möchte sie sich anvertrauen. Stattdessen nimmt sich Sunny vor, ohne Schonzeit wieder im Job durchzustarten. Als das Magdeburger LKA die Fahndung nach einem hochgefährlichen Gefängnisausbrecher übernimmt, stürzt sich die Ermittlerin wie besessen in die Arbeit: Sie will den Vergewaltiger und Frauenmörder Haffner (Felix Klare) schnappen. Während der Großeinsatz unter Leitung ihres Kollegen Markus (Christoph Letkowski) einer falschen Fährte folgt, kommt Sunny dem Flüchtigen auf die Spur. Schon bald bekommt sie jedoch zu spüren, dass Haffner ein bedrohliches Interesse an ihr entwickelt. Sie ist zugleich Jägerin und Gejagte, Kommissarin und Opfer – in eine ungewöhnliche Ermittlerinnenrolle schlüpft Friederike Becht in dem Thriller-Dreiteiler „Schneller als die Angst“. Mit beeindruckender Präsenz spielt die Hauptdarstellerin eine aufstrebende LKA-Zielfahnderin, die einen unerklärlichen Vorfall im Dienst durch eine spektakuläre Festnahme wettwachen möchte. Felix Klare verkörpert mit grandioser Diabolik den flüchtigen Sexualstraftäter. Seiner manipulativen Eiseskälte steht ein Unbekannter um nichts nach, der auf perfide Weise in das Leben der verunsicherten Ermittlerin eingreift. Regisseur Florian Baxmeyer entfacht in dem bildstarken Psychothriller einen erzählerischen Sog, der unaufhaltsam in die Abgründe des Bösen führt. Darsteller: Friederike Becht, Christoph Letkowski, Felix Klare, Andreas Döhler, Thomas Loibl, Oleg Tikhomirov, Lisa Hrdina, Golo Euler, Stephanie Japp, Carina Wiese, Sarah Bauerett, Hildegard Schroedter, Hannah Ehrlichmann, Steffen Münster, Götz Schulte, Julischka Eichel, Anton Weil, Samir Fuchs, Hilke Altefrohne, Fred Costea, Chris Lopatta, Judith Shoemaker, Robert Maaser, Jasmin Bartels, Anton Dreger. Regie Florian Baxmeyer (89 min)
Riverboat
Die MDR-Talkshow aus Leipzig. Ländermagazine
Ländermagazine
Ländermagazine
Ländermagazine
Ländermagazine
Färöer
Europas Außenposten im Nordatlantik - nonstop (2026)
Daheim in den Bergen - Liebesleid
Spielfilm Deutschland (2019). Das Kriegsbeil zwischen den Bergbauern-Familien scheint begraben, doch es drohen neue Konflikte: Die finanziell angezählten Hubers können ihren Hof aus eigener Kraft nur retten, wenn sie ihre verlorenen Weiden von den wohlhabenden Leitners zurückbekommen. Ein neuer Prozess würde die Aussöhnung der Väter jedoch in Gefahr bringen. Lorenz Huber (Max Herbrechter) erfährt von seinen Töchtern Marie (Catherine Bode) und Lisa (Theresa Scholze), dass er Opa wird. Die frohe Nachricht bringt jedoch neue Sorgen für den Bergbauern: Weil die schwangere Marie als Arbeitskraft ausfallen wird, steht sein unrentabler Hof vor der Pleite. Um das drohende Aus zu verhindern, möchte Lisa die verlorenen Weiden von den Leitners zurückholen und dafür erneut vor Gericht ziehen. Marie, die am meisten an der Alm hängt, will jedoch keinen neuen Streit zwischen den einst befreundeten Familien. Sie fürchtet ihren früheren Erzfeind Georg Leitner (Thomas Unger), von dem sie nach einem "Ausrutscher" schwanger ist. Dass er Vater wird, möchte Marie ihm am liebsten nicht sagen - aus Sorge, er könnte ihr das Kind wegnehmen. Wie schonungslos Georg sein kann, zeigt er im Sorgerechtsstreit mit seiner Ex-Frau, bei dem ihn Lisa vertritt und sich dabei ungewohnt tough zeigt. Auch im Umgang mit ihrer Jugendliebe Florian (Matthi Faust) zieht sie andere Saiten auf, um endlich dieses für beide schmerzhafte Kapitel abzuschließen. Unterdessen rivalisieren drei Freunde aus Schultagen bei einem Bergtour-Revival um die Gunst ihres gemeinsamen Schwarms, der schönen Julia (Anna Hausburg). Während Marcel (Robert Maaser) und Lukas (Frederik Bott) die Sache unter sich ausmachen wollen, setzt der schüchterne Frederik (Merlin Leonhardt) auf eine charmante List, um seine selbstbewussten Konkurrenten auszubooten. Darsteller: Walter Sittler, Max Herbrechter, Theresa Scholze, Matthi Faust, Catherine Bode, Thomas Unger, Merlin Leonhardt, Anna Hausburg, Robert Maaser, Frederik Bott, Bernhard Bettermann, Frederic Heidorn, Judith Toth, Nina Gnädig, Nadja Sabersky, Lilly Kiara Walleshauser, Joachim Raaf, Luca Zamperoni, Marius Bechen. Regie Michael Zens (89 min)
Glaubwürdig: Viktor Manser
Nah dran
Berufswunsch: Nonne
Margarethe macht ernst. Margarethe fährt leidenschaftlich gern Motorrad. Sie trinkt gern ein Bier mit Freunden, geht auf Partys und hat einen Freund. Eine lebenslustige Studentin. Ihr Fach: katholische Theologie. Mit 24 trifft sie eine Entscheidung, die ihre Familie und Freunde überrascht. Margarethe entschließt sich ins Kloster zu ziehen! Lange hat sie gezögert. Ein Leben als Nonne - passt das zu ihr und ist das noch zeitgemäß? Doch immer wieder zieht es sie zu den Zisterzienserinnen in St. Marienstern in der Oberlausitz. Oft war sie hier zu Besuch. Jetzt will sie bleiben. "Wenn ich es nicht versuche, finde ich es nie heraus". Im Februar 2013 tritt sie dem Orden bei. Probezeit als Postulantin. Ab jetzt ist alles anders. Eine Zelle ist ihre Wohnung. Gegessen wird schweigend. Sechs Gebetszeiten halten die Nonnen täglich ein. Das bedeutet extrem früh aufstehen. Ab und zu kommt sie zu spät oder singt falsch. Das ärgert sie. Sie ermahnt sich selbst, nicht zu fluchen oder durch die Klausurgänge zu rennen. Viele Regeln muss sie lernen und einhalten. Gehorsam, keusch und demütig sein. Margarethe steht ganz am Anfang eines unbekannten Weges. Manches fällt ihr schwer - aber sie will bleiben und geht einen Schritt weiter. Im Sommer 2013 wird sie Novizin. Ein Schweigejahr beginnt. Kein Kontakt nach außen. Kein Besuch. Kein Ausgang. Ihre Mutter und Freunde kommen zum Abschied. Ein letztes Mal steigt Margarethe aufs Motorrad und dreht eine Runde im Klosterhof. Sie ist wehmütig und trotzdem überzeugt, weiter diesen Weg zu gehen. "Ich verzichte nicht auf etwas, sondern für etwas", sagt sie und läuft pünktlich zum Gebet in die Kirche. Das Alleinsein macht ihr zu schaffen. Gerade zu Weihnachten. Ist das Kloster für sie ein lebenswerter Ort - für immer? Margarethe hat Zweifel. Ein Leben ohne Männer, nie Mutter sein, nicht einfach mal Freunde treffen oder in den Urlaub fahren - will sie das? Schafft sie das? Margarethe, jetzt ganz in weiß gekleidet, lebt sich im Kloster und in der Ordens-Gemeinschaft ein. Sie stellt sich ihr eigenes Fitnessprogramm auf, freundet sich mit ihrer Novizin-Meisterin an, arbeitet im Garten und lernt Nähen. Sie redet kaum. Ihre Gebete werden intensiver. Das macht sie glücklich. Sie überlegt, die Äbtissin um die Profess zu bitten und sich fest zu binden. Das Filmteam durfte Margarethe von den ersten Wochen im Kloster bis zur endgültigen Entscheidung begleiten. Auch während des Schweigejahres waren gelegentliche Gespräche möglich. Der Film beschreibt, wie Margarethe sich mit den neuen Lebensumständen anfreundet, wie sich ihr Glaube verändert und wie die anderen, älteren Ordensschwestern, mit der Neuen zurechtkommen. Regie Anja Krußig
Wasserparadiese in Europa
Der Spreewald. Ein Netz aus Flussarmen und Kanälen mit einer Länge von zusammen fast 1.000 Kilometern - das ist der Spreewald. Eine außergewöhnliche Natur- und Kulturlandschaft aus Wasser, Wiesen und Wäldern im Südosten Brandenburgs. Alles Wasser kommt aus der Spree. Nach der letzten Eiszeit hat sich der Fluss in der flachen Landschaft ausgebreitet. Es bildete sich ein weit verzweigtes Binnendelta mit unzähligen Wasserarmen, fruchtbaren Feuchtwiesen und Auenwäldern. Später gruben die Menschen ein ganzes Geflecht aus Verbindungskanälen und Entwässerungsgräben. Rund 200 Wehre und Schleusen regulieren deren unterschiedlich hohen Wasserstände, oft ist es weniger als ein halber Meter. Im Spreewald sind die meisten Straßen Wasserstraßen. Wer in den alten Dörfern hier die weit verstreuten Kaupen, die auf Talsandinseln gebauten Höfe erreichen will, braucht deshalb einen flachen Kahn. Ob Traktor oder Tourist, Müll oder Post, alles wird so transportiert. Oft werden die Holzkähne noch von Hand und mit einem Eschenholzstab gestakt. Die Menschen pflegen ihre traditionelle Lebensweise genauso, wie sie auch die Natur hier schützen. Rothirsche und Kraniche finden ihre Nischen in sumpfigen Niedermooren und unberührten Erlenwäldern. Im Dezember werden beim "Wasserschlag" weite Teile des Inneren Spreewalds kontrolliert geflutet und stehen mehrere Wochen unter Wasser. Manchmal nur wenige Zentimeter hoch, doch die Feuchtwiesen erhalten so wieder neue Nährstoffe. Auch dadurch soll diese von Menschen bewirtschaftete und gleichzeitig naturnahe Landschaft, die auch UNESCO-Biosphärenreservat ist, bewahrt werden. 80 Jahre DEFA. Regie Sibylle Smolka
Die gestohlene Schlacht
Spielfilm Deutschland (1971). Anno 1757: Seit Wochen belagert Friedrich II. mit seinem Heer Prag. Dort haben sich die Österreicher verschanzt. In größter Not besinnt sich der Preußenkönig auf den Meisterdieb Käsebier. Er soll ihm die Goldene Stadt "stehlen". Doch als Käsebier erfährt, dass der König ihn hintergehen will, dreht er den Spieß kurzerhand um. 1757, im zweiten Jahr des Siebenjährigen Krieges, steht Friedrich II. (Herwart Grosse), auch der Große genannt, vor den Toren Prags. Seit Wochen will er die Stadt einnehmen, denn drinnen sitzt der feindliche Befehlshaber Herzog Karl von Lothringen (Josef Kemr). Den hat Friedrich zwar gerade besiegt, aber das Blatt könnte sich bald gegen die Preußen wenden, denn neue österreichische Truppen sind im Anmarsch. Da hat Friedrich eine scheinbar geniale Idee: Kein Geringerer als der berühmte Meisterdieb Andreas Christian Käsebier (Manfred Krug), neunter Sohn eines bettelarmen Hallenser Schneiders und seit geraumer Zeit Insasse der Festung Stettin, soll sich nach Prag einschleichen, um die Tore von innen zu öffnen. Als Lohn verspricht der König ihm die Freiheit. Käsebier geht auf das Angebot ein, weil es ihn reizt, eine ganze Stadt zu stehlen - und dazu noch die Freiheit nebst saftiger Belohnung winkt. Doch durch Zufall erfährt Käsebier, dass ihn der König hintergehen will. Nach erfolgreicher Schlacht soll er wieder hinter Gitter, lebenslänglich. Das passt dem Meisterdieb gar nicht, zumal er sich in Prag gerade in Katka (Marie Málková) verliebt hat. Der Dieb hebt zum gewagten Doppelspiel an: Er stellt sich heimlich auf die Seite der Prager und verhindert durch diverse Tricks den Sturmangriff der Preußen. Außerdem zwingt er den Flöte spielenden Preußenkönig zu einer unfreiwilligen Kahnfahrt auf der Moldau, um ihn zu entführen. Das geht schief und Käsebier soll hingerichtet werden. Schon hat er die Schlinge um den Hals, da retten ihn seine neu gewonnenen Prager Freunde mit der Sprengung eines nahe gelegenen Munitionsdepots. "Eine historische Tatsache in freier Version", bezeichnete DEFA-Regisseur Erwin Stranka seine Komödie - denn den Meisterdieb Käsebier und seine Verbindung zu Friedrich II. hat es tatsächlich gegeben. Egon Erwin Kisch hat eine Erzählung über ihn geschrieben, die Grundlage dieses DEFA-Films war. Die Rolle des pfiffigen Meisterdiebs wurde Manfred Krug auf den Leib geschrieben - ein Jahr zuvor, 1970, hatte dasselbe Team schon die historische Komödie "Husaren in Berlin" gedreht, die vor allem dank ihres Hauptdarstellers Krug beim Publikum gut ankam. Darsteller: Manfred Krug, Herwart Grosse, Marie Málková, Jaroslav Satoranský, Josef Kemr, Helena Ružicková, Rolf Hoppe, Karel Augusta, Lumobír Kostelka, Miloš Nesvadba, Günter Junghans, Günter Rüger, Axel Triebel, Holger Mahlich, Johannes Wieke, Hannjo Hasse, Hans Klering. Regie Erwin Stranka (92 min)
Room Tour
Wohnen im Wahrzeichen. Eine kreative Oase auf der Krämerbrücke in Erfurt In einem Wahrzeichen zu wohnen, ist etwas ganz Besonderes für Künstlerin Britta Schatton. Sie residiert auf drei Etagen auf der längsten durchweg bebauten und bewohnten Brücke Europas, der Krämerbrücke in Erfurt. Die Künstlerin Britta Schatton muss Gott sei Dank nicht unter einer Brücke wohnen, sondern residiert in drei Etagen auf einer. Und zwar auf der längsten durchweg bebauten und bewohnten Brücke Europas, in Erfurt. Bis zu 5.000 Touristen bummeln täglich an ihrer Haustür vorbei und bestaunen die Häuser der ca. 700 Jahre alten Krämerbrücke. Brittas Haus zur Glocke ist in seiner Urform vermutlich sogar noch älter. Denn bevor die kleine Stadt in der Stadt 1325 aus Stein gefertigt wurde, war sie aus Holz und brannte immer wieder ab. Die Häuser und Wohnungen sind klein und waren früher winzig. Brittas ca. 50 Quadratmeter-Wohnung war damals dreigeteilt, sodass jeder Krämer nur ein schmales Zimmer hatte, zeitweise in Brittas Haus über einer Brauerei. Und mit der Braukunst von damals hat Künstlerin Britta heute noch indirekt zu tun. Und zwar auf folgende Art und Weise: Die Brauereigesellen wurden früher erst mit Bier abgefüllt und dann wurde ihr Urin gesammelt. Der war wichtig für das Färben des berühmten Erfurter Blau mittels der Waidpflanze. Das Färben und der Handel mit diesem besonderen Tuch machte Erfurt im 14. Jahrhundert sehr reich. Vermutlich verdankt sogar die Universität Erfurt ihre Gründung den Färbern und den Brauereigesellen aus Brittas Haus. Britta hat die Tradition des Tuchfärbens aufgenommen und modernisiert. Gefärbt wird allerdings ohne dauertrunkene Gesellen mit modernen Farben ohne Pipi. Mit Ihrer Tuch-Idee hatte sich die gebürtige Magdeburgerin Britta einst bei der Krämerbrückenstiftung der Stadt Erfurt beworben. Die Stiftung entscheidet, welcher Krämer womit die historische Brücke bereichern darf. Im ersten Anlauf wurde nichts daraus, aber einige Jahre später meldete sich die Stiftung bei ihr und fragte nach, ob sie noch Interesse hätte. Britta absolvierte das Casting mit Bravour und erntete mindestens dreimal ein "Ja". Inzwischen gehört Britta fest zur Krämerbrücken-Community und arbeitet und wohnt täglich über dem Fluss Gera, außer Dienstag und Sonntag. Regie Rico Wolf (Autor) Michael Heinz (Kamera) Miles Plahuta (Ton) Philipp Remberg (Schnitt)
Landgemacht
Genusshandwerk in den Mecklenburgischen Seen
Tiere im Rausch (1)
Happy Hour der Evolution. Spielfilm. Rauschalarm im Tierreich! Tiere nutzen Substanzen, die wir als Drogen bezeichnen. Warum? Schimpansen werden dabei beobachtet, wie sie sich den Bauch mit vergorenen Sternäpfeln vollschlagen. Stehen unsere nächsten Verwandten auf Alkohol und wissen sie um Wirkung und Folgen? Das untersucht der Biologe Aleksey Maro in Uganda. In den Früchten und im Schimpansen-Urin testet er den Alkoholgehalt: so viel wie ein Bierchen oder zwei Glas Wein? Der aufwendig gedrehte Naturfilm entdeckt nicht nur das Geheimnis vom "Rausch im Regenwald", sondern erkundet eine kleine "High Society" in der Natur: Delfine, die mit der Gefahr eines narkotisierenden Nervengifts spielen, welches Kugelfische in sich tragen. Lemuren, die sich an einem giftigen Tausendfüßler berauschen, um ihre Gesundheit zu schützen, und dabei ihr Leben riskieren. Käfer, die als "Drogendealer" ein ganzes Ameisenvolk mit einer rätselhaften Substanz abhängig und gefügig machen. Und Katzen, die sich durch die betörende Wirkung der Minze Nepeta Cataria einem entspannten Viertelstündchen-Trip hingeben. Es sind uns gut vertraute oder gänzlich fremde Zustände, ausgelöst durch toxische Substanzen der Natur. In berauschenden Bildern wird ganz nüchtern beobachtet, wie er sich zeigt, der Rausch im Tier? Regie Susanne Maria Krauß, Robert Sigl
Rapunzel oder Der Zauber der Tränen
Märchen Deutschland (1988). Rapunzel wächst bei ihrer Stiefmutter, einer Zauberin, auf. Diese hält sie in einem hohen Turm versteckt. "Rapunzel, lass dein Haar herunter!" ruft sie jedes Mal, um in den Turm zu gelangen. Rapunzel lässt daraufhin mithilfe einer Spindel ihren langen Zopf zu Boden. Als dies ein junger Prinz beobachtet, will er es auch versuchen. Rapunzel wächst bei ihrer Stiefmutter, einer Zauberin, auf. Diese hält sie in einem hohen Turm versteckt. "Rapunzel, lass dein Haar herunter!" ruft sie jedes Mal, um in den Turm zu gelangen. Rapunzel lässt daraufhin mithilfe einer Spindel ihren langen Zopf zu Boden. Als dies ein junger Prinz beobachtet, will er es auch versuchen. Verkleidet schafft er sich heimlich Zutritt zum Turm. Doch bald schon kommt die Stiefmutter dahinter und zerstört das junge Glück. Beim Sturz aus dem Turm verliert der Prinz sein Augenlicht, und Rapunzel wird im Turm eingemauert. Auf dem Schloss wird unterdessen die längst beschlossene Hochzeit des Prinzen vorbereitet. Mithilfe des Zaubers der Tränen finden Rapunzel und der Prinz dennoch zueinander. Darsteller: Sylvia Wolff, Dirk Schoedon, Christine Schorn, Renate Blume, Günther Grabbert, Gunda Aurich, Ruth Glöss, Peter Zimmermann, Manfred Borges, Ernst-Georg Schwill. Regie Ursula Schmenger (84 min)
Wie man Prinzessinnen weckt
Märchen Tschechoslowakei (1977). Das Herrscherpaar des Rosenkönigreichs bekommt eine Tochter. Doch das Glück wird von einer bösen Prophezeiung überschattet: Die Prinzessin soll sich an ihrem 17. Geburtstag an einem spitzen Gegenstand stechen und das ganze Schloss in einen tiefen Schlaf sinken. Das Königspaar glaubt, das Schicksal noch abwenden zu können. Als dem Herrscherpaar des Rosenkönigreichs eine Tochter geboren wird, ist die Freude groß. Doch das Glück wird von einer bösen Voraussage überschattet. Die Schwester der Königin Hortensie und eigentliche Thronerbin, prophezeit: an ihrem 17. Geburtstag wird sich Rosentraut, so wurde das neugeborene Kind genannt, an einem spitzen Gegenstand stechen, und das ganze Schloss wird in einen tiefen Schlaf sinken. Die Jahre vergehen und der 17. Geburtstag der Königstochter rückt immer näher. Die Eltern glauben, nur eine schnelle Heirat könne das böse Schicksal abwenden. Denn nach der Hochzeit würde ihre Tochter das Rosenkönigreich verlassen und die Voraussage könnte sich nicht mehr erfüllen. Eines Tages nun rückt Prinz Siegesmund aus dem Mitternacht-Königreich mit seiner Familie an. Doch Rosentraut verliebt sich in seinen Bruder Freudenreich und gibt Siegesmund einen Korb. Voller Entrüstung kehrt die königliche Familie ins Mitternachtsreich zurück. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Rosentraut sticht sich an einer Rose in den Finger und das ganze Königsschloss fällt in einen tiefen Schlaf. Als Prinz Freudenreich die traurige Nachricht erhält, macht er sich sofort auf, um Rosentraut zu erlösen. Keine Dornenhecke ist hoch und dicht genug, um ihn zu entmutigen. Seine Liebe überwindet alle Hindernisse. Und als er Rosentraut wachküsst, kehrt wieder Leben in das Schloss ein. Bald wird Hochzeit gefeiert und die böse Schwester der Königin Hortensie ereilt das verdiente Schicksal. Darsteller: Marie Horáková, Jan Hrušínský, Vladimír Menšík, Jirí Sovák, Milena Dvorská, František Filipovský, Oldrich Velen, Stella Zázvorková, Jan Kraus, Miloš Vavruška. Regie Václav Vorlícek (83 min)
Die wahnsinnig traurige Prinzessin
Märchen Tschechoslowakei (1967). Zwei Könige kommen überein, ihre Königreiche zu verbinden. Ihre Kinder sollen Hochzeit halten. Damit werden die ewigen Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern ein für alle Mal aus der Welt geschafft sein. Doch die Kinder wollen die Entscheidung der Eltern nicht ohne Protest hinnehmen. Zwei Königreiche, zwei Könige; der eine hat einen Thronfolger, der andere eine einzige Tochter als Erbin. Die beiden Könige kommen überein, ihre Königreiche zu verbinden. Ihre Kinder sollen Hochzeit halten. Damit werden die ewigen Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern ein für alle Mal aus der Welt geschafft sein. Wie es aber nun schon einmal im Leben zuzugehen pflegt, wollen die Kinder die Entscheidung der Eltern nicht ohne Protest hinnehmen, sondern ihr Leben so einrichten, wie es ihnen selbst gefällt. Als sich König Heinrich auf den Weg zu König Leberecht machen will, um mit seinem Sohn um dessen Tochter zu freien, ist der Herr Prinz spurlos verschwunden. Aber natürlich lernt er die Prinzessin auf seine Art kennen und natürlich verlieben sich die beiden ineinander. Darsteller: Helena Vondrácková, Václav Neckár, Jaroslav Marvan, Bohuš Záhorský. Regie Borivoj Zeman (69 min)
MDR aktuell
Der Osten - Entdecke wo du lebst
Die Leitermacher aus dem Holzland - Sprosse um Sprosse
Spielfilm. Aus dem Thüringer Holzland in Ostthüringen kommen seit Jahrhunderten handgefertigte Leitern. Sie sind begehrt vor allem bei Obstbauern und Handwerkern. Aber handgefertigte Holzleitern sind rar geworden. Der Rohstoff wächst vor der Haustür. Doch Dürre und Schädlinge zerstören den heimischen Wald. Den Leitermachern geht das Holz aus. Eine Handwerkertradition steht auf der Kippe. "Jetzt müssen wir kämpfen", sagt Leitermacher-Meister Torsten Jäger. Er führt im Leitermacherdorf Weißenborn eine Firma in dritter Generation. Ein alter Handwerksbetrieb, wie man ihn heute kaum noch findet. Gemeinsam mit seinem Vater Stephan baut er große Obstleitern, die reißenden Absatz finden. In den 1980ern gab es im Leitermacherdorf Weißenborn sechzig Firmen, heute sind es nur noch vier. Und die könnten unterschiedlicher nicht sein. Während in einem Betrieb an einer hochmodernen Produktionsstraße 30.000 Leitern im Akkord hergestellt werden, leimt der traditionelle Handwerksmeister jede Sprosse noch einzeln mit der Hand in die Holme. "Was lange hält, bringt kein Geld, doch ich will, das meine Leitern ewig halten", sagt Leitermacher Karl-Friedrich Triemer stolz. Die Leitermacher sind eine Zunft, die ihre auch alten Traditionen weiterleben lassen. Immer zu Pfingsten zelebrieren sie das Maibaumsetzen. Alle Jahre wieder holen die Weißenborner Männer eine über dreißig Meter hohe Fichte aus ihrem Wald und stellen sie mitten im Dorf auf. Ein Spektakel, das von Jung und Alt gemeinsam gefeiert wird. Nur einmal, vor 50 Jahren, ist es ordentlich schiefgegangen. Der Baum fiel beim Setzen um. Das damals niemand erschlagen wurde, grenzt an ein Wunder. Ein Film über die traditionsreiche Handwerks-Kunst der Leitermacher aus dem thüringischen Weißenborn. Regie Antje Schneider
Wetter für 3
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
Unser Sandmännchen
Plumps. Der Glückskäfer Das Küken findet einen Glückskäfer und wird dadurch ungeheuer mutig. Nach einer ganz mutigen Tat stellt es fest, dass es seinen Käfer ja schon verloren hatte.
MDR um 7
Ländermagazine i a e f
MDR aktuell
Anschließend: das MDR-Wetter
Damals war's
Präsentiert von Wolfgang Lippert. Wolfgang Lippert entführt Sie in ein ganz bestimmtes Jahr aus den letzten sechs Jahrzehnten, das erraten werden soll. Wer das richtige Jahr herausfindet, hat die Chance, einen tollen Preis zu gewinnen. Wolfgang Lippert entführt Sie in ein ganz bestimmtes Jahr aus den letzten sechs Jahrzehnten, das erraten werden soll. Mit viel Musik und Humor präsentiert der Moderator ein buntes Zeitgeist-Mosaik aus spannenden Ereignissen, kuriosen Alltagsgeschichten, Klatsch und Tratsch, Mode, Technik sowie den Highlights aus Film und Fernsehen. Die damaligen Trends spürt Trend-Experte Bürger Lars Dietrich auf. Wer das richtige Jahr herausfindet, hat die Chance, einen tollen Preis zu gewinnen.
MDR aktuell
Anschließend: das MDR-Wetter
Klappfix, Hering, Luftmatratze
Campen in der DDR. Wer keinen der raren FDGB-Ferienplätze bekommen konnte, für den gab es nur eine Alternative - das Campen. Nach der offiziellen Statistik machten etwa 30 Prozent der DDR-Bürger Urlaub auf den staatlichen Campingplätzen. So individuell, dass es anfangs Zweifel gibt, ob das auch "sozialistisch" genug ist und vor allem auch spottbillig: In der besten Kategorie kostet Mitte der 1980er-Jahre eine Übernachtung pro Person eine Mark, für Wohnwagen und Auto kommt noch eine Mark dazu. Campen in der DDR - das war auch ein Abenteuer. Der jugendlich unbedarfte Kurzzelter musste schon hinnehmen, dass es am Morgen keine Brötchen gab und am Abend das Bier alle war. Der erfahrene Camper konnte darüber nur lächeln. Er hatte seinen Vorrat mit. An den Ostseezeltplätzen spielte auch die FKK-Bewegung eine große Rolle. Als die ersten Nackten am Strand von Prerow Anfang der 50er Jahre auftauchten, wurden sie von der Kasernierten Volkspolizei zusammen mit russischen Soldaten auf Pferden auseinandergetrieben. Aber es war eines der wenigen Verbote, das die DDR nicht durchsetzen konnte. Nacktbaden wurde immer populärer - die Zeltplätze waren dementsprechend gefragt. Für den motorisierten Camper hatte die Autoindustrie einiges zu bieten. Das war nicht immer billig, aber durchaus originell. Das berühmte Dachzelt für den Trabant hat wirklich funktioniert. Heute ist es ein Sammlerstück. Der "Klappfix" wird von den Fans noch heute benutzt: Ein paar Handgriffe genügen, um aus dem Anhänger ein Zelt samt Küche zu zaubern. Vor allem Amateurfilme offenbaren, wie einfallsreich die Bürger Ost die Mängel in Ausstattung und Infrastruktur ausgeglichen haben. Aber auch in den Fernseharchiven lagern Camping-Schätze: Legendär sind die Auftritte vom nackten Reporter Wolle am FKK-Strand in der Sendung "Außenseiter, Spitzenreiter", der Fernsehfilm "Camping, Camping" mit Ursula Karusseit und Henry Hübchen zeigt die Höhen und Tiefen im ostdeutschen Camperleben. Zeitzeugen erinnern sich an die schönen, einzigartigen und schwierigen Momente auf den Campingplätzen in der DDR. MDR DOK. Regie Lutz Rentner
Früher war der Urlaub sonniger
Spielfilm. Von Fernreisen in exotische Länder über den Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zu Strandferien an der Ostsee - jeder hat seine ganz eigenen Reiseerinnerungen. Der Film blickt zurück auf Urlaubstrends und Erlebnisse von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre, wie Camping, Kaffeefahrten, Survival-Urlaub oder Ballermann. Wenn jemand eine Reise tut, kann er was erzählen. Daher ist das Fernseharchiv voller Reiseerinnerungen. In den 1950er-Jahren entdecken die Deutschen ihre Liebe fürs Camping. Egal, ob mit dem Autoanhänger in Bungalowformat oder im einfachen Zelt. Hauptsache irgendwo im Grünen übernachten. Bundeskanzler Konrad Adenauer verweilt derweil am liebsten am Comer See und halb Deutschland träumt vom Sehnsuchtsreiseland Italien. In West-Berlin können sich viele Menschen keinen Urlaub leisten. Die Kinderluftbrücke ermöglicht zumindest tausenden Jungen und Mädchen aus ärmeren Familien ein paar Wochen Urlaub. Im Osten der Stadt versprechen Pionierlager sozialistische Ferienfreuden. Bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR kümmert sich die Mitropa um die Verpflegung der Fahrgäste - mal mehr, mal weniger zufriedenstellend. In Ost wie West werden fleißig Souvenirs eingekauft - als Erinnerung. Damit einem entspannten Urlaub nichts im Wege steht, eröffnen sogenannte Baby-Hotels, in denen Eltern ihren Nachwuchs für Wochen unterbringen können. In den 1960er-Jahren wird das Fliegen immer selbstverständlicher. So gibt es in der DDR einen Linienflug von Berlin nach Usedom und von West-Berlin aus düst man nonstop nach Westerland. Stewardess wird zum neuen Traumberuf für junge, unverheiratete Frauen. Während DDR-Bürger Ende der 1960er-Jahre von einer Reise an den ungarischen Balaton träumen, planen westliche Reiseunternehmen Trips zum Mond. Erst einmal machen sogenannte Halbschuhtouristen aus den Städten jeden Sommer die Alpen unsicher. Rentner fliegen nach Mallorca zum Überwintern oder nehmen an den sogenannten Kaffeefahrten teil, bei denen überteuerte Produkte verkauft werden. An Nord- und Ostsee entstehen in den 1970er-Jahren große Betonbettenburgen, besonders berühmt: das Hotel "Neptun" in Warnemünde. In den All-Inclusive-Ferienanlagen rund ums Mittelmeer treiben Animateure die Touristen an. Wer diesen gut gelaunten Damen und Herren in die Hände fällt, ist unter Garantie schon bald wieder urlaubsreif. Regie Stephan Düfel
Schneller als die Angst
Folgen 3 und 4. Serie Deutschland (2021). LKA-Fahndungsleiterin Sunny Becker jagt den flüchtigen Frauenmörder Haffner und muss gleichzeitig herausfinden, wer aus ihrem Team heimlich gegen sie arbeitet. Haffner plant sich mithilfe der Gefängnis-Ergotherapeutin abzusetzen und nutzt seinen Vorsprung, um weitere Verbrechen zu begehen. Für die LKA-Fahndungsleiterin Sunny Becker (Friederike Becht) entwickelt sich die Jagd nach Haffner (Felix Klare) zu einem Albtraum. Der Gefängnisausbrecher scheint stets einen Schritt voraus zu sein. Sunnys Vorgesetzter Ralf (Thomas Loibl) möchte deshalb wissen, ob es eine "Ratte" gibt. Sunnys Vertrauen in das Team wird zudem durch einen schwerwiegenden Verdacht erschüttert. Die selbstbewusst auftretende Ermittlerin glaubt, dass ein Kollege der Verursacher ihrer Angstzustände ist, die sie vor den anderen verschweigt. Auf eine Spur kommt sie durch einen Haftnachbarn Haffners. Der Frauenmörder "Babsy" (Steffen Münster) glaubt, das Motiv zu erkennen: Jemand möchte das Leben und die Karriere von Sunny zerstören! Unterdessen plant der flüchtige Haffner, sich mithilfe der Gefängnis-Ergotherapeutin Tina Kullmann (Hannah Ehrlichmann) abzusetzen. Während Sunny weiß, in welcher Gefahr sich die Geliebte des manipulativen Sexualstraftäters befindet, behält ihr Partner "Kuba" (Oleg Tikhomirov) ein Geheimnis für sich. Sein Schweigen macht es jedoch möglich, dass Haffner den Vorsprung nutzt, um weitere Verbrechen zu begehen. Vor einer doppelten Herausforderung steht Hauptdarstellerin Friederike Becht als LKA-Zielfahnderin im zweiten Teil von "Schneller als die Angst": Während die mutige Ermittlerin einen flüchtigen Frauenmörder jagt, muss sie herausfinden, wer aus dem familiären Team heimlich gegen sie arbeitet. Regisseur Florian Baxmeyer gelingt es raffiniert, den Erzählstrang der Hauptfigur Sunny mit der Perspektive eines unbekannten Gegenspielers zu verbinden, der auf unheimliche Weise ihre Gedanken zu kennen scheint. Die exzellente Schauspielbesetzung und brillante Bildsprache zeichnen den Psychothriller aus, der zusätzliche Spannung aus den Geheimnissen seiner Charaktere und dem fatalen Korpsgeist einer LKA-Einheit zieht. Darsteller: Friederike Becht, Christoph Letkowski, Felix Klare, Andreas Döhler, Thomas Loibl, Oleg Tikhomirov, Lisa Hrdina, Golo Euler, Stephanie Japp, Carina Wiese, Sarah Bauerett, David Ali Rashed, Hildegard Schroedter, Hannah Ehrlichmann, Steffen Münster, Idil Üner, Marlene Tanczik, Michel Diercks, Götz Schulte, Juri Winkler, Yuri Völsch, Hilke Altefrohne, Samir Fuchs, Chris Lopatta, Judith Shoemaker. Regie Florian Baxmeyer (89 min)
Wunderbares Schlagerland
Links und rechts der Saale. Über 400 Kilometer schlängelt sich die Saale vom fränkischen Fichtelgebirge durch herrliche Landschaften vorbei an grünen Tälern, stolzen Burgen und fruchtbaren Hügeln bis sie bei Barby in die Elbe mündet. Sie verbindet gemütliche Dörfer und Kleinstädte bis hin zu den großen Universitätsstädten wie Jena und Halle. Eine Landschaft voller Geschichte und Geschichten, von denen wir einige erzählen. Wie entstand das Volkslied "An der Saale hellem Strande", wo wird das Flößen mit einem Volksfest gefeiert, und was hat es mit den Raben in Merseburg auf sich. Wir erzählen, wie die Saale zu ihrem Namen kam, ob sich Halle um seinen Namen sorgen machen muss und zeigen die schönsten Möglichkeiten, die Saale-Landschaften zu erkunden: zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser. Musikalisch erkunden die Saale-Region: Nino de Angelo, Sonia Liebing, Fantasy, Frank Schöbel, Veronika Fischer, Ute Freudenberg und Christian Lais, Angelo Kelly und Familie, Bell, Book & Candle u.a.
Mission Ulja Funk
Spielfilm Deutschland/Polen (2021). Die 12-jährige Ulja möchte hautnah den Einschlag des Asteroiden VR-24-17-20 erleben. Sie heuert Henk, einen Jungen aus ihrer Klasse, an, sie nach Belarus zu fahren. Zusammen machen sie sich auf eine Reise quer durch Polen, um den Einschlag selbst zu sehen. Ihnen dicht auf den Fersen: Oma Olga und der Rest der Familie. Ulja lebt in einer deutschen Kleinstadt, ist intelligent, etwas eigensinnig und hegt große Begeisterung für die Wissenschaft. Sie hat einen kleinen Asteroiden entdeckt, der in wenigen Tagen auf die Erde fallen wird. Mit ihrem Wissensdurst bringt sie jedoch regelmäßig ihre streng religiöse Oma Olga auf die Palme, bis diese eines Tages alles aus Uljas Leben verbannt, was mit Wissenschaft zu tun hat. Weil Ulja nun keine Möglichkeit mehr hat, den Asteroiden weiter zu verfolgen, heuert sie Henk, einen Jungen aus ihrer Klasse an, sie nach Belarus zu fahren. Zusammen machen sie sich auf eine Reise quer durch Polen, um den Einschlag selbst zu sehen. Ihnen dicht auf den Fersen: Oma Olga und der Rest der Familie, der Pastor und die halbe Gemeinde. Der liebenswerte Kinder- und Familienfilm ist eine Komödie der Initiative "Der besondere Kinderfilm". Er behandelt Themen wie Identität, Familie, Freundschaft, Wissenschaft und Religion. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergibt das Prädikat "besonders wertvoll" und urteilt: "'Mission Ulja Funk' ist ein genauso frecher wie leidenschaftlicher Film, eine irrwitzige Komödie und ein Statement für Girlpower, das seinesgleichen sucht. Ein spritzig-intelligentes Filmvergnügen, dem die Jury wirklich gerne das höchste Prädikat verleiht." 2023 wurde der Film beim Deutschen Filmpreis 2023 als Bester Kinderfilm ausgezeichnet und gewann beim Deutschen Kinder Medien Festival "Goldener Spatz" 2021 den Preis der Kinderjury für den Besten Langfilm. Hauptdarstellerin Romy Lou Janinhoff wurde für ihre Leistung mit dem Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant" als "Beste Nachwuchsdarstellerin" gewürdigt. Darsteller: Romy Lou Janinhoff, Jonas Oeßel, Hildegard Schroedter, Luc Feit, Anja Schneider, Ivan Shvedoff, Christina Große, Janina Elkin, Peter Trabner, Martina Eitner-Acheampong, Jonas Toygar, Janis Toygar. Regie Barbara Kronenberg (86 min)
