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Damals war's
Präsentiert von Wolfgang Lippert. Wolfgang Lippert entführt Sie in ein ganz bestimmtes Jahr aus den letzten sechs Jahrzehnten, das erraten werden soll. Wer das richtige Jahr herausfindet, hat die Chance, einen tollen Preis zu gewinnen. Wolfgang Lippert entführt Sie in ein ganz bestimmtes Jahr aus den letzten sechs Jahrzehnten, das erraten werden soll. Mit viel Musik und Humor präsentiert der Moderator ein buntes Zeitgeist-Mosaik aus spannenden Ereignissen, kuriosen Alltagsgeschichten, Klatsch und Tratsch, Mode, Technik sowie den Highlights aus Film und Fernsehen. Die damaligen Trends spürt Trend-Experte Bürger Lars Dietrich auf. Wer das richtige Jahr herausfindet, hat die Chance, einen tollen Preis zu gewinnen.
MDR aktuell
Anschließend: das MDR-Wetter
Klappfix, Hering, Luftmatratze
Campen in der DDR. Wer keinen der raren FDGB-Ferienplätze bekommen konnte, für den gab es nur eine Alternative - das Campen. Nach der offiziellen Statistik machten etwa 30 Prozent der DDR-Bürger Urlaub auf den staatlichen Campingplätzen. So individuell, dass es anfangs Zweifel gibt, ob das auch "sozialistisch" genug ist und vor allem auch spottbillig: In der besten Kategorie kostet Mitte der 1980er-Jahre eine Übernachtung pro Person eine Mark, für Wohnwagen und Auto kommt noch eine Mark dazu. Campen in der DDR - das war auch ein Abenteuer. Der jugendlich unbedarfte Kurzzelter musste schon hinnehmen, dass es am Morgen keine Brötchen gab und am Abend das Bier alle war. Der erfahrene Camper konnte darüber nur lächeln. Er hatte seinen Vorrat mit. An den Ostseezeltplätzen spielte auch die FKK-Bewegung eine große Rolle. Als die ersten Nackten am Strand von Prerow Anfang der 50er Jahre auftauchten, wurden sie von der Kasernierten Volkspolizei zusammen mit russischen Soldaten auf Pferden auseinandergetrieben. Aber es war eines der wenigen Verbote, das die DDR nicht durchsetzen konnte. Nacktbaden wurde immer populärer - die Zeltplätze waren dementsprechend gefragt. Für den motorisierten Camper hatte die Autoindustrie einiges zu bieten. Das war nicht immer billig, aber durchaus originell. Das berühmte Dachzelt für den Trabant hat wirklich funktioniert. Heute ist es ein Sammlerstück. Der "Klappfix" wird von den Fans noch heute benutzt: Ein paar Handgriffe genügen, um aus dem Anhänger ein Zelt samt Küche zu zaubern. Vor allem Amateurfilme offenbaren, wie einfallsreich die Bürger Ost die Mängel in Ausstattung und Infrastruktur ausgeglichen haben. Aber auch in den Fernseharchiven lagern Camping-Schätze: Legendär sind die Auftritte vom nackten Reporter Wolle am FKK-Strand in der Sendung "Außenseiter, Spitzenreiter", der Fernsehfilm "Camping, Camping" mit Ursula Karusseit und Henry Hübchen zeigt die Höhen und Tiefen im ostdeutschen Camperleben. Zeitzeugen erinnern sich an die schönen, einzigartigen und schwierigen Momente auf den Campingplätzen in der DDR. MDR DOK. Regie Lutz Rentner
Früher war der Urlaub sonniger
Spielfilm. Von Fernreisen in exotische Länder über den Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zu Strandferien an der Ostsee - jeder hat seine ganz eigenen Reiseerinnerungen. Der Film blickt zurück auf Urlaubstrends und Erlebnisse von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre, wie Camping, Kaffeefahrten, Survival-Urlaub oder Ballermann. Wenn jemand eine Reise tut, kann er was erzählen. Daher ist das Fernseharchiv voller Reiseerinnerungen. In den 1950er-Jahren entdecken die Deutschen ihre Liebe fürs Camping. Egal, ob mit dem Autoanhänger in Bungalowformat oder im einfachen Zelt. Hauptsache irgendwo im Grünen übernachten. Bundeskanzler Konrad Adenauer verweilt derweil am liebsten am Comer See und halb Deutschland träumt vom Sehnsuchtsreiseland Italien. In West-Berlin können sich viele Menschen keinen Urlaub leisten. Die Kinderluftbrücke ermöglicht zumindest tausenden Jungen und Mädchen aus ärmeren Familien ein paar Wochen Urlaub. Im Osten der Stadt versprechen Pionierlager sozialistische Ferienfreuden. Bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR kümmert sich die Mitropa um die Verpflegung der Fahrgäste - mal mehr, mal weniger zufriedenstellend. In Ost wie West werden fleißig Souvenirs eingekauft - als Erinnerung. Damit einem entspannten Urlaub nichts im Wege steht, eröffnen sogenannte Baby-Hotels, in denen Eltern ihren Nachwuchs für Wochen unterbringen können. In den 1960er-Jahren wird das Fliegen immer selbstverständlicher. So gibt es in der DDR einen Linienflug von Berlin nach Usedom und von West-Berlin aus düst man nonstop nach Westerland. Stewardess wird zum neuen Traumberuf für junge, unverheiratete Frauen. Während DDR-Bürger Ende der 1960er-Jahre von einer Reise an den ungarischen Balaton träumen, planen westliche Reiseunternehmen Trips zum Mond. Erst einmal machen sogenannte Halbschuhtouristen aus den Städten jeden Sommer die Alpen unsicher. Rentner fliegen nach Mallorca zum Überwintern oder nehmen an den sogenannten Kaffeefahrten teil, bei denen überteuerte Produkte verkauft werden. An Nord- und Ostsee entstehen in den 1970er-Jahren große Betonbettenburgen, besonders berühmt: das Hotel "Neptun" in Warnemünde. In den All-Inclusive-Ferienanlagen rund ums Mittelmeer treiben Animateure die Touristen an. Wer diesen gut gelaunten Damen und Herren in die Hände fällt, ist unter Garantie schon bald wieder urlaubsreif. Regie Stephan Düfel
Schneller als die Angst
Folgen 3 und 4. Serie Deutschland (2021). LKA-Fahndungsleiterin Sunny Becker jagt den flüchtigen Frauenmörder Haffner und muss gleichzeitig herausfinden, wer aus ihrem Team heimlich gegen sie arbeitet. Haffner plant sich mithilfe der Gefängnis-Ergotherapeutin abzusetzen und nutzt seinen Vorsprung, um weitere Verbrechen zu begehen. Für die LKA-Fahndungsleiterin Sunny Becker (Friederike Becht) entwickelt sich die Jagd nach Haffner (Felix Klare) zu einem Albtraum. Der Gefängnisausbrecher scheint stets einen Schritt voraus zu sein. Sunnys Vorgesetzter Ralf (Thomas Loibl) möchte deshalb wissen, ob es eine "Ratte" gibt. Sunnys Vertrauen in das Team wird zudem durch einen schwerwiegenden Verdacht erschüttert. Die selbstbewusst auftretende Ermittlerin glaubt, dass ein Kollege der Verursacher ihrer Angstzustände ist, die sie vor den anderen verschweigt. Auf eine Spur kommt sie durch einen Haftnachbarn Haffners. Der Frauenmörder "Babsy" (Steffen Münster) glaubt, das Motiv zu erkennen: Jemand möchte das Leben und die Karriere von Sunny zerstören! Unterdessen plant der flüchtige Haffner, sich mithilfe der Gefängnis-Ergotherapeutin Tina Kullmann (Hannah Ehrlichmann) abzusetzen. Während Sunny weiß, in welcher Gefahr sich die Geliebte des manipulativen Sexualstraftäters befindet, behält ihr Partner "Kuba" (Oleg Tikhomirov) ein Geheimnis für sich. Sein Schweigen macht es jedoch möglich, dass Haffner den Vorsprung nutzt, um weitere Verbrechen zu begehen. Vor einer doppelten Herausforderung steht Hauptdarstellerin Friederike Becht als LKA-Zielfahnderin im zweiten Teil von "Schneller als die Angst": Während die mutige Ermittlerin einen flüchtigen Frauenmörder jagt, muss sie herausfinden, wer aus dem familiären Team heimlich gegen sie arbeitet. Regisseur Florian Baxmeyer gelingt es raffiniert, den Erzählstrang der Hauptfigur Sunny mit der Perspektive eines unbekannten Gegenspielers zu verbinden, der auf unheimliche Weise ihre Gedanken zu kennen scheint. Die exzellente Schauspielbesetzung und brillante Bildsprache zeichnen den Psychothriller aus, der zusätzliche Spannung aus den Geheimnissen seiner Charaktere und dem fatalen Korpsgeist einer LKA-Einheit zieht. Darsteller: Friederike Becht, Christoph Letkowski, Felix Klare, Andreas Döhler, Thomas Loibl, Oleg Tikhomirov, Lisa Hrdina, Golo Euler, Stephanie Japp, Carina Wiese, Sarah Bauerett, David Ali Rashed, Hildegard Schroedter, Hannah Ehrlichmann, Steffen Münster, Idil Üner, Marlene Tanczik, Michel Diercks, Götz Schulte, Juri Winkler, Yuri Völsch, Hilke Altefrohne, Samir Fuchs, Chris Lopatta, Judith Shoemaker. Regie Florian Baxmeyer (89 min)
Wunderbares Schlagerland
Links und rechts der Saale. Über 400 Kilometer schlängelt sich die Saale vom fränkischen Fichtelgebirge durch herrliche Landschaften vorbei an grünen Tälern, stolzen Burgen und fruchtbaren Hügeln bis sie bei Barby in die Elbe mündet. Sie verbindet gemütliche Dörfer und Kleinstädte bis hin zu den großen Universitätsstädten wie Jena und Halle. Eine Landschaft voller Geschichte und Geschichten, von denen wir einige erzählen. Wie entstand das Volkslied "An der Saale hellem Strande", wo wird das Flößen mit einem Volksfest gefeiert, und was hat es mit den Raben in Merseburg auf sich. Wir erzählen, wie die Saale zu ihrem Namen kam, ob sich Halle um seinen Namen sorgen machen muss und zeigen die schönsten Möglichkeiten, die Saale-Landschaften zu erkunden: zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser. Musikalisch erkunden die Saale-Region: Nino de Angelo, Sonia Liebing, Fantasy, Frank Schöbel, Veronika Fischer, Ute Freudenberg und Christian Lais, Angelo Kelly und Familie, Bell, Book & Candle u.a.
Mission Ulja Funk
Spielfilm Deutschland/Polen (2021). Die 12-jährige Ulja möchte hautnah den Einschlag des Asteroiden VR-24-17-20 erleben. Sie heuert Henk, einen Jungen aus ihrer Klasse, an, sie nach Belarus zu fahren. Zusammen machen sie sich auf eine Reise quer durch Polen, um den Einschlag selbst zu sehen. Ihnen dicht auf den Fersen: Oma Olga und der Rest der Familie. Ulja lebt in einer deutschen Kleinstadt, ist intelligent, etwas eigensinnig und hegt große Begeisterung für die Wissenschaft. Sie hat einen kleinen Asteroiden entdeckt, der in wenigen Tagen auf die Erde fallen wird. Mit ihrem Wissensdurst bringt sie jedoch regelmäßig ihre streng religiöse Oma Olga auf die Palme, bis diese eines Tages alles aus Uljas Leben verbannt, was mit Wissenschaft zu tun hat. Weil Ulja nun keine Möglichkeit mehr hat, den Asteroiden weiter zu verfolgen, heuert sie Henk, einen Jungen aus ihrer Klasse an, sie nach Belarus zu fahren. Zusammen machen sie sich auf eine Reise quer durch Polen, um den Einschlag selbst zu sehen. Ihnen dicht auf den Fersen: Oma Olga und der Rest der Familie, der Pastor und die halbe Gemeinde. Der liebenswerte Kinder- und Familienfilm ist eine Komödie der Initiative "Der besondere Kinderfilm". Er behandelt Themen wie Identität, Familie, Freundschaft, Wissenschaft und Religion. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) vergibt das Prädikat "besonders wertvoll" und urteilt: "'Mission Ulja Funk' ist ein genauso frecher wie leidenschaftlicher Film, eine irrwitzige Komödie und ein Statement für Girlpower, das seinesgleichen sucht. Ein spritzig-intelligentes Filmvergnügen, dem die Jury wirklich gerne das höchste Prädikat verleiht." 2023 wurde der Film beim Deutschen Filmpreis 2023 als Bester Kinderfilm ausgezeichnet und gewann beim Deutschen Kinder Medien Festival "Goldener Spatz" 2021 den Preis der Kinderjury für den Besten Langfilm. Hauptdarstellerin Romy Lou Janinhoff wurde für ihre Leistung mit dem Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant" als "Beste Nachwuchsdarstellerin" gewürdigt. Darsteller: Romy Lou Janinhoff, Jonas Oeßel, Hildegard Schroedter, Luc Feit, Anja Schneider, Ivan Shvedoff, Christina Große, Janina Elkin, Peter Trabner, Martina Eitner-Acheampong, Jonas Toygar, Janis Toygar. Regie Barbara Kronenberg (86 min)
Auf Marco Polos Spuren - Biwak nonstop
Usbekistan und Kirgistan
Camping mit Herz
Spielfilm Deutschland (2019). Einmal Schlager, immer Schlager! Um aus dem Karrieretief zu kommen, muss sich Sänger Karl-Heinz Sollheim auf seine musikalischen Wurzeln besinnen und das Image als "Campingplatz-Kalle" abschütteln. Seine Popularität nutzen möchte Campingplatzbesitzerin Desiree, der das Wasser bis zum Hals steht. Beide kämpfen mit harten Bandagen. Der in die Jahre gekommene Sänger Karl-Heinz Sollheim (Christoph M. Ohrt) hat eine einfache Erfolgsformel: Immer authentisch bleiben! Dass er nach seinem einzigen Hit "Unter der Sonne" auf eine Karriere als Schlagerstar statt seiner geliebten Countrymusik gesetzt hat, bereut er seit langem. Auch das Image als "Campingplatz-Kalle" passt nicht wirklich, denn er hasst nichts mehr als das einfache Leben und das Schlafen im Freien. Um aus dem Karrieretief herauszukommen, lässt sich Kalle notgedrungen auf eine Promo-Idee seiner Managerin Tess (Isabell Gerschke) ein, die im Radio einen Abend mit ihm auf dem Campingplatz verlosen lässt. So landet er schließlich auf dem maroden Ostsee-Zeltplatz von Desiree (Diana Amft) und ihrer Mutter Martha (Nina Franoszek), die kurz vor der Pleite stehen und ebenfalls auf ein Wunder hoffen. Als sich überraschend das Fernsehen ansagt und die Buchungen hochschießen, befeuert Desiree die Kampagne mit einem miesen Trick: Sie sorgt mit einer Wette in der Live-Schalte dafür, dass Kalle um zwei Wochen verlängern muss! Ihren Erfolg kann die beherzte Campingplatzbetreiberin jedoch nicht lange auskosten, denn schon bald muss sie erfahren, dass auch ihre Mutter getrickst hat: Nicht sie, sondern die Luxusanlage ihres Exmannes Werner (Peter Schneider) hat "Camping-Kalle" gewonnen! Nun beginnt ein Tauziehen um Kalle, der sich zwischen dem "Campingplatz mit Herz" oder einem lukrativen Angebot entscheiden muss. Einmal Schlager, immer Schlager! Um sich aus der Wiederholungsschleife zu befreien, muss der alternde Sänger Karl-Heinz Sollheim sich auf seine wahren musikalischen Wurzeln besinnen und das Image als "Campingplatz-Kalle" abschütteln. Seine Popularität nutzen möchte Campingplatzbesitzerin Desiree, der das Wasser bis zum Hals steht. Beide kämpfen mit harten Bandagen, schließlich geht es für sie um alles. Darsteller: Christoph M. Ohrt, Diana Amft, Nina Franoszek, Isabell Gerschke, Peter Schneider, Uke Bosse, Nils Dörgeloh, Elga Schütz, Karin Heine, Margot Nagel, Lena Amende, John Kick, Susanne Strach. Regie Josh Broecker (88 min)
Glaubwürdig: Lara Ulrich
Lara Ulrich ist evangelisch. In ihrer Kindheit und Jugend hat sie ihren Glauben jedoch nicht aktiv gelebt. Ihre Studienzeit in Erfurt beginnt turbulent: Als die Beziehung der Magdeburgerin in die Brüche geht, gerät sie in eine Krise. In dieser Zeit kommt sie mit einer christlichen Hochschulgruppe in Kontakt, in der sie sich sofort aufgenommen fühlt. Die Offenheit der Gruppe und der Glaube helfen der heute 22-Jährigen. Seitdem will Lara ihre Erfahrung mit anderen teilen und die Zuwendung weitergeben, die sie erfahren durfte. Dafür engagiert sich die Studentin neben der Hochschulgruppe auch im Pixel Sozialwerk, das benachteiligte Familien mit Lern- und Freizeitangeboten unterstützt.
Mission Neuzelle - Mönche zwischen Tradition und Tourismus
Spielfilm. Im Wald von Neuzelle haben Zisterziensermönche ein neues Kloster gebaut. Es steht auf dem Gelände eines ehemaligen Erholungsheimes der DDR-Staatssicherheit. Die Mönche kommen aus dem Stift Heiligenkreuz in Österreich und haben das Priorat Neuzelle gegründet. Als das neue Kloster gebaut wurde, lebten sie im katholischen Pfarrhaus der vor über 200 Jahren säkularisierten Klosteranlage, die heute vor allem touristisch genutzt wird und deshalb für ein monastisches Leben nicht mehr geeignet ist. Das neue Kloster in dieser Form ist einmalig auf deutschem Boden seit dem Mittelalter. Dabei drohte das Projekt zwischenzeitlich sogar zu scheitern. Der 45-minütige Film zeigt den Alltag der Mönche zwischen Gebet, Arbeit und Mission via YouTube. Die Zuschauer erleben die erste Zeit des wohl Jahrzehnte dauernden Klosterbaus und lernen Menschen kennen, die das Projekt der Wiederansiedlung aktiv unterstützen. Regie Michael Lietz
Florentiner 73
Fernsehfilm Deutschland (1971). Brigitte ist schwanger und flieht vor den Erwartungen ihrer Mutter in ein möbliertes Zimmer. Leider ein Durchgangszimmer. Die alte Frau Klucke behandelt sie wie eine Tochter. Während Brigitte sich einlebt und sich fast wieder verliebt, grübelt sie, wie sie ihrer Vermieterin ihre Schwangerschaft so schonend wie möglich beibringen kann. Brigitte ist schwanger. Den Vater des Kindes will sie jedoch nicht heiraten. Um den Vorhaltungen ihrer Mutter zu entgehen, greift sie sofort zu, als man ihr ein möbliertes Zimmer anbietet. Zu spät bemerkt sie, dass es sich bei der angeblich ruhigen Altbaubleibe um ein schwer vermietbares Durchgangszimmer handelt. Abgesehen davon tut die alte Frau Klucke, die in Brigitte so eine Art Tochterersatz sieht, alles, um ihr das Leben angenehm zumachen. Auch in der Nachbarschaft fühlt sich die werdende Mutter schnell heimisch. Trotz mancher Eigenheiten handelt es sich um liebenswerte Zeitgenossen: Kluckes Freundin Frau Knatter mit ihrem langjährigen Verehrer Hugo aus dem Altenheim, die alleinstehende Dolmetscherin Marina Maass mit ihren drei Jungen, Sohni Hartmann und seiner Dauerverlobten Helga und nicht zuletzt der Medizinstudent Wolfgang Engel, in den sich Brigitte unter anderen Umständen fast verlieben könnte. Bald weiß das ganze Haus Bescheid, nur Frau Klucke ist ahnungslos. Und Brigitte grübelt, wie sie ihr die Wahrheit so schonend wie möglich gestehen kann. Darsteller: Agnes Kraus, Edda Dentges, Steffi Spira, Friedrich Richter, Anne Wollner, Günter Sonnenberg, Gudrun Ritter, Arnim Mühlstädt, Norbert Speer, Gerd E. Schäfer, Jessy Rameik. Regie Klaus Gendries (91 min)
Neues aus der Florentiner 73
Fernsehfilm Deutschland (1974). Brigitte steht vor der Herausforderung, zwischen zwei Vätern für ihr Josefinchen zu wählen. Sie lehnt den ehrgeizigen Klaus ab und fühlt sich zu dem hilfsbereiten Medizinstudenten Wolfgang hingezogen. Missverständnisse und das Eingreifen von Mutter Klucke sorgen für Chaos, doch schließlich zieht das Glück in der "Florentiner 73" ein. Mit der Liebe ist das so eine Sache. Wann weiß man schon, ob man liebt und wen man liebt? Brigitte aus der "Florentiner 73" erscheint diese Frage angesichts zweier Väter für ihr Josefinchen etwas kompliziert. Das heißt, so kompliziert nun auch wieder nicht, denn sie weiß ja, wen sie will. Nicht den zu ehrgeizigen Klaus, den eigentlichen Vater ihres Kindes, sondern vielmehr den ruhigen, hilfsbereiten Medizinstudenten Wolfgang aus der "Florentiner 73". Aber bis die beiden zusammenfinden, kommt es eben noch zu vielen Missverständnissen. Grund genug für Mutter Klucke, dem herzensguten und zugleich tyrannischen Hausgeist der "Florentiner 73", rigoros einzugreifen, um Ordnung in Brigittes Familienleben zu bringen. Dass dabei ein heilloses Durcheinander entsteht, ja dank Mutter Klucke und Frau Knatter entstehen muss, ist klar. Darsteller: Agnes Kraus, Steffi Spira, Edda Dentges, Hertha Thiele, Jessy Rameik, Herbert Köfer, Gerd E. Schäfer. Regie Klaus Gendries (87 min)
Camping, Camping
Fernsehfilm Deutschland (1977). Detlef und sein Kumpel Alfred stehlen sich aus dem trauten Familienurlaub davon, um ungestörte Herrentage zu erleben. Aber als die beiden dann abenteuerlustig im Dschungel der Großstadt auf die Pirsch gehen, erleben sie eine Pleite nach der anderen. Missmutig sehnt sich Detlef nach Ehetrott und Zeltplatz zurück. Der vollbepackte Trabi rollt Richtung Ostsee und Familienvater Detlef ist ausnahmsweise mal in blendender Stimmung. Hat er doch mit seinem Kumpel Alfred ausgemacht, sich alsbald mit einem dringenden Telegramm gegenseitig aus dem Ferienort zurückzubeordern. Aber als die beiden dann abenteuerlustig im Dschungel der Großstadt auf die Pirsch gehen, erleben sie eine Pleite nach der anderen. Missmutig sehnt sich Detlef nach Ehetrott und Zeltplatz zurück. Dort macht sein angepasstes und mit den Jahren etwas fade gewordenes Eheweib Eveline eine erstaunliche Wandlung durch. Angeleitet von ihrer halbwüchsigen Tochter Nina, die der öde Campingurlaub in Familie ebenfalls langweilt, unterzieht Eveline ihr Äußeres einer Generalüberholung. Mit Erfolg, denn beim Tanzabend macht ihr ein zehn Jahre jüngerer Verehrer Avancen, was Zeltnachbar Kurt mit griesgrämigen Kommentaren begleitet. Anfänglich reagiert Eveline gehemmt auf Thomas' hartnäckig-romantisches Werben, dann findet sie zunehmend Gefallen daran. Ihr verkümmertes Selbstbewusstsein blüht wieder auf. Darsteller: Ursula Karusseit, Dieter Franke, Henry Hübchen, Rolf Ludwig, Wolfgang Greese, Hildegard Alex, Frank Penzold, Sybille Winkler. Regie Klaus Gendries (84 min)
Klappfix, Hering, Luftmatratze
Campen in der DDR
Tiere im Rausch (2)
Der Trip geht weiter. Spielfilm. Rauschalarm im Tierreich! Tiere nutzen Substanzen, die wir als Drogen bezeichnen. Warum? Schimpansen werden dabei beobachtet, wie sie sich den Bauch mit vergorenen Sternäpfeln vollschlagen. Stehen unsere nächsten Verwandten auf Alkohol und wissen sie um Wirkung und Folgen? Das untersucht der Biologe Aleksey Maro in Uganda. In den Früchten und im Schimpansen-Urin testet er den Alkoholgehalt: so viel wie ein Bierchen oder zwei Glas Wein? Der aufwendig gedrehte Naturfilm entdeckt nicht nur das Geheimnis vom "Rausch im Regenwald", sondern erkundet eine kleine "High Society" in der Natur: Delfine, die mit der Gefahr eines narkotisierenden Nervengifts spielen, welches Kugelfische in sich tragen. Lemuren, die sich an einem giftigen Tausendfüßler berauschen, um ihre Gesundheit zu schützen, und dabei ihr Leben riskieren. Käfer, die als "Drogendealer" ein ganzes Ameisenvolk mit einer rätselhaften Substanz abhängig und gefügig machen. Und Katzen, die sich durch die betörende Wirkung der Minze Nepeta Cataria einem entspannten Viertelstündchen-Trip hingeben. Es sind uns gut vertraute oder gänzlich fremde Zustände, ausgelöst durch toxische Substanzen der Natur. In berauschenden Bildern wird ganz nüchtern beobachtet, wie er sich zeigt, der Rausch im Tier? Regie Susanne Maria Krauß, Robert Sigl
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Märchen Deutschland (2014). Prinzessin Elisabeth lebt mit ihrem Vater in einer provisorischen Zeltstadt. Das Schloss ist von Geistern besetzt, verflucht und unbewohnbar. Der König verspricht demjenigen, der die Geister vertreibt, seine Tochter zur Frau. Bislang sind alle gescheitert. Schafft es Töpfersohn Michel, der sich einfach nicht fürchten kann? Töpfersohn Michel hat ein Problem: Er kann sich einfach nicht fürchten, nicht mal ein kleines bisschen. Sein Bruder Caspar ist davon genervt, sein Vater höchst besorgt. Nur Prinzessin Elisabeth, die er zufällig an einem Weiher trifft, ist ausgesprochen amüsiert und angezogen von dem furchtlosen Töpfersohn. Als auch der Küster des kleinen Heimatortes daran scheitert, dem jungen Mann das Fürchten beizubringen, zieht Michel in die Welt hinaus, um das Fürchten zu lernen. Mitten im Moor trifft er als Erstes zwei zu allem entschlossene Moorleichen. Prinzessin Elisabeth lebt mit ihrem Vater, dem König, in einer provisorischen Zeltstadt. Des Königs Schloss ist von Geistern besetzt. Es ist samt Schatz verflucht und unbewohnbar. Die Prinzessin genießt das Abenteuerleben, aber dem Vater ist das alles ein Dorn im Auge: Eine Prinzessin soll wie eine Prinzessin leben! Der König will nur eins: sein Schloss zurück. Er hat demjenigen, der es schafft, dem Spuk im Schloss ein Ende zu bereiten, seine Tochter versprochen. Doch bislang sind alle Anwärter gescheitert. Die Schlossgeister haben schon Legionen von Prinzen das Fürchten gelehrt - allen voran das riesige blaue Monster, das in der Eingangshalle lauert; und Tiamat, die furchterregende Geisterfrau. Doch da gibt es ja einen, der sich vor gar nichts fürchtet, vor Geistern nicht und auch nicht vor einer widerspenstigen Prinzessin. Darsteller: Tim Oliver Schultz, Isolda Dychauk, Heiner Lauterbach, Milan Peschel, Jochen Nickel, Roy Peter Link, Rick Kavanian / Michael Kessler, Tim Wilde, Flo Mega, Anna Thalbach. Regie Tobias Wiemann (58 min)
Die Bremer Stadtmusikanten
Märchen Deutschland (2009). "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall", denken sich Esel, Hund, Katze und Hahn, nachdem Bäuerin Martha beschlossen hat, die alternden Tiere des Hofes zu Wurst und Suppe verarbeiten zu lassen. Die vier Tiere beschließen, fortan ihr Glück als Stadtmusikanten in Bremen zu suchen - und flüchten in die Freiheit. Aber sie sind nicht die Einzigen auf dem Weg nach Bremen ... "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall", denken sich Esel, Hund, Katze und Hahn, nachdem Bäuerin Martha beschlossen hat, die alternden Tiere des Hofes zu Wurst und Suppe verarbeiten zu lassen. Sie beschließen, fortan ihr Glück als Stadtmusikanten in Bremen zu suchen - und flüchten in die Freiheit. Aber sie sind nicht die Einzigen auf dem Weg nach Bremen. Lissi liebt den Johann und Johann liebt die Lissi. Nur leider ist Lissi die Bauerstochter und Johann "nur" der Knecht. Lissis Vater, Bauer Georg, und vor allem ihre Stiefmutter Martha, die Lissi an den reichen Nachbarsbauern verheiraten möchte, wollen diese Liebe um jeden Preis verhindern. Als Johann vom Hof geschickt wird, bleibt Lissi keine andere Wahl. Genau wie die Tiere vertraut sie der Hoffnung, etwas Besseres als den Tod überall zu finden. Lissi folgt ihrem Johann nach Bremen und trifft auf dem Weg die Tiere. Auf der Suche nach einem Nachtlager gelangen sie gemeinsam zum Haus einer Räuberbande. Dort erproben die Bremer Stadtmusikanten ihr gesangliches Talent mit durchschlagendem Erfolg: Sie vertreiben die Räuber und führen die Liebenden wieder zueinander. Als Lissi und Johann im Räuberhaus Kisten voller Gold entdecken, nimmt ihr Schicksal eine weitere Wendung. Jetzt können sie heiraten. Die Tiere schenken ihnen den Schatz, denn sie haben etwas gefunden, das wertvoller ist als Gold - ihre Freundschaft. Darsteller: Anna Fischer, Johannes Zirner, Florian Martens, Gesine Cukrowski, Michael Lott, Frank Giering, Hartmut Lange, Matthias Brenner, Andreas Pauls, Tim Plätzer, Peter Streibeck, Harald Schmidt, Hannelore Elsner, Bastian Pastewka. Regie Dirk Regel (58 min)
Tischlein deck dich
Märchen Deutschland (2008). Max, unterschätzt und belächelt, sucht seinen Weg. Er muss beweisen, was in ihm steckt, um das magische Tischlein-deck-dich und den Goldesel wiederzubeschaffen. Was er nicht ahnt: Die Zeit drängt, denn zu Hause ist Lotte schon einem anderen versprochen. Von der gefräßigen Ziege veräppelt und von kaum jemandem ernst genommen, will Max seinem Vater und der schönen Lotte endlich beweisen, dass er zu etwas nütze ist. So schnürt er sein Bündel und zieht wie seine großen Brüder Emil und Jockel los, um ein Handwerk zu erlernen. Doch der Weg durch die Welt ist steinig: Im Wald lauern ihm die Räuber auf. Auch der arme Schneider, der Max auf Drängen seiner Frau als Lehrling angenommen hat, ist unzufrieden: Max stellt sich sehr ungeschickt an und näht nur Unfug zusammen. Doch plötzlich werden Max' neuartige Latzhosen zur Mode - und die Schneidersleute wohlhabend. Zufrieden macht sich Max auf den Weg zurück zum Vater. Im Reisegepäck einen "Knüppel aus dem Sack", den ihm sein Meister zum Abschied geschenkt hat, und im Herzen die Sehnsucht nach Lotte. In einem Wirtshaus trifft er seine Brüder wieder. Auch Emil und Jockel haben ihre Lehrzeit beendet und wollen nach Hause. Aber die gierigen Wirtsleute haben die Abschiedsgeschenke ihrer Meister geklaut. Nun muss Max beweisen, was in ihm steckt, um das magische Tischlein-deck-dich und den Goldesel wiederzubeschaffen. Was er nicht ahnt: Die Zeit drängt, denn zu Hause ist Lotte schon einem anderen versprochen. Darsteller: Remo Schulze, Linn Sara Reusse, Franz-Xaver Brückner, Christian Polito, Helmut Zierl, Karin Thaler, Winfried Glatzeder, Ursula Karusseit, Michael Brandner, Christine Neubauer, Dietmar Bär, Ingo Naujoks, Wolfgang Winkler, Ludger Pistor. Regie Ulrich König (59 min)
Froschkönig
Märchen Deutschland (1987). Prinzessin Henriette lässt beim Spiel ihre goldene Kugel in den Brunnen fallen, und ein Frosch gibt sie ihr wieder - unter der Bedingung, dass sie fortan mit ihm Speise, Trank und Bett teilt. Das Versprechen ist schnell gegeben, doch als der Frosch in ihr Bett will, wirft sie ihn empört an die Wand. Er verwandelt sich in einen Prinzen, muss sie aber verlassen, weil sie ihr Versprechen gebrochen hat. Prinzessin Henriette lässt beim Spiel ihre goldene Kugel in den Brunnen fallen. Ein Frosch gibt sie ihr wieder, allerdings unter der Bedingung, dass sie fortan mit ihm Speise, Trank und Bett teilt. Das Versprechen ist schnell gegeben, doch als der Frosch in ihr Bett will, wirft sie ihn empört an die Wand. Er verwandelt sich in einen Prinzen, muss sie aber verlassen, weil sie ihr Versprechen gebrochen hat. Die Prinzessin macht sich auf die Suche nach ihm, übersteht vielfältige Gefahren und gerät zum Schloss des Froschkönigs. Aber kein weibliches Wesen darf sein Reich der Lieblosigkeit betreten. Als Bursche verkleidet schleicht sich Henriette ein. Mutig und listenreich beginnt sie, ihr einstmals gegebenes Versprechen einzulösen: mit dem Froschkönig aus einem Becher zu trinken, von einem Teller zu essen und in einem Bett zu schlafen. Natürlich besiegt die Prinzessin allen bösen Zauber. Und wenn sie nicht gestorben sind... Phantasievolle und trickreiche DEFA-Verfilmung des bekannten Volksmärchens. Darsteller: Jana Mattukat, Jens-Uwe Bogadke, Peter Sodann, Franziska Glöss-Ebermann, Susanne Lüning, Pedro Hebenstreit, Dieter Wien, Günter Schubert. Regie Walter Beck (64 min)
MDR aktuell
Der Osten - Entdecke wo du lebst
Altes Fachwerk, neuer Glanz - Osterwieck am Harz
"Osterwieck ist DIE Fachwerkperle im Harz", schwärmt Gerhard Schmuck. Der Gästeführer muss es wissen. In der Stadt gibt es über 400 historische Häuser mit prachtvollen Schnitzereien, farbigen Ornamenten und Inschriften, in teilweise geschlossenen historischen Straßenzügen – sie zählen zu den wertvollsten in den neuen Bundesländern, obwohl Wernigerode und Quedlinburg bekannter sind. Osterwieck, die kleine Schwester, ist die unterschätzte Schönheit. "Wir sind leider noch kein touristisches Zentrum", sagt Thomas Hellmuth. Der 56-Jährige engagiert sich im Verein Schäfershof. Die denkmalgeschützte spätmittelalterliche Hofanlage ist das Kulturzentrum des städtischen Vereinslebens und ein Begegnungsort für alle. Gerade wird das Hauptgebäude Stück für Stück saniert. Und mit ganz viel Optimismus will man hier in ein paar Jahren fertig sein. Altes Fachwerk, neuer Glanz und großer Einsatz für eine lebendige Stadt. Immerhin feiert Osterwieck in diesem Jahr 1050-jähriges Jubiläum und viele legen sich ins Zeug. Einer ist Malte Theuerkauf. Aus dem alten E-Werk, einer Ruine, hat der 36-Jährige ein Eventwerk für Kulturveranstaltungen gemacht. Sogar Gregor Gysi, inzwischen Stammgast, hat die kleine Fachwerkstadt verzaubert. Liebe auf den ersten Blick war es für Thomas Hellmuth und Familie. Sie sind nach Osterwieck gezogen, weil sie sich in ein Haus verliebten. Auch Geigen- und Gambenbauerin Renate Fink hat die Fachwerkstadt in ihren Bann gezogen. Jetzt hat sie hier ihre Geigenwerkstatt und restauriert in kleinen Schritten ihr Fachwerkhaus. Es ist die Stadt im Harz mit dem meisten Zuzug, auch weil es das Fallstein-Gymnasium gibt. Die Schule als Ankerpunkt ist die nächsten vier Jahre gesichert. Viele Fachwerkhäuser wurden in den letzten Jahren saniert. Fast fertig ist der Gasthof "Zur Tanne". Zumindest die Fassade erstrahlt wieder in voller Pracht mit seinem Schnitzwerk, Sprüchen und Familienwappen. Die Frontseite ist beeindruckend - auch für Filmemacher. So wurde der Gasthof für den Film "Goethe", die ganze Stadt für "Till Eulenspiegel" zur Kulisse. Und auch Georg Clooney war hier. Ein Straßenzug hat es tatsächlich für sieben Sekunden in seinen Film "Monuments men - Ungewöhnliche Helden" geschafft. In Osterwieck schlummert ein Schatz, der entdeckt werden will. Und alle Akteure, die sich für eine lebendige Stadt engagieren, hoffen auf mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit. "Mein Traum wäre, dass die Stadt ein touristischer Anziehungspunkt wird, dass es auch mal englisch klingt, dass die Leute draußen in Cafés sitzen", umreißt Thomas Hellmuth seine Zukunftsvision.
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Die Wetterschau für Mitteldeutschland
Unser Sandmännchen
Moppi und MiWau. Das Piratenschiff MiWau erklärt den Wäschekorb zum Piratenschiff und den Leckerladen zum gefährlich stürmischen Meer. Der eigentlich müde Moppi verwandelt sich in einen stolzen Meerjunghund und gemeinsam segeln sie durch tobende Fantasiewellen. Als es zu gefährlich wird, merken beide, dass sie ihre Geschichte selbst lenken können - und schon ist die Angst verschwunden.
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Sagenhaft - Sommer in Mecklenburg-Vorpommern
Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge "Sagenhaft" auf eine sommerliche Reise durch Mecklenburg-Vorpommern - von den Ostseestränden über historische Städte bis hin zur einmaligen Boddenlandschaft. Er nimmt die Zuschauer mit auf eine eindrucksvolle Reise durch Landschaften, die verzaubern, und Geschichten, die berühren. Sommer in Mecklenburg-Vorpommern, das sind zuallererst die Träume der Kindheit. Das erste Mal mit den Eltern am Meer, auf dem Zeltplatz am Strand unter den großen Kiefern. Es riecht nach Wellen und gegrilltem Fisch. Das ist die Strandparty mit Freunden, immer den salzigen Geruch der Ostsee in der Nase und das erste Bier in Gedanken. Das sind die Touren durch die Seenlandschaft mit dem Faltboot und der ersten Freundin. Schlafen irgendwo auf einer Uferwiese zwischen Waren und Alt Gaarz. Das sind die weiten Wiesen und Felder, von der letzten Eiszeit erschaffen, auf den der Wind sanfte Wellenspiele vorantreibt. Das sind die historischen Städte, in denen die Seeräubergeschichten in romantischen Hafenkneipen bis heute weiterleben. Axel Bulthaupt begibt sich in einer neuen Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine sommerliche Reise durch Mecklenburg-Vorpommern. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Eine Frau, die eine neue Orangerie gebaut hat, eine Adelsfamilie mit Burg, die von Landwirtschaft lebt und im Keller Hochprozentiges zusammenbraut, einen Skulpturenkünstler, der die Weite der Landschaft als Inspiration braucht, einen Drachenbootverein, einen Kapitän, der die Kanäle im Hinterland wie seine Westentasche kennt, eine Stralsunderin, die mit ihren historischen Kostümen die ganze Stadt einkleidet. Dabei taucht er tief ein, in die Schönheiten der Städte wie Greifswald, Neustrelitz, Stralsund oder Waren an der Müritz. Aber was wäre ein Sommer in Mecklenburg-Vorpommern, ohne das Meer, die unzähligen Seen und die einmalige Boddenlandschaft. Mecklenburg-Vorpommern im Sommer: eine sagenhafte Gegend voller Überraschungen. Und ein Film voll toller Entdeckungen, mit einzigartigen Bildern und ganz besonderen Menschen.
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Anschließend: das MDR-Wetter. Wunderschön!
Rhodos entdecken
Tamina Kallert erkundet Rhodos auf eigene Faust: von der mittelalterlichen Rhodos-Stadt im Norden bis zum (Kite-)Surfer-Paradies Prasonisi im Süden. 3.000 Sonnenstunden im Jahr locken seit den 1970er Jahren vor allem Pauschaltouristen nach Rhodos. Lohnenswert ist die griechische Insel aber auch für Individual-Reisende. Tamina Kallert erkundet Rhodos auf eigene Faust: von der mittelalterlichen Rhodos-Stadt im Norden bis zum (Kite-)Surfer-Paradies Prasonisi im Süden. Sie findet Bettenburgen am Strand von Faliraki und Luxus-Badeurlaub vor der märchenhaften Kallithea Therme. Bei einem Ausflug in die Berge stößt Tamina Kallert auf ein historisches Hotel im alpenländischen Stil, in Kopria nimmt sie allen Mut zusammen für einen Sprung von den Klippen, und in der Antony-Quinn-Bucht blickt sie weit in die Sterne. Ein besonderes Erlebnis hat Tamina Kallert an der etwas raueren Westseite: Erst sieht sie Delfine aus nächster Nähe, dann schwimmt sie mit riesigen Fischschwärmen. Die Altstadt von Rhodos-Stadt - erbaut im 14. Jahrhundert von den Johanniter-Rittern - ist eine riesige Festungsanlage; und der Blick von der Stadtmauer empfehlenswert. Nicht weit entfernt an der Ostküste der Insel liegt Faliraki. Hier wurden vor rund 50 Jahren die ersten Hotels gebaut, und der Pauschaltourismus begann. Aber auch heute gibt es kleine Pensionen abseits der Bettenburgen. Die Akropolis oberhalb der verschachtelten Altstadt von Lindos kennt jeder Besucher, das Kapitänshaus aus dem 17. Jahrhundert mit Bar und Museum ist noch ein Geheimtipp. Der alte Giorgos betreut auf der Phaeton-Ranch im Osten der Insel die letzten Vertreter des Rhodischen Pferds, eine kleine, schmalen Rasse, die früher für die Feldarbeit eingesetzt wurde. Größer sind die Pferde auf der Ranch von Elpida Hatziioannou-Idé, die Tamina Kallert mitnimmt auf einen Reitausflug zum Kloster Thari. Erst skeptisch und dann begeistert ist Tamina Kallert von der "Bachwanderung" mit Alt-Hippie Nikos in den Wäldern rund um Archangelos. In der Hoffnung, Delfine zu sehen, fährt Tamina Kallert in die Nähe von Kamiro Skala an die Westküste. Hier geht es rauer zu - auch auf dem Wasser. Die Belohnung für das Auf und Ab mit dem Boot: eine ganze Schule von Delfinen. An der Südküste von Rhodos liegt der Prasonisi-Strand, ein beliebter Treffpunkt für Kite- und Windsurfer. Auch Tamina Kallert steigt aufs Brett - und findet mit der Zeit immer mehr Gefallen an dem Wassersport.
Schneller als die Angst
Folgen 5 und 6. Serie Deutschland (2021). Beim Magdeburger LKA liegen die Nerven blank: Pannen und undichte Stellen, Vertuschung und gegenseitiges Misstrauen sowie ein ungeklärter Vergewaltigungsfall zersetzen das bislang so verschworene Team. Als Zielfahnderin Sunny endlich herausfindet, wer auf perfide Art ihr Leben zerstören möchte und warum dieser mit beängstigender Präzision immer einen Schritt voraus ist, beginnt sie das Spiel mit der Angst umzudrehen. Beim Magdeburger LKA liegen die Nerven blank: Pannen und undichte Stellen, Vertuschung und gegenseitiges Misstrauen sowie ein ungeklärter Vergewaltigungsfall zersetzen das bislang so verschworene Team. Die heimlichen Ermittlungen von Zielfahnderin Sunny Becker (Friederike Becht) gegen ihren Vorgesetzten und Mentor Ralf (Thomas Loibl) führen zunächst zu seiner Suspendierung. Als er sich gegen die Verdächtigungen wehrt, gerät Sunny intern unter massiven Rechtfertigungsdruck. Erst nachdem sie herausfindet, wer auf perfide Art ihr Leben zerstören möchte und warum dieser mit beängstigender Präzision immer einen Schritt voraus ist, beginnt sich Sunny seiner Macht zu entziehen. Nun versucht sie, das Spiel mit der Angst umzudrehen. Unterdessen hält der Sexualstraftäter Haffner (Felix Klare), der Lösegeld von seiner Ex-Geliebten (Idil Üner) für die Flucht erpressen möchte, seinen eigenen Sohn als Geisel. Um den 15-jährigen Marcel (David Ali Rashed) zu retten, muss sich Sunny auf Haffners Bedingungen einlassen. Als das LKA-Einsatzteam an dem Ort ankommt, an dem Haffner den Jungen eingeschlossen hat, geraten die Fahndungsleiterin und ihre Kollegen in eine Falle. Mit einem dramatischen Showdown endet "Schneller als die Angst": Friederike Becht kämpft als LKA-Zielfahnderin Sunny Becker buchstäblich um ihr Leben bei der atemlosen Jagd nach dem von Felix Klare diabolisch verkörperten Schwerverbrecher, der ihr ein mörderisches Spiel aufzwingt. Brillant führt Regisseur Florian Baxmeyer auf die philosophische Frage hin, welche Wirkung das Böse auf zwei komplett gegensätzlichen Menschen entfaltet. Die hoch spannenden Erzählstränge des Psychothrillers laufen zu einem furiosen Finale zusammen, bei dem sich Sunny zudem aus der perfiden Intrige eines LKA-Kollegen befreien muss, der ihr Leben und ihre Karriere zerstören möchte. Darsteller: Friederike Becht, Christoph Letkowski, Felix Klare, Andreas Döhler, Thomas Loibl, Oleg Tikhomirov, Lisa Hrdina, Golo Euler, Stephanie Japp, Carina Wiese, Sarah Bauerett, David Ali Rashed, Hildegard Schroedter, Idil Üner, Michel Diercks, Marlene Tanczik, Samir Fuchs, Barbara Frey, Ines Lacroix, Anni Nagel. Regie Florian Baxmeyer (89 min)
Der Scout
Spielfilm Deutschland (1983). 1877. Der Stamm der Nez Percé wird von einer weißen Kavallerietruppe in die Reservation getrieben. Damit sie nicht fliehen können, werden ihre Pferde requiriert. Unterhäuptling "Weiße Feder" bleibt keine andere Wahl, als sich als Scout bei den Kavalleristen zu verdingen und unter Einsatz seines Lebens die gestohlenen Pferde zurückzuholen. 1877, westlich der Rocky Mountains. Eine Kavallerieabteilung unter Colonel Howard (Manfred Zetzsche) beschlagnahmt die Pferdeherde der Nez Percé, um die Flucht nach Kanada zu verhindern - die einzige Möglichkeit des Stammes, einem allmählichen Untergang in der Reservation zu entgehen. Der Unterhäuptling Weiße Feder (Gojko Mitic) übernimmt den unlösbar scheinenden Auftrag, die Herde zum Stamm zurückzuführen. Unlösbar vor allem deshalb, weil jeder Versuch, das Eigentum mit Waffengewalt zurückzugewinnen, als Vorwand für die sofortige Vernichtung des Stammes dienen würde. Die Chancen des Unterhäuptlings steigen, als der ehrgeizige Howard das riskante Unternehmen wagt, die Herde unter der Obhut von nur sieben Leuten zurückzulassen, um mit seiner Hauptmacht die Cayuse, einen benachbarten Stamm, zu überfallen. Weiße Feder gelingt es, sich von der kleinen Bewachungsmannschaft als Scout verpflichten zu lassen. Seine Fähigkeit, die Herde leiten zu können, macht ihn sofort unentbehrlich für die Amerikaner und verschafft ihm auch einen gewissen Spielraum, um die Möglichkeiten für sein Vorhaben zu erkunden. Er versucht zuerst einmal, durch Umwege Zeit zu gewinnen, in der Hoffnung, eine erfolgversprechende Taktik zu finden. Schon am ersten Tag entdeckt er Spannungen in der Gruppe, die nützlich für ihn werden könnten. Eine wirklich aussichtsreiche Grundlage erhalten seine Aktivitäten aber erst, als er von Spähern der Cayuse erfährt, dass Fort Lapwai, das Ziel der Amerikaner, zerstört und Howards Abteilung in arge Bedrängnis geraten ist. Die aufgeriebene, von den Cayuse verfolgte Kavallerie und die in Auflösung befindliche Gruppe erreichen fast gleichzeitig die Trümmer des Forts. Gottfried Kolditz, der Abenteuer- und Indianerfilmspezialist der DEFA, hatte das Drehbuch zu "Der Scout" gezielt dafür geschrieben, um die riesigen Wildpferdherden der Mongolei als Hintergrund zu nutzen. Er kannte das weite Land von den Dreharbeiten zu seinem Märchenfilm "Die goldene Jurte". Leider war es Kolditz nicht vergönnt, den Film auch zu inszenieren, er verstarb während der Vorbereitungen. So übernahm Konrad Petzold, der andere Indianerfilmexperte der DEFA, nur zehn Tage vor Drehbeginn die Regie. Trotz dieser besonderen Umstände entstand ein "solide entwickelter aktionsreicher Indianerfilm, der neben großartigen Landschaftsaufnahmen und beeindruckenden Dressurleistungen auch mit sehr guten Schauspielerleistungen aufwartet" (Lexikon des Internationalen Films). Zu den Schauspielern gehören neben "Chefindianer" Gojko Mitic u.a. Jürgen Heinrich, Klaus Manchen und Giso Weißbach. Gojko Mitic erinnert sich an den Dreh: "Es gab zwei große Herden, in manchen Einstellungen über tausend Pferde. Außerdem waren es wilde, noch nicht gerittene Pferde, fast echte Mustangs, keine leichte Aufgabe, die zu bändigen. Ich hatte ein paar prekäre Situationen bei Aufnahmen inmitten der Herde und wurde von den wild gewordenen Tieren fast niedergetrampelt. Was die Landschaft anbelangt, die ist einmalig, diese Weite, diese Ebenen. Ich war ganz begeistert.". Darsteller: Gojko Mitic, Nazagdordshijn Batzezeg, Klaus Manchen, Milan Beli, Giso Weißbach, Jürgen Heinrich, Uwe Jellinek, Manfred Zetzsche, Werner Kanitz, Helmut Schreiber, Roland Seidler, Hartmut Beer, Erdmute Schmidt-Christian, Heidrun Welskop. Regie Konrad Petzold, Dshamjangijn Buntar (96 min)
Mission Neuzelle - Mönche zwischen Tradition und Tourismus
Spielfilm. Im Wald von Neuzelle haben Zisterziensermönche ein neues Kloster gebaut. Es steht auf dem Gelände eines ehemaligen Erholungsheimes der DDR-Staatssicherheit. Die Mönche kommen aus dem Stift Heiligenkreuz in Österreich und haben das Priorat Neuzelle gegründet. Als das neue Kloster gebaut wurde, lebten sie im katholischen Pfarrhaus der vor über 200 Jahren säkularisierten Klosteranlage, die heute vor allem touristisch genutzt wird und deshalb für ein monastisches Leben nicht mehr geeignet ist. Das neue Kloster in dieser Form ist einmalig auf deutschem Boden seit dem Mittelalter. Dabei drohte das Projekt zwischenzeitlich sogar zu scheitern. Der 45-minütige Film zeigt den Alltag der Mönche zwischen Gebet, Arbeit und Mission via YouTube. Die Zuschauer erleben die erste Zeit des wohl Jahrzehnte dauernden Klosterbaus und lernen Menschen kennen, die das Projekt der Wiederansiedlung aktiv unterstützen. Regie Michael Lietz
Ehrensache - Unser Ort, unser Einsatz
Vereinsliebe, Blankenburg
